Erleben Sie die wilde Schönheit der Zentralmongolei auf unserer sehr beliebten Erlebnisreise durch die Zentralmongolei. Die Mongolei ist mit gerade einmal etwa 2 Einwohnern pro Quadratkilometer für ihre beeindruckenden Naturlandschaften, die endlose Weite ihrer Steppen, die berühmte Wüste Gobi, eine reiche Nomadenkultur, Yaks & Pferdeherden sowie ihre buddhistischen Tempel und mystischen Klöster bekannt. Begeben Sie sich mit Ihrer erfahrenen einheimischen und deutschsprachigen Reiseleitung und in einer kleinen Gruppe auf dieses intensive Reiseerlebnis.
Endlose Weiten, unberührte Natur, eine himmlische Ruhe und ein reiches kulturelles Erbe – all dies charakterisiert die Mongolei. Von den eindrucksvollen Sanddünen der Wüste Gobi, durch monumentale Gebirgsketten, bizarre Felsformationen und endlose Steppenlandschaften bis hin zu dicht bewaldeten Ebenen ziehen auch heute noch die Nomadenfamilien mit ihren weißen Filz-Jurten durch das ehemalige Reich des Dschingis Khan. Wildpferde, Schafe, Yaks und Kamele grasen auf den weiten Ebenen, aber auch Steinböcke, Geier, Adler, Murmeltiere, Rentiere und viele andere Arten sind hier heimisch. Diese Tour ist nicht nur von der Weite der Zentralmongolei geprägt, sondern auch von authentischen Begegnungen mit Nomadenfamilien, die Ihnen einen interessanten Einblick in ihr oft entbehrungsreiches Leben sowie ihre Traditionen geben und Sie stets gastfreundlich empfangen.
Das „Land des blauen Himmels“ wird Sie mit seinem Facettenreichtum zweifelsohne in den Bann ziehen, sei es bei einem Besuch von Tsagaan Suvarga („Weiße Stupa“), der berühmten Gobi, einer Wanderung durch die Geierschlucht Yolyn Am, entlang der größten Sanddünen der Mongolei (Khongoryn Els) oder der faszinierenden „Flaming Cliffs“ von Bayanzag.
Gleichzeitig gehen Sie mit dem Besuch mehrerer historischer Klosteranlagen auf Zeitreise. Sie besichtigen u.a. die Klosteranlagen von Ongiin Chiid, Tuvkhun und Erdene Dsuu sowie die Ruinenstätte Karakorum, im 13. Jh. Hauptstadt des Mongolischen Reiches. Es besteht die Möglichkeit, dieses herrliche Land auf dem Rücken von Kamelen und Pferden zu entdecken. Übernachtet wird außerhalb von Ulaanbaatar in den für die Mongolei so typischen Jurten, in gut ausgestatteten Camps. Für die Überlandfahrten nutzen wir landestypische und bewährte Geländefahrzeuge, die zweifelslos Teil des Abenteuers sind, schließlich sind die Orte im Hinterland nicht durch asphaltierte Straßen miteinander verbunden und die Distanzen mitunter groß.
Heute beginnt Ihre Mongolei-Reise mit dem Direktflug von Frankfurt nach Ulaanbaatar. Dieser bringt Sie in ca. 8,5 Stunden in die mongolische Hauptstadt, wo Sie früh am nächsten Morgen landen.
Übernachtung im Flugzeug
Nach der Ankunft in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar werden Sie von Ihrem lokalen Reiseleiter empfangen und in Ihr komfortables Stadthotel gebracht (Early Check-in nach individueller Vereinbarung). Zeit zur Entspannung, Mittagessen und Stadtrundfahrt am Nachmittag.
In Ulaanbaatar mit seinen 1,7 Mio. Einwohnern trifft vielerorts Tradition auf Moderne. Die ca. 4-stündige Stadtrundfahrt beinhaltet u.a. einen Besuch des neu errichteten Dschingis-Khan-Museums, des größten Museums der Mongolei sowie des Winterpalastes des Bogd Khan, eines der wichtigsten Denkmäler der mongolischen Geschichte und Architektur, erbaut zwischen 1893 und 1906. Weiter geht es zum Gandan-Kloster, dem größten und bedeutendsten Kloster der Mongolei und eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten in Ulaanbaatar. Gebaut wurde es in der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist das einzige buddhistische Kloster, das auch während der kommunistischen Zeit Religion ausgeübt hat. Der Höhepunkt des Besuchs von Gandan ist die 26 Meter hohe, majestätisch vergoldete Statue von Megjid Janraisig. Zum Abschluss der Stadtrundfahrt genießen Sie vom Zaisan-Denkmal aus einen schönen Panoramablick auf Ulaanbaatar und kehren schließlich zum Hotel zurück.
Verpflegung: M / A
Sie verlassen die Hauptstadt in südlicher Richtung und begeben sich in landestypischen Überlandfahrzeugen in die wunderschöne Region Baga Gazriin Chuluu, etwa 250 Kilometer entfernt und inmitten von sandigen Ebenen gelegen.
In dieser weitläufigen Gegend entdecken Sie die Überreste eines kleinen buddhistischen Klosters namens Delgeriin Choiriin Khiid, das 1918 gegründet wurde und einst ein wichtiges kulturelles Zentrum war, das Schulen für Philosophie, Medizin und Astronomie sowie eine Druckerei umfasste.
Erkunden Sie am späten Nachmittag die atemberaubenden Felsformationen von Baga Gazar und wandern Sie durch die hoch aufragenden Granithügel, die sich scheinbar endlos erstrecken. Schließlich erwartet Sie die erste Übernachtung in einem für die ländliche Mongolei so typischen Jurten-Camp. Beim ersten Betreten der Jurte, auch Ger genannt, werden Sie hinsichtlich dessen Größe und Ausstattung überrascht sein. Die nomadischen Bewohner betrachten das Ger als Verbindung zur Vergangenheit, Zukunft und geistigen Welt.
Heutige Distanz: ca. 250 km, etwa 5-6 Stunden Fahrt
Unterkunft: Bayan Bulag Jurten-Camp
Verpflegung: F / M / A
Nach dem Frühstück brechen Sie zusammen mit Ihren Reiseleitern zu einem Abenteuer in die Wüste Gobi auf. Die Landschaft wechselt dramatisch von üppigem, grünem Grasland zu rauem, kargem Gelände. Ankunft in Tsagaan Suvraga, einer faszinierenden Kalksteinformation, am Nachmittag. Diese Steilwand sieht wie eine weiße Stupa aus, daher der Name, und ist 400 Meter lang, 60 Meter hoch und hat eine 90-Grad-Kante. Der Wind hat diese außergewöhnliche Formation über Jahrtausende hinweg kunstvoll geformt.
Aus der Ferne ähnelt Tsagaan Suvraga den Überresten einer antiken Stadt mit ihren zerfallenden Gebäuden. Die farbigen Schichten der Klippe zeigen verschiedene Zeitabschnitte ihrer mehrere Millionen Jahre zurückreichenden Geschichte. Einst lag die erodierte Landschaft unter dem Meeresspiegel und enthält deshalb zahlreiche Fossilien und Muschelschalen. Nach der Erkundung dieser Gegend geht es in Ihr Jurten-Camp zum Abendessen.
Heutige Distanz: ca. 250 km, etwa 5 Stunden Fahrt
Unterkunft: Tsagaan Suvarga Ger Camp
Verpflegung: F / M / A
Die Wüste Gobi ist die größte Wüste Asiens und die fünftgrößte der Welt. Sie erstreckt sich über zwei Länder: die Mongolei und China, und bedeckt fast 30 Prozent des mongolischen Territoriums. Nur 5% der Gesamtfläche der Gobi sind Sanddünen, der Rest mit Steppen und Felsgestein. Die Wüste ist extremen Temperaturen ausgesetzt, die von -40 °C im Winter bis zu +50 °C im Sommer reichen. Sie zählt zudem zu den besten Orten der Welt für die Sternenbeobachtung.
Die Gruppe unternimmt eine interessante Tour im Nationalpark Gobi Gurwan Saichan ("die drei Schönheiten der Gobi"), dessen grüne Täler von urzeitlichen Flüssen geformt wurden. Es geht zur „Geierschlucht“ Yolyn Am, eine seit 1965 geschützte Region, 62 km nordwestlich von Dalanzadgad und ein spannendes Kontrastprogramm zu den Sanddünen. Die enge und tiefe Schlucht ist nach dem Bartgeier (auch Lämmergeier) benannt. An der schmalsten Stelle können gerade zwei Personen nebeneinanderstehen. Das Ende der Felsschlucht mündet in ein schönes breites Tal, das beste Wander- und Fotomöglichkeiten bietet. Mit etwas Glück können wilde Argali-Schafe, Steinböcke, Wüstengazellen und Steinadler beobachtet werden.
Heutige Distanz: ca. 210 km, etwa 4 Stunden Fahrt
Unterkunft: Gobi Oasis Ger Camp
Verpflegung: F / M / A
Nach einem reichhaltigen Frühstück geht es ca. 180 km in westlicher Richtung nach Khongoryn Els. Der Weg zur Düne ist karg, nur Grasbüschel ragen hier und da aus der Steppe, während Khongoryn Els langsam näher rückt. Hier befinden sich die größten Sanddünen der Mongolei, ein wanderndes Dünengebirge. Sie erreichen stellenweise Höhen von bis zu 275 Metern und sind an die 180 km lang und etwa sechs km breit.
Der Sand erzeugt wunderschöne Wellenmuster und erscheint je nach Lichtverhältnissen in ganz unterschiedlichem Gewand. Geraten die Sandkörner ins Rutschen und beginnen zu vibrieren beginnt dieser Ort sogar zu „singen“. Wer möchte, kann den etwas beschwerlichen Aufstieg auf eine der Sanddünen wagen und wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt.
Die Wüste Gobi gilt als die kälteste Wüste der Welt. Im Herbst, Winter und Frühling fegen hier eisige Winde über die Ebenen. Da es kaum Schutz gibt, müssen die Bewohner auf besondere Überlebenstechniken zurückgreifen. Die Nomaden der Gobi sind in der Mongolei für ihre unerschütterliche Hingabe für harte Arbeit bekannt. Wir treffen Familien, die zweihöckrige Kamele züchten und erhalten einen Einblick in ihren einfachen, bescheidenen, fleißigen und doch bemerkenswerten Lebensstil.
Optional: Kamelreiten
Heutige Distanz: ca. 180 km, etwa 4-5 Stunden Fahrt
Unterkunft: Gobi Erdene Ger Camp
Verpflegung: F / M / A
Ihre heutige Etappe führt nach Bayanzag, allgemein als die „Flaming Cliffs“ bekannt. An diesem außergewöhnlichen Ort entdeckte der renommierte Paläontologe Roy Chapman Andrews auf seinen Expeditionen in die Region in den 1920er Jahren Dinosaurierknochen und -eier. Die Landschaft bietet eine atemberaubende Mischung aus Steilhängen, Hügeln, gehärteten Lehmböden und rotem Sand, die seit der Kreidezeit weitgehend unverändert sind und bei Sonnenuntergang in leuchtenden Rot- und Orangetönen erscheinen, daher der Name „flammende Klippen“. Sie wandern um die Klippen herum und besuchen anschließend ein Museum, um mehr über die Entdeckungen und Expeditionen des frühen 20. Jahrhunderts zu erfahren.
Heutige Distanz: ca. 150 km, etwa 4 Stunden Fahrt
Unterkunft: Gobi Tour Tourist Camp
Verpflegung: F / M / A
Der heutige Tag ist der faszinierenden Landschaft am Ongiin-Gol-Fluss und dem Wahrzeichen der Region, der historischen Klosteranlage Ongiin Chiid, gewidmet. Dieses kulturelle Erbe erzählt die Geschichte der Vergangenheit eines faszinierenden Landes. Am Ufer des Flusses liegt sie, die historische, buddhistische Klosteranlage von Ongiin Chiid. Diese wurde in einem Teilgebiet der Wüste Gobi mit karger Vegetation zu beiden Seiten des Flusses errichtet. Besucher können die Atmosphäre des 1760 gegründeten Klosterkomplexes, der einst über 1.000 Mönche beherbergte, noch heute spüren. Er wurde 1937 während antibuddhistischer Ausschreitungen vollkommen zerstört. Nach der Erkundung von Kloster, Gegend und Museum beziehen Sie Ihre heutigen Jurten im Ger-Camp.
Heutige Distanz: ca. 180 km, etwa 4 Stunden Fahrt
Unterkunft: The Ongi Energy Jurten-Camp
Verpflegung: F / M / A
Die Tour führt Sie heute ins einzigartige Orkhon-Tal in der Zentral-Mongolei. Hierbei handelt es sich um eine historische und landschaftlich sehr reizvolle Region, die seit 2004 zum UNESCO-Welterbe gehört und für zahlreiche archäologische Stätten wie Karakorum, die alte Hauptstadt des Mongolischen Reiches sowie das Kloster Erdene Zuu bekannt ist. Auch ist das Tal vom Orkhon-Wasserfall und der vielfältigen Tierwelt geprägt, was es über Jahrtausende zu einem wichtigen Zentrum für Nomadenkultur, Handel und Religion machte.
Neben einem Besuch des herrlichen Orkhon-Wasserfalls, lernen Sie hier eine Nomadenfamilie kennen, die Pferde und Yaks züchtet.
Heutige Distanz: ca. 300 km, etwa 7 Stunden Fahrt
Unterkunft: Khurkheree Tour Jurten-Camp
Verpflegung: F / M / A
Sie verbringen den heutigen Tag damit, die traumhafte Region des Changai-Gebirges beim Wandern und Reiten (optional) zu erkunden. Beim Changai-Gebirge handelt es sich um ein Hochgebirge der zentralen Mongolei mit einer Ausdehnung von rund 500 km in Ost-West- und bis zu 300 km in Nord-Süd-Richtung. Der höchste Berg des Changai ist der Otgon Tenger Uul mit einer Höhe von 4008 m. Vieles in der Geschichte und Kultur der Mongolen dreht sich um den Changai. Hier haben alte, geheimnisvolle Völker ihre Spuren hinterlassen. Von den Mongolen wird der Changai auch „Die Mutter“ genannt, weil er über die besten Weidegründe und im Sommer fast immer über einen sattgrünen Grasteppich verfügt.
Optional: Reitausflug mit einheimischen Nomaden
Unterkunft: Khurkheree Tour Jurten-Camp
Verpflegung: F / M / A
Nach einem gemütlichen Frühstück im Jurten-Camp führt uns die Reise heute zu einem der ältesten buddhistischen Klöster der Mongolei, dem Tuvkhun-Kloster. Es liegt auf einem felsigen, von Wäldern umgebenen Berghügel in 2.600 m Höhe über dem Meeresspiegel. Das Kloster wurde in den 1650er Jahren von Zanabazar, einem der angesehensten spirituellen Führer der Mongolei, gegründet. Neben einem Besuch des Klosters erkunden Sie auch diese wunderschöne, dicht bewaldete und malerische Gegend um den Berg Shijvee.
Anschließend reisen Sie westwärts entlang des Changai und erreichen zum frühen Abend den Terkhiin-Tsagaan-See, ein herrlicher Süßwassersee in der Provinz Arkhangai. Er durchfließt das Khangai-Gebirge, der Vulkan Chorgo befindet sich nahe dem östlichen Ende des Sees.
Heutige Distanz: ca. 400 km, etwa 7 Stunden Fahrt
Unterkunft: Maikhan Tolgoi Ger Camp
Verpflegung: F / M / A
Ein aktiver Tag erwartet Sie! Es geht in den Nationalpark Chorgo Terchiin Tsagaan Nuur, der eine Fläche von 851 km² umfasst und am nördlichen Rand des Changai-Gebirges liegt. Er ist nach dem erloschenen Vulkan Chorgo benannt, dessen Umgebung bereits 1965 unter Schutz gestellt wurde sowie nach dem See Tsagaan Nuur. Das Schutzgebiet wurde 1995 erweitert und zu einem Nationalpark erklärt. Die Umgebung des Sees ist von Hügeln mit Steppenwaldvegetation geprägt, die eine malerische Kulisse schaffen. Der Vulkan Khorgo brach vor 8.000 Jahren zuletzt aus und prägte seine Umgebung entsprechend. Heute ist das Gebiet von schwarzem Vulkangestein, Basaltfelsen, sibirischen Kiefern und Lärchenwäldern bedeckt. Sie wandern zum Krater und genießen einen herrlichen Ausblick. Dieser hat einen Radius von 200 m und eine Tiefe von 80 m.
Der Nachmittag steht Ihnen für optionale Touren in der Region, einen ausgiebigen Spaziergang am See oder zur Entspannung zur freien Verfügung.
Unterkunft: Maikhan Tolgoi Jurten-Camp
Verpflegung: F / M / A
Heute erkunden Sie das faszinierende Karakorum, eine Ruinenstätte am Fuße des Changai-Gebirges und Hauptstadt des Mongolischen Reiches zwischen 1235 und 1260. Das Jahr 1220 gilt als Gründungsjahr von Karakorum. Kein Geringerer als der legendäre Dschingis Khan erteilte den Befehl zur Errichtung der Stadt, welche von 1220 bis 1260 als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum florierte.
Mit dem Besuch des angrenzenden Klosters Erdene Dsuu erwartet Sie anschließend ein echtes Highlight einer jeden Reise durch die Zentralmongolei. 1586 gegründet, war es das erste buddhistische Kloster der Mongolei, nachdem der tibetische Buddhismus Staatsreligion wurde und ist das älteste noch in seiner Funktion erhaltene Kloster. In der etwa 400×400 m großen Klosteranlage lebten einst über 1.000 Mönche. Es ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes Orkhon-Tal, zusammen mit Karakorum und anderen Kulturgütern der Region.
Heutige Distanz: ca. 300 km, etwa 6 Stunden Fahrt
Unterkunft: Anja Eco Ger Camp
Verpflegung: F / M / A
Die Tour führt Sie heute in die herrliche Natur des Khustain Nuruu Nationalparks. Der Park wurde 1992 eingerichtet, um das Takhi, auch bekannt als Przewalski-Pferd, wieder in der Mongolei anzusiedeln, wo es in freier Wildbahn ausgestorben war. Tagsüber verstecken sich die Tiere oft in den Bergen, aber abends kommen sie hinunter zum Tuul-Fluss, der durch den Park fließt. Kurz vor dem Park machen wir noch einen Zwischenstopp im Mongol Nomadic Tourist Camp, um lokale Kultur und Traditionen intensiver kennenzulernen. Der Khustain Nuruu (Hustai) wurde 1998 zum Nationalpark erklärt und beherbergt derzeit etwa 350 Takhi-Pferde sowie 459 Pflanzen- und 217 Vogelarten.
Hinweis: Da es sich um Wildtiere handelt, besteht keine Garantie einer Sichtung oder ggf. nur per Fernglas entfernt in den Hängen des Nationalparks.
Heutige Distanz: ca. 260 km, etwa 4 Stunden Fahrt
Unterkunft: Moltsog Els Jurten-Camp
Verpflegung: F / M / A
Der Chinggis Khan Statue Komplex am Ufer des Tuul-Flusses gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Ulaanbaatar. Die 40 Meter hohe Reiterstatue aus glänzendem Edelstahl wurde 2008 anlässlich des 800-jährigen Jubiläums des Mongolischen Reiches errichtet und gilt bis heute als größtes Reiterstandbild der Welt. Nur 55 km östlich von der Hauptstadt entfernt erhebt sich das monumentale Bauwerk über Tsonjin Boldog, einem geschichtsträchtigen Ort, der eng mit Legenden rund um den großen Khan verbunden ist. Der Blick der Statue richtet sich nach Osten – zu seinem vermuteten Geburtsort. Die Statue steht auf einer 10 Meter hohen Rundbasis, die von 36 Säulen umgeben ist. Diese symbolisieren die 36 Khans der mongolischen Geschichte – vom ersten Herrscher Chinggis Khan bis zum letzten Ligden Khan. Besucher können mit einem Aufzug in das Innere der Statue fahren, wo eine Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Mongolen erwartet. Anschließend führt eine Treppe bis zum Pferdekopf, von dessen Aussichtsplattform sich ein spektakulärer Panoramablick über die weite mongolische Steppe eröffnet – ein echtes Highlight jeder Mongolei-Reise.
Unterkunft: H9 Hotel Nine Ulaanbaatar
Verpflegung: F / M / A
Nach unvergesslichen Tagen endet Ihre Mongolei-Reise heute. Am Morgen bringt Sie ein privater Transfer zum internationalen Flughafen von Ulaanbaatar, wo Sie die Heimreise antreten.
Hinweis: Bei einem frühen Rückflug erhalten Sie statt des Frühstücks im Hotel ein Lunch-Paket.
Verpflegung: LB
Deutsche Bahn
2. Klasse
Hin- und Rückfahrt
Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Bitte beachten Sie, dass ein Großteil der Strecken unbefestigte Offroad-Pisten sind und bspw. für Personen mit Bandscheiben-Problemen problematisch sein könnten. Sprechen Sie uns im Vorfeld bitte jederzeit an!
Sollten Sie alleine reisen, können Sie ein Einzelzimmer (eine Einzel-Jurte) oder auf Anfrage ein ½ Doppelzimmer (geteilte Jurte) buchen. Für die Verfügbarkeit eines ½ Doppelzimmers kann keine Garantie übernommen werden. Solange kein passender Zimmerpartner/in gefunden wurde, berechnen wir den Einzelzimmerpreis. Der Preis im Doppelzimmer gilt nur bei Buchung von 2 Personen pro Zimmer/Jurte.
Mehrere Ger-Camps verfügen mittlerweile über eine gewisse Anzahl an sogenannten „Luxus-Gers“ mit privatem WC + Dusche innerhalb der Jurte und können je nach Verfügbarkeit spontan vor Ort gebucht werden. Der Aufpreis beträgt ca. 25€ pro Nacht und Jurte. Bitte sprechen Sie auf Wunsch Ihre lokale Reiseleitung darauf an!
Ulaanbaatar
2 Übernachtungen im 4-Sterne-Hotel (Landeskategorie)
Auf dem Land
Standard-Ger-Camps (Jurten-Camps) mit Gemeinschafts-WC/Dusche. Ausstattung:
Auf unseren Überlandfahrten kommen in der Regel folgende Fahrzeuge zum Einsatz (je nach Gruppengröße und Verfügbarkeit): Lexus 470, Lexus 570 oder Toyota Land Cruiser 200
Einreise
Für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen benötigen deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürger für die Einreise in die Mongolei kein Visum.
Ihr Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und mindestens zwei freie Seiten enthalten.
Klima
Die Zentralmongolei ist durch ein kontinentales Klima mit starken Temperaturschwankungen geprägt. Wind ist das ganze Jahr über ein ständiger Begleiter, während Regenfälle eher selten sind und sich als kurze, heftige Schauer meist auf die Sommermonate konzentrieren.
Das Wetter in der Zentralmongolei im Juni und Juli ist sonnig, warm und mild. Die Temperaturen klettern tagsüber meist auf 20 bis 28 °C, während es nachts auf etwa 6 bis 12 °C abkühlt. Der Juli ist der wärmste, aber auch der niederschlagsreichste Monat des Jahres, was die Steppe in sattes Grün taucht.
Der Sommer (Juni bis August) ist in der Mongolei Regenzeit; diese unterscheidet sich jedoch stark von tropischen Monsunregen. Juli und August sind die regenreichsten Monate, insbesondere in der Zentral- und Nordmongolei. Der Regen fällt typischerweise als kurze Nachmittags- oder Abendgewitter, die 30 Minuten bis 2 Stunden dauern. Die Steppe trocknet bemerkenswert schnell – selbst starker Regen macht den Boden oft innerhalb weniger Stunden wieder passierbar. Die Gobi erhält selbst im Sommer nur sehr wenig Regen.
Wind
Die Mongolei zählt zu den windigsten Orten der Erde. Wind ist hier ein ständiges Merkmal der Landschaft, kein gelegentliches Ereignis. Ihre Lage auf einem Hochplateau – weit entfernt von Ozeanen und ohne nennenswerte Gebirgsbarrieren, die den Luftstrom hemmen könnten – macht sie zu einem natürlichen Windkanal. Die weite offene Steppe bietet keinerlei Widerstand.
Essen & Trinken
Die traditionelle mongolische Küche ist geprägt von der nomadischen Lebensweise und dem rauen Kontinentalklima. Sie ist deftig, kalorienreich und stützt sich auf drei Säulen: Fleisch, Milchprodukte und Mehl.
Fleisch
Hammelfleisch ist der unangefochtene Spitzenreiter, wenngleich auch Rind-, Ziegen-, Pferde- und Yakfleisch (in Bergregionen) sowie Kamelfleisch (in der Wüste Gobi) verzehrt werden. Das Fleisch wird typischerweise gekocht, gedämpft oder mithilfe heißer Steine gegart, anstatt gegrillt oder gebraten zu werden.
Milchprodukte
Die Mongolei verfügt über eine außergewöhnliche Vielfalt an Milchprodukten, die als „tsagaan idee“ (weiße Speisen) bekannt sind. Dazu gehören Airag (vergorene Stutenmilch), Aaruul (getrockneter Quark), Öröm (eingedickte Sahne), Byaslag (hausgemachter Käse), Tarag (Joghurt) und Suutei Tsai (gesalzener Milchtee), das Nationalgetränk.
Mehl und Getreide
Weizenmehl ist unverzichtbar für die Zubereitung von Nudeln und Teigtaschen. Auch Reis ist eine weitverbreitete Beilage.
Mahlzeiten in den Jurten-Camps
Frühstück: Buffet oder festes Menü – Eier, Brot, Butter, Marmelade, Pfannkuchen, Porridge, Müsli/Cerealien, Tee, Kaffee
Mittagessen: Suppe, Hauptgericht (Fleisch mit Reis oder Nudeln), Brot, Tee
Abendessen: 2–3 Gänge – Suppe oder Vorspeise, Hauptgericht (mit Fleisch), Dessert, Tee/Kaffee
Die Qualität variiert stark je nach Kategorie des Camps. In den Standard-Ger-Camps der Rundreise werden die traditionellen mongolischen Gerichte in der Regel durch westliche Gerichte ergänzt. Die Essensqualität gilt im Allgemeinen als gut, kann aber in sehr einfachen, abgelegenen Camps etwas eintönig werden. Viele Unterkünfte passen sich den internationalen Gästen an und bieten neben der traditionellen Küche auch europäische Speisen wie Suppen und Salate an. Die Mahlzeiten werden zumeist in einem großen zentralen Restaurant des Camps serviert.
Alkohol in den Jurten-Camps
Das Angebot an Alkohol variiert je nach Kategorie des Camps, ist aber im Allgemeinen verfügbar. Die meisten Touristen-Jurten-Camps verfügen über eine kleine Bar oder ein Restaurant, wo mongolisches Bier, Wodka und eine begrenzte Auswahl an Weinen serviert werden. Die Preise liegen über dem üblichen Niveau.
Vegetarier
Vegetarisches und veganes Reisen in der Mongolei ist möglich, erfordert jedoch eine gewisse Planung im Voraus. Die Auswahl in den Camps ist oft begrenzt. Reis, Nudeln und Gemüsebeilagen sind verfügbar, aber für strenge Vegetarier empfiehlt sich die Mitnahme eigener Snacks.
In Ulan-Bator gibt es hervorragende Möglichkeiten – spezialisierte vegetarische Restaurants (z.B. Loving Hut, Ananda) sowie internationale Restaurants mit einem umfangreichen vegetarischen Angebot.
Auf dem Land: Hier gestaltet sich die Versorgung schwieriger. Die Standardverpflegung in Jurten-Camps enthält meist Fleisch in allen Gerichten. Bei rechtzeitiger Ankündigung können wir vegetarische Mahlzeiten organisieren, allerdings ist die Auswahl begrenzt. Für Veganer ist die Situation noch anspruchsvoller, da Milchprodukte allgegenwärtig sind.
Empfehlung: Bitte teilen Sie uns Ihre Ernährungsbesonderheiten bereits bei der Buchung mit! Für die vegetarische oder vegane Verpflegung berechnen wir einen kleinen Aufpreis, um den zusätzlichen Aufwand bei Beschaffung und Zubereitung zu decken.
Besondere Ernährungsbedürfnisse (glutenfrei, Allergien, Laktoseintoleranz)
Berücksichtigung bei vorheriger Ankündigung!
Gesundheit & Sicherheit
Impfungen
Für die direkte Einreise aus Deutschland werden keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Generell gilt die Empfehlung, sich gegen Hepatitis A und Tollwut zu impfen. Bei Langzeitaufenthalten und besonders beim Reisen durch ländliche Gebiete werden außerdem Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Meningitis (A/CW/Y) und FSME empfohlen. Für eine persönliche reisemedizinische Beratung sollten Sie mindestens 6 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt zu Rate ziehen.
Medizinische Versorgung in der Mongolei
Die medizinische Versorgung ist eingeschränkt, insbesondere außerhalb von Ulan-Bator. In der Hauptstadt bieten einige private internationale Kliniken einen angemessenen Versorgungsstandard bei kleineren Beschwerden. Bei ernsthaften Erkrankungen oder Verletzungen ist ein medizinischer Rücktransport (Medevac) in ein Land mit hochentwickelter medizinischer Infrastruktur (z.B. Südkorea, Thailand, Deutschland) erforderlich. Eine umfassende Reiseversicherung, die den medizinischen Rücktransport abdeckt, ist unerlässlich.
Reiseapotheke
Eine persönliche Reiseapotheke sollte gut ausgestattet sein, da es auf dem Land nur wenige Apotheken gibt. Zur Grundausstattung gehören: verschreibungspflichtige Medikamente, Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfall und orale Rehydrationssalze, Antihistaminika, antibakterielle Tücher und Cremes, Pflaster, Blasenpflaster sowie Tabletten gegen Reisekrankheit.
Was Sie stets bei sich führen sollten:
– Versicherungspolicen-Nummer und Notfall-Hotline (ausgedruckt)
– medizinische Zusammenfassung (inkl. Allergien, Medikamenten, Blutgruppe).
– Kontaktdaten für Notfälle
– Kopie des Reisepasses
– lokale 24-Stunden-Notfallnummer
Leitungswasser
Es ist nirgendwo in der Mongolei sicher, Leitungswasser zu trinken. Reisende sollten ausschließlich Wasser aus Flaschen oder abgekochtes Wasser trinken. Ihr Reiseveranstalter oder Ihr Ger-Camp stellen Trinkwasser zur Verfügung. Es wird dringend empfohlen, eine wiederverwendbare Wasserflasche mitzubringen, um Plastikmüll zu vermeiden.
Höhenverhältnisse (Höhenkrankheit)
Die Mongolei ist ein Hochland. Ulan-Bator liegt auf einer Höhe von 1.350 Metern. Viele Reiseziele befinden sich in noch größeren Höhen: der Chöwsgöl-See (ca. 1.645 m), die Wüste Gobi (ca. 1.000–1.800 m) und das Altai-Gebirge (2.500 bis über 4.000 m). Schwere Fälle von Höhenkrankheit sind zwar selten, doch können bei Reisenden leichte Symptome wie Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen oder Müdigkeit auftreten.
Es wird empfohlen, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden und sich nach der Ankunft ein bis zwei Tage Zeit zur Akklimatisierung zu nehmen.
Geld & Währung
Währung ist der mongolische Tugrik/Tögrög.
Kurs: 1 EUR = 4.12 MNT (Stand: 06_26)
Es ist grundsätzlich besser, den mongolischen Tugrik (MNT) vor Ort in der Mongolei zu tauschen. Der Tugrik ist in Deutschland eine exotische Währung, weshalb der Umtausch hierzulande mit sehr schlechten Wechselkursen und hohen Gebühren verbunden ist.
Tauschen Sie Euro (EUR) oder US-Dollar (USD) am besten erst direkt am Flughafen oder in offiziellen Banken der Hauptstadt Ulan-Bator (z.B. Golomt Bank, Khan Bank) bzw. lizenzierten Wechselstuben.
Bitte achten Sie darauf, übrige Tugrik vor der Ausreise wieder zurückzutauschen, die Ausfuhr ist nicht gestattet.
Bargeld oder Kreditkarte
Sie sollten unbedingt Bargeld mitnehmen! Zwar werden Kreditkarten in gehobenen Hotels und Restaurants in Ulan-Bator akzeptiert, doch überall sonst im Land ist Bargeld das einzig akzeptierte Zahlungsmittel – etwa für Souvenirs, Parkeintrittsgebühren und Trinkgelder. Am besten nehmen Sie US-Dollar oder Euro in bar mit, da sich diese am einfachsten umtauschen lassen.
Geldautomaten
Geldautomaten sind in Ulan-Bator und den Provinzhauptstädten zwar vorhanden, aber bekanntermaßen eher unzuverlässig – oft ist das Bargeld aufgebraucht oder die Geräte sind außer Betrieb. Reisende sollten sich keinesfalls auf Geldautomaten als Hauptquelle für Bargeld verlassen, sondern stets genügend Bargeld in harter Währung mitführen, um die gesamte Reise außerhalb der Hauptstadt zu finanzieren.
Trinkgeld
Trinkgeldgeben gehört zwar nicht zur traditionellen Kultur, ist in der Tourismusbranche für guten Service aber mittlerweile üblich und wird geschätzt. Als Richtwert gilt:
Reiseleiter: 5–10 $ pro Person und Tag
Fahrer: 3–5 $ pro Person und Tag
Restaurants: In gehobenen Restaurants in Ulan-Bator ist es zunehmend üblich, bei gutem Service 10% Trinkgeld zu geben.
Kommunikation & Konnektivität
Mobiltelefon
In Städten und Ortschaften der Mongolei gibt es ein gutes 4G-Netz. Die günstigste und zuverlässigste Möglichkeit ist der Kauf einer lokalen SIM-Karte bei Anbietern wie Mobicom oder Unitel. Diese SIM-Karten sind für wenige Dollar an den Verkaufsständen der Anbieter am Flughafen oder in der Stadt erhältlich. Für die Registrierung wird ein Reisepass benötigt.
eSIM
Eine gute Alternative und sofern Ihr Handy eSIM-fähig ist, empfehlen wir für die Mongolei den Erwerb einer eSIM. Die digitale SIM-Karte wird einfach per QR-Code installiert, wodurch kein Shop vor Ort aufgesucht werden muss. Beliebte eSIM-Anbieter sind bspw. Holafly, yesim, Saily und Airalo mit unterschiedlichen Paketen für Datenvolumen.
WLAN in den Jurten-Camps
Viele touristische Jurten-Camps bieten mittlerweile WLAN im Hauptrestaurant oder im Rezeptionsbereich an. Die Verbindung erfolgt jedoch meist über Satellit und kann langsam sowie instabil sein; für Videostreaming reicht sie in der Regel nicht aus. Sie genügt jedoch, um E-Mails abzurufen und sollte zudem als Gelegenheit betrachtet werden, einmal abzuschalten.
Ausrüstung
Was gehört unbedingt ins Gepäck?
– robuste, eingelaufene Wanderschuhe
– Kleidung im Zwiebelprinzip (Funktionsunterwäsche, Fleece-Zwischenschicht, wasser- und winddichte Außenjacke)
– Sonnenschutz (Hut mit breiter Krempe, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, hochwertige Sonnenbrille)
– Stirnlampe oder Taschenlampe mit Ersatzbatterien
– Persönliches Erste-Hilfe-Set und verschreibungspflichtige Medikamente
– Wiederverwendbare Trinkflasche
– Feuchttücher und Händedesinfektionsmittel
– Powerbank zum Aufladen von Geräten
Bekleidung im Sommer
Wichtig ist das Zwiebelprinzip, um auf starke Temperaturschwankungen vorbereitet zu sein. Packen Sie T-Shirts, Langarmshirts, eine Fleece- oder leichte Daunenjacke für den Abend, bequeme und strapazierfähige Hosen sowie eine wasserfeste Außenschicht ein. Eine Mütze und Handschuhe sind für kühle Morgenstunden praktisch.
Steckdosen
In Mongolei werden Stecker und Steckdosen vom Typ C und Typ E verwendet. Die Netzspannung ist 220 V bei einer Frequenz von 50 Hz. Ihre Stecker passen in Steckdosen der Mongolei.
Reisen auf dem Landweg
Die Straßenverhältnisse in der Mongolei reichen von modernen, asphaltierten Fernstraßen (etwa 5–10 %) bis hin zu unmarkierten Pisten abseits befestigter Wege. Diese Vielfalt ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Routenplanung. Die Mehrheit der touristischen Ziele ist nur über unbefestigte Straßen zu erreichen.
Beschaffenheit der Straßen
Der Straßenzustand variiert je nach Route und Jahreszeit stark; auf den meisten unbefestigten Abschnitten müssen Reisende jedoch mit erheblichen Erschütterungen und Ruckeln rechnen. Offroad-Strecken sind unberechenbar und weisen Spurrillen, Felsen, weichen Sand sowie Flussdurchquerungen auf. Ein ganzer Tag im Fahrzeug kann körperlich anstrengend sein.
Tägliche Fahrstrecken
Die täglichen Strecken lassen sich am besten in Zeit statt in Kilometern bemessen. Ein typischer Reisetag auf dem Land umfasst eine reine Fahrzeit – einschließlich der Stopps – von etwa 4 bis 7 Stunden.
Fahrten abseits befestigter Straßen
Das Fahren abseits befestigter Wege ist ein wesentlicher Bestandteil von Reisen in der Mongolei. Bei den meisten mehrtägigen Routen führt ein Großteil der Fahrtstrecke über unbefestigte Pisten. Nur so lassen sich die atemberaubendsten und abgelegensten Landschaften erreichen – und genau das macht einen Teil des Abenteuers aus. Unsere professionellen Fahrer verfügen über viel Erfahrung und können grundlegenden Fahrzeugreparaturen vornehmen. Pannen sind bei unserer gut gewarteten Fahrzeugflotte selten.
Toilettenpausen unterwegs
Auf dem Land gibt es keine öffentlichen Toiletten! Die Pausen finden in der freien Natur statt – sozusagen als „Pause in der Natur“. Der Reiseleiter hält an einem landschaftlich schönen Ort, der Privatsphäre bietet. Wir empfehlen unseren Gästen:
– stets Toilettenpapier und Händedesinfektionsmittel mitzuführen
– Kleidung zu tragen, die für diesen Zweck praktisch ist
– sämtlichen Abfall in empfindlichen Gebieten wieder mitzunehmen
Geräte im Fahrzeug laden
Alle Tourfahrzeuge verfügen über 12-V-Anschlüsse (Zigarettenanzünder), die mit handelsüblichen KFZ-Ladegeräten und USB-Adaptern kompatibel sind. Die meisten Fahrzeuge sind zudem mit direkten USB-Anschlüssen ausgestattet. Die Teilnehmer können ihre Geräte also während der Fahrt aufladen – dies ist die zuverlässigste Lademethode.
Powerbanks
Eine tragbare Powerbank ist zudem eines der wichtigsten Zubehörteile für jede Mongolei-Reise außerhalb von Ulan-Bator.
Touren
Reittouren
Die Mongolei ist ein hervorragendes Reiseziel für Reitanfänger. Das mongolische Pferd ist ruhig, robust und trittsicher und der Reitstil ist entspannt. Spezielle Programme für Anfänger beinhalten eine Einführung sowie kürzere Etappen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Kamelreiten in der Wüste Gobi
Die wichtigsten Orte hierfür sind die Wüste Gobi, insbesondere an den Sanddünen von Khongor (Khongoriin Els) sowie bei Bayanzag (Flaming Cliffs) und werden von lokalen Kamelhirtenfamilien organisiert. Bei allen Kamelen in der Mongolei handelt es sich um Trampeltiere – die in Zentralasien heimische Art mit zwei Höckern. Sie sind perfekt an das extreme Klima der Gobi angepasst.
Unterbringung auf dem Land
Ger-Camps / Jurten-Camps
Das typische Unterkunftserlebnis in der Mongolei und Herzstück der meisten Reiserouten außerhalb von Ulan-Bator.
Ausstattung von Standard-Ger-Camps
– Unterbringung in traditionellen, filzgedeckten Jurten, meist 5–6 m im Durchmesser, mit schlichter Verzierung, einfachen Betten und einem Holzofen
– Sanitäranlagen und Duschen befinden sich in einem separaten Gebäude und werden gemeinschaftlich genutzt. Sie sind in der Regel mit westlichen Toiletten mit Wasserspülung – oder in einfacheren Camps – mit Hocktoiletten sowie Waschbecken und Duschkabinen ausgestattet. Die Warmwasserversorgung kann auf bestimmte Zeiten beschränkt sein, zu Stoßzeiten kann es zu Warteschlangen oder geringem Wasserdruck kommen.
– Strom wird meist über Generatoren erzeugt und steht nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung – typischerweise vom frühen bis zum späten Abend. Während dieser Zeit funktioniert die Beleuchtung und Geräte können aufgeladen werden.
– Das Aufladen ist meist nur während der Generatorlaufzeiten möglich – oft für 4 bis 6 Stunden am Abend. Die meisten Jurten verfügen über mindestens eine Steckdose, üblicherweise für europäische zweipolige Stecker. Wenn mehrere Gäste gleichzeitig Geräte aufladen möchten, kann es zu Engpässen bei den Steckdosen kommen. Ein USB-Ladegerät mit mehreren Anschlüssen oder eine kleine Mehrfachsteckdose können daher sehr nützlich sein.
– einige Camps werben mit WLAN, doch dieses ist oft auf das Speise- oder Empfangsgebäude beschränkt. Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit variieren stark, viele abgelegene Camps bieten überhaupt kein WLAN an.
– Mahlzeiten werden in einer Gemeinschafts-Jurte serviert; herzhafte, einfache mongolische sowie einfache internationale Gerichte
– Heizung: Die meisten Jurten verfügen über einen zentralen Metallofen, der mit Holz oder getrocknetem Tierdung beheizt wird. Das Personal entfacht das Feuer meist am Abend, in den frühen Morgenstunden sinkt die Temperatur in den Jurten entsprechend
Verhaltenstipps
Fotografieren von Mönchen und in Klöstern
Das Fotografieren in Klosterhöfen ist oft gestattet, im Inneren von Tempelgebäuden, in denen Mönche beten, jedoch häufig untersagt. Achten Sie bitte auf Hinweisschilder oder bitten Sie um Erlaubnis. Wenn Sie Mönche fotografieren möchten, fragen Sie stets zuvor mit einer respektvollen Geste um Erlaubnis. Bescheidene Kleidung und stiller Respekt werden erwartet.
Ovoos
Respektieren Sie die „Ovoos“! Dabei handelt es sich um heilige, schamanische Steinhaufen. Umrunden Sie diese stets im Uhrzeigersinn und nehmen Sie niemals Steine davon mit.
Besuch einer Nomadenfamilie
Warten Sie, bis Sie eingeladen werden. Betreten Sie die Jurte leise und treten Sie bitte nicht auf die Schwelle, sondern darüber. Halten Sie sich an die Sitzordnung (Männer auf der Westseite, Frauen auf der Ostseite). Nehmen Sie angebotene Speisen und Getränke mit beiden Händen entgegen. Es ist höflich, zumindest einen kleinen Schluck zu nehmen. Gehen Sie im Inneren der Jurte im Uhrzeigersinn. Gehen Sie nicht zwischen den beiden zentralen Säulen hindurch. Vermeiden Sie es, mit den Füßen oder dem Finger auf religiöse Gegenstände oder Personen zu zeigen.
Kulturelle Etikette beim Essen
Die mongolische Gastfreundschaft ist großzügig und beharrlich. Ein direktes Ablehnen von Speisen kann als unhöflich empfunden werden. Hier sind die wichtigsten Regeln:
– Nehmen Sie das Angebot immer mit der rechten Hand oder mit beiden Händen entgegen. Auch wenn Sie nicht viel essen oder trinken möchten, sollten Sie die Gabe annehmen.
– Nehmen Sie zumindest einen kleinen Schluck oder Bissen zu sich. Dies ist die wichtigste Regel. Sie müssen nicht alles aufessen oder austrinken, aber Sie müssen es probieren. Selbst das bloße Berühren der Tasse mit den Lippen reicht aus.
– Stellen Sie das Gefäß nach dem Probieren behutsam ab. Der Gastgeber wird sich nicht daran stören, wenn ein Rest übrigbleibt – wohl aber an einer direkten Ablehnung.
– Zeigen Sie Ihre Wertschätzung. Ein Lächeln, ein Nicken oder ein einfaches „Bayarlalaa“ (Danke) bewirken viel.
– Sagen Sie niemals direkt „Nein“. Sagen Sie stattdessen „Ich bin satt“ (khanaad baina) oder „nur ein kleines bisschen, bitte“.
– Ihr Reiseleiter kann Ihnen dabei helfen, eventuelle Ernährungseinschränkungen zu kommunizieren.
Bitten Sie immer um Erlaubnis, bevor Sie Menschen fotografieren!
Ist Feilschen auf Basaren üblich?
Feilschen gehört zur Einkaufskultur auf Freiluftmärkten und Basaren, insbesondere auf dem Narantuul-Markt. Allerdings geht man hier etwas zurückhaltender vor als auf manch anderen asiatischen Märkten.
Lernen Sie ein paar Worte Mongolisch! Einfache Begrüßungen wie „Sain baina uu“ (Hallo) und „Bayarlalaa“ (Danke) werden sehr geschätzt.
Minimieren Sie Plastikmüll: Bringen Sie eine wiederverwendbare Wasserflasche mit!
Hinterlassen Sie keinen Spuren und nehmen Sie Ihren Müll wieder mit.
Obacht mit Wachhunden in Nomadenlagern, die darauf abgerichtet sind, sich gegenüber Fremden aggressiv zu verhalten. Reisende sollten sich einem Lager stets langsam nähern und warten, bis ein Familienmitglied sie begrüßt und die Hunde zurückhält.
Drohnen: Eine Registrierung ist obligatorisch. Alle Drohnen müssen unabhängig von ihrem Gewicht vor der Verwendung in der Mongolei bei der MCAA registriert werden.
Bitte keine militärischen Einrichtungen fotografieren!
Einkaufen & Souvenirs
Die Mongolei bietet eine unverwechselbare Auswahl an Souvenirs, die das nomadische Erbe und die natürlichen Ressourcen des Landes widerspiegeln.
Zu den hochwertigen Artikeln zählen Kaschmirprodukte, Filzprodukte und Lederwaren. Beliebt bei Reisenden sind auch Silberschmuck, Briefmarken oder mongolischer Wodka.
Dokumente
• Reisepass + Reisepasskopie (getrennt aufbewahren)
• Flugtickets / E-Tickets
• Reiseunterlagen von Meine Welt Reisen (digital oder ausgedruckt)
• Telefonnummer der Meine Welt Reisen Reiseleitung
• Unterlagen und Notfallkontakt der Reiseversicherung
• Kredit- und EC-Karte
• Notfallkontakte
Gesundheit
• persönliche Medikamente in Originalverpackung
• ärztlicher Nachweis für verschreibungspflichtige Medikamente
• kleines Erste-Hilfe-Set
• Allergie- & Gesundheitskarte (auf Englisch empfohlen)
• Ersatzbrille oder zusätzliche Kontaktlinsen
• persönliche Reiseapotheke
Technik & Elektronik
• Powerbank (Achtung: auf dem Flug ins Handgepäck!)
• Stirn- oder Taschenlampe (für Übernachtungen im Ger-Camp)
• Smartphone + Ladegerät
• Kopfhörer
• Kamera + zusätzliche SD-Karten
• Reisewecker
Kleidung & persönliche Ausrüstung
Grundausstattung (Kleidung: "Zwiebelprinzip"):
• bequeme Outdoor- & Wanderkleidung
• leichte wasser- & winddichte Jacke
• warme Jacke & Fleecepullover (auch im Sommer kann es nachts kühl sein!)
• Wanderschuhe / bequeme Sportschuhe
• legeres/urbanes Outfit für Hotels & Abendveranstaltungen in der Stadt
• Tagesrucksack
• Regenbekleidung
• Mütze, Schal, Handschuhe (für kühle Morgen-/Abendstunden, 5-10 Grad)
• Badekleidung (Hot Springs, Wellness im Hotel)
• Sonnenschutz: Sonnencreme, Sonnenbrille, Hut
Für die Hygiene
• persönliche Pflegeprodukte
• Desinfektionsgel
• Feuchttücher
• Bei Bedarf: Einweg-Urinalbeutel (es gibt keine öffentlichen Toiletten auf den Überlandfahrten)
• Reisehandtuch (optional – in Camps vorhanden)
Sonstiges
• ausreichend Bargeld (EUR/USD)
• wiederverwendbare Trinkflasche
• leichtes, dehnbares und robustes Gepäck
• Fernglas (v.a. zur Tierbeobachtung)
• kleines Notizbuch (Hotels, Adressen, Erinnerungen)
• Snacks (Energieriegel, Nüsse)
Generell gilt die Mongolei als ein sehr sicheres Reiseland. Wie in vielen anderen Ländern der Welt existiert jedoch auch in der Mongolei ein gewisses Problem mit Kleinkriminalität. Aus diesem Grund empfehlen wir auch hier, den üblichen Sicherheitsvorkehrungen nachzukommen, Geld am Körper zu tragen, Schmuck nicht zur Schau zu stellen, eine Kopie der wichtigsten Dokumente mit sich führen und Wertgegenstände wenn möglich in der Unterkunft zu lassen. Darüber hinaus bitten wir Sie, während der gesamten Reise stets auf Ihren Pass zu achten, da der Verlust größere Probleme mit sich bringt.