Diese Reise ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Emotionen dieser Reise in ein paar Worte zu fassen, fällt mir schwer.
Als ich die Beschreibung der Tour gelesen hatte, dachte ich mir, kein Problem, ich war ja schon oft in den Alpen auf über 4000 Meter. Und auch die Länge der Tagesetappen machten mir keine Sorgen. Im laufe der Reise, musste ich feststellen, auf über 5000 m sich zubewegen, ist eine komplett andere Erfahrung.
In Kathmandu angekommen erlebten wir eine quirlige Stadt. Die Besichtigungen der 3 wichtigsten Tempeln war durch unseren tollen Stadtführer sehr interessant.
Am 2. Tag sollte es dann endlich beginnen, unser Abenteuer. Leider hatte das Wetter andere Pläne. Da man den Flugplatz in Lukla nur bei guter Sicht anfliegen kann, mussten wir uns dem Wetter beugen. Am 3. Tag hatten wir mehr Glück und wir landeten bei strahlendem Sonnenschein in Lukla. Das Tor zum Himalaya.
Unseren Guide Dendi lernten wir bereits in Kathmandu kennen. In Lukla wurde unsere Truppe komplett mit Sonam, Dendi‘s Assistent und die beiden Porter Mingmar und Gyaltsen.
In den nächsten Tagen ging es stetig in die Höhe. Und wir mussten feststellen, dass die dünne Luft sich sehr bemerkbar machte. An dem Tag, als wir den 1. Pass (Renjo La) überquerten, kam bei mir der Gedanke auf, wo meine Fitness geblieben ist. Dank Dendi, der uns den letzten Metern sehr motivieren musste, sind wir glücklich auf 5360 Meter angekommen und erlebten einen wunderschönen Blick.
Der 2. Pass (Cho La), welcher uns auf eine Höhe von 5420 Meter brachte, ging schon ein wenig besser. Leider war das Wetter sehr kalt und teilweise waren Wege vereist. Aber Dendi und Sonam haben sehr darauf geachtet, dass wir ohne Probleme den Pass erreichten.
Das nächste Highlight sollte dann das Basecamp werden. Auf dem Weg nach Gorak Shep (5140 m) hatten wir sonniges, aber sehr kaltes Wetter. Am späten Nachmittag erreichten wir den Aussichtsberg Kalla Patther und hatten wieder einen schönen Blick zum Mount Everest. Am nächsten Tag sollte es zum Basecamp gehen. Leider war das Wetter so schlecht und wir doch sehr müde von der dünnen Luft, dass wir nur so weit gingen, dass wir von ca. 2 km Entfernung das Basecamp sehen konnte.
Aufgrund der Wetterlage entschieden wir uns auch den letzten Pass auszulassen und direkt nach Dingboche abzusteigen. Nun waren wir wieder auf einer Höhe, wo das Atmen deutlich einfacher war.
Ab jetzt ging es wieder Richtung unserem Ausgangspunkt Lukla. Nun waren wir auf Wegen unterwegs, wo man den Massentourismus spürte. In den 1. Tagen unseres Treks begegneten uns nur wenige Menschen. Auf der Hauptroute war dies anders.
Uns wurde mit jedem absteigenden Meter, schwerer ums Herz, da wir wussten, dass diese tolle Reise bald zu Ende gehen wird.
Wir hatten eine super tolle unvergessliche Zeit. Das Team mit Dendi, Sonam, Mingmar und Gyaltsen war einfach super. Wir hätten uns kein besseres Team vorstellen können. Die komplette Organisation um diese Reise, war so toll, dass wir uns um nichts kümmern mussten und immer das Gefühl hatten in guten Händen zu sein.
Auch, wenn diese Reise teilweise herausfordernd war, würde ich jederzeit wieder in den Himalaya reisen, wo die Menschen und die Landschaft einmalig sind.