MWR Exklusiv – Tadschikistan – Alexander Fleischer
Im August 2025 war es endlich soweit – ein lang gehegter Traum von mir wurde wahr! Über Jahre hatte ich diese außergewöhnliche Expeditions-Trekkingreise in eine der entlegensten Hochgebirgsregionen unserer Erde, dem Pamir, im Kopf.
Durchquerung des Fedchenko-Gletschers
Das Ziel war die Durchquerung des Fedchenko-Gletschers, dem längsten Gletscher unserer Erde, außerhalb der Polarregionen. Dazu liegt dieser Gletscher in Tadschikistan, einem Land, welches in Bezug auf den Tourismus weiterhin absolut in den Kinderschuhen steckt. Die meisten Menschen, falls Sie überhaupt schon einmal von diesem Land gehört haben, wissen wohl nur, dass es aufgrund seines Namens ein Teil der ehemaligen Sowjetunion sein muss. Und immerhin existiert dieser Staat in der heutigen Form erst seit 1991. Um eines damit vorwegzunehmen – die Reise war so abenteuerlich, wie es vielleicht bereits jetzt schon klingen mag. Aber nun ganz von vorn…
Anreise nach Tadschikistan
Die Flugoptionen, um nach Tadschikistan zu gelangen, sind schnell überblickt. Verlässlich und regelmäßig fliegt ausschließlich Turkish Airlines von Europa über Istanbul in die Hauptstadt Duschanbe. Genau diese Option nutzte auch unsere Gruppe, welche aus 9 abenteuerlustigen und bergerfahrenen Teilnehmern und mir als Reiseleiter bestand. Duschanbe empfing uns mit einem für diese Weltregion im Sommer typisch heißen und trockenen Kontinentalklima. Die Stadt hat nicht den historischen Charme vieler europäischer Großstädte, jedoch lohnt es sich durchaus die Stadt für einen Tag zu erkunden.
Duschanbe ist mit Abstand das wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum des Landes und wie wir später merken sollten, absolut nicht repräsentativ für das Land. Die Stadt wirkte sehr im Wandel und war voller Baustellen. Überall werden traditionelle Siedlungen und alte pragmatische sowjetische Architektur abgerissen und es entstehen neue Hochhäuser, schicke Cafés und Shopping-Malls nach westlichem Vorbild. Aber nichtsdestotrotz sind weite Teile der Stadt immer noch größtenteils nach sowjetischen Vorbild von ausladenden Alleen, breiten Boulevards, üppigen grünen Parks, repräsentativen Bauten und monumentalen Plätzen mit üppigen Statuen/Denkmälern geprägt.
Diese Charakteristika weisen eigentlich alle Hauptstädte der ehemaligen zentralasiatischen Sowjetstaaten auf. Wie auch die Nachbarstaaten, versucht Tadschikistan anhand historischer Figuren der Vergangenheit eine neue Identität, als Abgrenzung zur Sowjetzeit, im Land aufzubauen. In Tadschikistan ist diese Persönlichkeit Ismail Somoni, dessen Abbild, neben der von Dauerpräsident Emomalij Rahmon (seit 1994 im Amt) am häufigsten im Land anzutreffen ist.
Bei unserem Rundgang durch die gefühlt leere Stadt hatten wir nicht den Eindruck, dass wir uns in einem der ärmsten Länder Asiens befinden. Am Abend wurden dann sogar an den unzähligen Springbrunnen die Wasserspiele mit kitschigen Lichtershows angestellt und die Menschen füllten die Straßen nachdem die Hitze des Tages langsam nachließ. Dass anscheinend viel Geld des Landes nur in die Hauptstadt fließt und innerhalb der Gesellschaft komplett ungerecht verteilt ist, sollten wir erst später verstehen. Natürlich ließen wir unseren 1. Tag in einer traditionellen Teestube ausklingen, wo eines der Nationalgerichte namens Plov (orientalisches Reisgericht) serviert wurde. Am nächsten Tag ging es dann endlich weiter in die Berge…
Die nächsten Tage ging es mit geländetauglichen Jeeps auf dem Pamir-Highway tief hinein in das Pamir-Gebirge. Der Pamir-Highway, welcher die kirgisische Stadt Osh über das Pamir-Gebirge mit Duschanbe verbindet, ist nach dem Karakorum-Highway in Pakistan die höchstgelegene Fernstraße der Welt!
Auch wenn es kaum jemand weiß, Tadschikistan ist in Anbetracht der durchschnittlichen Höhe, das höchstgelegene Land der Erde – fast 50 % des Staatsgebiets liegen auf über 3.000 m Höhe. Vorbei am Nurek-Staudamm, welcher einer der höchsten Talsperren der Welt hat, ging es weiter durch die Regionalstadt Kulob bis an die Grenze zu Afghanistan. Angelangt am Panj-Fluss, welcher die einzige natürliche Barriere zu Afghanistan darstellt, sollten wir dessen Flusslauf für einige Tage bis hinein in den Wakhan-Korridor folgen. Eigentlich direkt nach Verlassen der Hauptstadt wurden die Straßen deutlich schlechter und waren von Wellen und Schlaglöchern durchsiebt. Auch merkten wir unmittelbar, dass das Land außerhalb von Duschanbe zu großen Teilen von Landwirtschaft/Viehzucht geprägt ist. Wir passierten große Herden von Schafen und Ziegen als auch riesige Baumwollplantagen.
Reise in das Pamir-Gebirge
Wir reisten ein in die autonome Region Berg-Badachschan, für die man eine spezielle Genehmigung benötigt und welche ca. 45 % der Landesfläche Tadschikistans und fast das gesamte Pamir-Gebirge umfasst. Es war schon verrückt, sich die ganze Zeit nur einen Steinwurf entfernt von Afghanistan zu befinden – dem Land, von dem so viel Negatives in den Medien berichtet wird und als äußerst gefährlich gilt. Wir hingegen konnten auf der anderen Flussseite nur einfache afghanische Bauern/Viehtreiber entdecken, welche genauso wie ihre tadschikischen Nachbarn versuchen dem kargen Land etwas abzutrotzen.
Seit Verlassen von Duschanbe und bis zum Start des Trekkings kamen wir jede Nacht in einfachen Gasthäusern/Homestays ethnischer Pamiris unter. Die Unterkünfte waren stets sehr einfach, aber immer sauber und gepflegt. Auch die Familien, welche diese betreiben, sind herzlich und freuen sich stets auf die recht seltenen Gäste!
Schließlich erreichten wir auf wilden, meist ungeteerten Staubpisten den berühmten Wakhan-Korridor. Diese äußerst schmale Landfläche, welche größtenteils zu Afghanistan gehört, trennt Tadschikistan von Pakistan (und hat in der Geschichte während des Great Game britische von sowjetischer Einflusssphäre abgegrenzt). Hier ragen auf tadschikischer Seite 6.000er Pamir-Riesen wie der Pik Karl Marx und der Pik Engels in die Höhe, während sich auf afghanischer und auch pakistanischer Seite riesige Eisgipfel des Hindukusch-Gebirges bis über 7.000m in die Höhe schrauben. Neben den Bergen, welche wir ausgiebig bestaunten, fanden wir auch Zeit in heißen Quellen zu entspannen, alte buddhistische Stupas zu besichtigen und uns alte Festungen der ehemaligen Seidenstraße anzuschauen. Anderen Reisenden begegneten wir hier kaum…
Im Anschluss gelangten wir auf das Pamir-Hochplateau – dieser tollen Hochwüstenebene, welche sich durchschnittlich auf über 4.000 m befindet und die umliegenden Berge diese Ebene nochmal um bis zu 1.500 m überragen. Diese surreal schöne Landschaft, welche kaum menschliches Leben zulässt, wird zu Recht auch als „Dach der Welt“ bezeichnet.
Der traumhafte Jaschilkul-See
Am schönen Jaschilkul-See haben wir eine Wanderung unternommen, bis uns die Reise über den wohl eindrucksvollsten Teil des Pamir-Highways, vorbei an der „größten“ Stadt der Region, Murghab, und über den 4.655 m hohen Akbaital-Pass (höchster befahrbarer Pass der ehemaligen Sowjetunion) an den Karakul-See führte. Der „schwarze See“ ist riesig, liegt direkt an der Grenze zu Kirgistan im Norden sowie China im Osten und ist von Berggiganten in allen Richtungen umgeben. Vor allem der 7.000er Gipfel Pik Lenin und seine Nebengipfel fesselten unsere Blicke.
Ein letztes Mal vor dem Beginn unseres eigentlichen Trekkings suchten wir uns einen „Hügel“ am Seeufer und stiegen einige Hundert Meter hinauf, um uns weiter an die Höhe zu gewöhnen. Alles was wir bis hierher sehen durften, hat bereits einen großen Eindruck bei der Gruppe hinterlassen. Doch das eigentliche Ziel der Reise ist jedoch der Fedchenko-Gletscher und es wurde Zeit die Jeeps stehen zu lassen, um die Reise zu Fuß fortzusetzen. Über eine spektakuläre Piste, welche nicht viel mit einer Straße gemein hatte, biegten wir in das Bartang-Tal ein und erreichten das winzige Dorf Pasor. Gefühlt am Ende der Welt hatten wir nun den Ausgangspunkt für unser Trekking erreicht.
Wir verabschiedeten uns von unseren tapferen Fahrern der letzten Tage. Wie diese ihre Fahrzeuge durch die wildesten Pisten manövrierten, war schon beeindruckend und gilt großem Dank! In Pasor trafen wir auf unseren sehr erfahrenen Trekking-Guide Anatoliy und unsere Träger. Ab jetzt gab es kein Zurück mehr und in den nächsten 14 Tagen sollten wir uns fernab von jeglicher menschlicher Zivilisation bewegen, ohne Chance auf Hilfe von außen!
Mit Anatoliy zum Trekking
Anatoliy war in seiner Gestalt ein Bär von einem Mann und unser perfekter Führer für diese Region. Er kennt diese so wenig erschlossene Region, wie kaum jemand anderes. Er ist einer von ganz wenigen Führern, welche dieses Trekking seit geraumer Zeit fast jedes Jahr einmal begehen. Eines vorab – ohne seine Erfahrung und Ortskenntnis hätten wir dieses Trekking nie geschafft! Den gesamten Nachmittag verbrachten wir dann damit Nahrungsmittel sowie Equipment zu sortieren und die Lasten aufzuteilen. Aufgrund der Schwierigkeit des Geländes in der Fedchenko-Region ist es unerlässlich, dass die Hilfsmannschaft klein bleibt. Aus diesem Grund hatten wir nur Träger für das Notwendigste: Kocher, Gas, Essen, Zelte und das Gemeinschaftsequipment wie z.B. Seile. Jeder Gast selbst musste seine Kleidung und Equipment tragen. Aus diesem Grund hieß es wirklich nur das einpacken, was unbedingt notwendig sein würde. Zum Essen nahmen wir fast ausschließlich dehydrierte Trekkingnahrung mit und keine frischen Lebensmittel. Diese wären viel zu schwer gewesen.
Am Folgemorgen hieß es dann Aufbruch! Jeder der Gäste hatte ca. 10-15 kg auf den Schultern, während die 10 Träger bis zu 30 kg schleppen mussten. Das waren wirklich richtig zähe Burschen! Zum Glück wussten wir, dass sich die Lasten aufgrund der schwindenden Nahrungsmittel von Tag zu Tag verringern werden. Die ersten beiden Tage das Tal hinauf zum Khafraz-See waren hart. Trotz einer Höhe von weit über 3.000 m war es weiterhin sehr heiß, trocken und staubig. Alle Teilnehmer der Tour mussten sich erstmal an die neue Belastung gewöhnen.
blauer Himmel und Sonnenschein
Während am 1. Tag auch noch schattige Rastplätze unter Sträuchern oder Birken zu finden waren, verschwand bereits am 2. Tag die Vegetation komplett. Das Wetter war hervorragend und dies zum Glück das gesamte Trekking über. ABER die Sonne schien jeden Tag mit so gut wie keiner Unterbrechung durch ein paar Wolken und somit machte nicht nur mir diese aggressive Sonneneinstrahlung schon etwas zu schaffen. Die ersten Tagesetappen waren mit 4-8h Gehzeit gut zu verkraften. Der smaragdgrüne Khafraz-See war auch wunderschön anzusehen. Bis hierher führen auch selten einmal „normale“ Trekkingreisen, aber ab dem Khafraz-See bis zum Fedchenko-Gletscher gibt es nun keinerlei sichtbare Wege mehr und jedes Jahr verirren sich meist nur weniger als 50 Menschen in dieses Gebiet. Die meisten davon sind Wissenschaftler…
Wir passierten auf riesigen Geröllfeldern auf anspruchsvollen Pfaden den Kholodnaya-Stena Gletscher und seilten uns dann das erste Mal hinunter zum Grum Grimaljo-Gletscher ab. An dessen Seitenmoräne schlugen wir die Zelte auf. Ab heute wurde es regelmäßig schwierig überhaupt passende Orte zu finden, wo wir die Zelte aufschlagen konnten. Denn diese sollten sich am besten aufgrund der Kälte und der Härte des Eises nicht direkt auf dem Gletscher befinden. Neben den Gletschern waren die Seitenmoränen jedoch meist so zerrissen, uneben oder steinig, dass es auch dort keine einfachen Zeltplätze gab. Plätze, welche vielleicht im vorherigen Jahr noch brauchbar waren, konnten bereits in diesem Jahr aufgrund der Bewegung des Gletschers nicht mehr erreicht werden oder waren gar nicht mehr vorhanden. Somit dauerte es manchmal Stunden, um passende Übernachtungsplätze zu finden, zu erreichen bzw. zu präparieren.
Der Grum Grimaljo Gletscher ist einer der größten der Region und es war sehr eindrucksvoll direkt auf diesem entlangzulaufen. Immer wieder gab es Passagen, wo wir kurz abseilen oder an einem Fixseil nach oben eine heikle Stelle überwinden mussten. Mit dem Ende des Gletschers erreichten wir das Tanimas-Tal. Dieses mussten wir nun „nur“ noch nach oben laufen und dann sollten wir den Fedchenko-Gletscher erreichen. Doch auch das Tanimas-Tal hielt einige herausfordernde Passagen für uns parat. Das Tal wird von den 5 Tanimas-Gletschern, welche in das Tal hinunterfließen, mehrfach fast vollständig abgeschlossen. Somit gab es auch hier immer wieder kritische Stellen, welche unser ganzes Können abverlangten.
Ebenfalls wird das Tal vom Tanimas-Fluss durchzogen und dieser musste an zwei Stellen überquert werden, um den einzig möglichen Weg an der jeweils anderen Uferseite folgen zu können. Hier legte Anatoliy mit seinem Team Fixseile über den Fluss, damit wir diesen gesichert samt dem Gepäck mit bis zu hüfthohem eiskaltem Wasser queren konnten. Das war natürlich Adrenalin pur! Genau diese Flussquerungen sind auch der Grund, warum das Trekking nur von Mitte August bis Mitte September durchgeführt werden kann. Früher im Sommer lassen die Eisschmelze den Fluss zu reißend anschwellen und später im Jahr kehrt rasch der Winter ein und das Wetter ist sehr instabil!
Ankunft am Fedschenko-Gletscher
Und dann nach 9 Tagen voller spannender Trekkingtage war es endlich soweit – wir erreichten den Fedchenko-Gletscher. Über so viele Tage hatte sich die Vorfreude aufgebaut und dies vollkommen zu Recht. Dieser Gletscher hat gigantische Ausmaße und ist ein wahrer Riese. Er ist im Durchschnitt 2-3 km breit und hat eine Länge von weit über 70 km. Da versteht es sich von selbst, dass wir bezüglich der Länge nur einen Ausschnitt des Gletschers zu Gesicht bekommen konnten. Der Eispanzer soll eine Dicke von bis zu 1km aufweisen! In alle Himmelsrichtungen bestaunten wir unzählige hohe 5.000er und 6.000er Berge, deren Gletscher in den Fedchenko fließen und diesen speisen. Die hiesige Bergkette wird als Akademie der Wissenschaften bezeichnet. Die höchste Erhebung der Kette und einer der höchsten Berge des Pamirs ist der berühmte Pik Ismoil Somoni bzw. Pik Kommunismus.
Wir waren überglücklich auch diesen 7.495 m hohen Eisriesen nun zu Gesicht bekommen zu haben. Die meisten Berge der Region haben nicht mal einen Namen und wurden noch nie bestiegen. Die extrem abgeschiedene Lage macht diesen Umstand wohl verständlich. Auch wir mussten diesen Anblick mit niemanden teilen und waren, wie auf dem gesamten Trekking, komplett alleine! Das nächste große Etappenziel war nun die alte nicht mehr besetzte sowjetische Meteorologische Station Gorbunov. Dafür wanderten wir über 20 km direkt auf dem Fedchenko-Gletscher in seiner Fließrichtung nach Norden. Der Gletscher war in dieser Etappe ohne Schneeauflage und alle Spalten waren gut einsehbar, so dass wir diese recht gut im Zickzack umlaufen konnten.
Der Lost Place – Gorbunov
Letztendlich erreichten wir Gorbunov. Die Station liegt in 4.230 m Höhe auf einem Felsvorsprung direkt über dem Fedchenko-Gletscher. Die Station wurde 1933 in der Sowjetunion erbaut und bis zum Zerfall dieser 1991 betrieben. Heutzutage wurde direkt neben der alten Hütte eine vollautomatische neue Messstation errichtet, welche 24/7 Live-Daten in die Zivilisation übermittelt. Aus diesem Grund nehmen gegenwärtig nur noch wenige Wissenschaftlicher den beschwerlichen und riskanten Weg auf sich, um zusätzliche Messungen direkt am Gletscher vorzunehmen. Für uns war es aufregend und eine Zeitreise in die Vergangenheit die Station betreten zu dürfen.
Es wirkt so, als hätte man die Station fluchtartig verlassen und viele der Messgeräte, Dokumente, Aufzeichnungen, Karten und natürlich auch Nahrungsmittel, Kleidung etc. liegen unverändert vor Ort. Zusätzlich muss ich sagen, dass die Aussicht auf den Gletscher und die umliegende Bergwelt von der Station kaum zu überbieten war! Alle Teilnehmer waren extrem glücklich und stolz es bis hierher geschafft zu haben. Denn viele Parameter müssen zusammenkommen, damit dieses anspruchsvolle Expeditionstrekking so gut klappt, wie es bei unserer Gruppe der Fall war.
Der Weg zurück in die Zivilisation
Ab jetzt hieß es „auslaufen“ und das Gebiet gesund und munter zu verlassen. Der 3-tägige Abstieg zurück in die Zivilisation zum kleinen Dorf Poimazor hatte es dabei nochmal in sich. Vor allem der RGS-Gletscher brauchte unsere letzten Energiereserven vollkommen auf. Nach 14 Tagen in der Abgeschiedenheit konnten wir es kaum erwarten die Vorzüge des Alltags mit einer Dusche, einem Bett, normalen Essen usw. wieder zu erlangen. Ein voller Tag Jeepfahrt brachte uns schlussendlich zurück nach Duschanbe!
Resümierend kann ich für mich sagen, dass dieses Trekking mir für immer in Erinnerung bleiben wird. So einsam und abgeschieden war ich noch nie zuvor in den Bergen unterwegs. Dieses Trekking hat aufgrund des sehr anspruchsvollen Geländes bergsteigerische Elemente und ist daher kein ganz normales Hochgebirgstrekking mehr…
Die Gäste der Reise bildeten gemeinsam mit unseren 2 Guides und den Trägern eine tolle eingeschworene Gemeinschaft und jeder unterstützte jeden! Und nur so, ist diese Tour auch umsetzbar! Ich danke allen Beteiligten für eine unvergessliche Zeit!