Die ersten Sonnenstrahlen tauchen die schroffen Gipfel des Atlasgebirges in goldenes Licht. Vor Ihnen erhebt sich der Jebel Toubkal, mit 4.167 m der höchste Berg Nordafrikas. Er ist ein Sehnsuchtsziel für Bergsteiger aus aller Welt. In Marokko Bergsteigen bedeutet, in eine Welt voller Kontraste einzutauchen. Schneebedeckte Viertausender blicken auf weitläufige Wüstenebenen und einsame Berberdörfer liegen nur wenige Tagesmärsche von lebhaften Königsstädten entfernt. Schon beim ersten Schritt auf den steinigen Pfaden des Hohen Atlas spüren Sie diese Magie. Ein Gefühl von Abenteuerlust und Freiheit, das mit jedem Höhenmeter wächst.
In Marokkos Atlasgebirge treffen alpine Landschaft und orientalische Kultur aufeinander. Verwinkelte Lehmdörfer der Berber schmiegen sich an grüne Terrassenfelder, während im Hintergrund schneebedeckte Gipfel in den Himmel ragen. Kaum anderswo liegen Kultur und Hochgebirge so nah beieinander. Unten in den Tälern werden auf bunten Märkten duftende Gewürze und Minztee angeboten, oben in den Bergen rauschen Wasserfälle in versteckten Oasen. Die Berge Marokkos, allen voran der mächtige Toubkal, bieten eine spektakuläre Kulisse für Trekking und Bergsteigen. Jede Wanderung wird hier auch zu einer Reise in die Traditionen des Landes. Unterwegs begegnet man herzlicher Gastfreundschaft, teilt Tajine-Gerichte in einfachen Berghütten und lauscht abends dem fernen Ruf des Muezzins, der über die Bergdörfer hallt. Diese Mischung aus wilder Natur und reichhaltiger Kultur macht das Bergabenteuer in Marokko so einzigartig.
Die markante Metallpyramide am Gipfel des Jebel Toubkal (4.167 m) markiert den höchsten Punkt des Atlasgebirges und ganz Nordafrikas. Wer den Toubkal besteigt, wird mit einem Panorama belohnt, das seinesgleichen sucht. Vom Dach Nordafrikas schweift der Blick über das zerklüftete Atlasgebirge bis hinab in die Wüstenebenen der Sahara. Die Toubkal-Besteigung selbst ist das unbestrittene Highlight jeder Marokko-Bergreise. Ausgangspunkt ist meist das Berberdorf Imlil (1.740 m) im Hohen Atlas. Von hier aus führt die Route durch das Mizane-Tal, vorbei an Terrassengärten und dem weiß getünchten Marabout-Heiligtum Sidi Chamharouch, das als mystischer Rastplatz dient. Mulis tragen das Gepäck über die schmalen Pfade, während Sie Schritt für Schritt dem Himmel näher kommen. Nach etwa 5 bis 6 Stunden erreicht man die Toubkal-Hütte (Refuge du Toubkal) auf ca. 3.207 m Höhe. In der klaren dünnen Bergluft genießen Sie den Sonnenuntergang und die Gesellschaft anderer Bergbegeisterter bei warmem Berbertee.
Im Morgengrauen des nächsten Tages beginnt der Gipfelsturm. Stirnlampen tanzen in der Dunkelheit, während die kleine Karawane über Geröll und, je nach Jahreszeit, auch Schneefelder an Höhe gewinnt. Technisch ist der Aufstieg einfach, doch die Höhe macht jeden Schritt zur Herausforderung. Nach etwa 2 bis 3 Stunden ist es geschafft. Plötzlich ragt die schwarze Metallpyramide vor einem auf, der Gipfel des Jebel Toubkal! Überwältigt stehen Sie am höchsten Punkt Marokkos und Nordafrikas, den Himmel über sich und die Welt zu Ihren Füßen. Im Osten leuchten die Gipfel des Atlas in der Morgensonne, im Süden erkennt man, bei klarem Wetter, sogar das verschwimmende Braun des Saharavorlandes am Horizont. Die dünne Luft schmeckt nach Triumph und Glück. Dieses Gipfelerlebnis, hoch über den Wolken, entlohnt für alle Mühen mit einem Gefühl tiefer Ehrfurcht und Stolz.
Beim Abstieg zurück zur Hütte und weiter nach Imlil begleitet Sie die Euphorie des Erreichten. Tausende von Bergfreunden zieht es jedes Jahr in den Toubkal-Nationalpark, und fast alle teilen diesen Moment des Glücks auf dem Gipfel. Dank der Unterstützung erfahrener einheimischer Guides und einer guten Organisation ist die Toubkal-Tour für jeden mit ausreichend Kondition machbar und sicher. Unsere lokalen Bergführer kennen jeden Steig und sorgen dafür, dass Sie sich ganz auf das Erlebnis konzentrieren können. So wird die Toubkal Besteigung zum sportlichen Erfolg und zu einer unvergesslichen Erinnerung fürs Leben.
In Marokko herrscht überwiegend ein mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Dabei ist es an der Küste in der Regel etwas kühler. Badeurlaub mit angenehmen Wassertemperaturen von etwa 20 °C ist von April bis November möglich. Für Rundreisen im Landesinneren eignen sich am besten der Frühling und Herbst, wenn es etwas kühler ist.
Die Amtssprache in Marokko ist Arabisch. Durch die Kolonialisierung sind im Norden des Landes Spanisch und ansonsten auch Französisch ebenfalls weit verbreitet. Die meisten Marokkaner und Marokkanerinnen, vor allem in den großen Städten und touristisch geprägten Gegenden, sprechen aber auch Englisch.
Ob es zwischen Marokko und Deutschland eine Zeitverschiebung gibt, kommt auf die Reisezeit an. Während der deutschen Sommerzeit liegt Marokko eine Stunde vor Deutschland. Im Winter gibt es keinen Unterschied. Während des Ramadans wird die Uhr in Marokko oft eine Stunde zurückgestellt. Ob und wann das der Fall ist, wird allerdings oft kurzfristig beschlossen.
Deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürger und -bürgerinnen können bis zu 90 Tage ohne Visum in Marokko Urlaub machen. Für die Einreise wird ein gültiger Reisepass benötigt.
In Marokko wird mit Dirham gezahlt. 1 Euro entspricht in etwa 11 Dirham. Am einfachsten ist es, direkt vor Ort Geld in der einheimischen Währung am Bankautomaten abzuheben. In größeren Städten und touristischen Gegenden sowie in Hotels lässt es sich in der Regel am einfachsten mit Kreditkarte zahlen. In kleineren Orten ist das hingegen nicht immer möglich.
Die Stromspannung ist in Marokko mit 220 Volt und 50 Hertz etwas niedriger als in Deutschland. Das ist in der Regel jedoch kein Problem und die meisten Elektrogeräte laufen trotzdem problemlos. In Marokko gibt es sowohl Steckdosen des Typs C, wie sie auch in Deutschland verwendet werden, sowie Typ E Steckdosen. Letztere funktionieren problemlos mit flachen Steckern, können aber Probleme mit den breiteren Schuko-Steckern haben, wenn diese in der Mitte kein Loch für den Stift haben.
Der Mobilfunkempfang ist in Marokko grundsätzlich gut, mit Internetgeschwindigkeiten von bis zu 4G. In entlegenen Gebieten wie der Wüste oder in den Bergen sinkt zwar die Geschwindigkeit, es gibt aber kaum Funklöcher ganz ohne Netz. Da Marokko nicht in der EU liegt, kann das Roaming mit dem Mobiltelefon teuer werden. Gegebenenfalls lohnt sich der Kauf einer marokkanischen SIM-Karte für die Dauer des Urlaubs. Mit dieser zahlt man etwa einen Euro für 1 GB Datenvolumen.
Für Reisen nach Marokko braucht man keine speziellen Impfungen. Es empfiehlt sich aber, die gängigen Standardimpfungen, vor allem die gegen Tetanus, Masern und Hepatitis A, zu haben. Um Krankheiten zu vermeiden, sollte man darauf achten, sich vor dem Essen die Hände zu waschen und das Leitungswasser nicht zum Trinken, Zähneputzen oder Geschirrspülen zu verwenden.
Marokko gilt als sicheres Reiseland mit geringer Kriminalität. Trotzdem sollten Reisende grundsätzlich auf ihre Sicherheit achten und es zum Beispiel Taschendieben nicht zu einfach machen. Das auswärtige Amt rät davon ab, alleine oder abseits von Straßen zu reisen.