Informationen zur Mongolei
Länderporträt des letzten Nomadenlandes, der Mongolei
Die Mongolei ist anders – anders als Nepal, Pakistan oder Peru. Kein Land auf der Welt, bietet so viel Abwechslung und unendliche Weite, wie die Mongolei. Das Riesige Reich besteht aus endlosen Steppen, mächtigen Gebirgen, trockenen Wüsten und gelebter Nomadenkultur. Der Mythos von Dschingis Khan schwing immer mit, auch weil die Mongolen noch heute ihre Traditionen intensiv ausleben. Lesen Sie mehr darüber, was Sie bei unseren Mongolei Reisen erwartet.
Ländername: Монгол Улс / Mongolei
Fläche: 1.564.116 km² (viertgrößtes Land Asiens)
Hauptstadt: Ulaanbaatar (ca. 1,5 Millionen Einwohner)
Amtssprache: Mongolisch
Einwohner: ca. 3,4 Millionen
Bevölkerungsdichte: 2 Einwohner je km²
Währung: Mongolischer Tögrög (MNT)
Zeitzone: UTC +8
Landesvorwahl: +976
Kennzeichen: MNG
Nationalfeiertag: Juli (Naadam-Fest / Revolutionstag)
geografisch Besonderheiten der Mongolei – Steppe, Gebirge und Wüste
Das Binnenland liegt in Zentralasien und ist von China (Süden, Osten, Westen) und Russland (Norden) umgeben. Berühmt für Sie weiten Steppen, vergisst man oft, dass die Mongolei stark vom Hochgebirge geprägt ist. Gegensätzlich gibt es mit der Wüste Gobi, die größte Wüste Asiens und mit dem Khövsgöl-See, einen der tiefsten Süßwasser Seen der Welt. Die Mongolei liegt durschnittlich auf einer Höhe von ca. 1500 Meter
Mongolische Altai
Das mongolische Altai Gebirge ist das bekannteste, höchste und längste Gebirge in der Mongolei. Als Grenze dienendes Gebirge, erstreckt es sich im westen und Südwesten. Hier liegt auch der höchste Gipfel der Mongolei, der Chüiten-Gipfel (4.374 m). Der Altai Tavan Bogd Nationalpark macht die Region für Wanderfans interessant. Viele vergletscherte Gipfel bestimmen das die Bergkette, während am Fuße tiefblaue Bergsee warten.
Changai-Gebirge
Das Hochgebirge liegt zentral in der Mongolei und gilt als alte Heimat der Nomaden. Im Gegensatz zum Altai, ist das Changai Gebirge von sanfteren Hängen geprägt, die zu großen Teilen bewaldet sind. Trotz einer maximalen Höhe von bis zu 4.000 Meter, ist das lebensfreundlicher als andere Gebirgszüge.
Chentii-Gebirge:
Das Gebirge erstreckt sich nordöstlich der Hauptstadt Ulaanbaatar und ist bakannt für seinen üppigen Wald. Es gilt aus Ausläufer der Taiga, gen Süden. Als Besonders macht das Gebirge der Heilige Berg Burchan Chaldun. Dieser gilt als der Geburtsort von Dschingis Khan.
Ulaanbataar, die Hauptstadt der Mongolei
Ulaanbataar ist nicht nur die Haupstadt der Mongolei, sie ist das kulturelle Zentrum, Verwaltungssitz, Metropole und Wirtschaftliches Zentrum. Die 1,7 Millionen Einwohner von Ulaanbataar machen gut 50% der gesamten Bevölkerung der Mongolei aus. In den letzten Jahren ist vermeht zu beobachten, dass junge Menschen vom Nomadenleben Abstand nehmen und ihren Lebensmittelpunkt nach Ulaanbataar verlegen.
Durch ihr Nomadendasein benötigten die Mongolen über Jahrhunderte keine Haupstadt im klassischen Sinne. Erst im 18. Jahrhundert wurde das ehemalige buddhistische Zentrum zu einer dauerhaften Ansiedlung. Begünstigt wurde dies, durch die Lage am Fluss Tuul, der lange als Lebensader galt. Heute ist die Stadt in Sinnbild für zusammenspiel von Tradition und Moderne. Neben Klöstern und Museen gibt es in in Ulaanbataar auch zentren, die es jugenlichen ermöglichen, sich in der digitalen Welt zu versuchen.
Der Mythos Nomadenleben und Dschingis Khan
Von den gut 3,5 Millionen Menschen, leben aktuell ca. noch 30% als klassiche Nomaden. Sie leben mit ihren Herden und ziehen mit den Weidegründen. Als Behausung dienen tragbare Jurten (Filz-Zelte), die schon zu Zeiten von Dschingis Khan genutzt wurden. Im Jahre 1206 gründete Dschingis Khan das Mongolische Reich, was zu seinen Hochzeiten von der Pazifikküste (Osten) bis nach Osteuropa (Westen) reichte. Es gilt noch heute als gröstes zusammenhänges Reich der Geschichte.
Bevölkerung und Kultur
In der Geschichte sind die Mongolen als Viehzüchter, aber auch als herausragende Krieger bekannt. Noch heute leben die Traditionen weiter. Die Nomaden ziehen mit dem Vieh an die verschiedenen Weidegründe und bei den Festen messen sich die Mongolen im Bogenschießen und der Adlerjagd. Die Volksgruppe der Khalkha-Mongolen macht gut 85% der Bevölkerung aus. Die restliche Bevölkerung teilt sich in Zuwanderer aus Kasachstan, Russland und China.
Dschingis Khan
Der weltberühmte Krieger der Mongolen, wird heute noch mit vielen Statuen geehrt. Er wurde 1206 zum Großkahn ernannt und vereinte die einzelnen Stämme der Mongolen, zu einem Großreich. Seinen Siegeszug setze er aunaufhaltsam bis nach China und Osteuropa fort. In seinem riesigen Reich führte er fortschrifftliche Schrift und Gesetze ein. Nach seinem Tod im Jahr 1227 zerfiel das Mongolische Reich. Einer seiner Enkel, Kublai Khan, war mitbegründer der Yuan-Dynastie in China.
Wirtschaft in der Mongolei
Die mongolische Wirtschaft ist massiv von den Exporten geprägt. Gerade der Bergbau, run dum seltene Erden und Edelmetalle, ist ein wichtiger Bestandteil der BIP. Die Mongolei gehört zu den Rohstoffreichsten Ländern der Erde. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Faktor für die lokale Versorgung. Auch wenn die Industrialisierung einzug gehalten hat, wird ein Großteil noch nach traditioneller Art erwirtschaftet. Fleisch und Milchprodukte sind sehr gefragt und bestimmen auch die Ernährung der Mongolen.
Seit einigen Jahren versucht die Regierung, die Wirtschaft breiter aufzustellen. Dies würde die Abhängigkeit von Russland und China, auch von den Transportwegen auf dem Land, deutlich schmälern. Mit mehr Wertschöpfung im eigenen Land, könnte die starke Abhängigkeit von Weltmarktpreise sinken und so die Wirtschaft stabiler aufgestellt werden.
Tourismus in der Mongolei
Der Tourismus in der Mongolei wächst stetig. Trotzder steigenden Zahlen, sind die Einnahmen durch die wenigen Besucher als gering einzustufen. Fehlende Infrastruktur und das weitläufige Land, machen touristischen Unternehmen zu schaffen. Der Vorteil ist, dass die Mongolei aktuell noch als Geheimtipp gilt und weit entfern vom Massentourismus ist.