Um kaum einen anderen Berg ranken sich so viele Legenden und Erzählungen. Kaum ein anderer Berg kann so viele Tragödien und Heldengeschichten erzählen. Der Nanga Parbat ist ein ganz besonderer Berg, nicht nur weil er der neunhöchste der Erde ist. Kein anderer 8.000er kann so gut umrundet werden, wie der "nackte Berg". Er liegt in Gilgit-Baltistan, dem pakistanischen Teil der umstrittenen Region Kashmir. Eigentlich ist der Nanga Parbat gar kein Berg, sondern ein komplettes Gebirgsmassiv mit vielen Nebengipfeln, einige selbst über 7.000 m hoch. Es handelt sich um den größten freistehenden Gebirgsstock der Erde und den westlichsten Ausläufer des Himalaya. Der Höhenunterschied vom Gipfel zum 25 km entfernten Industal beträgt 7.000 m. Im Vergleich zu den anderen 4 Achttausendern Pakistans ist der Nanga Parbat relativ leicht zu erreichen und an seinen Hängen in teils abgeschiedenen Bergtälern leben Menschen mit verschiedensten Sprachen, Kulturen und Traditionen. Alle von Ihnen versuchen mit ein wenig Vieh- und Landwirtschaft ein erträgliches Einkommen zu generieren. Somit lernen Sie mit der Umrundung des Nanga Parbats nicht nur eine wunderschöne Hochgebirgslandschaft kennen, sondern kommen gleichermaßen eng mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt.
Ihre Reise startet jedoch erst einmal in Islamabad, wo Sie bei einer Stadtbesichtung in das Leben der Pakistanis eintauchen. Als nächstes fliegen Sie bei einem tollen Sichtflug nach Gilgit – hier können Sie bei klarem Wetter bereits den Nanga Parbat einmal von oben in voller Pracht bestaunen. Von Gilgt aus fahren Sie direkt nach Karimabad ins Hunza-Tal. Das Hunza-Tal war lange Zeit ein unbhängiges Königreich und seine Einwohner lebten abgeschieden vom Rest der Welt. Aus diesem Grund entwickelten sich viele Mythen und Legenden um die Hunzukutz, der lokalen Bevölkerung. Karimabad liegt unvergleichlich schön, eingeschlossen von zahlreichen hohen Bergen – aus diesem Grund nahm James Hilton die Umgebung wohl als Inspiration für sein berühmtes Shangri-La. Das Hunza-Tal hat eine Fülle an Sehenswürdigkeiten – Sie besichtigen die alten Königsfestungen Altit und Baltit und den sehr leicht zu erreichenden Hopar Gletscher. Danach wärmen Sie sich für die Nanga Parbat Umrundung auf und steigen hinauf zum Rakaposhi Base Camp. Der Rakaposhi (7.788 m) weist einen Höhenunterschied von fast 6.000 m gegenüber dem 20 km entfernten Hunza-Tal auf und besitzt somit die höchste Steilflanke der Welt. Es gibt auch keinen anderen so hohen Berg, wo Sie das Base Camp innerhalb von einem Tag Trekking erreichen können und trotzdem zu hoher Wahrscheinlichkeit allein sein werden. Der gewaltige Minapin-Gletscher mit den beiden Gipfeln Diran (7.266 m) und Rakaposhi wird Sie beeindrucken. Nun geht es aber weiter über den weltbekannten Karakorum Highway, einer der schönsten Hochgebirgsstraßen der Welt, bis zur Rupalwand am Nanga Parbat. Hier starten Sie in spektakulärer Umgebung auf der Südseite Ihre Umrundung. Vorbei an vielen Hochalmen, geschichtsträchtigen Basislagern und mächtigen Gletschern erreichen Sie den Mazeno-Pass (5.370 m). Dieser Pass, welcher nur mit einem Mindestmaß an alpiner Erfahrung begangen werden kann, stellt den einzigen Übergang zur Westseite des Berges dar. An der Diamir-Wand befindet sich die heutige Normalroute und mit Sicherheit können Sie mit dem einen oder anderen Bergsteiger hier über die Vorhaben ins Gespräch kommen. Zwei weitere fast 5.000 m hohe Pässe komplettieren Ihre Umrundung und Sie gelangen auf die paradiesische Nordseite mit der populären Märchenwiese. Hier wurde in den 1930er Jahren vor allem deutsche Bergsteigergeschichte geschrieben und der Ausdruck "Schicksalsberg der Deutschen" geprägt. Es könnte keinen besseren Abschluss Ihrer Reise geben. Nach der erfolgreichen Umrundung werden Sie aus eigener Erfahrung verstehen, warum der Nanga Parbat auch den Namen "Diamir" trägt, was so viel wie "König der Berge" bedeutet.
Das Warten auf diese aufregende Reise hat endlich ein Ende. Mit dem Flugzeug verlassen Sie die Heimat und fliegen in Richtung Islamabad, der Hauptstadt von Pakistan. Die Flüge sind stets Nachtflüge und Sie haben einen Zwischenstopp auf Ihrer Anreise. Schließlich kommen Sie in den frühen Morgenstunden des Folgetags zwischen 3 und 8 Uhr in Islamabad an. Nun kann Ihr Trekking-Abenteuer im Hunza-Tal und um den Nanga Parbat herum beginnen!
Je nachdem mit welcher Airline Sie fliegen, landen Sie früh am Morgen in Islamabad. Sie werden am Flughafen empfangen und direkt zu Ihrem Hotel in die Innenstadt ("Blue Area") gebracht. Hier können Sie direkt in Ihre Zimmer einchecken (nur falls Sie vor 7 Uhr früh landen und sich dann nochmal ausruhen können, falls Sie später als 7 Uhr landen geht es nach dem Frühstück sowieso direkt zur Stadttour – Check-In in die Zimmer erfolgt dann am Nachmittag), sich erstmal etwas ausruhen und dann ein spätes Frühstück genießen. Für die anstehende Stadtbesichtigung starten Sie etwas später in den Tag. Dann geht es los – Sie tauchen in den Trubel der Stadt ein. Islamabad (übersetzt aus der Nationalsprache Urdu: "Sitz des Islam") wurde erst in den 1960er Jahren schachbrettartig erbaut und 1967 zur neuen Hauptstadt erklärt. Die Stadt ist anders als die meisten anderen Städte Pakistans – großflächig, ruhig, breite Alleen, modern, sehr grün usw. Zunächst besuchen Sie die Shah-Faisal-Moschee, welche die Nationalmoschee des Landes und das Wahrzeichen der Stadt ist. Die Moschee wurde von der saudi-arabischen Regierung finanziert und trägt deshalb den Namen des ehemaligen saudischen Königs. 1986 fertiggestellt, und der Form eines arabischen Beduinenzeltes nachempfunden, bietet die Moschee im Inneren Platz für 15.000 Gläubige und im Innenhof für weitere 85.000. Damit ist sie eine der größten Moscheen der Welt. Im Anschluss fahren Sie hinauf zum Daman-e-Koh Aussichtspunkt. Hier in den Margalla-Hills, den Ausläufern des westlichen Himalaya-Gebirges, haben Sie einen grandiosen Blick über die gesamte Stadt. Danach fahren Sie zur Schwesterstadt Islamabads nach Rawalpindi. Bei einem Spaziergang über den quirligen Raja-Bazar erleben Sie hier, im Vergleich zu Islamabad, das wahre pakistanische Alltagsleben. Zum Abschluss Ihres ersten aufregenden Tages in Pakistan haben Sie am Abend ein leckeres Begrüßungs-Abendessen in einem Restaurant unweit vom Hotel. Übernachtung im Hotel Hillview Islamabad o.ä.
Verpflegung: F / A
Früh am Morgen werden Sie erneut zum Flughafen gebracht und steigen in den Flieger nach Gilgit. Der Flug ist ein atemberaubender Sichtflug über ein ausgedehntes Gipfelmeer und führt Sie direkt am Nanga Parbat vorbei – bei gutem Wetter haben Sie somit das erste große Highlight der Reise und können bereits aus der Luft nachverfolgen, wo Sie später am Boden entlanglaufen werden. In Gilgit gelandet, werden Sie abgeholt und über den berühmten Karakorum-Highway nach Karimabad, der Hauptstadt im Hunza-Tal, gebracht. Der Karakorum-Highway, als eine der schönsten Hochgebirgsstraßen der Erde, führt direkt an vielen hohen Berggipfeln vorbei. Am eindrucksvollsten ist sicher der fast 8.000er Rakaposhi (7.788 m), der unmittelbar neben der Straße in die Höhe emporragt. Am Rakaposhi View Point genießen bei perfekter Aussicht auf den Berg ein leckeres Mittagessen. Schließlich erreichen Sie mit dem Hunza-Tal eines der malerischsten Täler ganz Asiens. Das Tal ist für seine Fülle an Kirsch-, Maulbeer- und Aprikosenbäume berühmt. Diese Baumplantagen und die kleinen Ortschaften werden von unzähligen 6.000er und 7.000er Bergen in unmittelbarer Nähe und dem Hunza-Fluss eingerahmt. Bis 1974 war Hunza ein unabhängiges Königreich und hatte einen eigenen Mir. Ebenfalls war die Region bis zur Fertigstellung des Karakorum Highways 1978 relativ isoliert und von den anderen pakistanischen Regionen weitgehend abgeschnitten. Bis heute ranken sich viele Mythen um die hier lebenden Hunzukuc – wie z.B., dass sie eine besonders hohe Lebenserwartung haben sollen und früher ausgezeichnete Krieger und Räuber waren. Der größte Anteil der Bevölkerung sind Ismaeliten. Da die Ismaeliten einen gemäßigteren Islam ausleben, wirkt es wohl so, dass die Menschen hier offener und noch etwas herzlicher sind, als in vielen anderen Regionen des Landes. Ebenfalls befinden sich hier mehr Frauen auf der Straße, welche nicht selten bunt gekleidet und teils sogar ohne jegliche Verschleierung unterwegs sind. Sie nutzen den Nachmittag und spazieren ein wenig auf eigene Faust durch das Zentrum von Karimabad (ca. 2.370 m). Für den Sonnenuntergang fahren Sie hinauf zum Duiker-Aussichtspunkt (2.830 m) und genießen die Farbspiele der untergehenden Sonne über dem gesamten Hunza-Tal. Bei guter Sicht thront vor Ihnen der mächtige Rakaposhi und sein kleiner Bruder Diran (7.266 m), hinter Ihnen ragen der Ultar (7.388 m) und die Felsnadel Ladyfinger Peak (6.000 m) in die Höhe und am Horizont erkennen Sie weitere Bergriesen wie den z.B. den Spantik (auch Golden Peak genannt, 7.027 m) und den Malubiting (7.458 m). Übernachtung im Hotel Hunza Darbar o.ä.
Fahrzeit ca. 3 Std.
Verpflegung: F / M / A
Sie haben einen ereignisreichen Tag vor sich. Zu aller Erst besuchen Sie die Tausend Jahre alte Siedlung Ganish, welche damit die älteste Siedlung im Hunza-Tal ist. Hier befinden sich ca. 40 historische Häuser, 7 alte Moscheen und 3 Wachtürme im typisch alten Holzstil. Die Holzschnitzereien haben einen großen Einfluß aus Kaschmir. Danach fahren Sie weiter in das Hopar-Tal. Nach ca. 1 Stunde Fahrt erreichen Sie das kleine Dorf Hopar (2.810 m). Hier befindet sich der Zusammenfluss der beiden riesigen Gletscher Bualtar (auch Hopar genannt) und Barpu. Es ist ein schöner Ort, um in einem der kleinen Cafés ein Getränk bei herrlicher Aussicht auf die Gletscher zu genießen. Ebenfalls können Sie auch eine kleine Wanderung hinunter zum Bualtar-Gletscher unternehmen, diesen gegebenenfalls überqueren und bis zu den Schäferhütten von Shishkin (2.950 m) wandern. Hier haben Sie einen besseren Blick auf den Barpu-Gletscher. Danach geht es zurück nach Karimabad und Sie werden sich zum Abschluss des Tages die beiden alten Festungen Altit und Baltit anschauen. Das Altit Fort war lange Zeit Hauptsitz der Herrscher von Hunza und ist wohl 900 Jahre alt. Das Baltit Fort ist ca. 700 Jahre alt und liegt auf einem gewaltigen Felsvorsprung. Beide Festungen sind Zeugen aus einer Zeit als Hunza ein wichtiger Karakorum-Abzweig der Seidenstraße war. Übernachtung im Hotel Hunza Darbar o.ä.
Fahrzeit ca. 2-3 Std. | Gehzeit ca. 1-3 Std. (je nach Wahl der Wanderung am Hopar-Gletscher)
Verpflegung: F / M / A
Glauben Sie, dass man innerhalb von wenigen Stunden Wanderung von der Straße das Base Camp eines fast 8.000 m Bergs erreichen und in kompleter Naturidylle fast allein diesen Ort genießen kann? Am Rakaposhi gibt es das noch! Sie lassen also das zauberhafte Karimabad und das Hunza-Tal hinter sich und fahren für ca. 1-2 Stunden zum kleinen Dorf Minapin (2.030 m). Dies ist der Ausgangspunkt für Ihr Trekking zum Base Camp. Sie packen und tragen nur Ihr persönliches Gepäck, welches Sie für 2 Tage bzw. 1 Übernachtung benötigen (Isomatte & Schlafsack werden benötigt). Gleich nachdem Sie das Dorf verlassen haben, müssen Sie einen tosenden Gebirgsbach über eine Brücke queren. Dieser wird vom mächtigen Minapin-Gletscher gespeist, welcher sich bis weit unterhalb von 3.000 m ins Tal schiebt. Der Weg hinauf ist zu Beginn vergleichsweise gut ausgebaut (eine Art Schotterstraße) und theoretisch könnte die erste Etappe noch mit einem sehr robusten Allradfahrzeug zurückgelegt werden. Auf dem Weg finden Sie auch kleine Steinhäuschen und Almsiedlungen, da bis auf 3.500 m Höhe Almwirtschaft betrieben wird. Schließlich erreichen Sie nach 3-4 Stunden die Hochalm Hapakund (2.920 m). Auf dem Weg hierher haben Sie eine grandiose Aussicht unter anderem auf die Gipfel Ultar und Shispare (7.611 m). In Hapakund laufen Ihnen wahrscheinlich ein paar Kühe über den Weg, da es hier viele Weideterrassen gibt. Sie machen einen kurzen Rast und stärken sich, bevor Sie weiter zum Base Camp aufsteigen. Der Weg führt nun vorbei an vielen Büschen, Bergwiesen und teils durch Nadelwald bis sich die Landschaft öffnet und Sie das finale Steilstück zur Seitenmoräne des Minapin-Gletschers überwunden haben. Da stehen Sie nun mit einem gigantischen Ausblick über den gesamten zerklüfteten Minapin-Gletscher und Sie haben die Gipfel des Rakaposhi und Diran (7.266 m) direkt vor sich. Staunend über diese phänomenale Landschaft laufen Sie noch 15 Minuten paralell zum Gletscher weiter bis zum offiziellen Base Camp, welches auch als Tagaphari (3.440 m) bezeichnet wird. Hier steht eine einfache Hütte, wo eine Bauernfamilie im Sommer lebt und die Gäste bewirtet. Ebenfalls lassen die Bauern hier Ihre Schafe und Ziegen auf der Wiese der Seitenmoräne grasen. Sie stellen die Zelte auf und genießen das einzigartige Flair. Lauschen Sie dem Knacken des Gletschers und dem Krachen, wenn mal wieder vom Rakaposhi eine kleine Eislawine hinunterstürzt. Übernachtung im Zelt.
Fahrzeit ca. 1,5 Std. | Gehzeit ca. 6-7 Std. | Aufstieg ca. 1.540 m | | Abstieg ca. 150 m | Gehstrecke ca. 10 km
Verpflegung: F / M / A
Nach einem gemütlichen Start in den Tag nutzen Sie die Möglichkeit hinter dem Camp noch ca. 200 m den Hang hinaufzusteigen. Dieser Aufstieg lohnt sich sehr, weil dadurch die Sicht auf den Gipfel des Rakaposhi noch freier und das Panorama auf die gesamte Umgebung nochmals eindrucksvoller wird. Hier oben wandern Sie am Berggrat 2-3 Aussichtspunkte entlang, wobei der höchste ca. 3.610 m hoch ist. Im Anschluss steigen Sie über Hapakund schließlich innerhalb von 3-4 Stunden zurück nach Minapin ab und verbringen dort die Nacht. Am Nachmittag können Sie noch etwas durch das kleine authentische Dörfchen spazieren und mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt kommen. Übernachtung im Hotel Cherry Garden o.ä.
Gehzeit ca. 5-6 Std. | Aufstieg ca. 310 m | Abstieg ca. 1.730 m | Gehstrecke ca. 12 km
Verpflegung: F / M / A
Sie werden am Morgen von Ihrem privaten Transport abgeholt und fahren entlang des berühmten Karakorum Highways vorbei an Gilgit (hier gibt es die Möglichkeit Gepäck, welches Sie nicht für die Nanga Parbat Umrundung benötigen, einzulagern – dieses wird Ihnen nach Ihrem Abstieg von der Märchenwiese wieder gebracht) immer in Richtung Nanga Parbat. Der Karakorum Highway verbindet Kaschgar im autonomen chinesischen Gebiet Xinjiang mit dem Ort Havelian im Distrikt Abbottabad im Nordwesten Pakistans. Die Bauzeit betrug knapp 20 Jahre und der Highway wurde 1978 fertiggestellt. Mit dem Highway wurden die abgelegenen Gebirgsregionen Nordpakistans mit dem Rest des Landes verbunden. Kurz nachdem Sie die Gabelung passiert haben, wo die Skardu Road auf den Karakorum Highway trifft, legen Sie einen kurzen Stopp am Denkmal des Zusammentreffens der drei großen Gebirgsketten der Region: Karakorum, Himalaya und Hindukusch ein. Danach ist es nicht mehr weit und Sie fahren hinein ins Astore-Tal. Die Ortschaft Astore selbst liegt auf einer alten Karawanenstraße von Srinagar im heutigen Indien nach Gilgit. Nun steht Ihnen eine abenteuerliche Fahrt durch die Astore-Schlucht bevor (die Straße ist teils asphaltiert, teils nicht und wenn ja, dann gibt es trotzdem viele Schlaglöcher und immer wieder größere Gesteinsbrocken auf der Straße), bis Sie schließlich in Tarshing (2.925 m) ankommen und sich direkt vor der höchsten Steilwand der Erde (ca. 4.500 m), der Rupalwand des Nanga Parbat, befinden. Sie brauchen noch nicht in den Zelten schlafen, da es hier einfache, aber gemütliche Unterkünfte gibt. Hier treffen Sie auch auf Ihr Begleitteam, welches Sie auf der Nanga Parbat Umrundung begleiten wird. Am Nachmittag besprechen Sie die letzten Details des anstehenden Trekkings. Übernachtung im einfachen Gasthaus z.B. Nanga Parbat Tourist Hotel/Cottage.
Fahrzeit ca. 6-7 Std.
Verpflegung: F / M / A
Heute Morgen wird das Gemeinschaftsgepäck und Ihr persönliches Gepäck auf die Lastentiere (Pferde, Maultiere & Esel) und Träger verteilt (Sie tragen nur Ihren Tagesrucksack). Dann beginnt Ihre Umrundung des neunhöchsten Bergs der Erde. Das heutige Ziel des Trekkings ist das Herrligkoffer Base Camp (3.560 m, auch Biji genannt). Der Weg dorthin führt Sie zu Beginn über einen gut zu begehenden Pfad (Geröllpfad auf dem Eis) über den Chongra Gletscher (fließt weiter oben mit dem Chhungphar Gletscher zusammen). Dann laufen Sie durch die kleine Ortschaft Rupal, bis Sie schließlich am Camp direkt an der Seitenmoräne des riesigen Bazhin-Gletschers ankommen. Hier entfacht die Rupal-Wand ihre volle Pracht. Der Anstieg auf dem Gipfel durch die Rupal-Wand wurde 1963 vom berühmten Expeditionsleiter Karl Herrligkoffer entdeckt und in den Folgejahren auf mehreren Expeditionen versucht zu durchsteigen. Erst 1970 gelang dies schließlich Günther und Reinhold Messner, wobei Günther jedoch unter tragischen Umständen ums Leben kam. Sie schlagen also am gleichen Punkt Ihre Zelte auf, wie es bereits viele legendäre Expeditionsgruppen in der Vergangenheit vor Ihnen getan haben. Am Nachmittag haben Sie die Möglichkeit die Seitenmoräne noch etwas weiter hinaufzusteigen (wer möchte 200 m bis zum Talende), damit Sie die umliegende Gletscherwelt und die extrem gefährliche Rupal-Wand noch besser aus nächster Nähe bestaunen können. In regelmäßigen Abständen sehen Sie hier Lawinen aus der Wand Richtung Bergfuß hinunterstürzen. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 4-5 Std. | Aufstieg ca. 690 m | Abstieg ca. 100 m | Gehstrecke ca. 10,5 km
Verpflegung: F / M / A
Sie bauen Ihr Camp ab und steigen die Seitenmoräne des Bazhin-Gletschers hinauf. Nun durchsteigen Sie den Gletscher in ca. 1 Stunde auf einem gut einsehbaren Geröllweg. Von hier oben ist der Blick auf die Rupal-Wand und die weiter unten liegenden Sommerweiden der lokalen Bauern phänomenal. Wahrscheinlich passieren Sie große Herden von Schafen und Ziegen. Schließlich verlassen Sie den Gletscher erneut und der Weg schlängelt sich immer weiter entlang des kleinen Rupal-Flusses durch ein nun großes offenes Tal. Die Umgebung ist recht flach und es gibt noch einen relativ großen Bestand an Weiden-Bäumen. Schließlich erreichen Sie nach ca. 2-3 Stunden den Lagerplatz Latobo (3.550 m), welcher idyllisch an einer Endmoräne mit Gletschersee gelegen ist. Hier stehen auch ein paar Häuser der lokalen Schäfer, welche hier im Sommer mit ihren Tieren unter einfachsten Verhältnissen leben. Sie machen hier eine Rast, wandern danach aber noch weiter bis zum Camp Shaigiri (3.650 m). Hier schlagen Sie Ihr Camp für die nächsten 2 Nächte auf. Das Camp liegt schattig zwischen Bäumen und der Ausblick auf die umliegenden Gipfel ist wieder sagenhaft. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 4-5 Std. | Aufstieg ca. 320 m | Abstieg ca. 210 m | Gehstrecke ca. 9 km
Verpflegung: F / M / A
Es ist wichtig, dem Körper genügend Zeit zu geben sich an die ungewöhnte Höhe anzupassen. Aus diesem Grund legen Sie heute einen Ruhetag ein. Sie können ausschlafen, um später einfach die tolle Umgebung aufzusaugen und zu genießen. Wer möchte und sich gut fühlt, unternimmt gemeinsam mit dem Guide eine aktive und sehr lohnenswerte Akklimatisationstour gegenüber vom Camp, wo sich ein schöner Aussichtsberg ohne Namen befindet. Dieser steht direkt vor dem mächtigen Rupal Peak (5.642 m). Im ständigen Zickzack geht es recht steil den Bergrücken hinauf und Sie machen schnell Höhenmeter. Auf 4.230 Metern und nach ca. 2 Stunden reicht es dann für heute – Sie haben ein Plateau mit einigen Steinmännchen erreicht. Von hier oben haben Sie eine überragende Rundumsicht und können neben dem Nanga Parbat auch den Shaigiri (6.245 m), Schlagintweit Peak (5.971 m), Turpin Peak (5.886 m) und die gesamte Toshe-Gruppe bestaunen. Ebenfalls können Sie sehr gut Ihre weitere Trekkingroute erkennen – Sie erkennen genau das Tal, welches vom mächtigen Rupal-Gletscher abgeht und Sie zum Mazeno-Pass bringen wird. Nach ca. zwei weiteren Stunden Abstieg sind Sie wieder zurück im Camp. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit für die Akklimatisationstour ca. 4-5 Std.
Verpflegung: F / M / A
So langsam nähern Sie sich zumindestens höhentechnisch dem Höhepunkt der Reise. Heute wandern Sie bis zum Base Camp des Mazeno Passes auf 4.060 m Höhe. Der Weg verläuft relativ gleichmäßig ansteigend entlang der Seitenmoräne des Rupal-Gletschers (auch Toshain-Gletscher genannt) immer auf den eindrucksvollen Turpin Peak zulaufend. Während der Wanderung haben Sie heute die gesamte Zeit fantastische Ausblicke auf die Toshe-Gruppe (höchster Gipfel mit 6.424 m), den Schlagintweit Peak (5.971 m) und den Shaigiri (6.245 m). Besonders der eisgepanzerte Toshe V (6.132 m) zieht immer wieder die Blicke auf sich. Die Ausmaße des Rupal-Gletschers direkt links neben Ihnen, sind kaum zu begreifen. Je nach Gletscherschmelze müssen Sie vielleicht auch 2-3 kleine Gletscherbäche überqueren – manchmal reicht es aus von Stein zu Stein zu hüpfen, jedoch kann es auch sein, dass Sie für die Überquerung die Schuhe ausziehen müssen. Das obere Rupal-Tal hinaufsteigend, erreichen Sie schließlich das Camp auf saftig grünen Almwiesen. Hier schlagen Sie direkt gegenüber vom Schlagintweit Peak wiederum Ihre Zelte auf. Falls Sie am Nachmittag noch 100m den Hang hinter dem Camp hinaufsteigen, können Sie bereits gut Ihren Weg hinauf zum Pass einsehen. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 5 Std. | Aufstieg ca. 470 m | Abstieg ca. 100 m | Gehstrecke ca. 7 km
Verpflegung: F / M / A
Sie lassen sämtliche Vegetation hinter sich und betreten eine Landschaft aus Gletschern, Moränen und Geröll – es wird also hochalpin. Recht steil arbeiten Sie sich zunächsten die grünen Berghänge hinauf, bis Sie die wilde Gerölllandschaft erreichen, welche den Mazeno-Gletscher bedeckt. Hier am östlichen Rand des Mazeno-Gletschers schlagen Sie zum ersten Mal auf steinigem Untergrund Ihr Camp (4.860 m) auf. Der Weg dorthin verläuft einige Male über lockeres Gestein, welches mal gröber und mal kleiner ist, aber stets mit ein wenig Vorsicht ohne größere Probleme zu begehen. Je nach Jahreszeit kann es durchaus sein, dass Sie kleine Passagen von Altschneefeldern überqueren müssen. Direkt neben dem Camp befindet sich ein kleiner Gletschersee und Sie können bereits exakt die Route für Morgen auf den Pass hinauf einsehen. Heute bekommen Sie Ihr Abendessen zeitiger als sonst serviert, da Morgen die Passüberschreitung ansteht und Sie dafür zeitig aufstehen müssen. Genießen Sie jedoch die feine Abendstimmung, wenn die untergehende Sonne die umliegenden vergletscherten Gipfel in ein schönes Rot einhüllt. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 5-6 Std. | Aufstieg ca. 820 m | Abstieg ca. 20 m | Gehstrecke ca. 5 km
Verpflegung: F / M / A
Heute gilt es und die Vorfreude ist groß! Sie stehen früh auf und beginnen noch vor dem Sonnenaufgang im Schein der Stirnlampen Ihren Aufstieg auf den Mazeno Pass (5.370 m). Erst mäßig steil und dann zunehmend mehr führt Sie der Pfad durch eine mit Schnee und Geröll abgeschlossene Scharte. Unter dem Geröll und dem möglichen Schneefeldern liegt der verborgene Mazeno-Gletscher. Abhängig von den aktuellen Verhältnissen ist es ab Mitte Juni jedoch so, dass es keine ausdehnten übereisten Schneefelder mehr gibt und Sie somit auch keine Steigeisen beim Aufstieg benötigen. An sich birgt der Aufstieg also keine großen technischen Schwierigkeiten. Natürlich wird Sie die Höhe fordern. Am Pass angekommen, ist die Freude riesengroß und die Aussicht auf die umliegende Gletscherwelt spektakulär. Natürlich haben Sie genügend Zeit für viele Erinnerungs-Fotos. Dann geht es an den Abstieg, welcher anspruchsvoller ist als der Aufstieg. Hier wird mit großer Sicherheit ein Fixseil gelegt wird, damit Sie sicher hinunter zum Loiba-Gletschers absteigen können. Entweder Sie nutzen das Seil nur zum Festhalten oder besser noch, Sie sichern sich selbst am Fixseil mit einem Prusikknoten, welchen Sie Stück für Stück bei Ihrem Abstieg nachschieben. So oder so ist eine sehr gute Trittsicherheit gefragt, dass der Untergrund hier sehr instabil sein kann. Wenn vom Winter noch etwas Schnee liegt, kann es sein, dass Steigeisen zum Einsatz kommen. Der Vorteil dann ist jedoch, dass der Schnee das lockere Geröll darunter verbirgt und zusammenhält. Wenn es aus dem Winter recht wenig bis gar keinen Schnee gibt, dann muss stets auf die Steinschlaggefahr geachtet werden. Unten am Loiba-Gletscher angekommen, erfolgt der weitere Abstieg talwärts heute direkt auf dem leicht geröllbeladenen Gletscher. Hier kommen Sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, da rechts und links von Ihnen unzählige eindrucksvolle Hängegletscher von namenlosen Gipfeln in Richtung Loiba-Gletscher fließen. Schließlich erreichen Sie das Camp Loiba (4.550 m) und Sie sind von der Südseite auf die Westseite des Nanga Parbats gewechselt. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 8-12 Std. | Aufstieg ca. 660 m | Abstieg ca. 860 m | Gehstrecke ca. 8 km
Verpflegung: F / LB / A
Sie verlassen Upper Loiba und steigen im wilden Zickzack die letzten Ausläufer des Loiba-Gletschers hinab und lassen diesen hinter sich. Nun wandern Sie hinein in das schöne und wenig besuchte Airl-Tal, wo sich der gleichnamige Fluss teils tief in die umliegenden Berge eingeschnitten hat. Nachdem Sie die Hochalm Lower Loiba erreicht haben, drehen Sie sich noch mal hinten um und haben einen wundervollen Ausblick auf die drei Gletscher (Loiba, namenslos & Airl-Gletscher), welche hier ins Airl-Tal fließen. Über eine kleine Brücke queren Sie den Airl-Fluss und laufen nun immer am linken Berghang das Tal Richtung Norden. In der Ferne können Sie bei gutem, klaren Wetter sogar die Berge des Hindukush in Afghanistan erkennen. Auch der Eingang zum Diamir-Tal, wo Sie als nächstes hinwollen, ist nun immer besser zu erkennen. Heute morgen noch von nichts als Gletscher umgeben, blühen nun die Wiesen mit vielen Blumen um Sie herum und zahlreiche Birken und Himalayazedern rücken in die Szenerie. Genau diese Vielfalt und Gegensätze machen die Umrundung des Nanga Parbats aus! Am Ende des Tages erreichen Sie das kleine Sommerdorf Airl (3.300 m). Hier leben lokale Hirten mit ihren Familien nur im Sommer für wenige Monate und lassen die Tiere auf den Hochalmen weiden. Da die lokale Bevölkerung kaum Besuch von Ausländern gewohnt ist, sind Sie sehr bestimmt die Attraktion des heutigen Tages. Sie schlagen Ihre Zelt unterhalb des Dorfs auf. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 4-5 Std. | Aufstieg ca. 100 m | Abstieg ca. 1.335 m | Gehstrecke ca. 10 km
Verpflegung: F / M / A
Sie laufen das Airl-Tal bis zum Ende hinunter. Dabei passieren Sie herrliche Hochalmen, Kiefernwälder und weitere kleine Sommerdörfer. Ihr Blick nach rechts in das Diamir-Tal hinein und zum ersten Mal auf die imposante Diamir-Wand des Nanga Parbats wird ebenfalls immer schöner. Um in das Diamir-Tal hineinwandern zu können, müssen Sie nun aber erst einmal noch weiter an Höhe verlieren. Nach ca. 3-4 Stunden erreichen Sie auf nur noch 2.500 m Höhe das Dorf Jail. Dies war notwendig, um nun den Airl-Fluss überqueren und langsam Richtung Diamir-Tal aufsteigen zu können. Auf diesen Höhen wird auch wieder fleißig Landwirtschaft betrieben und Sie passieren unter anderem viele Maisfelder. Ihr Ziel für den Tag ist das kleine authentische Dorf Zangot (bzw. Ser), welches sich auf 2.730 m befindet. Hier schlagen Sie am Ende des Dorfs unweit einer der vier Messner-Schulen für die Nacht Ihr Camp auf. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 5-6 Std. | Aufstieg ca. 580 m | Abstieg ca. 1.070 m | Gehstrecke ca. 9 km
Verpflegung: F / M / A
Heute geht es immer tiefer hinein in das berühmte Diamir-Tal, welches heutzutage als Normalroute für die Besteigung des Nanga Parbat genutzt wird. Sie verlassen das kleine Dorf Zangot und damit die letzte größere Ortschaft im Tal. Nun führt Ihr Weg durch teils ausgewaschene Flussbetten, märchenhafte Birkenwälder, vorbei an kleinen mittelalterlich wirkenden Sommerdörfern und eine wilde Moränenlandschaft hinauf bis zur schönen Sommerweide der lokalen Bergbauern nach Kutgali (3.850 m). Bevor Sie diese erreichen, müssen Sie jedoch noch die Seitenmoräne hinaufsteigen und den Diamir-Gletscher für ca. eine Stunde über geröllige Pfade durchqueren. Auf der anderen Seitenmoräne liegt nun Kutgali. Von hier haben Sie atemberaubende Blicke auf die Diamir-Wand des Nanga Parbat, welche sich nun in ihrer gesamten Größe vor Ihnen aufbaut. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 6-7 Std. | Aufstieg ca. 1.150 m | Abstieg ca. 90 m | Gehstrecke ca. 9 km
Verpflegung: F / M / A
Da Sie schon einmal so nah dran sind am Base Camp der Westseite des Nanga Parbat, nutzen Sie auch die Möglichkeit dieses zu besuchen. Sie laufen für ca. 2 Stunden gemütlich entlang der Seitenmoräne des Diamir-Gletschers durch endlose farbenprächtige Blumenwiesen bis zum Camp. Nun können Sie die riesigen Hängegletscher und Seracs der Diamirflanke aus nächster Nähe bewundern. Vielleicht sind sogar einige Bergsteiger im Base Camp (bis Mitte Juli), mit welchen Sie einen kleinen Plausch halten können. Von hier aus können Sie auch bestens die heutige Normalroute, die Kinshofer-Route, gedanklich am Berg nachzeichnen. Nachdem Sie ausgiebig diesen wunderschönen Ort erkundet haben, steigen Sie erneut in 1,5 – 2 Stunden nach Kutgali ab. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 4 Std. | Aufstieg ca. 370 m | Abstieg ca. 370 m | Gehstrecke ca. 10 km
Verpflegung: F / M / A
Direkt hinter dem Camp von Kutgali führt ein recht steiler Weg über Blumen- und Grashänge hinauf Richtung Kutgali-Pass. Zu Beginn müssen Sie hier immer Mal Ihre Hände einsetzen, um sich irgendwo abzustützen oder hinaufzuziehen. Dann haben Sie auch schon den steilsten Abschnitt hinter sich und nun folgt ein langer mäßig steiler Almwiesen-Anstieg. Lassen Sie immer mal Ihren Blick nach hinten auf den gewaltigen Diamir-Gletscher und den Gipfel des Nanga Parbat mit seinen minder eindrucksvollen Nebengipfeln schweifen. Schießlich erreichen Sie nur 100 m unter dem Pass das Ende der Almwiesen und es heißt nochmal volle Konzentration. Der anschließende Schlussanstieg führt über viel großes Geröll und Schutt, wo Sie sehr gute Trittsicherheit beweisen müssen. Schließlich ist es soweit und Sie haben den zweiten Pass Ihrer Tour, den Kutgali-Pass (4.995 m) erreicht. Es kann durchaus sein, dass hier oben oder beim Abstieg Restschneefelder liegen. Vom Pass können Sie bei guter Fernsicht einige hohe Gipfel in der Karakorum-Region entdecken. Danach steigen Sie eine recht steile Geröllrinne hinab zur Hochalm Karu-Sagar (4.170 m). Sie haben also das Diamir-Tal hinter sich gelassen und befinden sich nun im Patro-Tal. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 6-7 Std. | Aufstieg ca. 1.150 m | Abstieg ca. 830 m | Gehstrecke ca. 6 km
Verpflegung: F / M / A
Ein letztes Mal durchschreiten Sie ein Seitental des Nanga Parbat und steigen wiederum auf der anderen Seite hinauf, um den Ausgangspunkt für Ihren letzten Pass, den Jiliper Pass zu erreichen. Zuerst steigen Sie teils weglos an vegetationsreichen Berghängen weiter hinab bis zur Siedlung Jangar (ca. 3.485 m), wo erneut Viehhirten im Sommer ihre Tiere grasen lassen. Dieses Dorf liegt eindrucksvoll direkt vor dem Patro-Gletscher am Ganalo Peak (6.606 m) Danach geht es durch schöne Kiefernwälder, einige Almwiesen und mit tollen ersten Blicken auf die Nordwand des Nanga Parbat hinauf zum Camp Gutum Sagar (4.350 m). Dieser Lagerplatz befindet sich zwischen den beiden Jiliper Peaks. Heute gehen Sie zeitig ins Bett und ruhen sich aus, da morgen die letzte Passüberschreitung auf dem Programm steht. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 6-7 Std. | Aufstieg ca. 950 m | Abstieg ca. 720 m | Gehstrecke ca. 8 km
Verpflegung: F / M / A
Heutet erwartet Sie die letzte längere Etappe dieses Trekkings. Sie sammeln ein letztes Mal alle Ihre Kräfte und steigen über Schotter und teils große Geröllbrocken hinauf zum Jiliper Pass (4.820 m). Diesen erreichen Sie dann bereits nach ca. 2 Stunden. Von hier oben haben Sie einen atemberaubenden Blick auf die Nordwand des Nanga Parbat. Der Ganalo Peak (6.606 m) ragt direkt neben Ihnen in die Höhe und Ihnen gegenüber liegt der Chongra Peak (6.824 m). Natürlich können Sie nun auch den Rakhiot Peak (7.070 m), die Silberzacken (Ostgipfel) und alle nördlichen Vorgipfel einsehen. Viele Bergenthusiasten halten die Nordwand für die schönste Seite des Nanga Parbat. Nun steigen Sie recht steil und ein letztes Mal mit voller Konzentration teils über Geröll und Wiesen hinab bis zur Hochalm Bayal (3.550 m), welche der Märchenwiese vorgelagert ist. Sie haben es geschafft – Sie sind von der Südwand, über die Westseite bis zur Nordseite herumgewandert und stehen nun umgeben von Kiefernwäldern auf einer wunderbaren Alm und genießen den Blick auf die Rakhiot-Wand und können extrem stolz auf sich sein. Nur wenige Menschen umrunden den Nanga Parbat auf diese Art und Weise. Ab heute müssen Sie auch nicht mehr im Zelt schlafen, sondern in schönen einfachen Holzbungalows. Übernachtung in Holzblockhütten.
Gehzeit ca. 5-6 Std. | Aufstieg ca. 455 m | Abstieg ca. 1.215 m | Gehstrecke ca. 6 km
Verpflegung: F / LB / A
Man kann kaum schöner aufwachen, als in dieser einmaligen Kulisse. Sie frühstücken draußen auf Holzbänken mit direktem Blick auf die Nordwand des Nanga Parbat. Anschließend wollen Sie ein wenig mehr in die Besteigungsgeschichte des "Schicksalsberg der Deutschen" eintauchen. Sie unternehmen einen Ausflug hinauf auf knapp 4.000 m (ca. 3 Stunden vorbei am German View Point), wo sich das ehemalige Base Camp der vor allem deutschen Besteigungsversuche in den 1930er Jahren befindet. Viele dieser damaligen Expeditionen endeten tragisch mit vielen Todesfällen. Unter anderem finden Sie hier eine Gedenkstätte, welche an den 1937 verunglückten Alfred Drexel erinnert. Auch Hermann Buhl, welcher Teil der Karl Herrligkoffer Expedition von 1953 war, startete seine Erstbesteigung von hier aus. Die Aussicht auf die direkt vor Ihnen liegenden Eisflanken der Nordwand sind nicht in Worte zu fassen. Genießen Sie diesen einmaligen Moment, bevor Sie zurück nach Bayal absteigen (ca. 2 Stunden). In Bayal essen Sie etwas zum Mittag und stärken sich, bevor Sie dann noch die 1,5 Stunden hinunter zur Märchenwiese laufen. Den Nachmittag können Sie nutzen, um sich noch ein wenig auf der berühmten Märchenweise umzuschauen. Übernachtung in Holzblockhütten.
Gehzeit ca. 6 Std. | Aufstieg ca. 660 m | Abstieg ca. 930 m | Gehstrecke ca. 12,5 km
Verpflegung: F / M / A
Sie lassen mit einem weinenden Auge dieses schöne Fleckchen Erde und den Nanga Parbat hinter sich und steigen nach Tato ab. Dort warten bereits Ihre 4×4 Jeeps auf Sie, welche Sie abenteuerlich hinunter Rakhiot-Brücke auf dem Karakorum Highway bringen. Hier bekommen Sie das Gepäck zurück, welches Sie vor der Nanga Parbat Umrundung in Gilgit eingelagert haben und steigen in den Minibus um. Nun beginnt Ihre Rückreise nach Islamabad. Wenn die Straße über den Babusar-Pass (wenn keine Erdrutsche die Straße mal wieder verschüttet haben oder der Schnee zu hoch liegt) geöffnet ist, dann biegen Sie kurz vor Chilas ein und fahren bis Naran. Diese Strecke nach Islamabad ist landschaftlich attraktiver und kürzer, als die Normalroute über Dasu und Besham. Außerdem haben Sie mit dem Babusar-Pass (4.173 m) nochmal ein schönes letztes Highlight auf der Strecke. Ihr Ziel, die Stadt Naran, ist für pakistanische Verhältnisse modern und wird von vielen einheimischen Touristen im Sommer besucht, um kleine Ausflüge in mittleren Höhen in der Umgebung zu unternehmen. Eine schöne Möglichkeit, um Abends nochmal durch die Straßen zu schlendern. Übernachtung im Hotel Northern Retreat o.ä.
Gehzeit ca. 2 Std. | Fahrzeit ca. 7-8 Std.
Verpflegung: F / M / A
Weiter geht die Fahrt nach Islamabad. Die geplante Ankunft ist der späte Nachmittag. Es bleibt Ihnen also genügend Zeit, um sich nochmal im Hotel frisch zu machen, bevor es zum Abschiedsabendessen geht. Die Erlebnisse der letzten 23 Tagen lassen sich kaum in Worte fassen und werden noch lange bei Ihnen Eindruck hinterlassen. Der Rückflug nach Deutschland findet meist mitten in der Nacht statt – somit kann es sein, dass Sie bereits heute gegen Mitternacht zum Flughafen gebracht werden. Übernachtung im Hotel Hillview Islamabad o.ä.
Verpflegung: F / A
Wenn nicht bereits gestern Abend vor Mitternacht, dann werden Sie heute je nach Uhrzeit Ihres Rückflugs früh am Morgen zum Flughafen gebracht. Sie müssen Abschied nehmen von Pakistan und einer unvergesslichen Trekkingreise herum um den Nanga Parbat. Sie landen noch am gleichen Tag in Deutschland.
Englischsprachig durchführungsgarantiert, aber ohne deutschen Reiseleiter
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 460 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 460 €
Grundsätzlich können Gäste allen Alters an diesem expeditionsartigen Trekking teilnehmen. Diese Trekkingreise beinhaltet ein sehr langes physisch sehr herausforderndes Zelttrekking in großen Höhen. Es ist sehr ratsam, dass Sie als Vorerfahrung bereits andere mehrtägige Trekkings im Hochgebirge vorweisen können. Sie sollten sich auf die Reise gezielt mit einem entsprechenden Konditionstraining und ausgiebigen Wanderungen/Bergbesteigungen vorbereiten! Definitiv benötigen Sie bei dieser Reise eine hervorragende Trittsicherheit (vor allem an den Pässen) in anspruchsvollem und unwegsamen Gelände, da die Pfade teils ausgesetzt, steil, uneben und vor allem sehr geröllig sind. Eine sehr gute körperliche Fitness, eine exzellente Ausdauer, Schwindelfreiheit, Höhenverträglichkeit, Kameradschaft und Bereitschaft zu Komfortverzicht (13 Tage ohne Sanitäreinrichtungen) sind Grundvoraussetzungen. Auf dem Trekking können Sie teils hohe Temperaturunterschiede erwarten und auch dieser Aspekt stelle eine große körperliche Belastung für Ihren Organismus dar! Je nach Gletscherschmelze müssen Sie eventuell den einen oder anderen bis zu knietiefen Gletscherfluss überwinden. Der Aufstieg zum Mazeno Pass (auf geröllbedecktem Gletscher mit teils Altschneefeldern) ist noch recht unschwierig. Der Abstieg vom Pass auf den Loiba-Gletscher kann jedoch etwas knifflig sein. Falls kaum noch Schnee liegt besteht hier eine größere Gefahr von Steinschlag. Falls überfrorene Firnfelder vorhanden sind, kommen Steigeisen zum Einsatz. Da der Abstieg recht steil legt das Team ein Fixseil, an welchem Sie sich sichern können. Während Sie für diese Tour kein „Superalpinist“ sein müssen, raten wir Ihnen eine fundierte Erfahrung im Hochtourenbereich an. Wir empfehlen jedem Teilnehmer vor dieser Reise bereits einen Gletscherkurs in den heimischen Alpen absolviert zu haben! Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Der Flug von Islamabad nach Gilgit ist ein Sichtflug. Bei schlechtem Wetter kann es sein, dass dieser nicht durchgeführt werden kann. In diesem Fall müssen Sie über 2 Tage per privaten Transport nach Karimabad gelangen. In diesem Fall gibt es keine Regressansprüche.
Buchung DZ, EZ oder 1/2 DZ. Sollten Sie alleine reisen, können Sie ein Einzelzimmer oder 1/2 Doppelzimmer buchen. Für die Verfügbarkeit eines 1/2 Doppelzimmer kann keine Garantie übernommen werden. Solange kein passender Zimmerpartner/in gefunden wurde, berechnen wir den Einzelzimmerpreis. Der Preis im Doppelzimmer gilt nur bei Buchung von 2 Personen pro Zimmer.
Im Karakorum passiert es nicht selten, dass Erdrutsche komplette Straßen verschütten und diese über Tage aufwendig wieder freigeräumt werden müssen. Aus diesem Grund kann es jederzeit zu Programmverzögerungen oder -änderungen kommen. Bitte bleiben Sie stets flexibel und verständnisvoll für die örtlichen Gegebenheiten. Der Reiseleiter wird in diesem Fall stets im Interesse der Reisegäste agieren.
Pakistan
Wichtiger Hinweis:
Durch ungünstige Straßenverhältnisse, schlechtes Wetter oder sonstige Einflüsse höherer Gewalt kann es zu Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen kommen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, Geduld und die Bereitschaft, falls notwendig mit anzupacken oder ggf. auf Komfort zu verzichten. Aufgrund der unvorhersehbaren klimatischen Bedingungen im Hochgebirge des Karakorums und anderer widriger Umstände kann es im Extremfall unmöglich sein manche Abschnitte der geplanten Trekkingroute zu erreichen. Ausschließlich der Reiseleiter entscheidet zum Wohle der Gesundheit aller Reiseteilnehmer über mögliche Planänderungen. Mögliche Regressansprüche in diesem Fall sind ausgeschlossen. Da der Flug von Islamabad nach Skardu ein Sichtflug ist, kann es passieren, dass dieser bei ungünstigen Wetterverhältnissen oder aus operativen Gründen seitens der Airline abgesagt wird. In diesem Fall muss die Strecke über 2 Tage mit dem Auto zurückgelegt werden. Auch hier sind mögliche Regressansprüche ausgeschlossen. Meine Welt Reisen übernimmt keine Haftung für die Funktionsfähigkeit der persönlichen Ausrüstung der Reiseteilnehmer. Dies gilt auch, soweit dieses Equipment durch die Reiseteilnehmer vor Ort erst geliehen oder gemietet wird.
Sollten Preiserhöhungen seitens der Behörden vor Ort (z.B. Park-, Konzession-, Wildlife-Gebühren) kurzfristig anfallen, behält sich Meine Welt Reisen das Recht einer Preiserhöhung vor.
Bitte beachten Sie, dass bei einem vorzeitigen Abbruch der Rundreise nach eigenem Willen kein Anspruch auf eine Kostenerstattung besteht. Die zusätzlich anfallenden Kosten durch den Reiseabbruch sind vom Reisenden selbst zu tragen.
Versicherung:
Für unsere Pakistan-Reisen empfehlen wir Ihnen dringend den Abschluss einer Reiserücktritts und -abbruchversicherung. Diese Versicherung deckt die Kosten ab, welche entstehen können, wenn Sie die Reise unerwartet absagen oder vor Ort abbrechen müssen. Dies kann aus gesundheitlichen Gründen oder anderer unvorhersehbarer Umstände passieren. Bitte prüfen Sie vorab, in welchen Umfang Sie bereits versichert sind und steuern Sie gegebenenfalls entsprechend nach. Dies gilt auch dringend für eine Auslandskranken- und Unfallversicherung. Auf dieser Trekkingtour befinden Sie sich in einer sehr abgelegenen Hochgebirgsregion, fernab jeglicher Zivilisation. Wenn Ihnen hier etwas Akutes zustößt (z.B. schwere Infektion, Unfall wie z.B. Bein- oder Knöchelbruch oder auch akute Höhenkrankheit) dann kommt ausschließlich eine Helikopter-Rettung in Frage, welche in Pakistan nur durch das heimische Militär durchgeführt wird und dadurch sehr teuer ist. Nicht selten können hier Beträge über 20.000 EUR anfallen. Eine kommerzielle Helikopter-Rettung gibt es in Pakistan nicht. Es ist darauf hingewiesen, dass es seit einigen Jahren in Pakistan üblich ist, dass der Reiseveranstalter beim Militär zum Beginn der Reise-Saison einen hohen Betrag hinterlegen muss, damit ein Helikopter im Notfall überhaupt zum Einsatz/Rettung losgeschickt wird. Wenn es also zu einem entsprechenden Einsatz kommt, trägt Meine Welt Reisen unmittelbar die Kosten für diesen und geht damit in Vorkasse für den Gast, welcher diesen Einsatz benötigt. Aus diesem Grund bitten wir den Gast die entstandenen Kosten innerhalb von 4 Wochen nach Datum einer möglichen Rettung an Meine Welt Reisen zu überweisen. Es kann durchaus sein, dass Ihre Versicherung bis dahin den Fall noch nicht abschließend geprüft und Ihnen den Betrag erstattet hat. Dies ist jedoch unabhängig von der Forderung von Meine Welt Reisen gegenüber dem Gast zu betrachten!
Bitte stellen Sie sicher, dass bei Ihrer Auslandskranken- bzw. Unfallversicherung für den Notfall die notwendige Rettung per Helikopter (Such-, Rettungs- und Bergungskosten im Gebirge) inkludiert ist und diese einen Deckungsbeitrag von mindestens 25.000 Euro aufweist. Da es durch einen Unfall oder einer Krankheit zu einer solchen Rettung per Helikopter kommen kann, sollten Sie beide Versicherungen haben.
Wir bei Meine Welt Reisen arbeiten mit der Hanse Merkur zusammen. Sie können jede unserer Reiseversicherungen bequem online abschließen und sich auf Ihre wohlverdiente Auszeit freuen, ohne sich Gedanken über etwaige Kosten für einen Reiserücktritt oder im Falle einer Krankheit machen zu müssen. Weitere Infos dazu finden Sie unter: https://www.meinewelt-reisen.de/reiseversicherung-hanse-merkur/
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB): Für diese Reise gelten die AGB von Meine Welt Reisen GmbH. Diese finden Sie auf unserer Internetseite.
Veranstalter: Meine Welt Reisen GmbH, Leipzig
Klima:
Das Klima in Pakistan ist sehr unterschiedlich. Die Temperaturen schwanken sehr stark und sind von den Jahreszeiten und Höhenlagen abhängig. Das in Pakistan vorherrschende subtropische Kontinentalklima ist in der Regel heiß und trocken. Für Pakistan-Reisen in den Karakorum, z.B. für das K2-Trekking und Expeditionen in der Region sind Juni bis September die besten Monate. Die Temperaturen im Tiefland sind zu dieser Zeit zwar recht hoch, in der Bergregion Nordpakistans jedoch angenehm. Der Südwestmonsun, welcher zu dieser Zeit in einigen Regionen Pakistans den meisten Niederschlag bringt, hat in den Bergen von Pakistans Norden kaum einen Einfluss. Eher ganz im Gegenteil – in diesen Monaten ist das Wetter meist am stabilsten und Gipfelversuche sowie Passüberschreitungen können besser geplant werden. Aber auch das Frühjahr (ab Mitte April) und der Herbst (bis Mitte November) lohnen für einen Besuch in die nicht ganz so hohen Bergregionen wie z.B. in Hunzaland. Im Hochland fallen die größten Niederschläge überwiegend im Winter und Temperaturen im Minusbereich sind in den Hochtälern auch tagsüber üblich.
Sprache:
Die Amtssprache in Pakistan ist Urdu. Die indoarische Sprache setzt sich aus der persischen und der arabischen Sprache zusammen und hat zudem Einflüsse aus der Hindi-Sprache. Urdu wird jedoch nicht von der gesamten Bevölkerung gesprochen. Weit verbreitet ist auch die englische Sprache, sodass Sie sich meist problemlos verständigen können. Zudem werden im Land verschiedene weitere ursprüngliche Sprachen wie Punjabi, Sindhi, Pashtu, Seraiki und Baluchi als Muttersprache gesprochen.
Zeitverschiebung:
Pakistan ist uns während der Winterzeit 3 Stunden voraus. Da es im Reiseland keine Umstellung zur Sommerzeit gibt, beträgt die Zeitverschiebung während unserer Sommerzeit +4 Stunden. Wenn es also 12 Ihr mittags in Deutschland ist, dann ist es bereits 16 Uhr nachmittags in Pakistan.
Einreise / Visum:
Deutsche Staatsbürger benötigen zur Einreise nach Pakistan einen gültigen Reisepass (6 Monate Restlaufzeit) sowie ein Visum. Das Visum kann vor der Abreise in der pakistanischen Botschaft in Berlin oder beim Generalkonsulat in Frankfurt beantragt werden. Ebenfalls mittlerweile möglich und auch einfacher ist die Beantragung eines E-Visums. Für die Beantragung ist jeder Reisegast selbst zuständig, jedoch sind wir Ihnen bei Rückfragen immer gerne behilflich. Ebenfalls senden wir Ihnen alle benötigten Dokumente für die Beantragung und stellen Ihnen nach Ihrer Buchung eine Guideline zur Verfügung, auf was Sie beim Beantragungsprozess achten müssen. Gleiche Einreisebestimmungen gelten für Österreicher und Schweizer. Die Visumsbeantragung läuft ausschließlich unter: https://visa.nadra.gov.pk/
Gepäck:
Die Gepäckbestimmungen (Größe, Gewicht, …) richten sich nach den jeweiligen Bestimmungen der Airline. Auf Wunsch teilen wir Ihnen detaillierte Informationen zu Ihrer Reise und Ihren Flugverbindungen mit.
Währung:
In Pakistan ist die Landeswährung die Pakistanische Rupie und das gängige Zahlungsmittel. In den größeren Städten kann man an den ATM’s mit der Kreditkarte Geld abheben. Für den Umtausch in die lokale Währung empfehlen wir Ihnen die Mitnahme von Bargeld in Euro oder US-Dollar. Für Reisen in abgelegene Gegenden, gerade beim Karakorum-Trekking, empfiehlt sich die Mitnahme von Bargeld in heimischer Währung. Grundlegend gilt dies für alle Pakistan-Reisen.
Aktueller Umrechnungskurs: 1 € = 320 PKR (Stand 05/2025)
Strom & Wasser:
In Pakistan ist der zweipolige Stecker-Typ C (wie bei uns daheim) und der dreipolige Stecker-Typ D gängig. Meistens benötigen Sie also keinen Adapter und falls das doch notwendig werden sollte, kaufen Sie einfach günstig einen vor Ort. Die Netzspannung beträgt in Pakistan 230 Volt bei einer Frequenz von 50 Hz und ist für unsere Geräte geeignet. Bitte beachten Sie, dass es häufig zu Stromausfällen oder Stromschwankungen kommt. Das Leitungswasser in Pakistan ist nicht zum Trinken geeignet. Verzichten Sie auf Eiswürfel und nehmen Sie keine mit Leitungswasser zubereiteten Getränke wie Eistee zu sich. Verwenden Sie auch zum Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser (Flaschenwasser).
Telefon & Internet:
Bitte setzen Sie sich vorab mit Ihren Telefon-Anbietern in Verbindung und erfragen Sie die etwaigen Kosten für die Nutzung in Pakistan. Der Empfang in den größeren Städten und den dicht besiedelten Gebieten ist recht gut. Im Gebirge ist das Mobilfunknetz jedoch nicht garantiert. In den Städten und einigen Unterkünften sind immer besser funktionierende WLAN-Verbindungen vorhanden. Bei einer Trekking- oder Wandertour in den Bergen Pakistans kann dies nicht garantiert werden und auch der Kauf einer örtlichen Simkarte sind wenig sinnvoll.
Sicherheit:
Natürlich können Sie mit Meine Welt Reisen sicher in den Norden Pakistans reisen. Die meisten bis heute anhaltenden Spannungen im Land befinden sich weit weg von den Regionen, welche Sie auf unseren Reisen besuchen. Viele Teile des Landes können ohne Probleme und sicher mit einheimischer Reiseleitung bereist werden. So gut wie alle Gäste kommen von unseren Reisen erstaunt wieder und berichten ausschließlich von positiven Erfahrungen und Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung. Wie bei allen unseren Reisen empfehlen wir Ihnen Ihre Wertsachen auf das Nötigste zu beschränken (am besten im Hotel deponieren) und diese nah am Körper zu tragen. Lassen Sie Ihr Reisegepäck niemals unbeaufsichtigt tragen Sie keinen teuren Schmuck oder ähnliches zur Schau.
Gesundheit / Impfungen:
Aktuell ist für die Einreise aus Deutschland nach Pakistan keine Impfung verpflichtend. Nur bei der Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Ein aktueller Impfschutz gegen Hepatitis A und bei einem Langzeitaufenthalt gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken ist ratsam. Zum Thema Impfungen empfehlen wir Ihnen einen fachkundigen Arzt rechtzeitig vor der Reise aufzusuchen und sich dahingehend beraten zu lassen. Die Hygienestandarts und Toilettenbedingungen entsprechen nicht dem mitteleuropäischen Standard. Während in den Hotels in Islamabad gute sanitäre Einrichtungen vorhanden sind, ist es in den ländlichen Gegenden oft sehr einfach gehalten. Für Trekking-Reisen in Pakistan empfehlen wir Ihnen unbedingt die Mitnahmen von Toilettenpapier (oft nicht auf den Toiletten vorhanden) und Feuchttüchern. Auch das Essen ist zwar sehr lecker, aber gewöhnungsbedürftig für uns Mitteleuropäer – die vielen verschiedenen Gewürze, kombiniert mit den schlechteren hygienischen Bedingungen bei der Zubereitung können schnell zu Magenproblemen führen. Das Mitnehmen von Kohletabletten und anderen Hilfsmitteln bei Magenproblemen kann in jedem Fall nicht schaden. Offiziell gilt Pakistan als Malaria-Gebiet. Malaria kann im gesamten Land auf einer Höhe unter 2.500 m theoretisch auftreten. Eine Malaria-Prophylaxe ist gerade bei den Reisen im Hochgebirge des nördlichen Pakistans jedoch nicht zu empfehlen.
Sonstiges:
Geschätzt hat Pakistan 230 Millionen Einwohner, die sich auf eine Fläche von knapp 800.000 km2 verteilen. Damit ist Pakistan doppelt so groß wie Deutschland. Die Entfernungen lassen sich zeitlich nur schwer einschätzen. Die Straßen sind in einem eher schlechten Zustand und Unfälle oder Erdrutsche, die den Verkehr behindern sind an der Tagesordnung. Der Tourismus steckt in Pakistan noch in den Kinderschuhen. Für Trekking-Reisen ist das Land bei Bergsteigern schon bekannt, treffen doch Himalaya, Hindukusch und Karakorum hier aufeinander.
Bedenken Sie bitte, dass Pakistan ein sehr religiöses Land ist. Beachten und respektieren Sie stets die muslimische Weltanschauung. Dies betrifft unter anderen die Wahl Ihrer Kleidung – lange Hosen und langärmige Oberteile sind beim Besuch religiöser Einrichtungen Pflicht. Bei den Frauen sollte zusätzlich das Haupthaar bedeckt sein. Gleichermaßen müssen in Moscheen und in vielen Restaurant die Schuhe ausgezogen werden. Bitte fotografieren Sie Menschen nur auf Nachfrage und Zustimmung. In religiösen Einrichtungen wird auf mögliche Fotoverbote hingewiesen. Generell ist das Fotografieren von militärischen Einrichtungen und kritischen Infrastruktur-Objekten in Pakistan untersagt.
Ausrüstung
Gesundheit
Individuell
Alpine Ausrüstung (Mazeno Pass)
Diese außergewöhnliche Trekkingreise ist im Ablauf so gestaltet, dass der durchschnittliche Trekking-Gast genügend Zeit hat sich an die großen Höhen anzupassen. Die stetige Gefahr einer Höhenkrankheit in diesen extremen Höhen darf jedoch nie unterschätzt werden. Wir empfehlen Ihnen vorab der Reise Ihren Hausarzt zu konsultieren und diesem Ihr Vorhaben zu erläutern. Der Arzt sollte Ihnen ein gesundes Herz und einen guten Kreislauf bestätigen. Ebenso sollten Sie sich vorab der Reise, eventuell gemeinsam mit einem Arzt, intensiv mit dem Thema Höhenkrankheit auseinandersetzen. Optional gibt es auch Institute für Höhentrainings, um einmal im Vorfeld der Reise Ihre Höhenverträglichkeit zu testen. So können Sie ohne Sorge an der Reise teilnehmen.
Die angegebenen Gehzeiten der Tagesetappen während des Trekkings sind grobe durchschnittliche Richtwerte (reine Gehzeiten mit kleinen Pausen) und können natürlich von Gruppe zu Gruppe je nach Konstellation/Leistungsvermögen dieser und je nach Witterungsbedingungen/aktuellen Gegebenheiten vor Ort leicht variieren. Die angegebenen Höhenmeter der einzelnen Tage wurden durch uns selbst vor Ort getrackt. Diese Angaben können durchaus je nach verwendeten Gerät etwas abweichen. Auch kann es sein, dass Ihr Guide auf Ihrer Reise aus gewissen Gründen eine Alternativroute wählt und dadurch Abweichungen zu Stande kommen.