Alle Routen zur Kilimanjaro Besteigung

Finden Sie alles Informationen zu den verschiedenen Aufstiegs-Routen auf den Gipfel des Kilimanjaro. Besteigen Sie den Uhuru Peak, den höchsten Berg Afrikas und einen seven Summit mir Meine Welt Reisen.

Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom. Nicht anders ist es mit dem höchsten Berg von Afrika in Tansania. Sie haben beim Kilimandscharo Trekking die Wahl aus 5 verschiedenen Wegen, den afrikanischen Vertreter der Seven Summit zu erklimmen. Neben der Vorbereitung, der Reisezeit ist die Routenwahl einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg an Afrikas höchsten Berg.

Die Marangu-Route, der beliebteste Aufstieg mit Hütten

Die Marangu-Route ist die vermeintlich einfachste und kürzeste Route zum Gipfel des Kilimandscharo. Sie ist deshalb sehr beliebt. Aber Achtung: Einfach heißt bitte nicht, sie zu unterschätzen. Auf dieser Route wird der geringste Gipfelerfolg verzeichnet. Das liegt daran, daß von hier Kilibesteiger starten, die diese Beschreibung falsch interpretieren und dazu die kürzeste Zeit aller Routen auf den Aufstieg zum Kilimanjaro zur Verfügung haben.  Umgangssprachlich wird sie auch Coca-Cola-Route genannt. Das liegt an den Hütten, in denen man das Getränk kaufen kann. Nur auf dieser Route übernachten Sie in Hütten. Die Marangu-Route ist der Weg der Erstbesteiger Hans Meyer und Ludwig Purtscheller im Oktober 1889.

Besonderheit: Die Marangu Route  bietet gut ausgebaute Wege und kaum steile Anstiege. Die Lage im Südosten bietet herrliche Ausblicke auf den Mawenzi und den Kibo. Achtung Akklimatisierung einplanen! Es empfiehlt sich wegen des kurzen Weges über die Marangu Route einen Tag mehr einzuplanen. Der Höhenunterschied bis zum Uhuru Peak auf 5.895 m ist auf allen Routen derselbe.

Durch die Übernachtung in den Hütten ist auf dieser Route keine Campingausrüstung (außer einem Schlafsack) notwendig. Zudem ist die Abstiegsroute hier derselbe Weg, wie der Aufstieg.

Länge: 74 km, Höhenunterschied: 4.410 Meter 

Traditionelle Route von Süd-Ost mit Hütten

Die Rongai-Route, der Geheimtipp

Die Rongai-Route startet im Nordosten kurz vor der Grenze zu Kenia. Diese Route ist  interessanter als die Marangu-Route und zugleich einfacher als die Machame-Route. Die Anfahrt zum Gate ist vergleichsweise weit vom Kilimandscharo Airport und von Arusha und somit sehr wenig begangen. Vorteilhaft ist diese Route in der Regenzeit, da die Route im Regenschatten des Berges liegt und trockener ist, als der Südhang. Abstieg erfolgt gen Südosten via Marangu-Route.

Besonderheit: Durch die Wetter – und Sonnen abgewandte Seite des Berges ist die landschaftliche Vielfalt des Hochmoors und Bergsavanne weniger üppig als auf der Machame oder Lemosho Route. Dafür ist der Boden trockener während der Regenzeit. Vorteil der Rongai Route ist Möglichkeit, der afrikanischen Tierwelt von Elefanten, Antilopen und Büffeln zu erspähen und dabei kaum anderen Bergsteigern zu begegnen. Der Abstieg erfolgt über die Marangu Route oder Mweka Route. Man absolviert damit die Kilimanjaro Überschreitung.

Länge: 58 km, Höhenunterschied: 4.520 Meter

Die kurze, trockene vom Norden zur Überschreitung des Kilimanjaro geeignet

Lemosho-Route, entspannt und abwechslungsreich

Die Lemosho-Route ist neben der Tatsache die längste Aufstiegsroute zu sein, auch wunderschön und unglaublich abwechslungsreich. Sie ist auch die Lieblingsroute von Timo Knöfel. Sie kann dabei die höchste Erfolgsquote vorweisen. Grund hierfür ist die bereits beschriebene gute Möglichkeit der Akklimatisation während des langen Aufstiegs. Durch das Relief der Tour bietet die Lemosho-Route herrliche Perspektiven über das Shira-Plateau und die Westhänge des Kilimandscharo, bevor sie sich mit der Machame-Route am 3. Tag der Besteigung vereint. Am ersten Tag der Tour können Sie im Regenwald auf Antilopen, Büffel und manchmal sogar auf Elefanten treffen. Der Abstieg erfolgt über die Mweka-Route.

Besonderheit: Auf der Lemosho Route  erlebt man auf dem Weg zum Uhuru Peak alle Highlights einer Kilimanjaro Besteigung, wie den Bergregenwald, das Shira Plateau, den Lava Tower, die Barranco Wall (Frühstückswand) und den Stella Point. Aufgrund der langen Dauer der Besteigung genießt man den Kilimandscharo in allen Facetten und erfährt die beste Akklimatisation und somit die größte Erfolgschance auf den höchsten Gipfel Afrikas. „Pole Pole“ ist auf der Lemosho wichtig. Der lange Weg will gut eingeteilt sein.

Länge: 66 km; Höhenunterschied 4.430 Meter

Die lange, einsame Route für Genießer mit Top Akklimatisation

Machame Route, durch 5 Klimazonen zum Gipfel des Kilimanjaro

Die Machame-Route ist eine der schönsten und beliebtesten Routen durch 5 Klimazonen zum Gipfel des Kilimandscharo. Der Einstieg am Machame Gate ist auf 1790 m Höhe und führt Sie über Machame Hut, Shira Cave, Shira Hut (ab hier vereint mit der Lemosho Route), Lava Tower, Arrow Glacier und trifft auf im Barranco Camp über die Barranco Wall ins Gipfel Camp Barafu. Der Abstieg erfolgt dann über die Mweka Route. Die Machame-Route ist anstrengender als die Lemosho-Route, auch wenn sie kürzer ist, da die Höhe an einem Tag weniger absolviert werden muß. Die Länge des gesamten Trekkings mit Auf – und Abstieg beträgt 61 Km. Die Machame Route wird auch gerne als „Whisky-Route“ bezeichnet, da die anstrengender und kerniger ist als die „Coca-Cola“- Marangu Route. Übernachtet wird in Zelten in ausgewiesenen Camps.

Besonderheit: Die Machame Route bietet die beste Mischung aus Bergerlebnis, Aufwand, Aussicht und vor allem Akklimatisation. Das Prinzip „go high-sleep low“, hoch gehen – tief schlafen kann auf der Machame Route super umgesetzt werden und fördert damit deutlich den Gipfelerfolg. Die Erfolgsquote für den Gipfel ist hier hoch. Bergsteiger, die diese Route wählen, sollten gute Fitness, Trittsicherheit und mentale Verfassung mitbringen.

Länge: 55 km; Höhenunterschied 4.280 Meter

Einst der Geheimtipp – heute die beliebteste aller Routen auf das Dach Afrikas

Umbwe Route, perfekt für Abenteurer

Die Umbwe Route ist die schwerste und direkte, somit die anstrengendste Route zum Gipfel des Kilimandscharo. Die Umbwe Route ist geeignet für erfahrene Höhenwanderer, die vielleicht auch nicht zum ersten Mal den Kilimanjaro besteigen. Sie stellt eine konditionelle Herausforderung dar und ist ein Weg durch unberührte Gebiete des Massivs. Der Weg ist steil, es gibt wenige Möglichkeiten zu regenerieren. Aus dem tropischen Regenwald geht es direkt rauf ins Barranco Camp. Man erreicht schnell eine große Höhe und hat kaum Gelegenheit, sich zu akklimatisieren. Die Umbwe Route wird von Guides und Trägern für den Kilimandscharo Run genutzt, auf Zeit den Gipfel zu erreichen und zurück zum Parkgate. Den Kili in Rekordzeit zu besteigen- und wieder abzusteigen hält der schweiz-ecuadorianer Karl Egloff seit dem 13. August 2014 mit einer Zeit von 4 h 56 min bis zum Uhuru Peak. Der Abstieg dauerte ganze 1h 46 min! Neben dem Kilimanjaro ist Egloff auch der Schnellste am Ebrus (4h20min), am Aconcagua in Argentinien (11h 52m) und am Huascarán in Peru (11h).  Die schnellste Frau am Kilimanjaro ist Kristina Schou Madsen mit einer Aufstiegszeit von 6 h 52 min über die Umbwe Route.  

Besonderheit: Durch die ungünstigen, weil steilen, Voraussetzungen, auf dieser Route den Gipfel des Kilimandscharo zu erreichen, empfehlen wir diese Route nicht für Erstbesteigungen des Kilimandscharo. Aufgrund des Charakters der Route, können Sie damit rechnen nahezu allein und ungestört unterwegs zu sein.

Länge: 43 km , Höhenunterschied 4.390 Meter

Die kürzeste und steilste Route – Hier brauchst Du Kondition!

Mweka Route, vom Gipfel zurück

Die Mweka Route in südlicher Ausrichtung am Kilimanjaro Massiv wird ausschließlich als Abstiegsroute von der Lemosho Route, der Machame Route und der Umbwe Route genutzt. Nach den Verlassen des Barafu Camps geht es hier durch Geröll und Asche hinab. Es ist die anstrengendste Passage der gesamten Kilimanjaro Besteigung. Trekkingstöcke sind hier unerlässlich. Je nach Geschwindigkeit übernachtet man das letzte Mal am Berg in Millennium Camp oder an der Regenwald Grenze bei angenehmen Temperaturen im Mweka Camp. Der letzte Abschnitt bis zum Mweka Gate sind nochmals 10 km oder 4 Stunden Gehzeit. Dann heißt es „Congratulations! Bon Voyage“.

Länge: 18 km nur abwärts, Höhenunterschied 4.470 Meter

Reine Abstiegsroute und für die meisten die “Straße der Gipfelstürmer!

Fazit:
Es gibt nicht die beste Route auf den Kilimandscharo. Jeder muss für sich entscheiden, welches Erlebnis er sucht. Die Genießer wählen die Lemosho Route auf der längsten Strecke zum Gipfel.Die Akklimatisation ist hier hervorragend durch den langsamen Anstieg. Nicht-Camper und Bergsteiger, die auf der Route des Erstbesteiger Hans Meyer wandeln möchten, gehen die Marangu Route. Wer es sich beweisen will, wählt den kurzen, knackigen Weg über die Umbwe Route. Diejenigen, die Abgeschiedenheit und möglichst viel Ruhe suchen, steigen über die selten genutzte Rongai Route von Norden auf. Hier ist auch die Überschreitung von Nord nach Süd gut machbar. Und wer den schönen Aufstieg zum Uhuru Peak mit sehr guter Möglichkeit der Akklimatisation wünscht, geht die Machame Route. Eine Übernachtung im Krater ist von jeder Route aus möglich. Auch wenn ihr an Neujahr oder an eurem Geburtstag auf dem höchsten Gipfel Afrikas stehen möchtet, fragt uns. Wir planen das. In jedem Fall wünschen wir “Berg heil” und “Pole Pole”!

Timo Knöfel, Kilimanjaro - Experte

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