Der GR 20 gilt als die schönste und beeindruckendste Tour unter den GR-Wanderungen (Grande Randonnée). Korsika, das Gebirge im Meer, zieht seit Jahren schon Wanderer an, die den Gebirgszug im Herzen Korsikas durchqueren wollen. Der Name Korsika leitet sich vom Wort Korsai ab, was die "Bewaldete" bedeutet. Allerdings hat die Brandrodung durch die Schaaf-Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren das Landschaftsbild der Insel verändert. Gewaltige Larccio-Kiefern, die mit fast 50 Metern zu den höchsten Bäumen Europas zählen. Gwaltige Steinwände, scheinen morgens durch den rosanen Nebel. Der Durft der Maccia – der immergrüne Busch auf den Felsen- duftet nach Ginster, Wacholder, Zistrose und Beberitze. Napoleon soll seine Heimat Korsika mit verbundenen Augen am Duft erkannt haben.
Beinahe 90 % der Insel im Mittelmeer ist Bergland. Der höchste Gipfel von Korsika ist der Monte Cinto mit 2.706 Metern und liegt auf einer Etappe des GR20. Der Grande Randonnée 20 gilt als der konditionell anstrengendste Fernwanderweg Europas. Spannende 170 km und 12.000 Höhenmeter liegen zwischen dem Start des GR 20 in Calenzana und dem Ziel in Bavella. Der GR20 verläuft entlang des Hauptkamm, Korsikas Zentralmassiv, über viele Pässe. Es ist die Mischung aus alpinen Bergtouren, der korsischen Kultur, der Nähe zum Meer und den gemütlichen Refuge (Berghütten), die so fasziniert.
Bei unserer Reise durchqueren Sie das Gebirgsmassiv von Nord nach Süd. Sie starten Ihre Wanderung in Calenzana. Die anspruchsvollere Nordetappe des GR 20 und die sanfte Etappe im Süden treffen bei der Hälfte der Wanderung in Vizzavona aufeinander. Das beeindruckende Massiv im Norden Korsikas wird landschaftlich von den Granitwänden der Berge dominiert. Im südlichen Teil überwiegen Wälder, Seen und grüne Ebenen. Die Wanderreise richtet sich an Gäste, die körperlich fit und wandertechnisch erfahren sind. Auf der Tour über den GR20 gibt es ausgesetzte Stellen, bei denen Schwindelfreiheit und Trittsicherheit Voraussetzung sind. An schwierige Passagen sichern Sie sich durch Leitern oder Ketten ab. Die einzelnen Tageswanderungen finden teilweise mit einem Tagesrucksack statt. Der Transport des Gepäcks ist logistisch nicht an allen Tagen möglich. An diesen Tagen tragen Sie zusätzlich das Equipment, welches Sie für die Übernachtung benötigen. Übernachten werden Sie nach den jeweiligen Etappen in einer gemütlichen Berg Hütte (Refuge) oder im Zelt.
Flug nach Bastia und anschließend geht es für die Gruppe (ca. 90 Minuten) nach Calenzana. Malerisch zwischen Weingärten, Obst- und Olivenbäumen gelegen, ist dieser Ort die perfekte Einstimmung auf die Wanderung. Nutzen Sie die freie Zeit am Abend und genießen Sie die traumhafte Umgebung. Probieren Sie doch die zwei korsischen Spezialitäten – Schafs- und Ziegenkäse und den weltberühmten Macchia-Honig, eine gute Möglichkeit, sich für die nächsten Tage zu stärken. Am nächsten Tag wartet dann die Herausforderung GR 20 auf Sie. Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Die Wanderetappen der ersten Tage zählen zu den anspruchsvollsten dieser Tour. Sie durchqueren das Bonifati Massiv im Nord Teil des GR20. Um einen guten Einstieg zu finden, ist die erste Etappe bewusst so gewählt, dass Sie von der Küste Korsikas bis in das Bergmassiv aufsteigen. Durch Birkenwälder führt Ihr Weg stetig hinauf. Hier haben Sie das erste Mal die Möglichkeit, die korsischen Berge von oben zu bewundern. Entfernung: 11 km, GZ: 6 Stunden., + 1.360 m, – 50 m, Ref. d´ Ortu di u Piobbu, Übernachtung im Zelt, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Der erste Teil der heutigen Wanderung führt Sie durch das bewaldete Tal der Melaghia. Sie überqueren die Bäche über kleine Brücken und genießen den Schatten der Bäume, der die Temperaturen sehr angenehm werden lässt. Im zweiten Teil der Tagestour geht es über dem Pass Col de la Pisciaghia. Die Gipfel Corona und Ladroncellu dominieren die Landschaft und der Wald weicht allmählich der typisch korsischen Hochgebirgslandschaft. Hier bekommen Sie einen umfassenden Eindruck der Berge Korsikas und der Trekkingtour auf dem GR20. Entfernung: 7 km, GZ: 7 Std., + 750 m, – 950 m, Ref de Carozzu, Übernachtung im Zelt, Kein Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Nachdem Sie die Hängebrücke von Carrozzu hinter sich gelassen haben, führt Sie die heutige Wanderung hoch hinaus. Auf der Wanderung durch das Muvrella Massiv können Sie den Blick weit schweifen lassen und die Calvi sowie den westlichen Teil von Korsika bewundern. Auf den Wegen werden es im Laufe des Tages immer weniger Wanderer. Wo am Anfang der Etappe noch viele Tagesgäste unterwegs waren, finden sich im zweiten Teil der Etappe fast ausschließlich Bergsteiger, die den GR 20 wandern. Tagesziel ist die Haut Asco. Die ehemalige Skistation von Asco ist heute eine gemütliche bewirtschaftete Hütte. Entfernung: 7 km, GZ: 5 ½ Stunden., + 800 m, – 650 m, Haut Asco, Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Die Königsetappe des GR20 wartet auf Sie. Eine gute Kondition ist für diese Strecke erforderlich. Sie durchwandern das Cinto-Massiv (2.706 m) mit der höchsten Passage des GR 20, der „Pointe des Eboulis“ (2.607 m). Ein spektakulärer Ausblick wird Ihnen hier geboten. Die Berge von Korsika liegen Ihnen zu Füßen. Nördlich des Monte Cinto, des höchsten Berges Korsikas, führt die Etappe hinauf. Den Bergkamm entlang, geht es weiter in Richtung Tal des Melarie. Im Monte Cinto Massiv sichern nur Ketten einige schwierige Stellen ab. Schwindelfreiheit ist hier Voraussetzung. Ein beeindruckender Sternenhimmel spannt sich hier oben über Ihnen aus. Sicher ein gutes Zeichen für Ihren weiteren Weg auf dem GR 20, hier am Monte Cinto, dem höchsten Gipfel Korsikas. Etwa 300 Höhenmeter unter der Refuge Tighiettu empfängt Sie am heutigen Abend die privat geführte Hütte Vallone auf 1.423 Metern. Entfernung: 10 km, GZ: 8 ½ Std., + 1.150 m, – 1.070 m, Vallone Hütte, Übernachtung im Zelt, kein Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Hinauf geht es durch einen lichten Nadelwald. Ziel ist der Pass Bocca d Foggiale und im weiteren Tourenverlauf das am höchsten gelegene Refuge de Ciuttulo di i Mori. Idyllisch gelegen am Fuße des Paglia Orba, ist es auch als „Matterhorn“ Korsikas bekannt. Bei der anschließenden Wanderung durch das Tal des Golo ist eine ausgiebige Wanderpause an einer erfrischenden Berggumpe eingeplant. Vorbei an den privaten Schäfereien, bis zum Castel di Vergio, führt der letzte Teil der Etappe. Der Col de Vergio (1.470 m) ist die höchste Passstraße auf der Mittelmeerinsel Korsika. Entfernung: 12 km, GZ: 6 ½ Stunden, + 660 m, – 710 m, Ref. de Ciottulu di i Mori, Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Heute steht die längste aber auch einfachste Etappe des GR20 an. Als Belohnung für den Aufstieg zum Pass Col St Pierre können Sie den Blick über die traumhafte Westküste Korsikas schweifen lassen. Bei gutem Wetter reicht die Sicht von Porto bis nach Ajaccio und es wird nochmal deutlich, warum Korsika auch „Das Gebirge im Meer“ genannt wird. Für die ausgiebige Mittagsrast ist am heutigen Tag der See Lac de Nino geplant. Mit seinen sanften Wiesen, einem wunderschönen Panorama und der Möglichkeit auf ein erfrischendes Bad, bietet er alles, um sich für den zweiten Teil der Etappe zu erholen. Weiter entlang am Fluss Tavignano, vorbei an der Schäferei Bergeries de Vaccaghia, geht es für die Übernachtung zur Refuge de Manganu. Entfernung: 14,5 km, GZ: 6 Std., + 750 m, – 570 m, Ref. de Manganu, Übernachtung im Zelt, Kein Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Sie starten am Refuge de Manganu und lassen die Ebene von Camputile hinter sich und wandern weiter Richtung Süden. Die Bergwelt Korsikas hält ein beeindruckendes Massiv aus Granit für Sie bereit. Den GR20 entlang, haben Sie an diesem Tag immer die vielen korsischen Bergseen vor Augen, die im Massiv des Rotondo auf Sie warten. Weiter führt Sie Ihr Weg über die Felsspalte Brèche de Capitello und den Pass Col de la Haute Route, bevor Sie anschließend das Refuge de Petra Piana erreichen. Entfernung: 9 km, GZ: 6 Stunden, + 870 m, – 650 m; Ref. de Petra Piana, Übernachtung im Zelt, Kein Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Heute geht es die Berghänge des Gipfels Monte Rotondo hinauf. Nachdem Sie die endlos scheinende Aussicht genossen haben, nehmen Sie die alpine Variante bis zu den Schäfereien von Onda. Dieser Gratwanderweg führt Sie zum Gipfel Pointe de Pinzi Corbini (2.021 m), von wo aus Sie einen atemberaubenden Ausblick auf die Westküste der Insel, einschließlich der Bucht von Ajaccio, genießen können. Entfernung: 7 km, GZ: 4 ½ Std., + 260 m, – 680 m, Refuge de l'Onda, Übernachtung im Zelt, Kein Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Entlang des Gebirgsbaches Agnone, wandern Sie in das gleichnamige Tal. Der Bach und das idyllisch anmutende Tal gehören zu den schönsten Flecken auf Korsika. Am Fuße des Monte d’Oro, wo sich die massiven Felstürme in die Höhe schrauben, wandern Sie entlang der schmalen, schluchtenähnlichen Wege am Ufer. Noch vor dem Etappenziel in Vizzavona warten die Wasserfälle Cascades des Anglais auf Sie. Traumhaft gelegen sind die Wasserfälle ein beliebtes Fotomotiv auf dem GR20. Mit der Ankunft in Vizzavona haben Sie den Nordteil des GR 20 hinter sich gelassen und blicken Richtung Süden. Vizzavona, einst die "petit Swiss" mit Chalets, Nobelherbergen, und luxuriösen villen , ist heute nicht mehr als eine Bahnstation mit ein paar Wanderunterkünften für GR20 Bergsteiger. Geblieben ist der Trininghellu, der "Zitternde", die Schmalspurbahn, die seit 1894 Bastia und Ajaccio über 157 km mit 29 Tunneln und 8 Brücken verbindet . Die Hälfte der Wanderung durch das Gebirge Korsikas ist nun geschafft und ab hier wird die Landschaft in den nächsten Tagen etwas sanfter und grüner. Entfernung: 10 km, GZ: 6 Stunden, + 710 m, – 1.220 m, Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Der steile Aufstieg durch die bewaldeten Berge Vizzavonas führt Sie auf der heutigen Etappe des GR 20 zum Pass Col de Palmente. Genießen Sie die überwältigende Aussicht auf das Tyrrhenische Meer, bevor es an den Abstieg nach Capanelle geht. Der Weg führt vorbei an den Schäfereien Bergeries d‘Alzeta und de Scarpaccedié, die typisch für die traditionellen Bauern in Korsikas Bergen sind. Entfernung: 16 km, GZ: 5 ½ Std., + 860 m, – 190 m, Refuge de Capannelle, Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Teil zwei der Strecke über das Gebirge des Mittelmeeres beginnt heute. Durch Wälder, vorbei an Bächen und kleinen Seen, durchqueren Sie das Massiv des Renoso (2.352 m) ohne großartige Auf- oder Abstiege. Sie passieren die Schäfereien Bergeries de Traggette, welche malerisch am Berghang liegen und erreichen über die Ebene von Gialgone den Pass Col de Verde (1.289 m). Das kleine Hochtal. Entfernung: 12 km, GZ: 4 Stunden, + 350 m, – 580 m, Refuge de Prati, Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Hoch über dem Tal des Taravo, wandern Sie entlang des Bergkamms und genießen die gute Aussicht in die von Granit dominierte Landschaft. Entlang verschlafener Dörfer und alter Schäfereien, führt Sie der Weg zu Refuge de Prati. Am Ende des Taleinschnittes sehen Sie schon die Unterkunft für die Nacht, das Refuge d'Usciolu. Entfernung: 15 km, GZ: 7 ½ Std., + 1.250 m, – 850 m, Refuge d'Usciolu, Übernachtung im Zelt, Kein Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Über den Denkmalsgrat (l'Arête des Statues, 1.800 m) startet die Tour. Ein traumhafter Blick wird Ihnen geboten, wenn Sie nach Osten blicken. Die beschaulichen Dörfer des Taravu und das Tyrrhenische Meer bilden zusammen ein Bilderbuchpanorama. Die unendliche Weite des Plateaus mit fast 70 km² ist garniert mit rundgeschliffenen Findlingen. Mit etwas Glück laufen Ihnen die wilden Schweine Korsikas auf dem Plateau von Consione über den Weg. In der Nähe des Monte Incudine erreichen Sie die Zivilisation in einer kleinen Siedlung. Um zur Ebene von Cuscione zu gelangen, müssen Sie den Pass Bocca Agnone überqueren, doch der gemäßigte und technisch nicht sonderlich anspruchsvolle Aufstieg ist kein Problem. Entfernung: 13 km, GZ: 5 Stunden, + 600 m, – 820 m, Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Entlang des Kamm des Incudine wandern Sie zum Pass Bocca di Chiralba. Dort angekommen, gibt es die Option auf den Monte Incudine zu steigen und die tolle Aussicht zu genießen. Der rasche Abstieg erfolgt über Geröllfelder und mehrere Granitebenen. Hier gilt es Vorsicht walten zu lassen und lieber etwas langsamer abzusteigen. Das unebene Gelände und kleine Steine auf dem Granitbergen sind immer ein gewisses Risiko. Entfernung: 8 km, GZ: 4 Std., + 560 m, – 610 m, Refuge d' Asinao, Übernachtung im Schlafsaal, Kein Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Auf der alpinen Variante des GR20 geht es weiter. Vorbei an den berühmten Felstürmen Aiguilles de Bavella, den „Dolomiten Korsikas“, führt der Pfad steil in die Höhe. Die schwierigeren Stellen dieser Etappe sind mit einem Handlauf versehen. Die Aussicht während der ganzen Etappe ist einfach wunderschön. Die rauen Berge des Nordteils sind nun fast vollständig den sanften Riesen des Südens gewichen. Fast üppiger Bewuchs und weite, grüne Flächen dominieren die Landschaft. Das heutige Etappenziel liegt am Pass Col de Bavella (1.218 m). Heute erfolgt die letzte Nacht in einer Hütte, denn ab morgen erwartet Sie ein Hotel mit einer gut tuenden Dusche und einem komfortablen Bett. Entfernung: 7 km, GZ: 5 Stunden, + 550 m, – 700 m, Übernachtung im Schlafsaal, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / LB / A
Auf zur letzten Etappe des GR 20. Sie haben es fast geschafft und der Gebirgswanderweg auf Korsika liegt hinter Ihnen. Sie wandern heute durch den Wald von Bavella, im Schatten der Lariccio-Kiefern zum Refuge de Paliri. Danach erreichen Sie das Ziel des GR 20, Conca (252 m), über einen Weg, der früher zum Almauftrieb und Almabtrieb genutzt wurde. Nach der Ankunft in Conca geht es nach Bastia. Es wartet schon ein Transfer auf Sie, der Sie zum Hotel nach Bastia bringt (Dauer ca. 2 Std. 15 Min.). In Bastia wartet eine wohlverdiente Dusche, ein hervorragendes, typisch korsisches Essen und ein bequemes Bett auf Sie. Entfernung: 18 km, GZ: 7 ½ Std., + 400 m, – 1.350 m, Übernachtung im Zweibettzimmer, Zugriff auf das Gepäck
Verpflegung: F / A
Entsprechend Ihres Rückflugs können Sie den Vormittag für eine Shoppingtour durch die Altstadt nutzen, bevor Sie anschließend zum Flughafen von Bastia gefahren werden (Dauer ca. 40 Min.).
Verpflegung: F
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