Reisebericht Kangchendzönga Base Camp Trek
MWR Exklusiv – Kangchendzönga Base Camp Trek
Oh nee, nicht schon wieder Nepal!?
Das werden vielleicht schon alle denken, die die sogenannten „Klassiker“ Annapurna-Umrundung und/oder Mt. Everest Basecamp gebucht und erwandert haben. Aber Nepal hat noch viele andere sehr schöne und nicht so überlaufene Regionen und Treks, die vom Massentourismus noch nicht erfasst wurden.
Darum hatte ich mich für „MWR Exklusiv – Kangchendzönga Base Camp Trek mit Drohmo Ri East Besteigung“ im November 2025 entschieden. Diese Trekkingtour hat alle meine Erwartungen erfüllt und übertroffen. Wer eine abwechslungsreiche Reise in einer vergleichsweise einsamen Region sucht, ist mit der Wanderung am Kantsch zum nördlichen und südlichen Basecamp sehr gut bedient.
Die Abgeschiedenheit hat aber auch (in Form einer abenteuerlichen Anfahrt) ihren Preis .
Tief in den subtropischen Gebieten (Reis, Kardamom und Bananen) beginnt die Wanderung, jeden Tag geht es etwas höher hinaus. Das schaffte eine sehr gute Höhenanapassung, niemand in unserer Gruppe hatte Probleme mit Kopfschmerzen.
An den ersten Trekkingtagen haben wir so gut wie keine anderen Touristen gesehen – erst später, in höheren Lagen, wo mehrere Trekking-Routen zusammenlaufen, wurden es etwas mehr. Die Lodges kann man zu Recht als „basic“ bezeichnen, aber das haben wir vorab gewusst. Dies wurde durch die freundlichen Menschen vor Ort mehr als ausgeglichen. Was dort so in den Küchen gezaubert wurde, darüber kann man nur staunen. Vorbei sind die Zeiten, an denen nur jeden Tag Dal Bath serviert wurde, es gab durchweg schmackhafte Alternativen (z.B. Fancy Food wie gebratene Nudeln oder Pizza). Aber das schönste waren natürlich die Landschaften und Ausblicke, sei es nun auf den Kantsch von zwei Seiten, dem Traumberg Jannu und Panoramen mit Sicht bis zum Mt. Everest, Makalu usw.. Der Kantsch als dritthöchster Berg der Welt ist ohnehin eine Nummer für sich. 4 der 5 höchsten Gipfel des Massivs sind über 8.000 Meter hoch, diese Eigenschaft gibt es nur am Kangchendzönga. Der Kangchendzönga hat damit gegenüber den anderen 8000ér ein klares Alleinstellungsmerkmal. Außerdem ist er wohl das mächtigste Massiv aller 8.000ér, da er stolze 16 Gipfel über 7.000 m besitzt.
Den Drohmo Ri haben wir nicht bestiegen, der verschobene Monsun hat weiter oben untypischerweise für recht viel Schnee gesorgt. Aber darauf wurde flexibel reagiert und der Reiseplan wurde optimiert und angepasst, so dass alle Reiseteilnehmer das Maximale aus der Tour herausholen konnten. Mein besonderer Dank gilt dem Team von MWR für die sehr gute Vorbereitung der Reise, Timo als Reiseleiter in Nepal und der lokalen Agentur für die tolle Organisation vor Ort, insbesondere unserem Guide Sanu und seinem Team.
Ich kann sicherlich noch viel über diese schöne Reise berichten, aber genau wie die vielen gemachten tollen Fotos ist das nur ein Bruchteil aller Gefühle und Eindrücke vor Ort.
Wie bereits geschrieben, die Trekkingtour zum Kangchendzönga Base Camp (KBC) ist auf jeden Fall eine Empfehlung.