Das Klima und die beste Reisezeit für Namibia
Für eine Safari in Namibia spielt die Reisezeit eine wichtige Rolle. In unserem Beitrag beschreiben wir das Klima und gehen auf die Reisezeit ein, die für die Regionen und Ansprüche anders sein kann. Die Frage „Wann ist die beste Reisezeit für Namibia“ beantworten wir mit „von Mai bis Oktober … aber …
Wie ist das Klima in Namibia?
Das Klima in Namibia ist überwiegend heiß und trocken. Doch es gibt beträchtliche klimatische Unterschiede in den verschiedenen Regionen des Landes. Vor allem, was die Niederschlagsmenge angeht. Außerdem ist das Wetter Namibias von kontinentaler Natur. Es zeichnet sich also durch eine gewaltige Spanne zwischen den maximalen und den minimalen Temperaturen innerhalb eines Jahres aus. Doch gehen wir ein bisschen mehr ins Detail. Und schauen uns die einzelnen Klimazonen Namibias etwas genauer an.
Das Klima in der Namib und der Kalahari
Die extremsten klimatischen Verhältnisse der Republik Namibia werden Sie zweifelsohne in der Namib vorfinden. Die Namib-Wüste liegt im Westen des Landes und reicht bis an die Atlantikküste. Zählt man ihre Übergangszonen mit. Als echte Wüste weist sie eine jährliche Niederschlagsmenge von 0 bis 50 Millimeter aus. Zu verdanken ist diese Aridität dem Benguelastrom aus dem Atlantik.
Er ist relativ kalt, da er Wassermassen aus der Antarktis mit sich führt. Diese kühlen ebenfalls die Luft über dem Meer ab. Und so steigen die Luftmassen nicht erst auf. Und regnen sich über dem Festland aus. Sondern sie beginnen bereits auf niedriger Höhe zu kondensieren. Die Folge sind teilweise sehr starke Nebelbildungen. Und dieser Nebel wird letztendlich von den stetig wehenden Südwestwinden über die Wüste geweht. Darum wird die Namib mit unter auch als Nebelwüste bezeichnet.
Der Nebel versorgt zwar das Ökosystem der Namib mit ein bisschen Wasser. Jedoch herrscht hier schon extreme Trockenheit. Zudem sind auch die Temperaturen in der Namib extrem. An Sommertagen werden regelmäßig 40 Grad Celsius erreicht. Und auch Temperaturen über 50 Grad wurden schon gemessen. Während es im Winter in der Nacht sogar zu Minusgraden kommen kann.
In der Kalahari im Osten Namibias sind die Bedingungen nicht ganz so krass. Hierbei handelt es sich ja auch um eine Halbwüste. Es regnet folglich ein bisschen mehr. Und Vegetationen sind häufiger anzutreffen. Auch bei den Temperaturen kommt die Kalahari nicht ganz an die Namib dran. 40 Grad Celsius wurden aber auch hier schon erreicht.
Namibias Hochland Klima
Deutlich lebensfreundlicher erwartet Sie die östlichen Seite der Großen Randstufe. Hier beginnt nach einem rasch auf mehr als 2.000 Meter ansteigendem Gebirgszug das zentrale Hochland. Genauer gehen wir auf die topographischen Eigenschaften Namibias übrigens in unserem Porträt von Namibia ein.
Auch für grundlegende Informationen über das Land ist diese Seite ein guter Anlaufpunkt. Auf einen Blick haben wir dort wissenswerte Fakten über Namibia für Sie zusammengetragen. Hier machen wir weiter mit dem Wetter im namibischen Hochland, der bevölkerungsreichsten Region des Landes.
Die beschriebenen Gebirge führen nicht zuletzt dazu, dass die Effekte des Benguelastroms sich im Hochland nicht vollständig entfalten können. Das heißt insbesondere, dass es hier vermehrt zu Niederschlägen kommen kann. Allerdings variieren diese auch auf dem zentralen Plateau Namibias. Während sie im Süden eher selten und in den namibischen Wintermonaten, also von Juni bis August, fallen.
Regnet es im Norden und Nordosten zur Sommerzeit. Von November bis April ist mit kurzen und heftigen Schauern zu rechnen. Und die Regenfälle nehmen in der Regel zu, je weiter man sich nach Norden begibt. Insgesamt sind im Hochland Niederschlagsmengen von 50 bis 600 Millimeter pro Jahr möglich.
Von Oktober bis März liegen die Durchschnittstemperaturen im Zentrum Namibias über 20 Grad Celsius pro Monat. Im Dezember, Januar und Februar sogar bei 23 und mehr.
Tageshöchsttemperaturen von 30 Grad Celsius sind zu dieser Zeit also durchaus möglich. Aufgrund der Höhenlage kann es nachts auch mal frisch werden. Das ist natürlich gerade im Winter der Fall. Die Tagestemperaturen im Winter sind dafür sehr angenehm. Oftmals werden Werte über 20 Grad Celsius angenommen.
Das Klima im Caprivizipfel
Der oben angesprochene Trend, was den Niederschlag angeht, wird im nordöstlichen Caprivizipfel noch fortgesetzt. Hier regnet es mit Abstand am meisten in ganz Namibia. 600 bis 800 Millimeter pro Jahr sind üblich. Damit steigt auch die Luftfeuchtigkeit in dem Gebiet.
Bei immer noch sehr warmen Temperaturen kann es da schnell sehr schwül werden. An Sommertagen müssen Sie mit Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius rechnen. Gleichzeitig verhält es sich in den namibischen Wintern aber anders als im restlichen Land. Denn Tagsüber werden sogar dann teilweise Temperaturen von 25 Grad und mehr realisiert.
Wann ist die beste Reisezeit für Namibia?
Pauschal kann man das nicht komplett beantworten. Wie versuchen die Frage auf die einzelnen Regionen zu lenken und Ihnen einen Überblick zu verschaffen.
Die beste Reisezeit für das Hochland
Das hochgelegene Plateau in Namibias Zentrum ist definitiv die unter Touristen beliebteste Gegend der namibischen Republik. Safaris sind in dem weitläufigen Hochland perfekt durchführbar. Und die meisten sehenswerten Städte des Landes liegen ebenfalls hier. So auch die Hauptstadt, Windhoek. Außerdem sind die vielen Gebirge westlich des Plateaus optimal geeignet für Wander- und Trekking-Touren.
Wann ist also für diese Region Namibias die beste Reisezeit? Das namibische Hochland lässt sich ideal von Mai bis September bereisen. Zu dieser Zeit wird es kaum regnen. Vor allem, wenn Sie sich nicht im äußersten Süden aufhalten. Tagsüber werden Sie obendrein Temperaturen weit über 20 Grad Celsius genießen dürfen. Und so sind alle zuvor genannten Aktivitäten ohne Probleme machbar.
Sowohl für Wanderungen, Besichtigungstouren und Tierbeobachtungen ist es nicht zu heiß, zu kalt oder zu regnerisch. Und gerade, wenn Sie an Safaris in Namibia interessiert sind, ergibt sich noch ein weiterer Vorteil. Denn die Regenzeit in Namibia endet im April. Dann sind noch für eine Weile alle Trinkstellen der afrikanischen Wildtiere reichlich gefüllt. Und man kann in jedem Fall viele Exemplare an den Flüssen und Seen oder auf den Märschen dorthin bestaunen.
Die beste Reisezeit für den Caprivizipfel
Im Caprivizipfel im Nordosten Namibias verhält es sich ähnlich. Die beste Reisezeit hierhin fällt auch auf die Zeit von Mai bis September. Flora und Fauna sind durch den Regen zu neuem Leben erweckt worden. Und die schwülste Zeit des Jahres ist überwunden.
Die beste Reisezeit für die Namibia
Namibia und seine Sehenswürdigkeit sollten unbedingt außerhalb der heißesten Zeit besucht werden. Von Juni bis August dürfen Sie sich über Temperaturen am Tag um die 25 Grad Celsius freuen. Allerdings sollten Sie immer auf die rasch einbrechende und sehr kalte Nacht gefasst sein.