Die im Ökosystem der Serengeti gelegenen Nyikani-Migrationscamps ziehen zweimal jährlich um, um ihren Gästen optimale Bedingungen für die Zeuge der großen Gnu- und Zebrawanderung zu bieten. Von Dezember bis März findet die Migration in das Gebiet von Ndutu und wieder zurück statt. Ndutu befindet sich im Naturschutzgebiet Ngorongoro, gleich südlich des Serengeti-Nationalparks. Von hier aus sind die besten Wildbeobachtungsgebiete rund um die Seen Ndutu und Masek leicht zu erreichen. Neben den fast zwei Millionen Gnus und Zebras, die jedes Jahr durch das Gebiet ziehen, ist Ndutu die Heimat von Geparden, Löwen, Giraffen und Hunderten von Vogelarten. Während der Kalbungszeit im Februar bringen die Gnus täglich 8.000 Junge zur Welt. Von Ende Mai bis Oktober befindet sich das Camp in der nördlichen Serengeti. Es liegt in der Nähe des Flusses Mara und bietet so einfachen Zugang zu mehreren Flussübergängen in der Gegend. Zu dieser Jahreszeit überquert die Gnuwanderung den Mara-Fluss zwischen Tansania und Kenia. Flussüberquerungen sind häufig, und Krokodile, Flusspferde und Großkatzen sind überall in der Gegend zu sehen.
Die große Migration der Serengeti gilt als eines der „Zehn Weltwunder“ und ist eines der schönsten Naturereignisse Tansanias. Ein wahrhaft beeindruckendes Schauspiel des Lebens in einem weitläufigen Ökosystem, das von Niederschlägen und dem Überlebensdrang der Pflanzenfresser der Serengeti-Ebenen bestimmt wird. Der bescheidene Anführer der Migration ist das Gnu. Diese riesige Herde zählt bis zu 1,5 Millionen Tiere. Begleitet von 200.000 Zebras, 350.000 Gazellen und 12.000 Elenantilopen zieht dieses seltsame Naturwunder durch den Serengeti-Nationalpark in Tansania und das Masai Mara Wildreservat in Kenia. Sein Weg wird vom Niederschlag und dem daraus resultierenden Wachstum der Gräser in den Ebenen bestimmt.
Ihre Reise hat weder Anfang noch Ende; lediglich eine unerbittliche Abfolge von Leben und Tod. Der einzige Anfang ist der Moment der Geburt und das einzige Ende der Tod – der bei der Migration nur allzu leicht eintreten kann. Der genaue Zeitpunkt der Migration hängt ganz von den jährlichen Niederschlagsmustern ab. Die Migration beschränkt sich nicht auf den unumzäunten Nationalpark, sondern geht nahtlos in die umliegenden Wildreservate über.