In Kathmandu wurden wir direkt am Flughafen von unserem Guide Raj abgeholt.
Raj sollte uns ab diesem Moment fast drei Wochen lang begleiten.
Vorab, „Meine Welt Reisen´´ hat uns tatsächlich den besten Guide zur Seite gestellt. Er sprach sehr gut deutsch, war ein echtes Organisationstalent und hat uns permanent über das Land, die Berge und seine Bevölkerung informiert Genauso über deren Religionen, ihre Gepflogenheiten und das Kastensystem.
Im Hotel trafen wir dann auf Monika, die unsere Wandergruppe perfekt gemacht. Wir verstanden uns ab dem ersten Moment.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Kathmandu, ging es mit am nächsten Morgen mit dem Geländewagen auf einer spektakulären Fahrt nach Barpak. Unterwegs haben wir noch unsere beiden Träger Mohon und Amrit eingesammelt. Raj hatte diese beiden Träger perfekt gewählt. Beide waren sehr nett und immer sehr hilfreich.
Unsere ersten beiden Tage verliefen abseits des gewohnten Manaslu Treks .
Die Strecke ging von Barpak über Laprak nach Khorlabesi, zugegeben; teilweise sehr steil und anstrengend aber diese Tage waren ein echtes Highlight der Reise.
Auf diesem Abschnitt konnten wir uns als Gruppe gut kennenlernen, da kaum andere Wandergruppen unterwegs waren.
Auf dem Weg nach Laprak haben wir die allerbeste Nudelsuppe genossen. Ab hier waren dann auch die ersten hohen Berge zu sehen. Unter anderem den Ganesh Himal mit 7420 Metern.
Ab Khorlabesi wanderten wir dann auf dem klassischen Manaslu Trek. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Hatten jeden Tag Sonne und keinen Regen. Die Abende waren dann meist sehr kühl, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwand. Aufwärmen konnte man sich dann zum Glück im Gastraum, der als einzigster Raum beheizt war.
Die nächsten Tage ging es dann entlang des Bundhi Gandaki Tals. Wunderschöne lange Wandertage. Ab hier trafen wir dann auch mehrere Wandergruppen. Das war aber selten störend. Ab Lho ging es dann langsam und beständig immer bergauf. Irgendwann war es dann soweit. Wir sahen den Manaslu direkt vor uns. Wunderschön – durch die Sonne bestrahlt.
Ein unglaubliches Erlebnis. Die nächsten Tage begleitet uns der Bergriese immer im Hintergrund.
Der Ort Samagaun hat uns besonders gefallen. Von hier aus starten auch die Bergsteiger zur Besteigung des Manaslu. Wir liefen bis zum traumhaften Gletschersee und machten wunderschöne Bilder.
Auf den Anstieg zum Basecamp hatten wir verzichtet. Der große Niederschlag in den letzten Wochen hat die Strecke dorthin
etwas gefährlich gemacht.
So langsam macht sich die Anstrengung der letzen Tage bemerkbar. Die Höhe, die Temperaturunterschiede und die dünnere Luft machten uns zusätzlich zu schaffen. Die letzte Unterkunft vor dem Larkya-Pass ist das Basislager Dharmasala. Durch die große Aufregung war an Schlaf nicht zu denken. Wir starten um vier Uhr morgens und erreichten den Larkya-Pass gegen Mittag.
Alle in unserer kleinen Wandergruppe waren glücklich und ziemlich platt. Nur unsere beiden Träger lächelten immer noch entspannt wie am ersten Tag obwohl noch über 1000 Meter Abstieg nach Bimthang vor uns lagen.
Die nächsten zwei Tage wanderten wir weiter bergab; teilweise durch wunderschöne Nadelwälder. Im Hintergrund begleitete uns immer noch die wunderschöne Bergwelt des Himalaya.
Da wir in Gho einen längeren Aufenthalt hatten, konnten wir uns dann mal so richtig ausruhen, die Wäsche waschen und die Sonne genießen. Am vorletzten Abend des Manaslu-Treks gab es ein gemeinsames Essen mit Raj und den zwei Trägern Mohon und Amrit. Ohne diese Zwei hätten wir es sicher nicht geschafft.
In Tilche sind wir leider am Ende unserer wunderschönen Wanderung angekommen.Wir werden diese zwei Wochen niemals vergessen.
Mit einem Geländewagen ging es direkt nach Pokhara, wo wir in einem schönen Hotel endlich wieder entspannt duschen können. Wir genossen diese tolle Stadt und Raj zeigte uns die schönsten Tempel und Sehenswürdigkeiten. Im Hintergrund immer einer der schönsten Berge der Machapuchare. Wir besichtigten ein tibetisches Flüchtlingsdorf und die Weltfriedensstupa.
Am nächsten Tag flogen wir mit der Propellermaschine entlang der Bergriesen nach Kathmandu. Raj hatte für diesen letzten Tage noch eine Menge eingeplant, weil wir von Kathmandu noch nicht so viel gesehen haben.
Wir besichtigten die Verbrennungsstätte, ein buddhistisches Kloster und wir fuhren zur größten Stupa der Welt. Am Abend trafen wir uns dann zum traditionellen Abschiedsessen. Ein emotionaler Moment, da uns Raj nicht nur sehr gut betreut hat sondern auch zum einem Freund wurde. Die Verabschiedung fiel uns sehr schwer. Wir werden Ihn vermissen. Mit dem Abflug in Kathmandu endet die Reise unseres Lebens.