MWR Exklusiv – Gipfelhopping in Ecuador mit Timo

Bergsteigen an der "Straße der Vulkane"

  • 17 Tage
ab € 4.195,-
  • 4 - 12 Personen

Highlights der Reise

  • Erfahrene lizensierte Bergführer & ideale Akklimatisierung

  • 6 Gipfelbesteigungen in den ecuadorianischen Anden

  • Höchste Gipfel Ecuadors - Cotopaxi (5.897 m) & Chimborazo (6.268 m)

  • Auf der Panamericana entlang der "Straße der Vulkane"

  • Zauberhafte Gebirgslagunen Cuicocha, Mojanda & Quilotoa

  • Koloniales Erbe & Äquatordenkmal in Quito

  • Einer der größten Indio-Märkte Südamerikas in Otavalo

  • Entspannung in Baños am Ende der Reise

Es ist die Erfolgsgeschichte der von uns selbst begleiteten Touren. Neben dem Reiseziel an sich steht bei unseren Exklusivtouren das gemeinschaftliche Erlebnis von Reisefreunden im Mittelpunkt. Ecuador ist Südamerika pur! All das, wofür Südamerika so berühmt ist, können Sie auf kleinstem Raum in diesem vielfältigen Anden-Staat erleben. Ecuador beeindruckt durch seine Vielfalt an atemberaubenden Landschaften und eine immense Artenvielfalt in Flora und Fauna. Die Geografie des Landes ist wie geschaffen für abenteuerliche Aktivitäten. Gerade das Bergsteigen bietet sich in den vulkanisch geprägten Gebirgsketten von Ecuador geradezu an. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht, ragen die hohen und teils imposantesten Vulkane Südamerikas rechts und links entlang der berüchtigten Straße Panamericana auf. Da die Panamericana auch in Ecuador die wichtigste Straße des Landes ist, sind die Ausgangspunkte für die Besteigungen der Vulkane sehr leicht zu erreichen. Nicht für umsonst wird dieser Teil der Panamericana als "Straße der Vulkane" bezeichnet. Allgemein sind die ecuadorianischen Berge auf den Normalrouten technisch unschwierig zu besteigen. Nur die ganz hohen Gipfel sind trotz der direkten Nähe zum Äquator vergletschert und hierfür sollten Sie bei den Besteigungen eine solide Kenntnis/Erfahrung bzgl. Hochtouren in Eis und Schnee mitbringen. Die über 50 teils sehr aktiven Vulkane in Ecuador sind eingebettet in eine wunderschöne Páramo-Landschaft, welche für das Hochland von Ecuador prägend ist. Zwischen den Gipfeln im Tal liegen malerische Anden-Dörfer, welche bis heute unverändert an alten Traditionen und Gebräuchen festhalten. Ebenfalls können Sie imposante Kolonialstädte bestaunen, welche die Spanier nach dem Fall des Inka-Reichs aufgebaut haben. Auf den Spuren des berühmten Alexander von Humboldt wollen Sie die Vielfalt Ecuadors mit dem Schwerpunkt der Besteigung der Vulkane erkunden, aber auch zahlreiche authentische Begegnungen mit der gastfreundlichen und aufgeschlossenen Bevölkerung werden Sie faszinieren.

Diese Gipfeltrekking-Reise ist bewusst so aufgebaut, dass Sie sich Schritt für Schritt an die großen Höhen gewöhnen und auch genügend Ruhephasen zwischen den Besteigungen erhalten. Ihre Bergtour in Ecuador beginnt nördlich von Quito in der kleinen Markt-Stadt Otavalo. Auf einem der ältesten Hochlandmärkte Südamerikas lässt sich die Reise ideal beginnen und Sie können sofort mit allen Sinnen in diese neue Welt eintauchen. Mit der Lagune Cuicocha besuchen Sie eine der schönsten Hochlandlagunen Ecuadors. Im Anschluss geht es mit dem Fuya Fuya (4.263 m), welcher schön über die Lagune Mojanda aufragt, bereits an die erste Besteigung. Daraufhin wollen Sie mit Quito die wohl schönste Hauptstadt Südamerikas erkunden. Natürlich darf auch der Besuch der berühmten Äquator-Linie, welche dem Land seinen Namen verdankt, nicht fehlen. Bei der Besteigung des Hausbergs von Quito, dem Rucu Pichincha (4.696 m) akklimatisieren Sie sich weiter und können die Stadt, welche in einem engen Längstal gelegen ist, von oben bestaunen. Nach dem Gipfel des Vulkans Corazon (4.790 m) überschreiten Sie bei der Besteigung des Illiniza-Norte (5.126 m) zum ersten Mal die 5.000 m Marke. Jetzt sind Sie bestens vorbereitet, um die beiden höchsten und auch vergletscherten Gipfel des Landes in Angriff zu nehmen. Die Besteigung des wohl formschönsten Vulkans der Erde, dem Cotopaxi (5.897 m), ist der Höhepunkt für jeden ambitionierten Bergsteiger weltweit. Zum Abschluss steht das mächtige Vulkan-Massiv des Chimborazo (6.268 m) auf dem Programm. Der Aufstieg zum höchsten Berg der Erde, zumindestens vom Erdmittelpunkt aus gesehen, wird Sie fordern, lohnt aber alle Mühen – Willkommen auf dem Dach Ecuadors! Zum Ende Ihrer spektakulären Reise entspannen Sie in den Thermalquellen von Baños und sind auf der "Straße der Wasserfälle" überwältigt von den imposanten Kaskaden der Region.

Ihr Reiseexperte|in

Alexander Fleischer

Ihr Reiseexperte

  • Alexander Fleischer
  • +49 341 9899 70 84
  • alexander@meinewelt-reisen.de

Dauer

17 Tage

Land

Preis p.P.

ab € 4.195,-

Reiseverlauf der Gipfelhopping-Tour in Ecuador

Alle öffnen

Tag 1: Flug nach Quito in Ecuador & Fahrt nach Otavalo

Verpflegung: A
Otavalo Markt

Nach einer entspannten Anreise zum Flughafen verlassen Sie Deutschland bereits sehr früh am Morgen und fliegen in Richtung Ecuador. Sie freuen sich, dass die Zeit der Vorbereitung und des Trainings endlich vorbei ist und die Vorfreude auf die höchsten Gipfel Ecuadors ist riesengroß. Am späten Nachmittag landen Sie in Quito, lassen die Stadt aber erstmal links liegen und fahren direkt weiter in das kleine Andenstädtchen Otavalo. Von hier aus warten ab morgen schöne erste Ausflugsziele auf Sie und die Akklimatisierung auf 2.530 m fällt Ihnen leichter als in der höher gelegenen Stadt Quito (2.850 m). Erstmal heißt es aber im Hotel ankommen und erholen von der langen Anreise. Am Abend haben Sie ein leckeres Willkommens-Abendessen. Übernachtung im Hotel Acoma o.ä.

Tag 2: Lagune Cuicocha & Otavalo-Markt

Verpflegung: F / LB
Lagune Cuicocha mit Gast

Die Umgebung von Otavalo ist geprägt von idyllischem Ackerland, welches sich die Hänge am Rande der Stadt hinaufzieht. Nach einem leckeren ersten ecuadorianischen Frühstück machen Sie einen Ausflug zur tiefblauen Lagune Cuicocha. Dieser gespenstisch ruhige und in landschaftlich traumhafter Umgebung eingebettete See füllt einen eingebrochenen Vulkankrater und liegt auf knapp 3.100 m Höhe. Der See, welcher einen Durchmesser von ca. 3 km aufweist und bis zu 200 m tief ist, entstand aufgrund einer mächtigen Eruption vor über 3000 Jahren. Auf der Lagune befinden sich 2 kleine Inseln, welche eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Rücken eines Meerschweinchen aufweisen und daher entstand auch der Name Cuicocha, was in der indigenen Sprache Kichwa so viel wie "Meerschweinchensee" bedeutet. Hinter dem See ragt der mächtige Vulkan Cotacachi (4.944 m) empor und kann bei wolkenfreiem Himmel perfekt bestaunt werden. Nach Ihrer Ankunft an der Lagune unternehmen Sie eine Wanderung an dessen Ufer - ein schöner Rundweg führt immer entlang der Kammlinie zu diversen Aussichtspunkten. Wer möchte, kann sogar den gesamten See (14 km) in ca. 3,5 Stunden umwandern. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auf dem Weg ein Kolibiri an den zahlreichen Blüten der Umgebung saugt oder sich ein mächtiger Andenkondor am Himmel zeigt. Nach Ihrer Wanderung kehren Sie nach Otavalo zurück, um sich den berühmten Kunsthandwerksmarkt anzuschauen. Dieser ist einer der ältesten von ganz Südamerika und findet bereits seit den Zeiten der Inkas statt. Während der Markt früher nur Samstags stattfand, ist er heutzutage täglich, erreicht aber Samstags seinen Höhepunkt. Auf dem Markt finden Sie eine überwältigende Vielfalt an handgefertigtem traditionellen Kunsthandwerk vor - Wollwaren, Wandbehänge, Decken, Ponchos, Blusen, Pullover, Perlen, Schnitzereien, Gemälde und vieles mehr. Sehr schön anzuschauen ist auch die traditionelle Kleidung der lokalen Bevölkerung - die Otavaleño-Frauen tragen bestickte, weiße Blusen, lange Wollröcke, Kopftücher, einen Webgürtel und Leinensandalen. Die Männer hingegen tragen ehrwürdig Ihre Filzhütte, blaue Ponchos und wadenlange Hosen. Die Otavaleños gehören aufgrund ihrer fleißigen Arbeit heute zu den wohlhabendsten Ureinwohnern Südamerikas. Was für ein schöner erster Tag Ihrer Reise! Übernachtung im Hotel Acoma o.ä.

Fahrzeit ca. 2 Stunden | Gehzeit ca. 4-5 Stunden

Tag 3: Mojanda Seen & Besteigung des Fuya Fuya (4.263 m) & Fahrt nach Quito

Verpflegung: F / LB
Aufstieg zum Fuya Fuya

Über eine holprige Pflasterstraße fahren Sie heute hinauf zu den 3 Mojanda-Lagunen, welche wie türkisfarbene Edelsteine zwischen den Hügeln des Páramo liegen. Der Páramo ist eine charakteristische Landschafts- und Vegetationsform vor allem in Kolumbien und Ecuador. Es handelt sich um eine baumlose, alpine Hochlandsteppe in feuchttropischen äquatorialen Gebirgen auf einer Höhe zwischen 3.500 und 4.500 m. Die Vegetation ist geprägt von widerspenstigen Horstgräsern, Schopfrosetten, Flechten und Moosen, die sehr langsam wachsen und somit ein sehr hohes Lebensalter erreichen können. In dieser einmaligen Landschaft und direkt neben der größten Lagune liegt der gezackte Gipfel des erloschenen Vulkans Fuya Fuya (4.263 m), welcher Ihr erstes Bergziel darstellt. Ihre erste Besteigung startet auf ca. 3.750 m und führt zunächst durch dichtes goldgelb leuchtendes Páramo-Gras. Kurz vor dem Gipfel sind per leichter Kletterei ein paar größere Felsen zu überwinden und in ca. 2 Stunden haben Sie den ersten Gipfel der Tour erklommen. Von hier oben haben Sie einen schönen Rundblick über die umliegende Páramo-Landschaft mit weiteren Gipfeln und die herrlichen Lagunen unter Ihnen. Nach dem ca. 1-stündigen Abstieg fahren Sie schließlich nach Quito. Übernachtung im Hotel Vieja Cuba o.ä.

Fahrzeit ca. 3 Stunden | Gehzeit ca. 3-4 Stunden | Aufstieg ca. 510 m | Abstieg ca. 510 m

Tag 4: Stadtbesichtigung Quito

Verpflegung: F
Basilica Voto Nacional Quito

Heute nehmen Sie sich die Zeit, um Quito (2.850 m), als eine der schönsten Hauptstädte Südamerikas ausgiebig zu erkunden. Die Stadt hat eine lange Nord-Süd Ausdehnung (ca. 50 km), da sie sich in einem schmalen Anden-Längstal befindet und westlich und östlich von den umliegenden Andenbergen begrenzt wird (3-4 km breit). Als die Spanier 1526 in Quito ankamen, handelte es sich um eine bedeutende Inka-Stadt. Leider entschieden sich die Inkas den Spaniern die Stadt nicht zu überlassen und machten sie komplett dem Erdboden gleich. Somit sind keinerlei Inkastätten übrig und die Spanier bauten die Stadt ab 1536 auf den Ruinen neu auf. Daher ist Quito in seiner Altstadt bis heute von den Kirchen, Klöstern, Konventen, Kapellen und Kolonialhäusern dieser Zeit geprägt und seit 1978 Teil des UNESCO-Weltkulturerbe. Gemeinsam mit Ihrem Guide unternehmen Sie einen schönen Rundgang durch die Altstadt. Die Umgebung des Plaza Grande, dem Hauptplatz, ist dafür der ideale Ausgangspunkt. Tauchen Sie ein in ein wuseliges Treiben fliegender Händler, umherstreifender Fußgänger, emsiger Schuhputzer, hupender Taxis und pfeifender Polizisten, welche den Verkehr regeln. Der Plaza Grande ist ein malerischer mit Palmen und historischen Gebäuden gesäumter Platz. Hier befindet sich unter anderem der ecuadoriansche Präsidentenpalast, welchen Sie besuchen werden. Auch können Sie von hier die Hauptkathedrale der Stadt, das Rathaus und den erzbischöflischen Palast bewundern. Weiter schlendern Sie zur Kirche "La Compañía de Jesús", welche mit ihren grün-goldenen Kuppeln wohl die schönste der Stadt ist. Auch hier lohnt ein kurzer Besuch ins Innere. Ihr Streifzug führt Sie zum riesigen kopfsteingepflasterten San Francisco Platz. Die gleichnamige Kirche ist die älteste des Landes und bildet mit dem angebunden Kloster den größten Kolonialkomplex Quitos. Über die berühmte Kopfsteinpflastergasse "La Ronda" mit farbenfrohen Geschäften und Cafés landen Sie am Santo Domingo Platz mit einer weiteren eindrucksvollen Kirche. Zum Abschluss des Altstadt-Besuchs klettern Sie die 115 m hohen Türme der Basilika Voto Nacional hinauf und haben einen fantastischen Ausblick über die Altstadt. Nun mit dem Minibus fahren Sie hinauf zum Aussichtshügel "El Panecillo", welcher mit der 41 m hohen Statue der Jungfrau von Quito das Wahrzeichen der Stadt ist. An klaren Tagen überblicken Sie hier nicht nur einen Großteil der Stadt, sondern können ebenso die majestätischen Vulkane der Umgebung (einige davon sind kommende Gipfelziele für Sie) bestaunen. Daraufhin fahren Sie zum nördlich von Quito gelegenen Äquator-Denkmal (Mitad del Mundo). Natürlich gehört dieser Besuch dazu, da er immerhin dem Land seinen Namen verliehen hat. Sie besuchen das 30 m hohe trapezförmige Denkmal mit Bronzekugel und tauchen im Inti Nan Museum in die wissenschaftlichen Hintergründe zu den Mythen rund um den Äquator ein. Sicherlich wird Ihnen Ihr Guide mit 1-2 Experimenten beweisen, dass Sie sich tatsächlich am Äquator befinden. Wer am Abend noch Kraft hat, sollte einmal durch das Ausgehviertel La Mariscal spazieren und etwas leckeres essen oder trinken. Übernachtung im Hotel Vieja Cuba o.ä.

Fahrzeit ca. 2 Stunden

Tag 5: Seilbahnfahrt & Besteigung des Rucu Pichincha (4.696 m)

Verpflegung: F / LB / A
Blick vom Rucu Pichincha runter nach Quito

Den heutigen Tag werden Sie nutzen, um sich weiter zu akklimatisieren und um Ihren 2. Gipfel der Tour zu erklimmen. Das Ziel des Tages ist der Hausberg von Quito, der Rucu Pichincha (4.696 m). Sie starten am frühen Morgen, um Ihre Chancen auf gutes Wetter zu erhöhen, da es später am Tag häufiger zuzieht. Mit der Seilbahn fahren Sie von ca. 3.050 m Höhe hinauf auf knapp 3.950 m. Bereits hier vom sogenannten Cruz Loma haben Sie bei gutem Wetter einen phänomenalen Rundblick auf die Stadt Quito und die große Vulkane der Umgebung - den Cotopaxi (5.897 m), Antisana (5.753 m) und den Cayambe (5.790 m). Für Sie geht es jedoch nun weiter an die Besteigung. Zuerst geht es nur mäßig ansteigend über einen breiten Wanderweg bergauf und Sie durchwandern erneut die typische Páramo-Landschaft mit vielen Gräsern. Später erreichen Sie die Felsnase vom Gipfel und die Umgebung wird felsiger. Über ein teils sandiges Geröllfeld steigen Sie steiler hinauf Richtung Gipfel. Hier müssen Sie in ganz leichter Kraxelei auch mal die Hände zur Unterstützung nehmen. Dann haben Sie es bereits nach ca. 3 Stunden geschafft und Sie können Ihren 2. Berg ins Gipfelbuch Ecuadors eintragen. Sie genießen die Gipfelrast und die Blicke und steigen über den gleichen Weg in ca. 2 Stunden zurück zur Seilbahn ab. Am Fuße der Seilbahn wartet bereits Ihr Transport auf Sie - über die Panamericana fahren Sie in Richtung Süden entlang der Straße der Vulkane bis zu Ihrer Unterkunft am Fuße der Vulkane Corazón und Illiniza. Übernachtung in der Lodge Huerta Sacha o.ä. (ca. 3.300 m)

Fahrzeit ca. 2-3 Stunden | Gehzeit ca. 5 Stunden | Aufstieg ca. 760 m | Abstieg ca. 760 m

Tag 6: Aufstieg zum Corazón (4.790 m)

Verpflegung: F / LB / A
Aufstieg zum Corazon

Der dritte Streich - der Gipfel des Vulkans Corazón (4.790 m) mit seinem attraktiven Namen ("Herz") steht auf dem Programm. Zwar hat seine Form nicht wirklich viel Ähnlichkeit mit einem Herz, aber imposant ist der Felsklotz allemal. Mit dem Fahrzeug werden Sie wiederum früh am Morgen (um die im Tagesverlauf aufziehenden Wolken so gut wie möglich zu vermeiden) bis auf eine Höhe von 3.800 m gebracht, von wo aus die heutige Besteigung startet. Fast schon wie gewohnt, durchqueren Sie erst einmal die geschwungenen Grashänge des schönen Páramo. Dann erreichen Sie den felsig-sandigen Südwest-Grat und über nun gerölliges Gelände erreichen Sie mit mehreren Felsaufschwüngen den geräumigen Gipfel (ca. 4-5 Stunden). Hier am Gipfelkreuz freuen Sie sich über den bereits dritten Gipfel und sehen neben Ihnen sogar schon den Illizina Norte, welcher als nächstes Gipfelziel in den Fokus rückt. Es gibt die eine oder andere etwas ausgesetztere und schmale Felsstufe beim Aufstieg - wer sich unsicher fühlt, bekommt hier natürlich Unterstützung von Ihrem Bergführer. Innerhalb von ca. 2 Stunden steigen Sie zurück zu Ihrer Lodge ab und machen es sich dort für den restlichen Tag gemütlich. Übernachtung in der Lodge Huerta Sacha o.ä.

Fahrzeit ca. 1 Stunde | Gehzeit ca. 6-7 Stunden | Aufstieg ca. 980 m | Abstieg ca. 980 m

Tag 7: Aufstieg zum Refugio Nuevos Horizontes (4.700 m) am Illiniza

Verpflegung: F / LB / A
Illiniza bei Nacht

Am Vormittag geben Sie Ihren Körpern noch etwas Ruhe von den beiden Besteigungen der letzten 2 Tage. Nach dem Mittag werden Sie dann den ersten Berg Ihrer Reise mit einer Höhe von über 5.000 m angehen. Dabei soll es heute noch nicht bis zum Gipfel gehen. Um Ihre Akklimatisierung weiter für die beiden großen Ziele Cotopaxi und Chimborazo zu optimieren, ist es wichtig auch auf größerer Höhe zu übernachten. Aus diesem Grund steigen Sie heute auf zum Refugio "Nuevos Horizontes" auf 4.700 m, welches spektakulär auf dem Sattel zwischen dem Doppelgipfel Illiniza Norte (5.126 m) und Illiniza Sur (5.245 m) liegt. Das Refugio ist klein, sehr schlicht und bietet nur für 25 Gäste Platz, aber ist gemütlich und hat seinen Charme. Erneut bringt Sie das private Fahrzeug bis auf eine Höhe von 3.960 m - hier ist der Parkplatz und das Basislager "La Virgen" für die Besteigungen des Illiniza-Doppelgipfels. An diesem Ort verehren die Einheimischen den Berg und die Erdgötter. Von diesem Punkt aus können Sie auch bereits beide Gipfel des Illiniza und den Sattel sehr gut einsehen. Über gut ausgetretene Pfade und recht steil nach oben, aber ohne technische Schwierigkeiten, erreichen Sie vorbei am bekannten Páramo-Bewuchs und später dann Steine, Fels und Geröll nach 2-3 Stunden das Refugio. Sie selbst tragen nur, was Sie an persönlichem Equipment/Kleidung für die Besteigung benötigen (das Gemeinschaftsgepäck wird von Trägern getragen). Wer Lust hat, kann am Nachmittag noch einen kleinen Ausflug zur nahegelegenen Laguna Verde unternehmen. Übernachtung im Matratzenlager im Refugio Nuevos Horizontes.

Gehzeit ca. 2-3 Std. | Aufstieg ca. 750 m 

Tag 8: Gipfelbesteigung Illiniza Norte (5.126 m) & Fahrt in den Cotopaxi Nationalpark

Verpflegung: F / LB / A
Illiniza Norte Besteigung

Zeitig schlüpfen Sie aus den Schlafsäcken und nehmen ein kleines Frühstück zu sich. Dann geht es noch im Schein der Stirnlampen in Richtung Gipfel des Illiniza Norte. Zuerst ist der Pfad noch einfach und bereitet keine Schwerigkeiten. Dann führt eine steile Sand- und Schutthalde zum Südgrat hinauf. Sie steigen leicht ab und machen eine Querung, bei der Sie eine gute Trittsicherheit haben müssen. Nun steigen Sie zu guter Letzt eine Felsrinne hinauf, welche Felskletterei im 2. Grad erfordert. Manche Felspassagen, wenn auch kurz, sind ausgesetzt und können durch Überfrierung oder Neuschnee rutschig sein. In diesem Fall gehen Sie einige Abschnitte in Seilschaften oder Ihr Bergführer legt Ihnen ein Fixseil. Nachfolgend ist es soweit - das Gipfelkreuz beweist Ihnen, dass Sie nach nur 2-3 Stunden auf 5.126 m angelangt sind. Mit etwas Glück sehen Sie so gut wie alle Berge der Straße der Vulkane um sich herum. Natürlich stiehlt vor allem der Ihnen direkt gegenüberliegende Cotopaxi, welcher zum Greifen nah scheint, allen anderen Gipfeln die Show. Auch der Nebengipfel Illiniza Sur ist absolut eindrucksvoll und jetzt können Sie gut erkennen, wie dessen Gipfelbereich weiterhin vergletschert ist und damit deutlich schwieriger zu besteigen. Nach dem obligatorischen Gipfelbild erfolgt der Abstieg erst zurück durch die Felsrinne, aber dann durch losen Vulkansand und fällt dadurch bedeutend leichter. Ziemlich schnell sind Sie schließlich nach 2-3 Stunden zurück am Parkplatz La Virgen. Jetzt bringt Sie Ihr Transport in den Cotopaxi Nationalpark zur schönen in die Landschaft integrierten Berglodge Tambopaxi (3.750 m), wo Sie bei grandiosen Aussichten auf den formschönen Cotopaxi den Abend ausklingen lassen. Übernachtung in der Lodge Tambopaxi im Mehrbettzimmer (gegen Aufpreis auch ein Doppelzimmer bzw. Einzelzimmer möglich).

Fahrzeit ca. 2 Stunden | Gehzeit ca. 4-6 Stunden | Aufstieg ca. 380 m | Abstieg ca. 1.180 m

Tag 9: Ausflug im Cotopaxi Nationalpark

Verpflegung: F / LB / A
Cotopaxio mit Bach davor

Der heutige Tag dient zur Erholung, damit Sie Ihrem Körper genügend Zeit zur Regeneration für die anstehende Besteigung des ersten vergletscherten Bergs, den Cotopaxi, geben. Je nach Lust und Laune der Gruppe können Sie einen kleinen Ausflug in der Umgebung der Lodge innerhalb des Cotopaxi Nationalparks unternehmen. Die gold-grünen mit Páramo-Vegetation bedeckten Flanken des Cotopaxi sind ein wichtiger Lebensraum für Wildpferde, Lamas, Andenfüchse, Andenkondore, Brillenbären usw. Zum Beispiel bietet sich eine kleine Wanderung an der nicht weit entfernten Lagune Limpiopungo an den Hängen des Rumiñahui (4.636 m) an. Auch der Besuch der Inkaruinen Pucará del Salitre lohnt sich. Diese ehemalige militärische Festung wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und noch heute können Sie von den Überbleibseln einen guten Eindruck über die typische Bauweise der Inkas erhalten. Für diejenigen, die einfach nur mal entspannt gar nichts machen möchten, gibt es keinen schöneren Ort, als die Umgebung der Lodge. Übernachtung in der Lodge Tambopaxi im Mehrbettzimmer (gegen Aufpreis privates Zimmer möglich).

Tag 10: Aufstieg zur José Ribas Schutzhütte (4.864 m) am Cotopaxi & Eistraining

Verpflegung: F / LB / A
Aufstieg Refugio Cotopaxi

Die Spannung steigt und Ihre Bergreise geht in die wohl aufregendste und schönste Phase über. Nach einem entspannten Frühstück lassen Sie die traumhafte Tambopaxi Lodge hinter sich und fahren hinauf zum Parkplatz am Cotopaxi auf 4.580 m. Da steht er nun direkt vor Ihnen - einer der wohl formschönsten Vulkane (klassischer Stratovulkan) der Welt. Innerhalb von 1-1,5 Stunden laufen Sie mit Ihrem Rucksack (Sie tragen selbst, alles was Sie für die Besteigung benötigen) über größtenteils lockeren Vulkansand hinauf zum Refugio José Ribas auf 4.864 m Höhe. Sie legen in Ruhe Ihr Gepäck ab, bekommen in einem Mehrbettzimmer Ihren Schlafplatz für die Nacht zugewiesen und essen dann etwas zum Mittag. Nach dem Mittag steigen Sie gemeinsam mit Ihrem Bergführer ein wenig weiter den Gipfel hinauf, um den Gletscher zu erreichen. Hier werden Sie gemeinsam ein kleines Eistraining durchführen, um sich sicher und vorbereitet auf die morgige Besteigung zu fühlen. Nach dem Abendessen gehen Sie früh ins Bett, da die Nacht sehr kurz wird. Übernachtung in der Schutzhütte am Cotopaxi (Mehrbettzimmer).

Gehzeit ca. 1,5 Std. (zzgl. Zeit für das Eistraining) | Aufstieg ca. 300 m (zzgl. Höhenmeter für Eistraining)

Hinweis: Aktuell ist der Cotopaxi in einer aktiven Phase und kann seit dem Herbst 2022 nicht bestiegen werden. Falls dies zum Datum Ihrer Reise immer noch der Fall sein sollte, dann ändern wir das Reiseprogramm leicht ab und schwenken auf die Besteigung des ebenso wunderschönen Cayambe (5.790 m) um. Dieser weist in der Aufstiegsroute und der Höhe eine hohe Ähnlichkeit zum Cotopaxi auf. In diesem Fall verlassen Sie heute den Cotopaxi Nationalpark und fahren über den kleinen Ort Cayambe hinauf zum Refugio Ruales Oleas Bergé. Am Folgetag machen Sie sich dann an die Besteigung des Cayambe.

Tag 11: Gipfeltag Cotopaxi (5.897 m)

Verpflegung: F / LB / A
Bergsteiger am Gipfel Cotopaxi

Bereits gegen Mitternacht stehen Sie auf und machen sich fertig für die anstehende Gipfeltour. Ein kleines stärkendes Frühstück darf natürlich auch nicht fehlen. Dann geht es im Schein der Stirnlampen raus in die Dunkelheit. Sie wollen es dem deutschen Geologen Wilhelm Reiss gleichtun, welcher mit seinem kolumbianischen Partner Angel Escobar den Berg 1872 zum ersten Mal bestiegen hat. Zu Beginn laufen Sie noch für ca. 1 Stunde über geröllige Pfade hinauf zum Gletscherbeginn auf ca. 5.100 m. Dann legen Sie die komplette Eisausrüstung an und bilden Seilschaften. Der Aufstieg ist technisch nicht allzu schwierig, es handelt sich eher um eine lange und physisch herausfordernde Hochtour. Natürlich ist vor allem die große Höhe kräftezehrend, aber aufgrund der optimalen Akklimatisierung auf Ihrer bisherigen Reise wird dies für Sie kein größeres Problem darstellen. Die Aufstiegsroute verändert sich immer wieder mal aufgrund der aktuellen Bedingungen - natürlich wird Ihr Guide die sinnvollste Route für Sie wählen. Definitiv durchsteigen Sie steile Schnee- und Firnfelder vorbei an mächtigen Gletscherspalten, jedoch ist der Pfad durch den Gletscher zumeist gut gespurt. Die Hangneigungen erreichen gerade kurz vor dem Gipfel bis zu 40°Grad. Nach ca. 5-6 Stunden Aufstieg ist es geschafft - Sie stehen auf dem zweithöchsten Berg Ecuadors und einem der höchsten aktiven Vulkane der Erde! Das Gipfelplateau ist weitläufig und Sie haben einen grandiosen Blick hinein in den gewaltigen Kraterschlund (800 m x 500 m Durchmesser und ca. 350 m tief), von welchem immer wieder auch mal Rauchfahnen aufsteigen. Bei guter Sicht ist das Gipfelpanorama unvergleichlich - alle hohen Bergen des Landes liegen Ihnen zu Füßen - der Chimborazo (6.268 m), der Illiniza-Doppelgipfel, der Cayambe, der Antisana, der El Altar (5.319 m) oder auch der Tungurahua (5.023 m). Nach der ausgiebigen Gipfelrast heißt es nochmal volle Konzentration beweisen beim Abstieg von ca. 2-3 Stunden. Zurück auf der Hütte packen Sie das zurückgelassene Material ein und steigen zum Minibus am Parkplatz ab. Dieser bringt Sie zu Ihrer schönen heutigen Unterkunft, welche unweit vom Nationalpark Cotopaxi liegt. Hier haben Sie bestimmt einen guten Grund auf die bisherigen Erfolge anzustoßen. Übernachtung im Hotel Cuello de Luna o.ä.

Fahrzeit ca. 1 Stunde | Gehzeit ca. 7-9 Stunden | Aufstieg ca. 1.060 m | Abstieg ca. 1.330 m

Tag 12: Besuch der Kraterlagune Quilotoa & Fahrt zur Chimborazo Lodge (4.000 m)

Verpflegung: F / A
Quilotoa Lagune

Nach einem entspannten Frühstück verlassen Sie die schöne Hacienda und fahren in Richtung Ihres nächsten großen Bergziels, dem Chimborazo (6.268 m). Dabei machen Sie heute den Weg zum Ziel und unternehmen einen Abstecher zur fantastischen Kraterlagune Quilotoa. Dafür biegen Sie von der Panamericana bei der Ortschaft Latacunga rechts ab und fahren in eine schöne Hochlandregion, welche von vielen traditionellen kleinen indigenen Dörfern geprägt ist. Angekommen an der Caldera auf ca. 3.900 m Höhe, welche einen 3 km breiten Durchmesser besitzt, eröffnet sich Ihnen ein umwerfender Blick auf den 400 m tiefer liegenden smaragdgrünen sich spiegelnden See. Bei klarer Sicht sind im Hintergrund sogar die Illizina-Gipfel und der Cotopaxi zu sehen. Nutzen Sie die Zeit und wandern Sie entlang der Caldera zu einigen schönen Aussichtspunkten oder steigen Sie einen Pfad hinunter zum 250 tiefen Kratersee hinab (falls genügend Zeit ist, 30 Minuten Abstieg und 1 Stunde Aufstieg). Der Krater und der See entstanden vor über 800 Jahren bei einem gewaltigen Vulkanausbruch. Nach dieser Anstrengung haben Sie die Möglichkeit eine Spezialität der Region zu probieren - Cuy (gegrilltes Meerschweinchen). In Ecuador werden Meerschweinchen nicht als Haustiere, sondern ausschließlich zum Verzehr gehalten und somit klingt dies zwar ungewöhnlich für Sie, ist in Ecuador aber ganz normal. Im Anschluss fahren Sie über die Stadt Ambato zu Ihrer genial gelegenen Lodge für die heutige Nacht, welche direkt am Fuße des Chimborazo liegt. Hier können Sie nochmal richtig Kraft tanken und in wundervoller Atmosphäre relaxen, bevor es Morgen dann an die Besteigung des Chimborazo geht. Übernachtung in der Chimborazo Lodge Marco Cruz (ca. 4.000 m).

Fahrzeit ca. 6 Std. | Gehzeit ca. 1-2 Stunden

Tag 13: Aufstieg zum Hochlager "Arista" des Chimborazo (ca. 5.280 m)

Verpflegung: F / M / A
High Camp Chimborazo

Am Morgen genießen Sie noch ganz in Ruhe die idyllische Umgebung der Lodge - die oft vor der Lodge grasenden Lamas und Alpakas geben ein ideales Fotomotiv ab. Dann packen Sie zusammen und fahren die Straße immer weiter hinauf - schließlich biegen Sie ein in den Nationalpark Chimborazo und registrieren sich im Besucherzentrum. Auf knapp 4.850 m an der Carrel-Schutzhütte endet dann die Straße. Jetzt steigt so langsam die Aufregung. Sie wollen es Alexander von Humboldt gleichtun, welcher 1802 als erster versuchte den Chimborazo zu besteigen, jedoch scheiterte. Der Berg galt damals noch als der höchste Berg der Welt. Heute ist wissenschaftlich natürlich bewiesen, dass er dies nur gemessen vom Mittelpunkt der Erde aus tatsächlich ist. Erfolgreich waren schließlich der Engländer Edward Whymper und der Italiener Jean-Antoine Carrel, welche den Berg dann 1880 erfolgreich erstbestiegen. Bis vor einigen Jahren folgte die Aufstiegsroute meist über die noch etwas weiter oben gelegene Whymper-Hütte (5.000 m) und über die Whymperroute (Westflanke, Route "El Corredor"). Jedoch weist diese Route aufgrund des abschmelzenden Gletschers eine hohe Steinschlaggefahr auf. Daher meiden Sie diese Option und bevorzugen den Aufstieg über den längeren, aber sicheren Westgrat, welcher am prägnanten Felsmassiv El Castillo (Route "Arista de El Castillo") vorbeiführt. Da diese Route von der Carrel-Schutzhütte aus ziemlich lang ist, macht es Sinn heute bis zu dem fest eingerichteten Hochlager auf ca. 5.280 m aufzusteigen, um am Folgetag einen kürzen Weg bis zum Gipfel zu habe. Mit dieser Strategie erhöhen Sie Ihre Wahrscheinlichkeit auf den Gipfel deutlich. Während Träger das Gemeinschaftsgepäck zum Hochlager hinauf tragen, transportieren Sie in Ihrem Rucksack lediglich Ihr Equipment, welches Sie für die Besteigung benötigen (auf Wunsch können sich 2-3 Gäste einen zusätzlichen Träger buchen und auch das eigene Equipment zum Hochlager gegen einen Aufpreis transportieren lassen). Am Hochlager ruhen Sie sich aus, genießen ein einmaliges Panorama und verkriechen sich früh in den Schlafsack, um morgen fit für den Gipfelsturm zu sein. Übernachtung in Zelten im Hochlager.

Fahrzeit ca. 1 Stunde | Gehzeit ca. 3 Stunden | Aufstieg ca. 430 m

Tag 14: Gipfel des Chimborazo (6.268 m) & Fahrt nach Baños (1.820 m)

Verpflegung: F
Bergsteiger am Gipfel Veintimilla Chimborazo

Bereits gegen Mitternacht beginnen Sie Ihren Aufstieg zum höchsten Berg Ecuadors. Nach der Besteigung des Cotopaxi hat sich herauskristallisiert, welches Pärchen am besten eine Seilschaft mit dem jeweiligen Bergführer bildet. Auch wenn die Nacht kurz war, sind Sie topmotiviert und bestens vorbereitet für den Aufstieg. Auch an die Höhe sind Sie durch die bisherige optimale Akklimatisierung bestens angepasst. Jetzt ist die Besteigung nur noch eine Kopfsache und Frage des Willens. Die ersten 200-300 Höhenmeter folgen noch einem gerölligen Pfad, auf welchem Sie gute Trittsicherheit beweisen müssen. Schließlich erreichen Sie den Gletscher und legen die gesamte Eisausrüstung an. Nun erfolgt der Aufstieg über zuerst noch flachere Gletscherabschnitte, welche zunehmends steiler werden und dann in vielen kleinen Kehren bezwungen werden. Hier betragen die Steigungen meist 45° Grad und Sie müssen sehr sicher im Gehen mit Steigeisen sein. Während der Aufstieg endlos wirkt und aufgrund der Gletscherneigung keine Ende in Sicht zu sein scheint, ist es schließlich so weit - der Gletscher flacht ab und Sie erreichen nach 6-8 Stunden das großzügige erste Gipfelplateau Veintimilla auf 6.234 m Höhe. Wer noch Kraft hat, kann den kleinen Abstieg und erneuten Aufstieg bis zum Gipfel Whymper auf 6.268 m angehen. Sie können stolz auf sich sein - Sie haben den höchsten Punkt Ecuadors erreicht und haben eine unglaublich Aussicht auf all die anderen Vulkane Ecuadors, welche Sie nun bereits zu großen Teilen kennen und teilweise schon auf dieser Reise bestiegen haben. Hiermit haben Sie wahrlich den Höhepunkt Ihrer Reise erreicht. Mit einer kleinen Träne vor Glück in den Augen und einige Gipfelbilder später steigen Sie über das Hochlager (kurzer Rast mit einer Stärkung) auf der gleichen Route zur Carrel-Hütte ab (ca. 4 Stunden). Dort wartet bereits Ihr Fahrzeug auf Sie und bringt Sie zur wundervollen Kleinstadt Baños, welches als Tor in Richtung Tiefland Ecuadors gilt und am Fuße des mächtigen und aktiven Vulkan Tungurahua (5.023 m) liegt. Hier haben Sie sich nun pure Entspannung verdient und Sie sollten am Abend die Thermalquellen aufsuchen, um richtig zu relaxen. Direkt am Stadtrand liegen die einfachen, aber schönen Termas de la Virgen. In den verschieden warmen Becken haben Sie einen schönen Blick auf den nahen Wasserfall. Übernachtung im Hotel La Floresta o.ä.

Fahrzeit ca. 3 Stunden | Gehzeit ca. 10-12 Stunden | Aufstieg ca. 960 m | Abstieg ca. 1.420 m

Tag 15: Freier Tag mit optionalen Aktivitäten in Baños & Rückfahrt nach Quito

Verpflegung: F / A
Canopy Banos

Ihre Optionen für diesen freien Tag sind vielfältig. Sie entscheiden, wie Sie diesen Tag mit möglichen Aktivitäten (gegen Aufpreis vor Ort) gestalten. Zum Beispiel bietet sich der Besuch weiterer schöner Thermalquellen an. Ebenfalls haben diverse Angebote von Spa-Anwendungen in der Stadt nach den vergangenen anstrengenden Tagen sicher ihren Reiz. Immer interessant ist natürlich der Ausflug entlang der Straße der Wasserfälle (Ruta de las Cascadas). Diese Straße, welche Richtung Puyo im Amzonastiefland führt, weist entlang des Flusses Pastaza viele eindrucksvolle Wasserfälle auf. Verschiedenen Wasserfällen kann man sich mit kleinen abenteuerlichen Gondeln oder per Zipline annähern - was für ein Nervenkitzel! Das große Highlight ist natürlich der tosende Wasserfall "Pailon del Diablo" beim Örtchen Rio Verde. Schließlich lassen Sie am Nachmittag das schöne Baños hinter sich und fahren zurück nach Quito. In der Altstadt oder im Ausgehviertel Mariscal lassen Sie eine gelungene Reise ausklingen. Übernachtung im Hotel Vieja Cuba o.ä.

Fahrzeit ca. 4-5 Stunden

Tag 16: Freizeit in Quito & Rückflug in die Heimat

Verpflegung: F
Cotopaxi von der Panamericana aus

Am Vormittag haben Sie nochmal Zeit sich einige Dinge in der Altstadt auf eigene Faust anzuschauen oder nach einem Souvenir Ausschau zu halten. Je nach Abflugszeit des gebuchten Flugs werden Sie dann vom Hotel zum Flughafen gebracht und treten Ihre Heimreise an. Im Flieger wird Ihnen bewusst, wie viel Sie auf dieser Bergtour durch Ecuador erlebt haben und können stolz auf die erreichten Gipfel sein. Sicherlich schwebt Ihnen bereits das eine oder andere neue mögliche Abenteuer in den Bergen dieser Welt durch den Kopf.

Hinweis: Ecuador ist ein außergewöhnlich vielfältiges Land. Wer noch Zeit und Lust hat, für denjenigen oder diejenige können wir sehr gerne auf Anfrage eine Verlängerung der Reise z.B. mit einem Dschungel-Aufenthalt oder mit dem Besuch der Galapagos-Inseln anbieten. Sprechen Sie uns diesbezüglich gerne an und wir erstellen Ihnen dazu ein Angebot!

Tag 17: Ankunft zurück in Deutschland

Sie landen zurück in der Heimat.

Eine einmalige Bergsteiger-Reise in Ecuador

Inklusive Leistungen

  • Komplette Durchführung von Meine Welt Reisen
  • Flug von Frankfurt nach Quito und zurück in der Economy Class mit KLM oder vergleichbar
  • Privattransport mit erfahrenem Fahrer während der gesamten Tour
  • Meine Welt Reisen Reiseleiter Timo Knöfel
  • Englischsprachiger lizenzierter Hauptbergführer & weitere Englischsprachige lizenzierte Bergführer (Mitglieder der ASEGUIM, Ecuadorianischer Verein der Bergführer) für die Besteigungen Illiniza Norte (3 Gäste pro Bergführer), Cotopaxi & Chimborazo (jeweils 2 Gäste pro Bergführer)
  • Unterkunft auf DZ-Basis in guten Mittelklasse-Hotels bzw. Hosterías, 2x Refugio im Schlafsaal & 2x im Mehrbettzimmer in der Tambopaxi Lodge, 1x Zelt
  • Verpflegung: 15x F, 10x M/BL, 10x A
  • Gepäcktransport für das Gemeinschaftsgepäck bei den Besteigungen Illizina Norte, Cotopaxi und Chimborazo
  • Alle Genehmigungen, Eintrittsgelder, Nationalparkgebühren & Besteigungsgebühren
  • Sicherungsschein nach deutschem Reiserecht

Exklusive Leistungen

  • Reiseversicherung (gerne über Meine Welt Reisen buchbar)
  • Fehlende Mahlzeiten & Getränke
  • Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben
  • Zusätzliche optionale Ausflüge (z.B. in Baños) und Besichtigungen
  • Rail and Fly (90,- EUR bei Flugbuchung)
  • Komplette Eisausrüstung (eventuell vor Ort auf Anfrage gegen eine Gebühr ausleihbar)

Hinweise zu den Reiseleistungen

ACHTUNG: Wenn möglich bitte Doppel- bzw. Twin-Zimmer buchen. Es gibt 2 Unterkünfte auf der Reise, wo die Gesamtzimmeranzahl begrenzt ist und somit nicht viele Einzelzimmer zur Verfügung stehen. Eine einvernehmliche Lösung wird mit Sicherheit gefunden. 

Termine und Preise

Mo, 11.11.2024 - Mi, 27.11.2024
17 Tage
Wenige Plätze verfügbar
Garantierte Durchführung
4.195 €
MWR Exclusivtour mit Timo
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 400 €
Der EZ-Zuschlag gilt nur die Hotels, nicht für die Berghütten am Illiniza & Cotopaxi (alternativ Cayambe) bzw. für die Zeltübernachtung am Chimborazo und auch nicht für die Tambopaxi Lodge. Wer in der Tambopaxi Lodge im Doppelzimmer anstatt Mehrbettzimmer unterkommen möchte, zahlt für die 2 Übernachtungen 70 EUR p.P. extra (im Einzelzimmer 130 EUR)

Buchung DZ, EZ oder 1/2 DZ. Sollten Sie alleine reisen, können Sie ein Einzelzimmer oder 1/2 Doppelzimmer buchen. Für die Verfügbarkeit eines 1/2 Doppelzimmer kann keine Garantie übernommen werden. Solange kein passender Zimmerpartner/in gefunden wurde, berechnen wir den Einzelzimmerpreis. Der Preis im Doppelzimmer gilt nur bei Buchung von 2 Personen pro Zimmer.

Termine und Preise

Reisezeitraum Dauer p.Person im DZ EZZ
Reisezeitraum
11.11 - 27.11.24
MWR Exclusivtour mit Timo
Dauer
17 Tage
p.Person im DZ
4.195 €
EZZ
400 €

Weitere Informationen

Länder und Reiseinformationen

Ecuador

 

Wichtiger Hinweis:

Durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter oder Sonstiges kann es Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen kommen. Bitte haben Sie Verständnis und etwas Geduld sowie Bereitschaft, mit anzupacken oder ggf. auf Komfort zu verzichten. Meine Welt Reisen übernimmt keine Haftung für die Funktionsfähigkeit der persönlichen Ausrüstung der Reiseteilnehmer. Dies gilt auch, soweit dieses Equipment durch die Reiseteilnehmer vor Ort erst geliehen oder gemietet wird.

Sollten Preiserhöhungen seitens der Behörden vor Ort (z.B. Park-, Konzession-, Wildlife-Gebühren) anfallen, behält sich Meine Welt Reisen das Recht einer Preiserhöhung vor.

Bitte beachten Sie, dass bei einem vorzeitigen Abbruch der Rundreise nach eigenem Willen kein Anspruch auf Kostenerstattung besteht. Die zusätzlich anfallenden Kosten sind vom Reisenden selbst zu tragen.

 

Versicherung:

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktritt, Kranken und Abbruchversicherung der Hanse Merkur. Bitte prüfen Sie auch vorab, in welchen Umfang Sie versichert sind und steuern Sie gegebenenfalls nach. Sie können jede unserer Reiseversicherungen bequem online abschließen und sich auf Ihre verdiente Auszeit freuen, ohne sich Gedanken um Kosten für Reiserücktritt oder Krankheit machen zu müssen. Weitere Infos dazu unter https://www.meinewelt-reisen.de/reiseversicherung-hanse-merkur/

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB): Für diese Reise gelten die AGB von Meine Welt Reisen GmbH. Diese finden Sie auf unserer Internetseite.

Veranstalter: Meine Welt Reisen GmbH, Leipzig

 

Reisezeit:

Prinzipiell kann man Ecuador das ganze Jahr bereisen. Die besten Monate für Trekking Touren und Bergtouren in Ecuador sind unbestritten Juni bis September.

 

Sprache:

Die Amtssprache in Ecuador ist Spanisch sowie Kichwa. In den bekannten Touristenregionen versteht das Personal der Hotels und Restaurant außerdem Englisch. Bei sonstigen sprachlichen Barrieren ist Ihnen Ihr Guide gerne behilflich.

 

Zeitverschiebung:

Die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit beträgt -6 Stunden. (Ecuador 12 Uhr, Deutschland 18 Uhr). Während der Sommerzeit in Deutschland (März bis Oktober) beträgt sie -7 Stunden.

 

Einreise / Visum:

Bei der Einreise ist kein Visum notwendig. Der Reisepass muss zum Tag der Einreise mindestens noch 6 Monate gültig sein. Es ist außerdem Pflicht, einen gültigen Auslandskrankenversicherungsschutz über den gesamten Reisezeitraum bei Einreise vorzuweisen. Informieren Sie sich vorab beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Lage.

 

Gepäck:

Die Gepäckbestimmungen (Größe, Gewicht, …) richten sich nach den jeweiligen Bestimmungen der Airline. Auf Wunsch teilen wir Ihnen detaillierte Informationen zu Ihrer Reise und Ihren Flugverbindungen mit.

 

Währung:

Das gesetzliche Zahlungsmittel in Ecuador ist der US-Dollar. Es ist kein Problem, Euro vor Ort zu wechseln. Jedoch ist der Wechselkurs in Ecuador in der Regel schlechter, weshalb es ratsam ist, bereits in Deutschland einen gewissen Betrag zu wechseln. EC- bzw. Maestro-Karten können zur Verwendung größtenteils verwendet werden. Das Abheben von Bargeld mit deutschen EC-Karten ist jedoch kaum möglich. Kreditkarten funktionieren sowohl an Bankautomaten zum Geldabheben als auch in Geschäften und Hotels zur Bezahlung. Das Mitführen von Reisechecks wird nicht empfohlen.

Hinweis: Da vermehrt gefälschte Geldscheine im Umlauf sind, nehmen Geschäfte und Banken in der Regel keine 50- und 100-US-Dollarscheine an.

Aktueller Umrechnungskurs: 1 € = 1,19 US-$ (Stand 09/2020)

 

Strom:

Die Stromspannung in Ecuador beträgt 110 V. Die Steckdosen sind für Flachstecker geeignet. Ein Adapter sollte bereits in Deutschland besorgt werden.

 

Internet:

Inzwischen gibt es in fast allen Hotels und Restaurants stabiles, kostenfreies W-LAN. Außerdem gibt es Internetcafés, die Internetzugang für eine Stunde für etwa 60 Cent bieten.

Allgemeine Notrufnummer in Ecuador:  101

 

Gesundheit / Impfungen:

Allgemein – Quito, die Hauptstadt Ecuadors, liegt bereits auf einer Höhe von ca. 2.800 Metern. Dadurch kann es am ersten Tag zu „Anpassungsschwierigkeiten“ kommen. Kopfschmerzen, leichte Übelkeit, Schwindel und Schlaflosigkeit sind bekannte Symptome. Gehen Sie deshalb den ersten Tag langsam an und trinken Sie viel (Kohlensäurearm). Durch die Höhenlage und die Nähe zum Äquator ist die UV-Belastung ist in Ecuador besonders hoch. Sorgen Sie für ausreichend Sonnenschutz.

Medizinische Versorgung vor Ort – Die medizinische Versorgung entspricht in Großstädten dem europäischen Standard. In ländlichen Regionen herrschen andere hygienische Voraussetzungen. Medizinische Behandlung müssen meistens noch vor Ort in bar gezahlt werden.

Zika-Virus – Zurzeit sind mehrere Fälle des Zika-Virus in Lateinamerika bekannt. Die Übertragung erfolgt ausschließlich über Stechmücken, weshalb Sie darauf achten sollten, schützende Kleidung zu tragen und Insektenschutzmittel aufzutragen.

Reiseapotheke – Neben Ihren persönlichen Medikamenten sollten Sie Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Wunddesinfektionsmittel, Insektenschutzmittel, Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen und Verbandmaterial mit sich führen.

 

Mahlzeiten:

Leitungswasser sollte nur abgekocht (z.B. als Tee) und Mineralwasser aus Flaschen mit unbeschädigtem Verschluss getrunken werden. Auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden. Speisen sollten frisch gekocht und Obst nur geschält zu sich genommen werden.

 

Sonstiges:

Für das Trekking in Ecuador benötigen Sie nicht immer spezielle Ausrüstung. Für einfache Touren durch Ecuador reichen gut eingelaufene Wanderschuhe und zweckmäßige Wanderkleidung. Bergtouren und Gipfelbesteigung in Ecuador erforden meist spezielle Ausrüstung, die auch vor Ort ausgeliehen werden kann. Bei jeder unserer Reisen finden Sie eine Ausrüstungsempfehlung, die Ihnen als Hilfestellung zur Packliste dienen soll.

Ausrüstungsempfehlung

Ausrüstung
  • Reisetasche für das pers. Hauptgepäck
  • Hochtourenrucksack (ca. 40-45 Liter) inkl. Nässeschutz
  • Trekkingschuhe & thermisch isolierte Bergschuhe (Kategorie D - hauptsache warm genug für bis -20 Grad)
  • leichte Schuhe für die Stadtrundgänge, eventuell Sandalen/Crocs o.ä. für die Überfahrten
  • Isomatte & Schlafsack (bis -10 Grad)
  • lange Wanderhosen, eine kurze Wanderhose, Jeans/Freizeithose
  • wasser- und winddichte Jacke & Goretex-Überhose
  • Als wärmende Schicht: Pullover oder Fleece-Jacke, Primaloft/Softshell-Jacke und dicke Daunenjacke
  • Oberbekleidung kurz (T-Shirts, Hemden/Blusen fürs Trekking), Unterwäsche (auch lang), Trekkingsocken (warm)
  • Mütze und Handschuhe (dünn und dick), Halstuch/Buff/Schal
  • Badebekleidung (Thermalquellen) + Microfaser-Handtuch
  • Waschutensilien für den persönlichen Bedarf
  • Gute Sonnenbrille, Gletscherbrille
  • 2x Trinkflasche (je 1,5 Liter, SIGG + Thermosflasche)
  • Teleskop-Wanderstöcke
  • Stirnlampe

  • Gesundheit
  • Mütze oder Hut gegen die Sonne sowie Sonnencreme (nicht unterschätzen)
  • Ihre Medikamente (falls benötigt)
  • Hand-Desinfektionsmittel (falls gewünscht)
  • kleine Reiseapotheke (Durchfall, Erkältung usw.)

  • Individuell
  • Bargeld in Euro oder USD (Geld abheben mit Kreditkarte in den Städten ohne Probleme möglich)
  • Fotoausrüstung
  • Buch zum Lesen
  • Eventuell Fernglas

  • Für die Besteigungen
  • Steigeisen
  • Eispickel
  • Kletterhelm
  • Gurt mit mindestens 3 Karabiner (HMS und Schnapper)
  • Bandschlinge & Prusik (kurz & lang)
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