Safari-Knigge
Bei einer Reise in ein Safari-Land, trifft man auf Menschen aus einem anderen Kulturkreis und erlebt die Tierwelt in freier Wildbahn. Dies bringt eine gewisse Verantwortung mit sich. Damit Sie Ihre Safari in vollen Zügen genießen können, haben wir einen Guide aufgestellt mit ein paar Knigge-Regeln.
Tipp 1 – Eine perfekte Vorbereitung auf die Safari Tour
Auch die Vorbereitungen im eigenen Heimatland sollten nicht außer Acht gelassen werden, da diese wesentlich zu einem stressfreien und entspannten Start in Ihr Safari-Abenteuer beitragen.
- Beachten Sie die aktuellen Visa- und Einreisebestimmungen Ihrer Reiseländer und führen Sie die vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Impfungen durch. Auch sollten Sie notwendige Reiseversicherungen abschließen. In der Rubrik „Länder und Reiseinformationen“ Ihrer Reise finden Sie alle nützlichen Informationen zum jeweiligen Reiseziel.
- Denken Sie ebenfalls daran, Ihre persönlichen Medikamente und ausreichend Sonnen- und Mückenschutz einzupacken. Eine gut vorbereitete Checkliste hilft Ihnen, den Überblick zu bewahren, sodass Sie an alles Wichtige für Ihren Urlaub denken.
Tipp 2 – Die passende Kleidung für die Safari
Grelle Muster und bunte Farben wirken wie ein Warnsignal auf Wildtiere. Wählen Sie neutrale Farben, um sich in die Umgebung besser einzupflegen. Entscheiden Sie sich bei der Wahl der Kleidung für luftige, langärmlige Outfits. Diese bieten optimalen Schutz vor Sonne, Insekten und Vegetation. Zudem wählen Sie für Trackings zu den Berg-Gorillas und Schimpansen, bei Fußpirschs wie beispielsweise im Arusha Nationalpark oder im Ziwa Rhino Sanctuary und bei der Erklimmung einer der höchsten Dünen dieser Welt robuste Wanderschuhe mit griffigem Profil für Trittsicherheit in unebenem Gelände.
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Tipp 3 -Verhalten während der Pirschfahrt, Fußpirschs und Trackings
- Sprechen Sie leise und vermeiden Sie hastige Bewegungen. Wildtiere nehmen Geräusche intensiver wahr als Menschen und kann dazu führen diese aufzuschrecken sowie zu vertreiben. Genießen Sie die Stille. Sie ist Teil der Magie.
- In den Safari Fahrzeugen sind Sie quasi unsichtbar solange Sie Teil des Fahrzeuges bleiben. Bleiben Sie bitte auf Ihrem Sitz sitzen oder stellen Sie sich ruhig auf Ihren Sitz für eine andere Perspektive. Hängen Sie keine Körperteile oder sich selbst aus dem Fahrzeug und setzen Sie sich nicht auf das Autodach. Tiere sind sehr schnell und ein eben noch schlafender und harmlos aussehender Löwe kann binnen Sekunden zu einer Gefahr werden.
- Folgen Sie den Anweisungen Ihres Guides, da er oder sie genau weiß, wann und wie man sich bewegen darf.
- Beaufsichtigen Sie ihre Kinder, immer, auch in einem eingezäunten Camp kann ein Leopard über Bäume, die nah am Zaun stehen in das Camp gelangen. Auch wenn etwaige Maßnahmen seitens der Unterkünfte vorgenommen werden.
- Füttern Sie unter keinen Umständen Wildtiere. Durch das Füttern verlieren sie ihre natürliche Scheu, können aggressiv oder sogar abhängig vom Menschen werden. Füttern ist zudem in vielen Schutzgebieten strengsten verboten. Essen Sie ruhig Ihre Snacks diskret im Fahrzeug oder in dem ausgezeichneten Bereich.
- Vermeiden Sie es, Essensreste offen liegen zu lassen, da diese Tiere anlocken können. Achten Sie zudem auf Ihre Wertgegenstände und lassen Sie diese nicht offen herumliegen. Es ist schon vorgekommen, dass zum Beispiel Oliven-Paviane den ein oder anderen Gegenstand gestohlen haben. Wertgegenstände können Sie am Körper tragen oder im Hotel-Safe einschließen lassen.
- Während einer Fußpirsch bleiben Sie hinter Ihrem Guide im sogenannten „Gänsemarsch“. Bitte vermeiden Sie zudem den Weg bzw. Pfad zu verlassen.
- „Der frühe Vogel…“ hat die besten Aussichten auf einzigartige Safarimomente. Am aktivsten sind Wildtiere am frühen Morgen, bevor die Sonne ihre volle Kraft ausbreitet oder wenn sich der Tag langsam zu Ende neigt. Auch wenn Sie im Urlaub sind, lohnt sich ein zeitiges Aufstehen, um das Beste aus Ihrem Safari-Erlebnis herauszuholen.
- Nicht quatschen. Dies stört Tiere genauso wie andere Menschen.
Tipp 4 – Vertrauen Sie Ihrem Guide
- Safari Guides stehen für Expertise und Sicherheit. Ihr Fachwissen ermöglicht es Ihnen tiefgreifende Einblicke in die Wildnis zu erhalten.
- Vertrauen Sie auf seine Erfahrung und seine Einschätzung der Situation, da diese entscheiden für Ihre Sicherheit und das Wohl der Wildtiere wie auch anderer Menschen ist.
- Eine klare, konstruktive Kommunikation ist erwünscht und schafft eine harmonische Atmosphäre innerhalb des kulturellen Austauschs und des gegenseitigen Verständnisses. Kommunizieren Sie eindeutig, was Sie sich wünschen und Ihr Guide wird versuchen im Rahmen der Möglichkeit dies umzusetzen. D.h. wenn Sie zum Beispiel gerne mit Ihrem Guide zusammen zu Abend essen möchten, dann sprechen Sie ihn darauf an.
- Bitten Sie den Fahrer während der Pirsch zu stoppen, wenn Sie denken, Sie sehen ein Wildtier in der Ferne. Auch wenn Sie sich nicht sicher sind. Oder Sie noch ein weiteres Bild von einem Zebra machen möchten. Haben Sie keine Angst davor, das Fahrzeug anzuhalten – die Guides sind da, um Ihnen das beste Safari-Erlebnis zu bieten.
Tipp 5 – Gegenseitiger Respekt & Rücksicht
- Nicht jede Safari findet nur in der Wildnis statt. Sie treffen auf Menschen und Gemeinschaften und reisen ggf. mit anderen Reiseteilnehmern zusammen. Bezüglich der lokalen Bevölkerung seien Sie offen, aber respektvoll und zeigen Sie echtes Interesse statt touristischer Neugier. Vor allem in Bezug auf Sprache, Kleidung und Fotografie.
- Insbesondere in Afrika und in Lateinamerika ist die Uhrzeit ein Richtwert. Unsere erfahrenen Reiseleiter sind bestrebt die ausgemachte Uhrzeit einzuhalten. Aber bedenken Sie, dass die Uhr oft anders tickt wie zuhause. Bitte haben Sie Verständnis, wenn manche Uhrzeiten nicht eingehalten werden können, da diese durch örtliche Gegebenheiten und Umstände beeinflusst werden und somit abweichen können.
- Auf einer Safari prägt die Gruppendynamik die Atmosphäre. Pünktlichkeit vermeidet Wartezeiten und ermöglicht das volle Ausschöpfen des möglichen Erlebnisses.
- Der Schutz von Natur und Kultur erfordert Sensibilität. Es gilt das Motto: „Das Einzige, was man hinterlässt sind die Fußspuren in der Erde und das Einzige, was man mit nimmt, sind die Erinnerungen an das Erlebte.“ Folglich entsorgen Sie Ihren Müll ordnungsrecht und nehmen Sie keine Souvenirs aus der Natur mit sowie zerstören Sie keine Pflanzen. Jeder Eingriff in das ökologische Gleichgewicht kann große Auswirkungen haben.
- Vermeiden Sie es, Produkte aus Wildtierbestandteilen zu kaufen – auch wenn sie auf Märkten oder als „traditionelle Souvenirs“ angeboten werden. Gegenstände wie Elfenbein, Felle, Knochen oder Schildpatt fördern illegalen Handel und gefährden den Fortbestand bedrohter Tierarten. Wer solche Produkte kauft, unterstützt indirekt Wilderei – auch unbewusst. Entscheiden Sie sich stattdessen für lokale Handwerkskunst aus nachhaltigen Materialien und tragen Sie so zum Schutz der Tierwelt bei.
- Insbesondere auf einer Kleingruppenreise ist eine gegenseitige Rücksichtnahme essenziell. Setzen Sie daher Ihre Kamera nicht übermäßig ein, da auch andere Teilnehmer eine Sicht aus erster Reihe haben möchten. Tauschen Sie gerne einmal durch.
- Jede Safari und jeder Ausflug ist einzigartig und daher nicht vorhersehbar. Versuchen Sie daher, nicht über die Dinge nachzudenken, die Sie nicht kontrollieren können. Manchmal sieht man nicht viel, am nächsten Tag auf einmal sehr viel, manchmal dauert auch die Fahrt länger als man denkt, und manchmal ist sie unbequemer als erwartet. Das alles gehört zu Ihrem Abenteuer dazu.
Tipp 6 – Wissenswertes zu Strom & Technik
- Um Ihre Geräte während Ihrer Reise laden zu können, empfehlen wir die Mitnahme eines Adapters. Da in manchen Ländern und Regionen unterschiedliche Steckdosen vorhanden sein können empfehlen wir den Kauf eines universal Reiseadapters.
- Welcher Reiseadapter für Ihre Reise der richtige ist, können Sie in Ihrem Reiseverlauf unter „Länder und Reiseinformationen“ nachlesen.
- In vielen Safari-Reiseländern kommt es des Öfteren zu Stromausfällen. Häufig sind die Lodges und Unterkünfte mit Generatoren ausgestattet. Wir weisen Sie dennoch darauf hin, dass Sie unter Umständen für wenige Stunden keinen Strom haben. Stellenweise werden die Stromgeneratoren in Unterkünften im Busch auch über Nacht ausgestellt. Eine Taschenlampe sollte sich deshalb in Ihrem Gepäck befinden, wie auch eine Powerbank. Wir raten Ihnen dazu, jede Möglichkeit zu nutzen, um Ihre Geräte vollständig aufzuladen.
Tipp 7 – Fotografie – alles über das perfekte Bild
Safaris sind ein Paradies für Fotografen. Die beeindruckenden Wüsten- und Savannen-Landschaften und die Wildtiere bieten unzählige Möglichkeiten für eine Fotosafari. Dabei gilt es einiges zu beachten, von der Kameraausrüstung bis hin zum richtigen Verhalten.
Eine gute Fotoausrüstung ist das A und O:
- Eine möglichst robuste, staubsichere Kamera mit auswechselbaren Objektiven ist ein geeigneter Kameratyp, um gute Aufnahmen zu machen.
- Hitze und Staub können die Fotoausrüstung beschädigen – Geräte müssen also sorgfältig verstaut werden.
- Wer außer Landschaftsaufnahmen auch Tieraufnahmen machen möchte, dem kann ein Teleobjektiv gute Dienste leisten. Vorteilhaft sind auch Zoom-Objektive.
- Sonnenblenden verhindern den direkten Einfall des Sonnenlichts auf die Frontlinse und schränken die nicht immer gewünschten Lichtreflexe ein.
- Genauso wichtig ist der Gebrauch von UV-Filtern. Sie schirmen die fotoschädlichen UV-Strahlen ab und haben die günstige Nebenwirkung, dass sie die Frontlinse vor Staub, Regen, Zerkratzen und Beschädigung schützen.
- Sinnvoll ist die Mitnahme von Ersatzspeicherkarten und v. a. von Ersatzbatterien oder -akkus für Kamera und Blitzlichtgerät in ausreichender Zahl.
Studieren Sie das Verhalten der Tiere und haben Sie Geduld. Es ist nicht unüblich eine lange Zeit (ca. 30-60 Minuten) an einem Wasserloch zu warten, wenn es gerade keine Tiersichtungen gibt. Innerhalb von Minuten kann aus einer öden Szenerie ein buntes Getümmel werden.
Weitere Hinweise für das richtige Verhalten:
Warten Sie auf den richtigen Moment und drängen Sie sich nicht in den Vordergrund. Tiere sollten niemals für ein Bild bedrängt werden.
Fragen Sie stets um Erlaubnis, wenn Sie Menschen fotografieren wollen.
Für die Nutzung einer Drohne werden in der Regel eine Genehmigung von der Landesbehörde sowie eine spezielle Versicherung gefordert. Bereits bei der Einreise kann es zu Problemen kommen, wenn keine Genehmigung vorab beantragt wurde. Zudem gibt es oftmals Flugverbotszonen, wie beispielsweise Nationalparks. Aber auch wenn keine Verbotszone ersichtlich ist, wird das Fotografieren mit der Drohne oftmals aufgrund von Missachtung der Persönlichkeitsrechte von der lokalen Bevölkerung nicht geduldet. Verstöße können zu Geld- und Gefängnisstrafen führen. Wir bitten Sie daher keine Drohne auf Ihrer Reise mitzuführen.
Auch wenn der Impuls für das perfekte Foto groß ist, sollten Sie stets einen gewissen Abstand zu den Wildtieren wahren. Kameras dürfen verwendet werden, aber nur ohne Blitz und Klick-Geräusche, da diese Tiere erschrecken können.
Tipp 8 – Sicherheit hat Priorität
- Wie bei allen unseren Reisen empfehlen wir Wertsachen auf das Nötigste zu beschränken und diese nah am Körper zu tragen. Lassen Sie Ihr Reisegepäck nicht unbeaufsichtigt.
- Die Sicherheit während einer Safari steht an oberster Stelle. Bitte befolgen Sie die Anweisungen der erfahrenen Guides für ein gefahrenloses Naturerlebnis. Wildtiere erfordern Respekt und ausreichend Distanz. Bei unerwarteten Tierbewegungen behalten Sie bitte Ruhe.
- Das Verlassen des Safari-Fahrzeuges ist nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt.
- Das Einhalten eines sicheren Abstands zu den Wildtieren ist entscheidend, um sowohl ihre Sicherheit als auch Ihre eigene zu gewährleisten. Egal, ob Sie auf einer Pirschfahrt in den Weiten Tansanias oder bei einer Bootssafari in Uganda unterwegs sind – die Tiere müssen in ihrer natürlichen Umgebung bleiben können, ohne sich bedrängt zu fühlen. Auf einer Botswana Camping Safari ist es besonders wichtig, diese Regel zu beachten. Hier können Sie Wildtiere hautnah erleben, während Sie unter dem Sternenhimmel in der afrikanischen Wildnis campen. Vor allem nachts, wenn Tiere wie Elefanten oder Löwen das Camp durchqueren könnten, ist es wichtig, im Zelt zu bleiben und den Tieren ihren Freiraum zu lassen.
Viele Fehler auf Safari entstehen aus Unwissenheit, wie laute Gespräche im Fahrzeug, das Ignorieren von Anweisungen oder das Bedrängen von Tieren für ein besseres Foto. Achten Sie daher bewusst auf Ihr Verhalten und denken Sie daran, dass jede Safari auch eine Form von Vorbildfunktion hat. Wer Tiere, Menschen und Natur mit Respekt behandelt, trägt zum langfristigen Schutz bei. Es gibt viele Möglichkeiten, die besten Orte für Tierbeobachtungen weltweit zu entdecken, ohne dabei Tiere zu stören oder zu gefährden. Lassen Sie sich darauf ein, und Ihre Safari wird nicht nur eindrucksvoll, sondern auch sinnvoll sein.