Der deutsche Forschungsreisende Alexander von Humboldt war begeistert von Lateinamerika, besonders von Ecuador. Vor über 220 Jahren machte er sich auf, um die Vulkane der ecuadorianischen Anden zu erkunden. Er dachte damals die gesamte Gebirgskette sei unterhöhlt und ein riesiger Supervulkan – das stimmt zwar nicht ganz, aber Ecuador hat neben Indonesien die größte Vulkandichte der Welt. Die Geschichte Humboldts erzählt man sich bis heute gerne überall im Land. Sie wollen es ihm auf dieser einmaligen Reise gleich tun – einige der höchsten Vulkane des Landes besteigen, wundervolle Kraterseen erwandern, den höchsten Berg der Erde von Erdmittelpunkt gesehen, den Chimborazo, umrunden und den indigenen Menschen der Anden mit deren Geschichten ganz nah kommen.
Ihre Reise beginnt in Quito, der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt. Die Spanier haben hier architektonisch ein eindrucksvolles koloniales Erbe hinterlassen, welches Sie bestaunen wollen. Am Äquatordenkmal wechseln Sie mühelos von der Süd- auf die Nordhalbkugel. Schließlich schnüren Sie die Wander- und Bergstiefel. Bei der Wanderung entlang des Pita-Canyons und bei der Besteigung des Pasochoa (4.200 m) gewöhnen Sie sich in malerischer andiner Landschaft langsam an die ungewohnte Höhe. Vom Gipfel des Rumiñahui (4.630 m) haben Sie den vergletscherten Bilderbuchvulkan Cotopaxi (5.897 m) fest im Blick – dessen Besteigung soll der krönende Abschluss der Reise werden. Aber erst einmal geht es für Sie auf das Quilotoa-Trekking – vorbei an abgelegenen Dörfern, wo die Menschen bis heute komplett traditionell leben, durch tiefe Schluchten und entlang geschwungener Hügelketten erreichen Sie den Quilotoa-Kratersee, einen der schönsten weltweit. Daraufhin führt Sie die Reise zum Chimborazo (6.268 m). Auf einem selten begangenen Trekking wollen Sie den Eiskoloss, welcher erhaben aus der umliegenden Páramo-Landschaft herausragt, umrunden und seinen kleinen Bruder, den Carihuairazo, besteigen. Nachdem Sie in Baños etwas Erholung gefunden haben, können Sie es kaum noch erwarten mit dem Cotopaxi den schönsten und berühmtesten Vulkan Ecuadors endlich zu erklimmen! Auf dem Gipfel mit Blick hinein in den gewaltigen eisgepanzerten Krater, sowie über halb Ecuador werden Sie vielleicht sogar eine Freudenträne vergießen…
Am frühen Morgen verlassen Sie voller Vorfreude auf die Bergwelt Ecuadors Ihre Heimat in Richtung Südamerika. Sie landen am späten Nachmittag bzw. Abend in Quito. Nach Ihrer Ankunft in Quito werden Sie am Flughafen empfangen und zu Ihrem Hotel im zentralen und schönen Stadtteil La Floresta in Quito gebracht. Die Stadt hat eine lange Nord-Süd Ausdehnung (ca. 50 km), da sie sich in einem schmalen Anden-Längstal befindet und westlich sowie östlich von den umliegenden Andenbergen begrenzt wird (3-4 km breit). Quito liegt auf etwa 2.850 m Höhe und daher starten Sie den ersten Abend ganz gemütlich – wer möchte, geht nochmal in der Umgebung vom Hotel spazieren und lecker zu Abend essen oder Sie erholen sich einfach von der langen Anreise.
Übernachtung im Hotel Casa Aliso Boutique o.ä.
Heute nehmen Sie sich die Zeit Quito, als eine der schönsten Hauptstädte Südamerikas, ausgiebig zu erkunden. Als die Spanier 1526 in Quito ankamen, handelte es sich um eine bedeutende Inka-Stadt. Leider entschieden sich die Inkas den Spaniern die Stadt nicht zu überlassen und machten sie komplett dem Erdboden gleich. Somit sind keinerlei Inkastätten übrig und die Spanier bauten die Stadt ab 1536 auf den Ruinen neu auf. Daher ist Quito in seiner Altstadt bis heute von den Kirchen, Klöstern, Konventen, Kapellen und Kolonialhäusern dieser Zeit geprägt und seit 1978 Teil des UNESCO-Weltkulturerbe. Gemeinsam mit Ihrem Guide unternehmen Sie einen schönen Rundgang durch die Altstadt. Die Umgebung des Plaza Grande, dem Hauptplatz, ist dafür der ideale Ausgangspunkt. Tauchen Sie ein in ein wuseliges Treiben fliegender Händler, umherstreifender Fußgänger, emsiger Schuhputzer, hupender Taxis und pfeifender Polizisten, welche den Verkehr regeln. Der Plaza Grande ist ein malerischer mit Palmen und historischen Gebäuden gesäumter Platz. Hier befindet sich unter anderem der ecuadoriansche Präsidentenpalast, welchen Sie besuchen werden. Auch können Sie von hier die Hauptkathedrale der Stadt, das Rathaus und den erzbischöflischen Palast bewundern. Weiter schlendern Sie zur Kirche "La Compañía de Jesús", welche mit ihren grün-goldenen Kuppeln wohl die schönste der Stadt ist. Auch hier lohnt ein kurzer Besuch ins Innere. Ihr Streifzug führt Sie zum riesigen kopfsteingepflasterten San Francisco Platz. Die gleichnamige Kirche ist die älteste des Landes und bildet mit dem angebunden Kloster den größten Kolonialkomplex Quitos. Über die berühmte Kopfsteinpflastergasse "La Ronda" mit farbenfrohen Geschäften und Cafés landen Sie am Santo Domingo Platz mit einer weiteren eindrucksvollen Kirche. Zum Abschluss des Altstadt-Besuchs klettern Sie die 115 m hohen Türme der Basilika Voto Nacional hinauf und haben einen fantastischen Ausblick über die Altstadt. Nun mit dem Minibus fahren Sie hinauf zum Aussichtshügel "El Panecillo", welcher mit der 41 m hohen Statue der Jungfrau von Quito das Wahrzeichen der Stadt ist. An klaren Tagen überblicken Sie hier nicht nur einen Großteil der Stadt, sondern können ebenso die majestätischen Vulkane der Umgebung (einige davon sind kommende Gipfelziele für Sie) bestaunen. Daraufhin fahren Sie zum nördlich von Quito gelegenen Äquator-Denkmal (Mitad del Mundo). Natürlich gehört dieser Besuch dazu, da er immerhin dem Land seinen Namen verliehen hat. Sie besuchen das 30 m hohe trapezförmige Denkmal mit Bronzekugel und tauchen im Inti Nan Museum in die wissenschaftlichen Hintergründe zu den Mythen rund um den Äquator ein. Sicherlich wird Ihnen Ihr Guide mit 1-2 Experimenten beweisen, dass Sie sich tatsächlich am Äquator befinden. Wer am Abend noch Kraft hat, sollte einmal durch das Ausgehviertel La Mariscal spazieren und etwas leckeres essen oder trinken.
Fahrzeit ca. 2 Stunden
Übernachtung im Hotel Casa Aliso Boutique o.ä.
Verpflegung: F / M
Sie lassen das wuselige Großstadt-Treiben hinter sicher und fahren hinein in die Bergwelt der Anden. Heute geht es für Sie auf eine erste Akklimatisationswanderung. Ihr Ziel ist die Wanderung entlang der schönen Schlucht des Pita-Flusses. Es handelt sich um einen der Flüsse, die Quito mit Wasser versorgen und durch die Gletscher des mächtigen Vulkans Cotopaxi gespeist werden. Sie erleben eine wunderschöne Landschaft voller Kontraste – Sie durchwandern einen üppigen Nebelwald mit vielen Bromelien/Orchideen und erreichen letztendlich die für Ecuador so typische Páramo-Vegetation (baumlose alpine Hochlandsteppe). Ihr ständiger Begleiter für die Wanderung sind imposante Felsformationen vulkanischer Überreste der explosiven Eruptionen des Cotopaxi. Auf dem Weg passieren Sie einige schöne Wasserfälle – der eindrucksvollste unter ihnen ist wohl der Condor Machay. Ebenfalls erhaschen Sie heute erste Blicke auf den Vulkan Cotopaxi, dessen Besteigung als Abschluss Ihrer Reise die Krönung darstellen soll. Schließlich beziehen Sie Ihr schön gelegene Unterkunft am Fuße des Vulkans Pasachoa.
Fahrzeit ca. 2 Stunden | Gehzeit ca. 5 Stunden | Aufstieg ca. 400 m
Übernachtung in der Hostería Balcón al Cotopaxi o.ä. (3.350 m)
Verpflegung: F / LB / A
Am Morgen beginnen Sie direkt von Ihrer Unterkunft aus Ihre erste Gipfelbesteigung: es geht hinauf zum erloschenen Vulkan Pasochoa (4.200 m). Die Caldera des Pasochoa ist hufeisenförmig, fast bis zum Gipfel mit tropischen Nebelwald bedeckt (geht später in eine typische Paramogras-Lanschaft über) und beheimatet eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten. Das Pasochoa Reservat beheimatet einer der letzten großen Überreste des primären Andenwaldes in der ecuadorianischen Andenkette. Der Aufstieg zum Gipfel erfolgt über die südöstliche Seite des Berges. Kurz unterhalb des Gipfels wird es etwas steiler, felsiger und Sie müssen Sie eine leichte Kletterpassage überwinden. Vom Gipfel haben Sie einen grandiosen Blick auf den majestätischen Cotopaxi und auf die vielen anderen umliegenden Vulkane der Region wie z.B. Corazón (4.790 m), Sincholahua (4.887 m), Antisana (5.753 m), Illiniza Sur (5.248 m) und den Rumiñahui, welcher Ihr morgiges Bergziel darstellt. Ebenfalls ist diese Region berühmt dafür mit etwas Glück einen imposanten Andenkondor zu sichten. Ziemlich sicher werden Sie Kolibiris sehen, welche ganz flink an Ihnen vorbeiflattern. Anschließend kehren Sie zu Ihrer schönen Hostería zurück.
Gehzeit ca. 5-6 Stunden | Auf- und Abstieg je ca. 800 m | Gehstrecke ca. 13 km
Übernachtung in der Hostería Balcón al Cotopaxi o.ä. (3.350 m)
Verpflegung: F / LB / A
Heute werden Sie sich weiter für Ihre großen noch folgenden Bergziele über 5.000 m akklimatisieren. Die Besteigung des Rumiñahui Central (4.630 m) steht auf dem Programm. Der Rumiñahui ist ein dreigipfliger, schroffer, erloschener Vulkan im Cotopaxi-Nationalpark, welchen Sie heute das erste Mal betreten. Der Name des Bergs stammt von einem ehemaligen Inka-General, welcher nach dem Einfall der Spanier heftigen Widerstand gegen die Konquistadoren leistete. Von der Hostería ist es nicht weit bis zur Limpiopungo-Lagune (3.830 m), wo der Aufstieg beginnt. Die Route führt zuerst durch die Moor- und Sandgebiete am See entlang und dann hinauf in das grüne "Tal des Schweigens". Schließlich beginnt die Paramo-Graslandschaft des zentralen Bergrückens, bis Sie den Kamm erreichen, von wo aus Sie den Felskopf mit leichter Kraxelei im lockeren Sand, Geröll und felsigen Abschnitten bis zum Gipfel hinaufsteigen. Bei gutem Wetter haben Sie einen genialen Blick auf den Ihnen direkt gegenüberliegenden formschönen und vergletscherten Cotopaxi – auf dessen Gipfel Sie am Ende dieser Reise stehen wollen. Auch der Illiniza-Doppelgipfel ist nicht fern und liegt Ihnen direkt gegenüber. Wiederum können Sie den vergletscherten Antisana, den vierthöchsten Berg des Landes, ist bei klarer Sicht gut erkennen. Schließlich steigen Sie ab, kehren zum Fahrzeug zurück und verlassen vorerst den Cotopaxi Nationalpark – Ihr Ziel ist eine schöne Unterkunft im nahegelegenen Ort Lasso.
Fahrzeit ca. 1-2 Stunden | Gehzeit ca. 6-7 Stunden | Aufstieg ca. 780 m | Abstieg ca. 780 m | Gehstrecke ca. 11 km
Übernachtung in der Hacienda Cuello de Luna o.ä.
Verpflegung: F / LB / A
Sie fahren mit dem privaten Transport bis zum kleinen versteckten Dorf Isinliví (2.900 m). Hier beginnen Sie nun Ihre 3-tägige Wanderung in der westlichen Andenkette in der berühmten Quilotoa-Region. Die heutige Wanderung gilt als einer der schönsten Abschnitte des Quilotoa-Trekkings und ist eine tolle Möglichkeit, das Leben der Einheimischen, die besondere Kultur-Landschaft und die verschiedenen Täler auf dem Weg zum Dorf Chugchilán (3.200 m) zu erkunden. Von Isinliví aus steigen Sie gleich zu Beginn recht steil hinab in die grüne Toachi-Schlucht, welche Sie am Fluss entlang auf kleinen Pfaden folgen, bis Sie schließlich auf der anderen Seite der Schlucht hoch zum Dorf Chugchilán aufsteigen. Auf dem Pfad beobachten Sie die Einheimischen bei deren täglichen Hausarbeit/Feldarbeit, im Fluss badende Kinder sowie grasende Kühe und Schafe. Die Landschaft ist geprägt von wilden, grünen blühenden Hügeln, terrassierten Feldern, idyllischen Eukalyptus/Pinien-Wäldern, langgestreckten Bergrücken und spitzen Felszacken.
Fahrzeit ca. 2-3 Stunden | Gehzeit ca. 5 Stunden | Aufstieg ca. 750 m | Abstieg ca. 450 m | Gehstrecke ca. 12 km
Übernachtung im Hostal Cloud Forest o.ä.
Verpflegung: F / M / A
Von Chugchilan steigen Sie am Morgen erstmal wieder ca. 250 Höhenmeter ab – dieses Mal hinunter zum Fluss Sigue, wo Sie wiederum eine Art Canyon durchwandern. In ähnlicher Landschaft wie gestern geht es nun jedoch nur noch nach oben. Ihr Ziel ist nun der Aufstieg zum Kraterrand des Quilotoa-Sees. Dieser liegt auf ca. 3.800 m und Sie haben sich somit nach einem schweißtreibenden Aufstieg diese grandiose Aussicht über den See, welcher zu den schönsten in ganz Südamerika zählt, wahrlich verdient. Die Lagune Quilotoa ist ein eingestürzter Vulkankrater mit 3 km Durchmesser, der heute mit Regenwasser gefüllt ist. Der letzte Ausbruch soll um 1280 stattgefunden haben. Der See befindet sich knapp 400 m unterhalb vom Kraterrand und soll bis zu 250 m tief sein. Je nach Sonnenstand und Wind verändert sich die Farbe des Wassers durch die enthaltenen vulkanischen Mineralien von intensiven Türkis bis hin zu tiefen Grüntönen – ein wirklich faszinierendes Naturschauspiel. Da Sie nun für ca. 1,5 Stunden am Kraterland entlanglaufen, um bis zur kleinen Ortschaft Jatalo Quilotoa zu gelangen, haben Sie ausgiebig Zeit diesen besonderen Ort in vollen Zügen aufzusaugen. Bei gutem Wetter können Sie sogar die umliegenden Bergketten bestaunen und hinüber bis zum Illiniza und Cotopaxi schauen. Die Nacht verbringen Sie dann in unmittelbarer Nähe zum Kraterrand.
Gehzeit ca. 6 Stunden | Aufstieg ca. 1.110 m | Abstieg ca. 455 m | Gehstrecke ca. 10 km
Übernachtung im Hostal Chukirawa o.ä.
Verpflegung: F / M / A
Der letzte Wandertag in der Quilotoa-Region steht an. Diese Etappe ist landschaftlich nochmal ganz anders als z.B. der erste Tag. Es ist viel trockener und schroffer. Sie verlassen den Quilotoa-See und kommen zu Beginn nochmal an zwei schönen Aussichtspunkten vorbei. An der Gemeinde Shalalá vorbei, wandern Sie auf kleinen Fußpfaden über den Miniort Ponce bis zum Aussichtspunkt Mirador Ankapawana. Von hier genießen Sie einen phänomenalen Blick in den sandigen und tief eingeschnittenen Canyon, den der kleine Fluss Río Zumbahua über Jahrtausende in die Landschaft geformt hat. Bis vor einiger Zeit führte hier der Weg hinab, welcher jedoch bei einem Unwetter zerstört wurde. Daher wird derzeit der Abstieg in den Canyon unweit der Gemeinde Cashapata gewählt. In dieser Region leben die Kichwa-Indigenen weiterhin sehr traditionell. Sie nutzen die schöne Möglichkeit und erfahren mehr über deren Lebensweise sowie engen Verbindung zur Natur. Im Dorf Tigua Chami endet die Wanderung und Sie werden vom privaten Fahrzeug abgeholt. Je nachdem, welcher Wochentag heute ist, besuchen Sie einen der authentischen Hochland-Märkte der Region. Am Mittwoch und Sonntag findet der Markt in Pujilí statt, jeden Donnerstag ist Markttag in Saquisilí und Samstags ist in Zumbahua reges Treiben. Anschließend fahren Sie weiter nach Urbina (3.550 m) am Fuße des Chimborazo, dem höchsten Berg des Landes. Dieser Ort wurde berühmt, da sich hier einst die höchstgelegene Bahnstation Ecuadors befunden hat. Genießen Sie am Nachmittag die Weiten der Umgebung und lassen Sie sich zum ersten Mal von den Ausmaßen des "Chimbo" faszinieren.
Fahrzeit ca. 3 Stunden | Gehzeit ca. 4 Stunden | Aufstieg ca. 310 m | Abstieg ca. 720 m | Gehstrecke ca. 12 km
Übernachtung im Hotel La Maison d‘Urbina o.ä.
Verpflegung: F / M / A
Heute beginnen Sie die Umrundung des höchsten Vulkan Ecuadors, des 6.268 m hohen Chimborazo. Dieses eindrucksvolle und bis heute kaum begangene Trekking kulminiert am vierten Tag in der Besteigung des direkten Nachbarn vom Chimborazo, des 5.018 m hohen Carihuairazo. Ihr heutiger Start befindet sich in der Kichwa-Gemeinde Cuatro Esquinas – „Vier Ecken“ – Sie wandern auf einer alten Landstraße bis zum schönen Cañón San Juan mit dem Wasserfall La Chorrera. Ihr Ziel des Tages ist die großartig gelegene Chimborazo Lodge (3.950 m), welche von der ecuadorianischen Bergsteigerlegende Marco Cruz betrieben wird. Während der gesamten heutigen Etappe begleiten Sie wechselnde Ausblicke auf den eisgepanzerten Chimborazo, während die Vegetation zunehmend trockener und karger wird.
Gehzeit ca. 5 Stunden | Aufstieg ca. 670 m | Abstieg ca. 110 m
Übernachtung in der Chimborazo Lodge o.ä.
Verpflegung: F / M / A
Direkt von der Lodge aus starten Sie den Aufstieg zum Templo Machay. Dies ist ist eine archäologische Stätte von tiefem kulturellem und spirituellem Wert. „Machay“ bedeutet in der Kichwa-Sprache "Höhle" oder "Zufluchtsort". Der Ort wurde früher von den indigenen Völkern für religiöse Zeremonien und Rituale genutzt, um sich mit der Natur und den andinen Göttern zu verbinden. Diese Region ist die Heimat der Purpurkopfkolibries, welche sich von den vielen Chuquiragua-Blüten (als "Blume der Anden" bezeichnet) ernähren und die Weibchen im Eingang der Höhle von Templo Machay nisten. Durch eine immer kargere Landschaft mit vielen interessanten schroffen vulkanischen Felsformationen, stets den Gipfel des Chimborazo im Blick und mit einem stets wechselndem Farbspiel erreichen Sie das Refugio Carrel (4.850 m), welches den Bergsteigern als Ausgangspunkt für die Besteigung dient. Wer möchte, steigt noch ca. 170 m hinauf zum stillgelegten Refugio Whymper mit der berühmten Lagune Condor Cocha. Von hier oben ist der Sonnenuntergang meist spektakulär, wenn einige Hundert Meter unter Ihnen ein Wolkenmeer die Umgebung einhüllt und die Sonne darüber langsam hinter dem Horizont verschwindet.
Gehzeit ca. 6-7 Stunden | Aufstieg ca. 960 m | Abstieg ca. 160 m
Übernachtung im Refugio Carrel im Mehrbettzimmer (geteiltes Bad) o.ä.
Verpflegung: F / M / A
Die heutige Wanderetappe führt Sie entlang der westlichen Flanken des Chimborazo, welche auch als El Arenal bekannt sind, bis zum Fuße des benachbarten Carihuairazo. Einst soll dieser eingestürzte inaktive Vulkane ähnlich große Ausmaße, wie sein großer Nachbar, der Chimborazo, gehabt haben. Auf ca. 4.440 m errichten Sie für eine Nacht das Zeltlager. Der Carihuairazo wird recht wenig bestiegen, da die Logistik etwas aufwendiger ist und gezeltet werden muss. Genau aus diesem Grund wollen Sie den Berg besteigen, um das Gipfelglück mit hoher Wahrscheinlichkeit mit niemand anderes teilen zu müssen. Auf dem Weg zum Camp durch eine wüstenähnliche Landschaft können Sie mit etwas Glück kleine Herden von Vicuñas beobachten. Diese höckerlosen Neuweltkamele stellen die wilde Form der heutigen domestizierten Alpakas dar. Ebenfalls durchqueren Sie die Murallas Rojas, "Rote Wände", wo Sie eindrucksvoll die vulkanische Vergangenheit des Chimborazo erkennen können. Am frühen Abend ziehen Sie sich zeitig in die Zelte zurück, um Morgen früh noch vor dem Sonnenaufgang ausgeruht für die Besteigung zu sein.
Gehzeit ca. 5 Stunden | Aufstieg ca. 350 m | Abstieg ca. 700 m
Übernachtung im Zelt
Verpflegung: F / M / A
Es ist soweit – der erste 5.000er Ihrer Tour steht auf dem Programm. Der Gipfel des Carihuairazo (5.018 m) dient gleichzeitig als letzter Test und Akklimatisationsstufe vor dem Cotopaxi. Noch lange vor den ersten Sonnenstrahlen krabbeln Sie aus dem warmen Schlafsack, essen eine Kleinigkeit und machen sich für den Anstieg bereit. Schließlich laufen Sie gegen 3/4 Uhr im Schein der Stirnlampen los. Der Pfad bis zum kleinen Restgletscher (heute hauptsächlich Schneefelder) führt zuerst etwa 2-3 Stunden durch eine stille Moor- und Páramo-Landschaft. Auf rund 4.750 m erreichen Sie die vereisten Flächen, wo Sie, je nach aktuellen Verhältnissen, die Steigeisen angelegen und der Bergführer das Seil vorbereitet. Ab hier beginnt der eigentliche Gipfelanstieg. Je nach Schnee- und Eisverhältnissen können die letzten Meter zum Gipfel, durch einen kleinen Kamin, im Sinne einer leichten Kraxelei technisch etwas anspruchsvoller sein. Der Bergführer sichert Sie an dieser Stelle natürlich. Daraufhin sind Sie oben angekommen und werden Sie mit einer genialen Aussicht auf den Chimborazo und die umliegenden Vulkane der Anden belohnt. Danach steigen Sie auf der gleichen Route zurück ins Camp ab. Dort wartet eine heiße Suppe und eine kurze Pause auf Sie. Gegen Mittag fahren Sie dann nach Baños, dem Eingangstor zum Amazonastiefland, welches auf nur noch 1.800m liegt. Sie genießen die "dicke" Luft, die warmen Temperaturen und können sich am Abend in einer der schönen Thermalbäder von der Anstrengung am Morgen erholen.
Fahrzeit ca. 2 Stunden | Gehzeit ca. 6-7 Stunden | Aufstieg ca. 620 m | Abstieg ca. 620 m | Gehstrecke ca. 9 km
Übernachtung im Hotel Floresta o.ä.
Verpflegung: F / M
Ihre Optionen für diesen freien Tag sind vielfältig. Sie entscheiden in der Gruppe und dem Guide gemeinsam, welche möglichen optionalen Aktivitäten Sie realisieren wollen (gegen Aufpreis vor Ort). Zum Beispiel bietet sich der Besuch weiterer schöner Thermalquellen etwas außerhalb der Stadt an. Ebenfalls haben diverse Angebote von Spa-Anwendungen in der Stadt nach den vergangenen anstrengenden Tagen sicher ihren Reiz. Am beliebtesten ist wohl der Ausflug entlang der Straße der Wasserfälle (Ruta de las Cascadas), welcher ohne Aufpreis ist (Sie zahlen nur die Eintrittsgebühren zu den Wasserfällen bzw. etwaige optionale Gondeln/Ziplines). Diese Straße, welche Richtung Puyo im Amzonastiefland führt, weist entlang des Flusses Pastaza viele eindrucksvolle Wasserfälle (z.B. Manto de la Novia, Agoyan) auf. Den verschiedenen Wasserfällen können Sie sich abenteuerlich mit kleinen Gondeln oder per Zipline annähern – was für ein Nervenkitzel! Das große Highlight, welches Sie nicht verpassen sollten, ist natürlich der tosende Wasserfall "Pailon del Diablo" beim Örtchen Rio Verde. Ebenfalls lohnend sind Rafting- und Canyoning-Touren. Schließlich lassen Sie am Nachmittag das schöne Baños hinter sich und fahren zurück in den Cotopaxi Nationalpark. Die letzte Nacht vor der Besteigung verbringen Sie in einer am besten gelegenen Lodges des Landes. Von Ihrem Zimmer können Sie die Aufstiegsroute schon einmal gedanklich nachskizzieren.
Fahrzeit ca. 3 Stunden
Übernachtung in der Tambopaxi Lodge o.ä.
Verpflegung: F / A
Die Spannung steigt und Ihre Trekking/Bergreise geht in die wohl aufregendste und schönste Phase über. Nach einem entspannten Frühstück lassen Sie die traumhafte Tambopaxi Lodge hinter sich und fahren hinauf zum Parkplatz am Cotopaxi auf 4.580 m. Da steht er nun direkt vor Ihnen – einer der wohl formschönsten Vulkane (klassischer Stratovulkan) der Welt. Innerhalb von 1-1,5 Stunden laufen Sie mit Ihrem Rucksack (Sie tragen selbst, alles was Sie für die Besteigung benötigen) über größtenteils lockeren Vulkansand hinauf zum Refugio José Ribas auf 4.864 m Höhe. Sie legen in Ruhe Ihr Gepäck ab, bekommen in einem Mehrbettzimmer Ihren Schlafplatz für die Nacht zugewiesen und essen dann etwas zum Mittag. Nach dem Mittag steigen Sie gemeinsam mit Ihrem Bergführer ein wenig weiter den Gipfel hinauf, um den Gletscher zu erreichen. Hier werden Sie gemeinsam ein kleines Eistraining durchführen, um sich sicher und vorbereitet auf die morgige Besteigung zu fühlen. Nach dem Abendessen gehen Sie früh ins Bett, da die Nacht sehr kurz wird.
Gehzeit ca. 1,5 Std. (zzgl. Zeit für das Eistraining) | Aufstieg ca. 300 m (zzgl. Höhenmeter für Eistraining)
Übernachtung in der Berghütte Jose Ribas Cotopaxi (Mehrbettzimmer)
Verpflegung: F / M / A
Bereits gegen Mitternacht stehen Sie auf und machen sich bereit für die anstehende Gipfeltour. Ein kleines stärkendes Frühstück darf natürlich auch nicht fehlen. Dann geht es im Schein der Stirnlampen raus in die Dunkelheit. Sie wollen es dem deutschen Geologen Wilhelm Reiss gleichtun, welcher mit seinem kolumbianischen Partner Angel Escobar den Berg 1872 zum ersten Mal bestiegen hat. Zu Beginn laufen Sie noch für ca. 1 Stunde über geröllige Pfade hinauf zum Gletscherbeginn auf ca. 5.100 m. Dann legen Sie die komplette Eisausrüstung an und bilden Seilschaften. Der Aufstieg ist technisch nicht allzu schwierig, es handelt sich eher um eine lange und physisch herausfordernde Hochtour. Natürlich ist vor allem die große Höhe kräftezehrend, aber aufgrund der optimalen Akklimatisierung auf Ihrer bisherigen Reise wird dies für Sie kein größeres Problem darstellen. Die Aufstiegsroute verändert sich immer wieder mal aufgrund der aktuellen Bedingungen – natürlich wird Ihr Guide die sinnvollste Route für Sie wählen. Definitiv durchsteigen Sie steile Schnee- und Firnfelder vorbei an teils mächtigen Gletscherspalten, jedoch ist der Pfad durch den Gletscher zumeist gut gespurt. Die Hangneigungen erreichen gerade kurz vor dem Gipfel bis zu 40°Grad. Nach ca. 5-6 Stunden Aufstieg ist es geschafft – Sie stehen auf dem zweithöchsten Berg Ecuadors und einem der höchsten aktiven Vulkane der Erde! Das Gipfelplateau ist weitläufig und Sie haben einen grandiosen Blick hinein in den gewaltigen Kraterschlund (800 m x 500 m Durchmesser und ca. 350 m tief), von welchem immer wieder auch Fumarolen aufsteigen. Bei guter Sicht ist das Gipfelpanorama unvergleichlich – alle hohen Bergen des Landes liegen Ihnen zu Füßen – der Chimborazo, der Illiniza-Doppelgipfel, der Cayambe, der Antisana, der El Altar oder auch der Tungurahua. Nach der ausgiebigen Gipfelrast heißt es nochmal volle Konzentration beweisen beim Abstieg von ca. 2-3 Stunden. Zurück auf der Hütte packen Sie das zurückgelassene Material ein und steigen zum privaten Transport am Parkplatz ab. Dieser bringt Sie für die letzte Nacht der Reise ins Hotel nach Papallacta. An den schönsten Thermalquellen des Landes, umgeben von spektakulärer Andenlandschaft (oft eine mystische Atmosphäre, wenn die Berggipfel wolkenverhangen sind) können Sie die Reise in einem der mehr als ein Dutzend verschiedenen Mineralwasserbecken ausklingen lassen. Bestimmt haben Sie genügend Gründe auf den heutigen Gipfelerfolg und einmalige Reise anzustoßen!
Fahrzeit ca. 3 Stunden | Gehzeit ca. 8-10 Stunden | Aufstieg ca. 1.090 m | Abstieg ca. 1.390 m
Übernachtung im Termas Papallacta Hotel & Spa
Verpflegung: F / M
Je nach der Uhrzeit Ihres internationalen Rückflugs haben Sie noch den halben Tag Zeit, um die Thermen zu genießen. Dann erhalten Sie Ihren Transfer zum Flughafen von Quito und Sie steigen in den Flieger zurück in die Heimat.
Hinweis: Ecuador ist ein außergewöhnlich vielfältiges Land. Falls Sie noch Zeit und Lust haben, können wir Ihnen sehr gerne auf Anfrage eine Verlängerung der Reise z.B. mit einem Dschungel-Aufenthalt oder mit dem Besuch der Galapagos-Inseln anbieten. Für den Dschungelaufenthalt empfehlen wir den Cuyabeno Nationalpark (z.B. 4 Tage/3 Nächte in der Cuyabeno Lodge, Jamu Lodge oder Tapir Lodge). Noch leichter zu erreichen, sind die Lodges in der Umgebung von Tena am Rio Napo. Für die Galapagos-Inseln können wir Ihnen entweder ein mehrtägiges "Inselhüpfen" oder eine Kreuzfahrt entsprechend Ihrem Budget anbieten. Sprechen Sie uns diesbezüglich gerne an und wir erstellen Ihnen dazu ein Angebot!
Verpflegung: F
Sie landen zurück in der Heimat.
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 390 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 390 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 390 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 390 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 390 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 390 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 390 €
Grundsätzlich können Gäste allen Alters an dieser Bergreise teilnehmen. Diese Reise beinhaltet Bergbesteigungen in großen Höhen. Es ist ratsam, dass Sie als Vorerfahrung bereits andere Gipfel im Hochgebirge vorweisen können. Der Cotopaxi ist ein stark vergletscherter Vulkan, welcher eine Höhe von fast 6.000 m erreicht. Der Berg ist zwar technisch nicht sehr anspruchsvoll, jedoch sollten Sie bereits über etwas Bergsteiger-Erfahrung z.B. in den heimischen Alpen verfügen! Das Gehen in Seilschaft auf dem Gletscher und der solide Umgang mit Steigeisen und Pickel sollten für Sie bestensfalls nichts komplett neu sein. Die vergletscherten Hänge am Cotopaxi können teils Steigungen bis zu 40° erreichen. Die Gipfel des Ruminahui Central und vor allem Carihuairazo sind teils recht ausgesetzt und verlangen Kraxelei im 2. Schwierigkeitsgrad (der Bergführer kann sie bei heiklen Passsagen am Seil sichern). Sie sollten sich auf die Reise gezielt mit einem entsprechenden Konditionstraining und ausgiebigen Wanderungen/Bergbesteigungen vorbereiten! Definitiv benötigen Sie bei dieser Reise eine sehr gute Trittsicherheit in anspruchsvollem Gelände, da die Pfade teils ausgesetzt, steil, uneben, geröllig bzw. voll vergletschert (nur Cotopaxi) sind. Eine sehr gute körperliche Fitness, entsprechende Ausdauer, Schwindelfreiheit, Höhenverträglichkeit, Kameradschaft und Bereitschaft zu Komfortverzicht sind Grundvoraussetzungen. Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Buchung DZ, EZ oder 1/2 DZ. Sollten Sie alleine reisen, können Sie ein Einzelzimmer oder 1/2 Doppelzimmer buchen. Für die Verfügbarkeit eines 1/2 Doppelzimmer kann keine Garantie übernommen werden. Solange kein passender Zimmerpartner/in gefunden wurde, berechnen wir den Einzelzimmerpreis. Der Preis im Doppelzimmer gilt nur bei Buchung von 2 Personen pro Zimmer.
Durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter oder Sonstiges kann es Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen kommen. Bitte haben Sie Verständnis und etwas Geduld sowie Bereitschaft, mit anzupacken oder ggf. auf Komfort zu verzichten. Meine Welt Reisen übernimmt keine Haftung für die Funktionsfähigkeit der persönlichen Ausrüstung der Reiseteilnehmer. Dies gilt auch, soweit dieses Equipment durch die Reiseteilnehmer vor Ort erst geliehen oder gemietet wird.
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Bitte beachten Sie, dass bei einem vorzeitigen Abbruch der Rundreise nach eigenem Willen kein Anspruch auf Kostenerstattung besteht. Die zusätzlich anfallenden Kosten sind vom Reisenden selbst zu tragen.
Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung sowie eine Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur. Bitte prüfen Sie auch vorab, in welchen Umfang Sie bereits versichert sind und steuern Sie gegebenenfalls nach. Sie können jede unserer Reiseversicherungen bequem online abschließen und sich auf Ihre verdiente Auszeit freuen, ohne sich Gedanken um Kosten für einen Reiserücktritt oder eventuelle Krankheit machen zu müssen. Weitere Infos dazu unter https://www.meinewelt-reisen.de/reiseversicherung-hanse-merkur/
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB): Für diese Reise gelten die AGB von Meine Welt Reisen GmbH. Diese finden Sie auf unserer Internetseite.
Veranstalter: Meine Welt Reisen GmbH, Leipzig
Prinzipiell kann man Ecuador das ganze Jahr über bereisen. Aufgrund seiner Lage direkt am Äquator hat das Land ein recht stabiles Klima. In Ecuador wird somit ausschließlich zwischen Trocken- und Regenzeit unterschieden. Diese variieren jedoch ein wenig von Region zu Region. Allgemein ist Ecuador ein recht feuchtes Land und es kommt ganzjährig zu Niederschlägen. Die Trockenzeit im zentralen Hochland, in der weniger Regen fällt, ist von Mai bis September. Jedoch herrschen vor allem im Juli/August teils starke Winde. Diese können das Bergsteigen zu dieser Zeit erschweren. Den Zeitraum von Oktober bis April kann man als regenreichere Zeit bezeichnen, wobei es meist nur kurz und heftig regnet und sich alle Monate außer der März/April zum Bergsteigen weiterhin gut eignen. Der März/April gelten als niederschlagsreichste Monate und hier sollten Bergtouren vermieden werden. Die Monate Juni-November gelten an der Küste Ecuadors und auf den Galapagos-Inseln als trockenere Monate, aber dafür ist die Luft- und Wassertemperatur kühler und es ist bewölkter. Zum Baden (und Schnorcheln/Tauchen, da bessere Sicht) eignen sich daher die Monate von Dezember – Mai besser, da es meist nur kurze heftige Schauer gibt, die Sonne gesamt aber häufiger scheint und es wärmer ist. Der Regenwald ist ganzjährig tropisch-feucht und heißt, wobei Sie in den Monaten Dezember bis Mai mit etwas mehr Niederschlag rechnen müssen. Diese Zeit ist jedoch gar nicht so nachteilig, da Sie im Dschungel viel auf dem Wasser unterwegs sein wollen und höhere Flusspegel da natürlich helfen. Meist regnet es am Nachmittag für einige Zeit heftig.
Die Amtssprache und meistgesprochene Sprache in Ecuador ist Spanisch. Daneben gibt es über 20 Sprachen der indigenen Bevölkerung, welche ca. 25 % der Gesamtpopulation ausmacht. Die wichtigste indigene Sprache ist Quichua (Kichwa). Hier handelt es sich um eine Unterform des Quechua – der Sprache der Inka. In den bekannten Touristenregionen versteht das Personal der Hotels und Restaurants außerdem immer etwas Englisch. Außerhalb dieser touristischen Einrichtungen und in abgelegeneren Region spricht die Bevölkerung häufig kein Wort Englisch. Für diese sprachlichen Barrieren ist Ihnen sehr gerne Ihr Guide behilflich.
Die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt während unserer Winterzeit -6 Stunden (wenn es in Ecuador 12 Uhr ist, dann in Deutschland bereits 18 Uhr). Während der Sommerzeit in Deutschland erhöht sich der Zeitunterschied auf -7 Stunden. Die Flüge von Deutschland (bzw. Schweiz und Österreich) nach Quito oder Guayaquil in Ecuador erfolgen mit einem Zwischenstopp. Dieser ist häufig in Paris, Amsterdam oder Madrid. Die Gesamtflugzeit beträgt häufig 15-25 Stunden, je nach Verbindung (inkl. Zwischenstopp).
Für die Einreise nach Ecuador mit einem maximalen Aufenthalt von 90 Tagen benötigen Sie kein Visum. Der Reisepass muss zum Tag der Einreise mindestens noch 6 Monate gültig sein. Offiziell ist es außerdem weiterhin Pflicht, einen gültigen Auslandskrankenversicherungsschutz über den gesamten Reisezeitraum bei Einreise vorzuweisen. In der Praxis wird dieser Versicherungsschutz aber nie kontrolliert. Informieren Sie sich vorab beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Lage.
Die Gepäckbestimmungen (Größe, Gewicht, …) richten sich nach den jeweiligen Bestimmungen der Airline. Auf Wunsch teilen wir Ihnen detaillierte Informationen zu Ihrer Reise und Ihren Flugverbindungen mit.
Seit September 2000 hat Ecuador keine eigene Währung mehr – die alte Währung Sucre wurde vollständig abgeschafft. Das gesetzliche Zahlungsmittel in Ecuador seitdem ist der US-Dollar. Es ist kein Problem, Euro vor Ort in USD zu wechseln. Jedoch ist der Wechselkurs in Ecuador in der Regel schlechter, weshalb es ratsam ist, bereits in Deutschland einen gewissen Betrag zu wechseln. Hier kommt es natürlich auch darauf an, welchen Wechselkurs Sie von Ihrer Hausbank erhalten. Am meisten bietet sich das Abheben von USD vor Ort an den vielen Geldautomaten an. Selbst in kleineren Orten gibt es immer mehr Geldautomaten. EC- bzw. Maestro-Karten helfen hier nur selten weiter. Am besten zum Geld abheben funktionieren Mastercard- oder Visa-Kreditkarten. Mit diesen können Sie heutzutage auch in vielen Hotels, Supermärkten und Restaurants zahlen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kreditkarten für Ecuador/Südamerika freigeschaltet ist. Informieren Sie sich ebenfalls bei Ihrer Bank über die Abhebegebühren.
Hinweis: Da vermehrt gefälschte Geldscheine im Umlauf sind, nehmen Geschäfte und Banken in der Regel keine 50- und 100-US-Dollarscheine an. Generell können vor allem kleinere Läden oft schlecht oder gar nicht wechseln. Daher bieten sich Geldscheine von max. 20 USD sowieso an.
Aktueller Umrechnungskurs: 1 € = 1,15 US-$ (Stand 03/2026)
Allgemein ist das Preisniveau in Ecuador etwas höher als in seinen Nachbarländern wie z.B. Peru und Bolivien. Innerhalb der Städte können Sie sich im Taxi für nur wenige EUR fortbewegen. Obst, Gemüse oder auch Fleisch auf lokalen Märkten ist günstiger als in Deutschland. In Supermärkten mit westlichen Produkten können Sie jedoch mit den gleichen Preisen wie in Deutschland rechnen. Der Preis für ein Essen in einem einfachen Restaurant liegt zwischen 3-8 EUR. In den vielen kleinen typischen Restaurants, „Comedores“ genannt, können Sie feste Mittagsangebote mit Suppe, Hauptgericht und einem Getränk bereits für unter 5 EUR erwerben. So kann man günstig, lecker und unter den Einheimischen essen. Wenn Sie ein gehobeneres und eher touristischeres Restaurant bevorzugen, müssen Sie hier mit Preisen für ein Gericht von 5-15 EUR rechnen.
Die Stromspannung in Ecuador beträgt 110 V. Die Steckdosen sind für Doppel-Flachstecker (Typ A) geeignet (wie in den USA). Ein Adapter sollte bereits in Deutschland besorgt werden oder kann sehr günstig vor Ort gekauft werden. Das Leitungswasser in Peru ist nicht zum Trinken geeignet. Falls Sie einen empfindlichen Magen haben, verzichten Sie auf Eiswürfel in den Getränken und trinken Sie keine mit Leitungswasser zubereiteten Getränke (z.B. eventuell Säfte auf Märkten). Bei höherer Empfindlichkeit verwenden Sie auch zum Zähneputzen ausschließlich Wasser aus abgepackten Flaschen.
Bitte setzen Sie sich vorab mit Ihren heimischen Telefon-Anbietern in Verbindung und erfragen Sie die etwaigen Roaming-Kosten für Ecuador. Der Empfang in den meisten Regionen des Landes ist ziemlich gut. Inzwischen gibt es in fast allen Hotels und Restaurants stabiles, kostenfreies W-LAN. So haben Sie so gut wie immer spätestens am Abend in Ihrer Unterkunft die Möglichkeit das Internet zu nutzen. Wenn Sie es als notwendig erachten, können Sie sich vor Ort auch recht günstig als Ausländer eine Prepaid-Simkarte (prepago) von einem der lokalen Netzanbieter wie z.B. Claro und Movistar erwerben. Alternativ gibt es heutzutage auch die Möglichkeit bereits zu Hause online eine eSim-Karte zu erwerben. Diese ist wohl etwas teurer, aber Sie ersparen es sich vor Ort in ein Ladengeschäft gehen zu müssen und die Simkarte physisch zu wechseln. Die eSim können Sie einfach anschalten, sobald Sie in Ecuador landen.
Allgemein gilt Ecuador als ein recht sicheres Reiseland und als eines der sichersten in Südamerika. Die Sicherheitslage kann jedoch von Region zu Region schwanken. Auf einer organisierten Reise mit Meine Welt Reisen, bei welcher Sie von einem Reiseleiter begleitet werden, sowie auf unseren Gruppenreisen lernen Sie das Land auf sichere Art und Weise kennen. In vielen Regionen des Landes sind die einheimischen Menschen an Touristen gewöhnt. Sie sollten sich stets bewusst sein, dass Ecuador trotz seiner Beliebtheit als Reiseziel in Südamerika immer noch ein Dritte Welt Land ist. Für die meisten Einheimischen gelten Sie als Touristen als ziemlich reich. Den meisten Gefahren können Sie jedoch durch einen gesunden Menschenverstand aus dem Weg gehen. Unauffälliger Trickdiebstahl kommt vor allem in den großen Städten durchaus vor und daher sollten Sie immer ein Auge auf Ihre Wertgegenstände haben. Diese sollten Sie nie offen liegen lassen. Tragen Sie ebenfalls keine Wertgegenstände offen zur Schau. Abends (wenn Sie alleine und nicht in der Gruppe unterwegs sind) sollten Sie in den großen Städten lieber ein Taxi (registriert und nicht von der Straße) nach Hause nehmen. Laufen Sie also nachts nichts durch unsichere und wenig beleuchtete Viertel. Übergriffe auf Touristen sind selten. Ihre wichtigen Dokumente sollten Sie immer direkt am Körper tragen oder im Hotel deponieren. Um für den Notfall vorgesorgt zu haben, sollten Sie alle Ihre wichtigen Dokumente (Impfpass, Reisepass, Flugtickets) vorab der Reise einscannen oder abfotografieren und per Email an sich selbst senden. Damit haben Sie auf die Dokumente stets Zugriff und mögliche Ersatzdokumente können einfach neu beantragt werden.
Bei den meisten Reisen durch Ecuador landen Sie zu Beginn in Quito – die höchste Hauptstadt der Welt liegt bereits auf einer Höhe von ca. 2.800 Metern. Dadurch kann es am ersten Tag zu „Anpassungsschwierigkeiten“ kommen – Kopfschmerzen, leichte Übelkeit, Schwindel und Schlaflosigkeit sind bekannte Symptome. Lassen Sie es aus diesem Grund am ersten Tag ruhig angehen, trinken Sie viel Wasser und verzichten Sie auf Alkohol. Durch die Höhenlage und die Nähe zum Äquator ist die UV-Belastung ist in Ecuador besonders hoch. Sorgen Sie stets für ausreichend Sonnenschutz. Ecuador verfügt über ein gut strukturiertes Gesundheitssystem – die medizinische Versorgung entspricht in den Großstädten weitgehend dem europäischen Standard. Selbst in ländlichen Regionen ist eine Grundversorgung gewährleistet und ein schneller Transport in die großen Städte ist sichergestellt. Generell gibt es in Ecuador keine Impfung, welche für Sie Einreise verpflichtend wäre. Stellen Sie dennoch sicher, dass Ihr Impfschutz bei den uns geltenden Standartimpfungen Polio, Tetanus und Diphterie auf aktuellem Stand ist. Ebenfalls kann eine Impfung gegen Typhus, Hepatitis A und Gelbfieber ratsam sein. Letzteres macht vor allem bei einem längeren Aufenthalt in der Amazonas-Region sehr viel Sinn. In Ecuador besteht weiterhin ein recht geringes Malaria-Risiko (in Höhen über 2.500 m im Andenhochland oder auf den Galapagos-Inseln keinerlei Risiko). Falls Ihre Reise einen Besuch der Amazonas-Region beinhaltet, wägen Sie mit dem Facharzt für Reisemedizin ab, ob eine Prophylaxe notwendig ist oder ein Medikament als Standby-Mittel genügt. Wie immer sollten Sie sich mit langer heller Kleidung, Moskitonetzen und dem Auftragen von Insektenschutzmittel vor Moskitostichen schützen. Das hilft auch gegen das Dengue-Fieber (mittlerweile Impfung verfügbar) und gegen das Zika-Virus (kommt vor allem in Kolumbien und Brasilien in Südamerika vor, bisher keine Impfung vorhanden). Generell können wir Ihnen wie bei jeder Fernreise nur empfehlen, sich spätestens 6 Wochen vor der Abreise einen Termin bei einem Reisemediziner zu vereinbaren und mit diesem mögliche Impfungen zu besprechen. In Ihre Reiseapotheke gehören Mittelchen gegen Insektenstiche, Fieber, Durchfall, Schmerzen aller Art und gegen die Höhenkrankheit. Auf den Trekkings empfehlen wir Ihnen Wasserentkeimungstabletten wie z.B. Micropur mitzunehmen (auch wenn das Wasser vor Ort immer abgekocht wird).
Ausrüstung
Gesundheit
Individuell
Für die Besteigungen der Berge Carihuairazo & Cotopaxi
Diese Bergreise ist im Ablauf so gestaltet, dass der durchschnittliche Bergsteiger genügend Zeit hat sich an die großen Höhen anzupassen. Die stetige Gefahr einer Höhenkrankheit in diesen extremen Höhen darf jedoch nie unterschätzt werden. Wir empfehlen Ihnen vorab der Reise Ihren Hausarzt zu konsultieren und diesem Ihr Vorhaben zu erläutern. Der Arzt sollte Ihnen ein gesundes Herz und einen guten Kreislauf bestätigen. Ebenso sollten Sie sich vorab der Reise, eventuell gemeinsam mit einem Arzt, intensiv mit dem Thema Höhenkrankheit auseinandersetzen. Optional gibt es auch Institute für Höhentrainings, um einmal im Vorfeld der Reise Ihre Höhenverträglichkeit zu testen. So können Sie ohne Sorge an der Reise teilnehmen.