La Réunion auf der Karte zu finden, braucht ein wenig Zeit. Aber genau das macht den Zauber dieses kleinen Paradieses aus. Das Motto der Insel ist: „Kleinste – größte Vielfalt“. Die Insel stieg vor drei Millionen Jahren aus dem indischen Ozean. Der mächtige Vulkan Piton des Neiges war geboren. Der Vulkan hat heute eine Höhe von 3.070 m und ist der höchste Berg des französischen Überseedepartements La Réunion. Eine Vulkankette, mit dem bis heute aktiven Piton de la Fournaise (2.631 m), zieht sich quer über die Insel. Im Inneren von La Réunion laden die drei Talkessel, der Cirques Salazie, der Cirques de Cilaos und der Cirques de Mafate Sie ein, hinabzusteigen und zu wandern. Der Mafate liegt abgeschnitten von der Infrastruktur und ist nur zu Fuß zu erreichen. Wunderschöne Wanderungen warten hier auf Sie.
Für Wanderer bietet die Insel La Réunion, so groß wie das Saarland, mehr als 900 Kilometer sehr gut markierte Strecken. Die Landschaft ist abwechslungsreich, bergig mit teilweise knackigen Anstiegen und von überwältigender Schönheit, perfekt für das ganz besondere Urlaubs Foto. Bei einem Trekking über La Réunion erwandern Sie sich die drei Talkessel. Ein Besuch des majestätischen Piton de la Fournaise muss natürlich dabei sein. Sie gehen durch dichte Tropenwälder im Osten und durch Savanne sowie Zuckerrohrfelder im Westen. In den Höhenlagen und Kämmen der Insel erwarten Sie karge Mondlandschaften mit gigantischem Rundblick, Sandstrände säumen die Küste von La Réunion. Eine derart abwechslungsreiche Szenerie, dass die Insel La Réunion im Jahr 2010 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
La Réunion ist ein Paradies für Pflanzenfreunde. Das ganze Jahr über blühen auf Réunion die unterschiedlichsten Pflanzen und sie tragen exotische Früchte. Man schätzt die Anzahl der vorkommenden Blütenpflanzen auf 700 – 800 Arten. Darunter allein 230 Farne! Die heimische Flora erweitert sich um zahllose Flechten, Moose, Algen und Pilze. Hinzu kommen die zahlreichen von Menschen eingeführten Nutz- und Zierpflanzen. Es gedeihen Orchideen, Oleander, Jasmin, Hibiskus, Azaleen, Rhododendren, Hortensien, usw. – um nur einige von Ihnen zu nennen. Besonders zu erwähnen ist der Anbau von Vanille und Zuckerrohr, die zu den Hauptexportprodukten der Insel gehören. Zur tropischen Pflanzenwelt gehören auch märchenhafte Tamarinden-Wälder, Filao-Wäldchen, riesige Bambusstauden, Flammenbäume und vieles mehr.
Bezüglich der Tierwelt sind besonders die marinen Lebewesen von Interesse. Vor der Besiedelung der Insel nutzen unzählige Meeresschildkröten die Strände La Réunions zur Eiablage. Durch den Einfluss des Menschen wurden diese jedoch fast ausgerottet. Nach umfangreichen Schutzmaßnahmen kehren die Schildkröten nun langsam auf die Insel zurück und legen Ihre Eier wieder in den Sand der geschützten Strände. Aber auch weitere Meeresfaune ist sehr vielseitig und spannend. Die Flachwasser- uns Saumriffe der Insel sind bevölkert von unterschiedlichsten Korallen, Seesternen, Krabben, Einsiedlerkrebsen, Kofferfischen, Schmetterlings- und Doktorfischen. Weiter draußen im offenen Meer finden sich entlang der Riffkante auch Großfische wie Barsche, Rochen, Thun- oder Speerfische. Auch Haie und Wale nennen diese Region ihr zuhause.
Im Jahr 2007 wurde ein lange überfälliges Projekt gestartet. Etwa 1750 km² Fläche auf La Réunion wurden zum Nationalpark erklärt, was einen großen Teil der gesamten Insel beinhaltet. Neben alpinem Berggelände, Urwäldern und Hochebenen gehören auch Flüsse und Sandstrände zu diesem Nationalpark. Die Kernzone dieses Nationalparks umfasst knapp 105.447ha Land, was ca. 40% der Landesfläche La Réunions entspricht. Seit August 2010 gilt dieses Kerngebiet als Weltnaturerbe.
Nach Ihrer Ankunft auf der Insel La Réunion werden Sie am Flughafen Roland Garros empfangen. Sie besprechen hier den Reiseablauf, bevor Sie von einem Chauffeur nach Grand Îlet im Talkessel Salazie gebracht werden. Der Talkessel Salazie ist bekannt für seine üppige Vegetation, hohe Felswände sowie Wasserfälle, die die Hänge hinunterstürzen und bietet Ihnen wunderschöne Panoramablicke. Der Talkessel Salazie hat sich seine Authentizität bewahrt. Das Dorf Hell-Bourg hat die Auszeichnung „Plus beaux Villages de France“ erhalten. Die Dörfer Hell-Bourg und Grand-Îlet sind die zwei „kreolischen Dörfer“ des Talkessels. Man kann die Geschichte ihrer hübschen kreolischen Häuschen in Begleitung von Fremdenführern entdecken. Hier erwartet Sie, umgeben von Natur, ein kleines, liebevoll geführtes Gästehaus. Schon die Fahrt nach Grand Îlet, an den vielen Wasserfällen vorbei, ist von atemberaubender Schönheit. Den Rest des Tages sollten Sie nutzen, um sich von der langen Reise zu erholen.
Verpflegung: A
Sie gehen direkt vom Gästehaus los und steigen nach ca. 1 Stunde über das Sentier Scout hinab in den Talkessel Mafate. Nach Mafate führt keine Straße. Nur ein Streckennetz von Trails ermöglichen den Zugang aus Rivière des Galets, Maïdo, Dos-d’Âne, Taïbit und vom Col des Bœufs. Das Inneren des verfallenen Vulkans von Mafate erleben Sie wie eine eigene kleine Welt. Er ist ein "geheimer Ort", von steilen, kantigen Felswänden eingegrenzt. Der Ausblick von den umgebenden Gebirgskämmen Maïdo, Roche Ecrite und Cap Noir beweist, dass er absolut unzugänglich ist. Diese Abgeschiedenheit machte den Ort vor langer Zeit zu einer Zufluchtsstätte von entlaufenen Sklaven auf La Réunion. Trotz der Isolierung des Kessels bleiben die Bewohner mehr denn je ihrem unzugänglichen Ort treu und ergeben. Man lebt hier auf kleinen Plateaus, den sogenannten Îlets. Hier werden Sie von den Mafatais herzlich empfangen. Sie freuen sich über das Interesse an ihrer Heimat, dem besiedelten Herzen des Nationalparks Cirque de Mafate. Das größte der Dörfer, La Nouvelle, besitzt eine Schule, Strom wird aus Sonne gewonnen. Die Bäckerei und Lebensmittelläden werden per Hubschrauber versorgt. Die Natur springt dem Besucher mit sattem Grün nach jeder Windung ins Auge, die Berge sind überall, die Pitons bieten unvorstellbare Formen, die Schluchten, Wasserfälle und Wälder sind eine einzige Augenweide. Am nördlichen Rand dieses Talkessels entlang wandern Sie bis zu Ihrer Berghütte in Cayenne.
Gehzeit ca. 6 Stunden, Übernachtung in der Berghütte Gîte de Grand Place Cayenne
Verpflegung: F / A
Weiter geht es auf dem GR R2, über Îlet des Lataniers, Îlet des Orangers und La Breche bis zu Ihrem nächsten Etappenziel nach Roche Plate. Sie starten den heutigen Weg mit dem Abstieg in die Schlucht und dem Aufstieg auf der anderen Seite. Das ist der Rhythmus für den gesamten Tag. Auf der Karte liegen eng aneinander gepresste Höhenlinien und zeigen was Sie erwartet. Von einer Bergkante geht es hinunter zum Fluss, der sich unten durch das Tal schlängelt. Der Abstieg besteht aus losem Rollsplit und feinem Sand. Hier gilt es aufmerksam zu gehen. Immer wieder lädt der felsige Krater zu grandiosen Ausblicken ein. Im nächsten Tal angekommen, ergießt sich ein frischer Bach und lädt zum Baden ein. Sie queren das Flussbett und beginnen auf der anderen Seite natürlich den nächsten Aufstieg. Man begreift, hier auf La Reunion gibt es kein „eben“.
Gehzeit ca. 5 Stunden, Übernachtung in der Berghütte Gîte chez Merlin mit Gemeinschaftsbad
Verpflegung: F / A
Nochmal erwartet Sie ein relativ anstrengender Tag, Ihr letzter kompletter Tag im Talkessel Mafate. Aus dem Ort heraus geht es direkt an die Wand und steil bergauf, jedoch gemächlicher als am Vortag. Doch die Anstrengung wird durch die wunderschönen Ausblicke belohnt. Bewundern Sie auf dem Weg das plötzliche Verschwinden des Rivière des Galets in einer tiefen Basaltsteinspalte bei Trois Roches. Dann geht es hoch bis nach Marla, wo Sie übernachten. Beim Aufstieg kommt erstmals das Fernziel, der Piton des Neiges ins Blickfeld. Gegen Mittag erreichen Sie Trois Roches. Unterwegs queren Sie öfter kleinere Rinnsale, die mit eiskaltem Wasser herrlich erfrischen. Der Rest der Strecke verläuft entspannt und sonnig. Am Nachmittag sollten Sie Marla erreichen.
Gehzeit ca. 4,5 Stunden, Übernachtung im Gästehaus Le Bois de Couleur
Verpflegung: F / A
Es weckt Sie der Hahnenschrei im Dorf. Heute verlassen Sie den Talkessel Mafate und steigen in den Talkessel Cilaos. Dazu heißt es den Col du Taïbit auf gut 2.000 m zu erklimmen und auf der anderen Seite nach Cilaos abzusteigen. Inzwischen ist ihr Körper gut akklimatisiert und das Gehen fällt deutlich leichter als am ersten Tag. Vom Kraterrand-Sattel können Sie bereits in den Cirque de Cialos schauen. Durch eine gegenüberliegende Öffnung des Kraters können Sie das Meer erspähen, welches La Réunion umschließt. Durch eine tiefe Schlucht führt Sie der Weg Richtung Cialos auf 1.200 m. Immer wieder zeigt sich von hier auch der Piton des Neiges. Das nächste Etappenziel ist die Cascade du Bras Rouge. Sie erreichen Cilaos an der Kirche. Hier erwartet Sie inmitten des Bergdorfs Ihre Unterkunft. In Cilaos bietet sich die Gelegenheit Proviant für die folgenden Tage einzukaufen.
Gehzeit ca. 6,5 Stunden, Übernachtung in der Berghütte Case Bleue
Verpflegung: F / A
Heute geht es rauf, bis zur Berghütte Refuge du Piton des Neiges. Gehen Sie bis «Le Bloc», wo der Wanderweg beginnt. Es folgt ein steiler Aufstieg, größten Teils über Stufen. Der frühe Start verspricht den Piton des Neiges zu erklimmen, wenn hoffentlich noch keine Wolken den traumhaften Rundblick über die Insel verdecken. Es gibt 2 Wege, die zum Ziel führen. Der leichtere und längere Weg bietet spektakuläre Aussichten auf den Cirque de Cialos. Es geht bei frischem Wind durch Bartflechten rauf zur Berghütte Rèfuge de du Piton des Neiges. Hier erwartet Sie eine karge Vegetation und später eine Mondlandschaft aus rotem Lavagestein.
Gehzeit ca. 3,5 Stunden, Übernachtung in der Berghütte Refuge du Piton des Neiges im Schlafsaal
Verpflegung: F / A
Sie stehen schon um 4 Uhr auf, um möglichst den Sonnenaufgang von dem höchsten Gipfel des Indischen Ozeans (3.071 m) zu bewundern. Auch wenn der Name es vermuten lässt, der Piton des Neiges ist so gut wie nie schneebedeckt. Planen Sie ca. 2 Stunden für den Aufstieg ein. In der Dunkelheit des frühen Morgen geht es los. Durch karge Landschaft mit wenig Vegetation, dafür viel Geröll erreichen Sie auf sicherem Weg den Gipfel des Piton des Neiges. Beim Rundblick über die Insel liegen Ihnen Cilaos, Mafate, La Plaine des Palmistes im Sonnenaufgang zu Füßen. Auf dem Rückweg können Sie in der Berghütte noch Frühstücken, bevor es immer bergab über das Cap Anglais bis zum Gîte de Bélouve geht. Dort werden Sie von einem Chauffeur abgeholt, der Sie zum Vulkan Piton de La Fournaise bringt. Der Piton de La Fournaise ist einer der aktivsten Vulkane der Erde, ist aber nicht gefährlich.
Gehzeit: 7 Stunden, Aufstieg: 580 m, Abstieg 350 m, 3 km
Verpflegung: F / A
Das Ziel des Tages ist heute die Besichtigung des Vulkans Piton de la Fournaise. Der „Glutofen“ ist bis heute aktiv und spuckt aus einer Höhe von 2.632 Metern an der Südwestküste von La Réunion regelmäßig flüssiges Magma in die Luft. Dieses seltene Bild können Sie vom Aussichtspunkt „Point de vue sur Cratère Dolomieu“ aus, am südöstlichen Kraterrand völlig gefahrlos erleben. Sicher zieht Sie der Piton de la Fournaise in seinen Bann. Es ist möglich, dass bei gefährlicher Aktivität des Vulkans der Zugang jederzeit gesperrt werden kann. Gehen Sie am besten schon sehr früh los, um den Gipfel des Vulkans ohne Wolken sehen zu können.
Gehzeit ca. 5,5 Stunden, Übernachtung am Vulkan imSchlafsaal der Berghütte Gîte du Volcan
Hinweis: Bitte Sonnencreme und regenfeste Kleidung dabei haben. Das Wetter auf dem Vulkan kann schnell umschlagen. Vor der Sonne ist bei der kargen Vegetation wenig Schutz.
Verpflegung: F / A
Ein langer Abstieg von 1.700 hm erwartet Sie bis zum Meer. Es geht an der Westseite des Vulkans südlich zurück in die Küstenregion. Sie folgen weiterhin dem GR R2 durch den Regenwald und bewundern die vielfältige Vegetation mit Farn, Knabenkraut, Wandelröschen und Stechginster. Auf grobkörnigem Lavagestein steigen Sie ab, bis nach Basse Vallée, wo Sie die letzte Nacht auf der Insel La Réunion verbringen. Basse Vallée liegt nur noch 155 Meter über dem Meer.
Gehzeit ca. 7 Stunden, Übernachtung im Gästehaus Le Rond de Basse Vallée
Verpflegung: F / A
Die Zivilisation hat Sie zurück. Durch eine Gegend mit kleinen beschaulichen Dörfern erreichen Sie nach den letzten 6 km der Trekkingtour die «Wilde Küste» in Le Baril. Auf dem Weg dorthin riechen Sie schon das Salz des Meeres. Hier erwartet Sie ein Chauffeur, der Sie zu Ihrem Hide-away bringt. Jetzt haben Sie sich Badeurlaub verdient.
Gehzeit ca. 2 Stunden
Verpflegung: F
Ihr Abenteuerurlaub hat Pause. Der feine Passatwind zieht wohltuend durch den Palmenhain am Strand. Ihre Füße dürfen endlich ohne Schuhe durch feinen Sandstrand spazieren. In der Lagune leben Schildkröten und bunte Fische, die beim Schnorcheln entdeckt werden wollen und auch Ihr Urlaubsbuch bekommt endlich seine Berechtigung. Nichts geht über einen romantischen Sonnenuntergang. Und wenn Sie sich umdrehen grüßen sie die schroffen Gipfel von La Réunion und rufen: "A bientot – komm bald mal wieder". Genießen Sie die ausgesprochen klasse kreolische Küche und die landestypische Musik, die ausnahmsweise so garnichts mit Frankreich zu tun hat.
Verpflegung: F
Ihre La Reunion-Reise neigt sich dem Ende zu. Es ist Zeit sich von dieser Trauminsel zu verabschieden. Wer weiss, vielleicht hat ja Robinson Cruso hier viele Jahre verbracht. Je nach Abflugszeit bleibt heute noch einmal Gelegenheit die Altstadt von St. Pierre zu besuchen und etwas echte Vanille als Souvenier zu kaufen. Per kurzem Transfer geht es zum Flughafen "Roland Garros" . Von hier reisen Sie entsprechend Ihrem Flugplan nach Hause.
Verpflegung: F
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 250 €
Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Kinder ab 10 JAhren können in Begleitung von Erwachsenen an dieser Reise teilnehmen. Trittsicherheit und auf bestimmten Routen schwindelfreiheit notwendig.
Sie wohnen je nach Tagesprogramm und Ortschaft in Hotels ( Stadtlage) , Gästehäusern oder Pensionen ( in Dörfern) oder in Berghütten ( an den Vulkanen). Auf Mauritius sind verschiedene Hotels der 4 **** oder 5***** Kategorie wählbar.
Ihnen steht ein Mietwagen zur Verfügung oder Sie werden zwischen zwei Ausgangs- / Endpunkten geshuttelt.
Länderinformation Frankreich
Einreisebestimmungen
Es gelten die bestimmungen für Europa. Personalausweis oder Reisepass mit Gültigkeit für die gesamte Dauer des Aufenthalts erforderlich. Wir empfehlen sicherheitshalber die Mitnahme eines noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepasses. Sollte der Flug eine Zwischenlandung vorsehen (z.B. Addis Abeba, Mauritius), so ist die Vorlage eines mind. 6 Monate gültigen Reisepasses notwendig und ein Personalausweis nicht ausreichend. Kein Visum erforderlich. Keine Pflichtimpfungen vorgesehen. Eine Gelbfieberimpfung wird nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet vorgeschrieben. Tetanus-, Pertussis-, Polio-, Diphtherieauffrischung, Typhus- und Hepatitisimpfung empfohlen.
Botschaft & Konsulat
64, Avenue Eudoxie Nonge 97490 Sainte-Clotilde, St. Denis Tel.: +262 262 73 68 98 E-Mail: st-denis@hk-diplo.de
Geld & Währung
In größeren Orten gibt es Bankautomaten, an denen Sie mit der EC- oder Kreditkarte Bargeld abheben können. Visa, Mastercard und teilweise auch Maestro/Girocard werden in Hotels, Supermärkten, Restaurants und Tankstellen akzeptiert. Da La Réunion zur Eurozone gehört, ist die Nutzung deutscher Debitkarten (z. B. Girocard, Visa Debit, Mastercard Debit) in der Regel unkompliziert und sicher. In den Berghütten und kleinen Bergdörfern kann nur mit Bargeld gezahlt werden.
Baden auf La Reunion
Das Baden ist grundsätzlich nur an ausgewiesenen und überwachten Badestränden an der Westküste erlaubt. Anderswo aufgrund der Gefahr von Wasserströmungen und Haiangriffen streng verboten. Ein 20 Kilometer lange Abschnitt an der Lagune an der Westküste wird größtenteils durch ein Korallenriff geschützt. Zudem sind an den Stränden von "Boucan Canot" und "Roches Noires" Hainetze zum Schutz aufgespannt, sodass Tauchen und Schnorcheln hier erlaubt ist. Die Wassertemperaturen im Indischen Ozean liegen etwas bei 20° Celsius (je nach Jahreszeit 18 bis 26° Celsius) Baden auf La Réunion ist das ganze Jahr über möglich. Wir empfehlen jedoch eher die Badeverlängerung auf Mauritius.
Klima La Reunion
Der Südsommer hat seinen Höhepunkt im Januar – Februar, mit Tagestemperaturen über 30 °C an den Küsten. Der Niederschlag kann beachtlich sein, konzentriert sich aber auf relativ kurze Perioden. Dies ist auch die Zeit der tropischen Wirbelstürme, die die Insel ein- oder zweimal im Jahr für ein paar Tage heimsuchen. Wenn Sie in dieser Jahreszeit nach La Réunion reisen, können Sie die üppige Vegetation und die spektakulären Wasserfälle bewundern.
Zwischensaison ist April – Mai und Oktober – November. Diese Zeit ist sehr angenehm, nicht zu heiss und nicht zu feucht.
Der Südwinter hat seinen Höhepunkt im Juli – August mit Temperaturen, die etwas frischer (etwa 24 – 25 °C an der Küste), jedoch nicht besonders winterlich sind: Sogar nachts zeigt das Thermometer selten weniger als 20 °C an! Das Wasser in der Lagune ist die meiste Zeit um die 22 °C warm. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen verlieren die Bäume ihre Blätter nicht, und die verschiedenen Pflanzenarten wechseln einander beim Blühen ab. Falls Sie jedoch in die höher gelegenen Gegenden reisen, können die großen Temperaturunterschiede schon überraschen.
Durchschnittliche Temperaturen in Saint-Denis (in Höhe des Meeresspiegels): zwischen 24 °C (im August, dem kühlsten Monat) und 30 °C (Februar, wärmster Monat). Ein außergewöhnliches Phänomen für eine tropische Insel: Es kann in Ausnahmefällen sogar einmal schneien auf La Réunion! Das geschah zum Beispiel Anfang August 2003. Drei Tage lang trug der Piton des Neiges seinen Namen zu Recht. Ein leichter weißer Mantel bedeckte auch die Gebiete um den Vulkan und die Steilhänge vom Piton Maïdo bis zum Grand Bénare. Das Schauspiel wiederholte sich im Oktober des Jahres 2006, diesmal jedoch weniger ausgeprägt.
Zeitverschiebung
La Réunion befindet sich auf 20°53′ südlicher Breite und 55°31′ östlicher Länge und stellt seine Uhr auf GMT +4, d. h. vier Stunden nach der Zeit des Greenwich Mean Time. Die Uhrzeit auf La Réunion ändert sich weder im Sommer noch im Winter. Die maximale Tageslänge beträgt 13 Std. 30 Min. im Dezember und die minimale Tageslänge 11 Std. im Juni. Im Winter, von Ende Oktober bis Ende März, ist La Réunion dem französischen Mutterland drei Stunden voraus. Beispiel: 9 Uhr in Paris, 12 Uhr auf La Réunion (+3 Std.). Während der Sommerzeit von Anfang April bis Ende Oktober beträgt die Zeitverschiebung nur zwei Stunden. Beispiel: 9 Uhr in Paris, 11 Uhr auf La Réunion (+2 Std.).
Hotels und Pensionen in Frankreich sind per Gesetz dazu verpflichtet, ökologische Standards einzuhalten. Daher werden die Handtücher während des 8-tägigen Aufenthalts nur 1x gewechselt. Bettwäsche wird grundsätzlich nur auf Anfrage gewechselt.
Ausrüstung
Gesundheit
Individuell
Allgemeine Sicherheit
La Réunion gilt insgesamt als sicheres Reiseziel. Die Insel gehört zu Frankreich, hat eine gute Infrastruktur und eine zuverlässige Polizei. Normale Vorsicht wie überall auf Reisen ist aber sinnvoll.
Kriminalität:
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl kommt vor, vor allem in Saint-Denis und an belebten Stränden.
Gewaltkriminalität betrifft Touristen selten.
Wertsachen nicht sichtbar im Auto liegen lassen.
Naturgefahren
Wandern:
Die Bergwelt ist atemberaubend, aber anspruchsvoll. Jedes Jahr passieren Unfälle.
Immer früh starten. Markierte Wege nicht verlassen. Wetter sehr schnell wechselhaft.
Genug Wasser mitnehmen. Vulkan Piton de la Fournaise: Während Ausbrüchen gut organisiert, aber nur freigegebene Zonen betreten.
Küstengewässer: Starke Brandung und gefährliche Strömungen sind häufig. Immer auf Warnschilder achten.
Hai-Risiko
La Réunion ist bekannt für Hai-Vorfälle, vor allem beim Surfen und Schwimmen außerhalb gesicherter Bereiche.
Baden nur an offiziell bewachten, mit Schutznetzen ausgestatteten Stränden, z. B. in l’Hermitage oder Saint-Gilles.
Surfen fast überall verboten oder nur in kontrollierten Bereichen erlaubt.
Straßenverkehr
Bergstraßen können eng und kurvig sein. Nach Regenfällen besteht Steinschlaggefahr. Nachts in abgelegenen Regionen vorsichtig fahren.
Gesundheit:
Gute medizinische Versorgung. Starker Sonnenschein – Sonnenschutz wichtig. Mücken können Chikungunya oder Dengue übertragen. Repellent benutzen.
La Réunion ist ein sehr lohnendes und größtenteils sicheres Reiseziel, wenn man sich an Natur- und Badehinweise hält und beim Wandern sowie Autofahren vorsichtig ist.