Natur und Kultur im Herzen von Südamerika

Vom Bergnebelwald, über den Altiplano & Salzwüsten bis zum Titicacasee

  • 19 Tage
ab € 4.595,-
  • 4 - 12 Personen

Highlights der Reise

  • Bergnebelwald im Amboró Nationalpark

  • Boliviens schönste Kolonialstadt - Sucre

  • Minenbesichtigung im Cerro Rico von Potosí

  • Die größte Salzwüste der Welt Salar de Uyuni

  • Titicacasee als Wiege der Inkas mit der traumhaften Isla del Sol

  • Mit der Seilbahn über das kontrastreiche La Paz schweben

Bolivien ist nicht nur geografisch im Zentrum von Südamerika gelegen, sondern kann aufgrund seiner kulturellen, ethnischen und landschaftlichen Vielfalt auch als das Herz von Südamerika bezeichnet werden. Über 50 % der Bevölkerung gehören einem der 36 offiziell anerkannten indigenen Volksgruppen an. Seitdem der indigene Präsident Evo Morales von 2006 – 2019 Präsident im Land war, wurden die Rechte der indigenen Völker gestärkt und im Vergleich zu vielen anderen Nationen hat im ganzen Land bei den Menschen ein Prozess der Rückbesinnung auf ihre Wurzeln und ein Erstarken der kulturellen Identität stattgefunden. Dies ist ein Grund, warum ein Besuch Boliviens bis heute so sehr lohnt – hier können Sie eine noch sehr lebendige und authentische Kultur und eine größtenteils ursprünglich lebende Bevölkerung kennenlernen. Ein weiterer großer Anziehungspunkt des Landes sind natürlich die einzigartigen landschaftlichen Kontraste und die vielfältige Topografie auf recht kleinem Raum. Während im Osten des Landes die tropische Tiefebene mit unendlichen Dschungel und eine weite Savannenlandschaft dominieren, grenzen daran die subtropischen Täler und die hügelige Übergangszone zwischen Hochland und Amazonas (Yungas genannt). Der Kern von Bolivien ist natürlich der Altiplano – diese Hochebene liegt zwischen 3000-4000 m und wird von der Ostkordillere (die Königskordillere mit 6.000er Bergen wie den Illimani) und der Westkordillere (hohe Vulkane bis weit über 6.000 m wie z.B. dem Sajama) eingerahmt. Hier liegen viele Hightlights des Landes, wie die Salzwüsten mit bunten Altiplano-Lagunen, sehr viele hohe Vulkane und traumhafte Wüstenlandschaften. Auch der gigantische Titicacasee taucht wie aus dem Nichts aus dem Altiplano auf. Gleichermaßen auf der Hochebene befinden sich einige sehr sehenswerte Kolonialstädte. Auch gerade weil Bolivien noch nicht so entwickelt ist wie viele Nachbarländer, ist das Reisen hier noch ursprünglich und ein wahres Abenteuer. Kommen Sie mit auf eine einmalige aktive Erlebnisreise, um die kulturellen und landschaftlichen Schätze des Landes tiegfründig zu erkunden!

Die Reise beginnt im subtropischen Osten des Landes. Im wenig besuchten Amboró Nationalpark wollen Sie von Ihrer traumhaft gelegenen Lodge aus seltene Tierarten zwischen geologisch einmaligen dschungelüberwucherten Sandsteinformationen aufspüren. Nach dem Besuch von Samaipata, einer der wichtigsten Inka-Ruinen des Landes, geht es weiter in die "weiße Stadt" Sucre. Die vielen prächtigen meist weiß-getünschten Kirchen, Paläste, Klöster und Herrenhäuser werden auch Sie den Eindruck gewinnen lassen sich in der schönsten Stadt Südamerikas zu befinden. In Potosí entdecken Sie nicht nur eine schöne Kolonialarchitektur, sondern tauchen tiefer in die Geschichte des Landes ein. Diese ist natürlich unzertrennlich mit dem Abbau von Mineralien, inbesondere von Silber, verbunden. Der Besuch einer Mine im Cerro Rico ("reicher Berg") wird für immer in Ihrem Kopf bleiben. Im Anschluss wartet eine eindrucksvolle Jeepfahrt durch das wilde Südbolivien auf Sie – von brodelnden Geysiren, aktiven Vulkanen, bizarren Wüstenlandschaften, einer extremen Tierwelt, farbenreichen Lagunen bis hinzu Salzwüsten, die nicht von dieser Welt scheinen, erleben Sie in wenigen Tage so viel wie sonst in einem gesamten Urlaub. Nachdem Sie den größten Schatz des Landes, den Salar de Uyuni, bei der Wanderung auf den Tunupa Vulkan nochmal von oben bestaunen durften, bleibt die Reise mit der Fahrt durch unberührte Altiplano-Landschaften zum Sajama-Nationalparkt ereignisreich. Umgeben von einigen der höchsten Vulkane des Landes unternehmen Sie eine schöne Wanderung und entspannen dann in heißen Quellen mit Blick auf die Vulkan-Gletscher. Mit dem Besuch von La Paz, der wohl verrücktesten und quirligsten Großstadt des Kontinents und dem Abstecher zur Sonneninseln auf dem Titicacasee findet Ihre Reise ein gelungenes Ende. Mit den Erlebnissen dieser Reise könnten Sie in ganzes Buch füllen…

Ihr Reiseexperte|in

Alexander Fleischer

Ihr Reiseexperte

  • Alexander Fleischer
  • +49 341 9899 70 84
  • alexander@meinewelt-reisen.de

Dauer

19 Tage

Land

Preis p.P.

ab € 4.595,-

Reiseverlauf der Kultur- und Naturreise durch Bolivien

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Tag 1: Abflug nach Bolivien

Die ganzen Vorbereitungen sind erledigt und die Vorfreude auf Ihre Bolivien-Reise erreicht ihren Höhepunkt. Am Abend steigen Sie in das Flugzeug und fliegen über Nacht mit einem Stopp nach Santa Cruz in Bolivien. Bereits im Flieger gehen Sie gedanklich durch, welche einmaligen Landschaften und kulturellen Highlights auf Sie warten. Um Ihre Reise entspannt zu starten, empfehlen wir Ihnen die Anreise per Rail & Fly. Teilen uns diesen Wunsch bitte zur Buchung mit.

Tag 2: Ankunft in Santa Cruz & Fahrt in den Amboró Nationalpark

Verpflegung: M / A
Lodge Los Volcanes Amboro Nationalpark.jpeg

Am frühen Morgen landen Sie auf dem Flughafen von Santa Cruz. Hier wartet direkt Ihr privater Transport auf Sie und bringt Sie in den wundervollen Amboró Nationalpark zur traumhaft gelegenen Lodge Refugio Los Volcanes. Ihr Transport bringt bis zu einem schönen Aussichtshügel, wo Sie bereits die Lodge sehen können. Hier geht es nur noch für spezielle 4x4 Fahrzeuge weiter, welche die Lodge-Besitzer haben und Sie von diesem Punkt aus abholen. Die Lodge ist in einmaliger Natur in einer Lichtung zwischen gigantischen roten Sandsteinfelsen, tropischen Bergnebelwald und idyllischen Wasserfällen eingebettet. Da in Amboró mit dem tropischen Regenwald des Amazonas, dem Hochgebirge der Anden und der Savannenlandschaft vom Gran Chaco (aus der Sprache der Quechua für "baumlose Ebene) drei große Ökosysteme aufeinandertreffen, weist der Nationalpark eine besonders große Vielfalt an Flora und Fauna auf, die auch in Bolivien einzigartig ist. Im Park sind über 2.500 Pflanzenarten (darunter allein 500 Arten von Orchideen), 830 Vogelarten (mehr als die USA und Kanada zusammen), knapp 130 Säugetierarten (z.B, Jaguar, Puma, Gürteltier, Flachlandtapir, Brillenbär, Faultiere & der Ameisenbär) sowie 135 Reptilienarten nachgewiesen. Nach Ihrer Ankunft stärken Sie sich erstmal bei einem leckeren Mittagessen. Im Anschluss werden Sie eine erste Wanderung auf einem in der Nähe von der Lodge angelegten Pfad unternehmen. Dabei wird Ihnen Ihr lokaler Naturführer einige wichtige Pflanzen zeigen und deren Nutzen erklären und natürlich auch immer Ausschau nach Wildtieren halten. Links und rechts von Ihnen ragen dabei stets die gewaltigen Sandsteinformationen in die Höhe. Am Abend machen Sie es sich nach dem Abendessen an der Feuerstelle gemütlich, lauschen der Tierwelt und bewundern den Sternenhimmel. So endet ein erster großartiger Tag in Bolivien! Übernachtung in der Lodge Refugio Los Volcanes.

Fahrzeit ca. 3 Std. | Gehzeit ca. 3 Std.

Tag 3: Weitere Erkundungen im Amboró Nationalpark

Verpflegung: F / M / A
Bach im Amboro NP.jpeg

Sie wachen das erste Mal in Bolivien in einer einzigartigen Naturkulisse auf. Nach dem leckeren Frühstück entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Guide, welche weitere Wanderung Sie heute im Nationalpark unternehmen. Insgesamt gibt es in der Umgebung von der Lodge 5 verschiedene angelegte Pfade, welche sich in der Länge und dem Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Ihr Guide setzt sich mit Ihnen zusammen und erklärt Ihnen alles auf einer Karte vor Ort. Wir empfehlen Ihnen die wundervolle Wanderung "La Cumbre", welche das Highlight in der Region darstellt. Falls Ihnen die 5 Stunden Rundwanderung jedoch zu viel sein sollten, können Sie auch eine kürzere Wanderung wählen. Egal auf welcher Wanderung kommen Sie an kristallklaren Flüssen und malerischen Wasserfällen vorbei, welche zu einem erfrischenden Bad einladen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Zeit an diesem herrlichen Fleckchen Erde genießen. Was gibt es schöneres als am Nachmittag in der Hängematte verträumt den vielen Vögeln zu zuschauen und zu lauschen, wie sie elegant direkt um die Lodge herum Ihre Kreise ziehen...Übernachtung in der Lodge Refugio Los Volcanes.

Gehzeit ca. 2-5 Std.

Tag 4: Wanderung "Codo de los Andes" & Besuch der Präinka-Ruinen von Samaipata

Verpflegung: F / M
Samaipata Ruinen

Schweren Herzens verlassen Sie das schöne Refugio Los Volcanes. Sie fahren zurück zur Hauptstraße und dann weiter Richtung Samaipata. Kurz darauf biegen Sie aber schon wieder in eine kleine Schotterstraße ein und gelangen zum Dorf namens Palermo. Von hier aus starten Sie Ihre Wanderung "Codo de los Andes". Ihnen stehen mehrere Pfade zur Auswahl, welche zu unterschiedlichen Aussichtshügeln und kleinen Bergspitzen führen. Sie beraten sich gemeinsam mit Ihrem Reiseleiter, welche Route Sie wählen. Sie befinden sich in einer grandiosen Landschaft geprägt von charakteristischen Bergformationen, tiefen üppigen Tälern und dichten Bergwäldern. Die paradiesischen Panoramawege führen Sie von Bergrücken zu Bergrücken und hier und da muss ein Tal hinab und im Anschluss wieder hinauf gestiegen werden. Natürlich wartet wieder ein Bach, Fluss oder Wasserfall auf Sie, wo Sie sich erfrischen können. Nicht selten schwebt auch ein Andenkondor mit einer Flügelspannweite bis zu 3 m über Ihren Köpfen hinweg. Am Ende Ihrer Wanderung wartet bereits erneut Ihr privates Fahrzeug auf Sie und das nächste Ziel des Tages ist die Festung von Samaipata. Bei Samaipata handelt es sich neben Tiwanaku um die bedeutendste archäologische Ausgrabungsstätte in Bolivien. Seit 1998 UNESCO-Weltkulturerbe beherbergt die auf knapp 2.000 m Höhe gelegene Stätte die größte behauene Sandsteinformation der Welt. Diese ist fast 200 m lang sowie 40 m breit und übersät mit aufwendig per Hand eingemeißelten Linien, Nischen, Kanälen, Stufen, Figuren und Tierdarstellungen (Schlange und Puma). Durch die bis heute andauernden Ausgrabungen konnte herausgefunden werden, dass die erste Besiedlung der Anlage bereits vor über 3500 Jahren gewesen sein muss und die berühmtesten Bewohner, die Inkas, wohl ab 1470 hier ankamen. Der genaue Zweck der Anlage gibt Wissenschaftlern bis heute ein Rätsel auf. Bei der Ankunft der Spanier war die Anlage bereits verlassen und aufgrund der getarnten Lage gingen die Kolonialisten von einer Festungsanlage aus (daher der heutige Name). Dies ist jedoch heutzutage widerlegt. Theorien reichen von der Nutzung der Stätte zum Waschen von Gold oder als Tempel zur Anbetung von tierischen Gottheiten sowie der Sonne und des Mondes. Einigkeit besteht eigentlich nur darin, dass der Ort zu Zeiten der Inkas als wichtige Zeremonialstätte genutzt wurde. Sensationell ist auf jeden Fall auch der Ausblick von den Ruinen auf die umliegenden unberührten Berge und Täler der Voranden. Am späten Nachmittag fahren Sie dann zur nahegelegenen charmanten Kleinstadt Samaipata und lassen dort den Abend ausklingen. Übernachtung im Nómada Hotel Boutique o.ä. 

Gehzeit ca. 4-5 Std. | Fahrzeit ca. 2 Std.

Tag 5: Flug nach Sucre (2.810 m) und Freizeit

Verpflegung: F
Sucre von oben

Am Morgen werden Sie von Ihrer Unterkunft abgeholt und die 3 Stunden zurück zum Flughafen von Santa Cruz gebracht. Hier steigen Sie in das Flugzeug und fliegen für 1 Stunde nach Sucre (2.810 m), in die Hauptstadt und Kolonialschmuckstück von Bolivien. Am Nachmittag landen Sie in der "weißen Stadt", welche aufgrund der vielen schönen weiß-getünchten Häuserfassaden der Kolonialgebäude so genannt wird und werden zu Ihrem Hotel in der Altstadt gebracht. Der Nachmittag steht Ihnen für eigene erste Erkundungen zur Verfügung. Besuchen Sie doch eine der leckeren Bäckereien oder Schokoladenmanufakturen. Übernachtung im Hotel Boutique La Posada o.ä.

Tag 6: Stadtbesichtigung Sucre

Verpflegung: F
San Felipe Neri Kirche Sucre

Heute werden Sie die schönste Stadt Boliviens auf einem Stadtrundgang etwas besser kennenlernen. Die vielen Museen, Parks, Plätze, Kirchen, Paläste und Cafés lassen Sucre fast schon europäisch anmuten, wenn da nicht die interessante indigene Bevölkerung oder die chaotischen Märkte wären, welche Ihnen wieder bewusst machen, dass Sie in Südamerika sind. Diese Mischung macht den Schatz der Stadt aus. Sucre wurde 1538 von den Spaniern als "Stadt des Silbers von Neu-Toledo" gegründet und erlebte aufgrund des Silber-Abbaus zur gleichen Zeit seine Blüte wie das nahgelegene Potosí. Ab 1809 begann der General Don Antonio José de Sucre hier seinen Kampf für die Unabhängigkeit des Landes und verlieh der Stadt somit ihren heutigen Namen. Das Herz der Stadt ist der Hauptplatz "Plaza de Armas 25 de Mayo". Hier befindet sich auch die "Casa de la Libertad" (Haus der Freiheit), wo die Unabhängigkeit Boliviens im Jahre 1825 besiegelt wurde und bis heute begründet, warum Sucre laut der Verfassung die Hauptstadt ist, während in La Paz der Regierungssitz liegt. Die Einwohner der Stadt, die Sucrenses, sind darauf bis heute wahnsinnig stolz. Natürlich schauen Sie sich auch das Innere von diesem wichtigen Gebäude an. Ebenfalls darf der Besuch der Kathedrale der Stadt, gleichermaßen am Hauptplatz gelegen, nicht fehlen. Insgesamt gibt es über 20 beeindruckende weiße Kirchen in Sucre, aber die Kirche San Felipe Neri ist eine der schönsten und diese werden Sie besichtigen, auch weil Sie vom Glockenturm auf dem Dach einen grandiosen Blick über die Stadt haben. Zu guter Letzt spazieren Sie vorbei an der Kirche La Merced und besichtigen das Kloster La Recoleta leicht außerhalb der Altstadt. Hier werden Sie nicht nur die stiltypischen Rundbögen und das kunstvoll verzierte Chorgestühl aus Zedernholz faszinieren, sondern auch der herrliche Ausblick über die Stadt. Am Nachmittag haben Sie noch genügend Zeit auf eigene Faust durch die malerischen Gassen der Stadt zu spazieren. Für diejenigen, die noch Lust haben, lohnt sich ein Besuch des Museums mit der Ausstellung von Kunstwerken der indigenen Bevölkerung aus der Umgebung. Auch der Hauptfriedhof der Stadt, als der wohl schönste des Landes, ist etwas Besonderes - hier können Sie sehen, dass Vermögensunterschiede auch nach dem Tod eine große Rolle spielen. Während die meisten Urnen nur extrem kleine Nischen in einer mehrgeschössigen Grabmauer einnehmen, gibt es auf der anderen Seite extrem pompöse Mausoleen von vielen bekannten und vermögenden Persönlichkeiten. Generell gleicht der Friedhof eher einer Parkanlage und für die Einheimischen ist er eine Oase der Entspannung von der "hektischen" Stadt. Die Gräber sind sehr individuell gestaltet und man kann einen guten Eindruck gewinnen, dass mit dem Tod ganz anders als in Europa umgegangen wird. Der Zentralmarkt gleich neben der Kirche San Francisco lohnt sowieso immer einen Abstecher. Übernachtung im Hotel Boutique La Posada o.ä.

Tag 7: Fahrt ins Umland von Sucre & über den Altiplano nach Potosí

Verpflegung: F / M
Quechua Frauen beim Weben

Sie verlassen Sucre und werden das Umland der Stadt erkunden, auch um sich weiter für die kommenden Tage zu akklimatisieren. Wenn dieser Tag auf einen Sonntag fällt, dann besuchen Sie auf jeden Fall den traditionellen indigenen Bauernmarkt von Tarabuco (ca. 3.300 m). Dieser Markt ist die wirtschaftlich und sozial wichtigste Aktivität der einheimischen Bevölkerung der Umgebung. So gut wie jeder Bauer aus der Region bietet hier seine Waren des täglichen Bedarfs an und die Bewohner kaufen für die gesamte Woche ein. Lassen Sie sich von dem entspannten und äußerst authentischen Geschehen treiben und erkunden Sie das kleine Örtchen, welches an diesem Tag ausschließlich aus Marktständen besteht. Natürlich bekommen Sie auch die traditionellen Trachten zu Gesicht, welche sich quasi seit der Inka-Zeit nicht verändert haben. Die lokalen Webereien zählen landesweit zu den qualitativ hochwertigsten. Unabhängig vom Wochentag statten Sie der Gemeinde Jatun Yampara einen Besuch ab. Auch hier geht es darum einmal in den Alltag der lokalen Bevölkerung einzutauchen. Diese Gemeinde ist eine der ältesten des Kontinents und lebt noch einen vollkommen althergebrachten Lebensstil, bei dem so gut wie ausschließlich natürliche Ressourcen verwendet werden. Sie erhalten einen Einblick in die indigene Kultur, einschließlich einer Erklärung der Funktionsweise der Gemeinde, den typischen Aufbau eines Hauses, wie der Ackerbau abläuft, wie der traditionelle Kleidungsstil aussieht und wie Alpaka- und Lamawolle zu hochwertigen Textilien verarbeitet werden. Natürlich sollten Sie auch die Einladung annehmen und einmal das lokale Maisbier "Chicha" probieren, welches bereits die Inkas getrunken haben. Im Anschluss fahren Sie durch den Altiplano für ca. 3 Stunden weiter zur Silberstadt Potosí auf 4.090 m Höhe. Lassen Sie den Nachmittag entspannt angehen, um sich die Zeit zu geben den weiteren Höhengewinn gut zu verkraften. Wer sich wohlfühlt, kann bereits einmal über den Hauptplatz und durch die schönen umliegenden Gassen spazieren. Übernachtung im Hostal Colonial o.ä.

Fahrzeit ca. 4-5 Std.

Tag 8: Stadtrundgang durch Potosí & Minenbesichtigung

Verpflegung: F
Potosi mit Cerro Rico.jpeg

Dieser Tag dient dazu die höchstgelegene Großstadt der Welt ausführlich kennenzulernen. Die Geschichte der Stadt und des ganzen Landes sowie die Mentalität der lokalen Bevölkerung kann man nicht ohne einen Besuch des Cerro Rico ("reicher Berg", 4.782 m) verstehen. Der Berg ist von jedem Winkel der Stadt aus gut zu sehen und zusammen mit weiteren umliegenden Bergen der Hauptgrund, warum Potosí einst als reichste Stadt der Welt zählte. Bereits zu den Zeiten der Inkas, vor allem während der Kolonialzeit, aber auch bis heute (weiterhin wichtigster Wirtschaftszweig) werden im Berg unter quasi unverändert einfachsten Bedingungen Silber und andere wertvolle Mineralien wie Kupfer und Zinn abgebaut. Sie werden mit einem ehemaligen Minenarbeiter, welcher die Führung begleitet, unter Tage gehen und eine Gruppe von Minenarbeitern besuchen, welche sich ein Areal des Berges im Rahmen einer Kooperative pachten und auf eigene Rechnung die Mineralien abbauen (Sie erhalten entsprechende Schutzausrüstung). Doch bevor Sie dies tun, fahren Sie zum lokalen Markt, um Gastgeschenke wie hochprozentigen Alkohol, Coca-Blätter und Tabak einzukaufen. Der anschließende Ausflug in die Mine wird Sie demütig zurücklassen und Ihnen ein Verständnis geben, unter welchen harten Bedingungen viele Bolivianer bis heute arbeiten müssen, um ein bescheidenes Einkommen zu erzielen. Nichtsdestotrotz ist der Besuch wichtig, da sich somit ehemalige Minenarbeiter etwas als Führer dazu verdienen können und sich die Arbeiter über die Gastgeschenke und ein kleines Trinkgeld freuen. Auch ist anzumerken, dass eine nicht kleine Zahl der Kumpel stolz auf ihren Job ist und sich über interessierte Besucher freut. Wie tief Sie in die Stollen vordringen wollen, entscheiden Sie natürlich selbst. Zurück in der Altstadt unternehmen Sie hier einen Rundgang. Der Hauptplatz (Plaza Principal 10 de Noviembre) mit der Kathedrale, die umliegenden gemütlichen Gassen, viele weitere barocke Sakralbauten (Kirche San Lorenzo, Kloster San Francisco, Kirche San Martín) und unzählige historische Kolonialgebäude werden Sie verzücken. Den Glockentrum der Kathedrale oder der Kirche San Lorenzo steigen Sie hinauf, um einen schönen Rundblick über die Altstadt zu haben. Ein Muss ist die Führung durch die ehemalige Münzprägeanstalt ("Casa de la Moneda"). Hier wurden lange Zeit die aus den Minen gewonnenen Mineralien direkt weiter zu Münzen verarbeitet. Nebenbei ist das Gebäude eines der schönsten Kolonialobjekte der Stadt. Übernachtung im Hostal Colonial o.ä.

Tag 9: Beginn Ihrer Südbolivien-Jeeptour

Verpflegung: F / M / A
Zugfriedhof Uyuni

Sie lassen ab jetzt erstmal die Städte hinter sich und Ihre Reise führt Sie in das landschaftlich atemberaubend schöne Südbolivien. Zuerst fahren Sie mit dem Minibus für ca. 3-4 Stunden über den Altiplano nach Uyuni. Der Altiplano ist eine der prägenden Landschaftsformen von Bolivien. Es handelt sich um eine vegetationsarme und abflusslose Hochebene zwischen zwei Andenkordilleren, welche sich über 1.800 km Länge von Südperu über Bolivien nach Nord-Argentinien sowie Nord-Chile erstreckt. Die durchschnittliche Höhe des Altiplano beträgt 3.500 m und meist weist er einen steppenartigen bis wüstenähnlichen Charakter auf. Jedoch ist die Landschaftsform auch von vielen teils aktiven Vulkanen, heißen Quellen, verschiedenfarbigen Altiplano-Lagunen und Salzseen geprägt. In Uyuni tauschen Sie den Minibus in Ihre 4x4 Allradfahrzeuge um und essen etwas zum Mittag. Anschließend legen Sie einen kurzen Stopp am Eisenbahnfriedhof von Uyuni ein. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Uyuni zu einem Eisenbahndrehpunkt, um diverse Metalle aus den Minen im Landesinneren an die Küstenstädte der heutigen chilenischen Pazifikküste zu transportieren. Als die Industrie in den 1940er Jahren zusammenbrach, wurden viele der alten Dampflokomotiven dem Verfall preisgegeben. Die knapp 100 Lokomotiven stellen jedoch ein interessantes Fotomotiv in dieser bizarren Landschaft dar. Danach setzen Sie die Jeepfahrt durch spektakuläre Landschaft bis zum kleinen Örtchen Villa Mar (4.020 m) fort. Auf dem Weg werden sicherlich viele Lama- und Alpakaherden den Weg säumen und vielleicht bekommen Sie auch die ersten grazilen Vicuñas zu Gesicht. Kurz bevor Sie Villa Mar erreichen, halten Sie noch an einigen schönen natürlichen Sehenswürdigkeiten. Die jeweiligen sehr interessanten durch Wind und Erosion geformten Gesteins- und Felsformationen vulkanischen Ursprungs vom "Valle de las Rocas" und "Bosque de Piedras" laden zum Fotografieren ein. Auch die "schwarze Lagune" lohnt den Abstecher. Übernachtung in einem einfachen Gasthaus wie Hostal Samay Wasi (hier kann nicht immer ein Einzelzimmer garantiert werden) o.ä.

Fahrzeit ca. 6-7 Std.

Tag 10: Laguna Verde, Laguna Blanca, Wüste Salvador Dalí & Geysire Sol de Mañana

Verpflegung: F / M / A
Laguna Verde Bolivien

Die Landschaften, welche Sie heute erleben dürfen, zählen zu den schönsten der Welt. Sie haben eine lange Jeeptour durch ausschließlich Sand- und Schotterpisten vor sich, aber die vorbeiziehende Landschaft und Ihre heutigen Stopps werden für all die Mühen entlohnen. Sie verlassen Villa Mar und erreichen mit der Laguna Capina die erste von zahlreichen Altiplano-Lagunen der nächsten Tage. Danach legen Sie die gesamte Strecke durch den Eduardo Avaroa Nationalpark bis zur Grenze von Chile zurück. Hier ragt neben vielen weiteren Vulkanen der mächtige formschöne Licancabur (5.916 m) als Grenzvulkan zu Chile in den Himmel. Zu seinen Füßen liegen die beiden fantastisch weiß bzw. grün schimmernden Lagunen Laguna Blanca und Laguna Verde (4.330 m). Die intensiv grüne Farbe wird aufgrund eines hohen Gehalts an Mineralien wie Schwefel, Calciumcarbonat, Blei und Arsen erreicht. Aufgrund dieser giftigen Kombination sind hier keine Flamingos anzutreffen. Wieder auf dem Weg zurück Richtung Norden durchqueren Sie die Salvador Dalí Wüste - der Wüstenabschnitt hat seinen Namen aufgrund der einzigartigen Steinformationen erhalten, welche an die Werke des berühmten spanischen Malers erinnern. Nicht unwahrscheinlich ist, dass hier und da ein trolliges Viscacha (Nagetier aus der Familie der Chinchillas) in der Landschaft vorbeihuscht oder Sie ein Andenfuchs misstrauig beäugt. Auch die sonst eher selteneren Vicuñas sind hier häufiger anzutreffen. Ihr nächster Stopp ist an den Thermalquellen von Polques. Hier können Sie die müden Knochen von der langen Fahrt im wohltuenden heißen Wasser entspannen. Dabei haben Sie einen phänomenalen Ausblick auf die vor Ihnen liegende Laguna Salada, welche in der Salzwüste Chalviri (4.800 m) liegt. Ihr aufregender Tag ist aber noch nicht ganz vorbei. Sie erreichen mit 4.850 m den höchsten Punkt der Tour und hier befinden sich die weltweit höchstgelegenen Geysire der Welt - Sol de Mañana! Überall zischt es an hohen Wasserdampfsäulen und brodelt es an zahlreichen Erdlöchern - ein wahrlich unwirklicher Ort. Schließlich erreichen Sie das kleine Dorf Huayllajara (4.280 m), wo Sie ein sehr einfaches Gasthaus beziehen. Übernachtung im einfachen Hostal (hier kann nicht immer ein Einzelzimmer garantiert werden)

Fahrzeit ca. 7-9 Std.

Tag 11: Laguna Colorada, "versteinerter Baum" & hohe Vulkane

Verpflegung: F / M / A
Flamingos Laguna Colorada.jpeg

Gestern haben Sie nur einen Steinwurf entfernt von der schönsten aller Lagunen in dieser Region geschlafen. Früh am Morgen ist die Stimmung an der Laguna Colorada mit ihrer kräftigen roten Farbe am schönsten. Falls Sie in den zurückliegenden Tagen noch keine Flamingos gesehen haben sollten, ist dies heute ganz sicher der Fall. Sie besuchen zwei verschiedene Aussichtspunkte und halten einfach inne, wenn Sie an der Lagune stehen und zig tausende Flamingos wild durcheinander kreischen. Hier können Sie mit etwas Glück alle drei in der Region vorkommenden Flamingoarten zu Gesicht bekommen - der Anden-Flamingo, James-Flamingo und der Chile-Flamingo. In der gerade einmal durchschnittlich 80 cm tiefen und sehr mineralreichen (viel Kupfer) Lagune gedeihen einige rote Algen- und Planktonarten, welche der Lagune die schöne Farbe verleihen und neben kleinen Krebstieren und Insekten die Lebensgrundlage für die Flamingos darstellen. Die Uferbereiche der Lagune sind gesäumt von intensiv weißen Ablagerungen aus Sodium, Magnesium, Borax und Gips. Zusammen mit dem Rot der Lagune, dem tiefen Blau des Himmels, dem Gelb des umliegenden dominierenden Ichu-Andengras und den Brauntönen der umliegenden Vulkanhügel ergibt sich eine surreal schöne Farbkombination. Wenn dann auch noch Neuschnee auf die Vulkane gefallen ist, können keine Worte diese Landschaft beschreiben. Sie könnten hier Stunden staunend verbringen, jedoch müssen Sie irgendwann weiter. Das nächste Highlight mit dem "versteinerten Baum" (arbol de piedra) ist nicht weit. Wie bereits in der Umgebung von Villa Mar, finden Sie in der nun beginnenden Siloli-Wüste erneut außergewöhnliche Felsgebilde vor. Nur eines davon ist der Stein, welcher die Gestalt eines Baumes hat und wirkt, als ob er jede Sekunde abbrechen könnte. Weiterhin durch Landschaften wie von einem anderen Planeten fahren Sie Richtung Norden. Nun passieren Sie immer mehr teils sehr aktive Vulkane wie den Ollagüe (5.870 m) oder den Tomasamil (5.890 m), welche wie an einer Perlenkette aneinander aufgereiht scheinen. Zwischen diesen Vulkanen kommen Sie noch an einigen weiteren schönen kleinen Lagunen wie der Laguna Ramaditas, Laguna Honda, Laguna Chiar Khota und Hedionda vorbei. Jede Lagune hat ihren eigenen Charakter, eine unterschiedliche Farbe, Vorkommen an Flamingos usw. und lohnt jeweils einen Stopp. Das heutige Endziel ist die kleine Ortschaft San Juan, welche Sie nach Durchfahren der Salzpfanne von Chiguana erreichen. Hier nächtigen Sie unweit des Uyuni Salzsees in einem charmanten Salzhostal und Ihre Vorfreude auf den morgigen Tag steigt. Übernachtung in einem einfachen Salzhostal (hier kann nicht immer ein Einzelzimmer garantiert werden)

Fahrzeit ca. 6-7 Std.

Tag 12: Salar de Uyuni & Ausflug zum Vulkan Tunupa

Verpflegung: F / M / A
Salar de Uyuni Sonnenaufgang

Heute ist es endlich so weit, Sie erreichen die größte Salzwüste der Welt (140 km lang und 110 km breit). Der Salar de Uyuni ist der wohl größte Schatz des Landes und der Höhepunkt Ihrer Jeeptour durch Südbolivien. Die Salzpfanne ist auf 3.650 m Höhe gelegen und der Überrest eines gigantischen Salzsees (Lago Minchín), welcher vor etwa 10.000 Jahren austrocknete. Die Sole-Salzschicht von Uyuni soll an einigen Stellen eine Dicke von 100 m übertreffen. Sobald Sie den Salzsee betreten und die gleißende Helligkeit seine volle Entfaltung erreicht, haben Sie eher das Gefühl sich auf einem zugefrorenen See bzw. riesigen Gletscher in der Polarregion zu befinden. Traditionell leben einige Gemeinden am Rande des Sees vom Salzabbau und der Boom von Elektromobilität hat ebenfalls die Attraktivität des Rohstoffs Lithium extrem erhöht, welcher in jeder Batterie vorkommt. Unterhalb des Salars befinden sich die größten Lithium-Vorkommen weltweit. Der Salar kann das ganze Jahr durchweg besucht werden und bietet unterschiedliche Erlebnisse. Während Sie in der Trockenzeit die typischen Bienenwabenmuster vorfinden und der See wie ein Gletscher wirkt, kann es während der Regenzeit jederzeit möglich sein, dass sich eine kleine Wasserschicht auf dem See bildet und wie ein Spiegel die gesamte Umgebung reflektiert. Dann verschmelzen Himmel und Oberfläche surreal miteinander und es scheint keinen Horizont mehr zu geben. Bei der Durchquerung des Salzsees legen Sie nach Ihren Wünschen mehrere Stopps ein, natürlich auch um die witzigen und hier so gut möglichen Fotos aufgrund der verschobenen Dimensionen zu machen. Natürlich halten Sie auch an der Kakteeninseln Incahuasi, welche aus versteinerten Korallen besteht und mitten auf dem See liegt. Hier gibt es einen schönen Rundweg zum höchsten Punkt der Insel, vorbei an bis zu 12 m hohen und 1.200 Jahre alten Kakteen, um vom Aussichtsgipfel ein geniales Panorama auf den gesamten Salzsee und die umliegenden hohen Vulkane zu genießen. Schließlich überqueren Sie die Salzwüste in Richtung Tunupa Vulkan (5.321 m) am nördlichen Rand des Salars. Hier werden Sie die Nacht im kleinen Ort Jirira verbringen. Davor fahren Sie aber in das benachbarte Örtchen Coquesa und fahren im Allradfahrzeug die bunten Flanken des Tunupa Vulkans hinauf bis auf knapp 4.000 m. Ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter und Sie wandern bis zu den nahegelegenen Höhlengräbern, wo Sie Mumien sehen können, welche ca. 3.500 Jahre alt sind. Wer möchte, steigt die Schotterhänge noch weiter hinauf, denn mit jedem Höhenmeter Richtung Krater des Vulkans werden die Ausblicke auf den gesamten Salar umso einzigartiger. Der höchste Punkt, welchen Sie erreichen können, liegt auf 5.150 m - nach diesem Vorgipfel gibt es keinen sicheren Weg bis zum brüchigen Hauptgipfel. Nach Ihrem Abstieg und leckeren Abendessen im Salzhostal in Jirira können Sie nach dem Sonnenuntergang nochmal auf den Salar zurückkehren, um wohl einen der schönsten Sternenhimmel, den Sie je gesehen haben, zu bestaunen. Übernachtung im Salzhostal.

Fahrzeit ca. 4-5 Std. |Gehzeit ca. 1 Std. (auf der Insel) & 2-4 Std. am Vulkan Tunupa

Tag 13: Fahrt entlang des Salar de Coipasa zum Sajama Nationalpark

Verpflegung: F / M / A
Sajama Nationalpark.jpeg

Der heutige Tag beinhaltet nochmal eine lange Fahrt, aber langweilig wird es definitiv nicht. Ihr Ziel am späten Nachmittag ist der wundervolle Sajama Nationalpark. Um dorthin zu gelangen, durchqueren Sie eine wilde Altiplano-Landschaft immer nahe der Grenze zu Chile, welche gespickt mit hohen Vulkanen ist. Unzählige kleine Aymara-Dörfer, wo die indigene Bevölkerung bis heute und quasi unverändert seit Jahrhunderten traditionell der Viehhzucht von Lamas und Alpakas nachgeht, laden zu kurzen Stopps ein. Wenn die Wetterverhältnisse es zu lassen, durchqueren Sie auch den Salar de Coipasa. Diese Salzwüste ist die zweite große Salzebene neben dem Salar de Uyuni, wird aber viel weniger häufig besucht. Schließlich taucht am Horizont eine riesige Bergsilhouette auf, welche die umliegende Altiplano-Hochebene nochmal um über 2.000 m überragt. Es handelt sich um den Sajama, welcher mit 6.542 m der höchste Berg des Landes ist. Genau an seinem Fuß liegt das kleine gleichnamige Örtchen (4.250 m), wo Sie sich für 2 Nächte einquartieren. Am Abend können Sie einen gemütlichen Spaziergang durch das kleine Dorf unternehmen, in dem fast alle Bewohner von der Tierzucht leben. Lassen Sie sich den unbeschreiblich schönen Sonnenuntergang zwischen den gigantischen Vulkanen Sajama, Parinacota (6.380 m), Pomerape (6.282 m) und dem Acotango (6.052 m) nicht entgehen. Übernachtung im Hostal Sajama.

Fahrzeit ca. 7-8 Std.

Tag 14: Geysire, heiße Quellen und Hochland-Lagunen

Verpflegung: F / M / A
heiße Quellen Sajama

Der gesamte Tag steht Ihnen zur Verfügung, um die Schönheit des Sajama Nationalparks zu erkunden. Nach dem Frühstück fahren Sie zuerst zu einem Geysirfeld. Zwar gibt es hier keine hohen Wasserdampffontänen, dafür jedoch unzählige kleine Mini-Lagunen, in welchen es rege vor sich hinblubbert. Aufgrund von verschiedenartigen mineralischen Ablagerungen und einigen bunten Algenarten kommt am Rand und innerhalb der Mini-Lagunen eine Farbpalette zum Vorschein, wie sie kaum schöner sein kann. Gemeinsam mit den gelb-braunen Farbtönen des Hochlands und den weißen Gletschern der Vulkane ergibt sich eine Farbkomposition, wie sie sich kein Maler hätte schöner ausdenken können. Danach unternehmen Sie eine kleine Wanderung inmitten bunter Berge direkt zu Füßen der Vulkane Pomerape und Kunturiri. Falls Sie soweit wandern möchten, könnte Ihr Tagesziel die vielen kleinen Lagunen direkt auf der Grenze nach Chile auf fast 5.000 m Höhe sein (Laguna Casiri, Laguna Sorapata & Laguna Chiarkhota). So oder so haben Sie sich im Anschluss eine Entspannung verdient und Sie besuchen die heißen Quellen direkt mit den Blick auf den höchsten Berg des Landes. Hier zu relaxen und einfach die umliegende Landschaft zu bestaunen, ist ein magisches Gefühl. Übernachtung im Hostal Sajama.

Gehzeit ca. 3-5 Std.

Tag 15: Fahrt nach La Paz und Stadtbesichtigung

Verpflegung: F
La Paz Bolivien mit Illimani.jpeg

Sie verlassen den traumhaften Sajama Nationalpark und fahren innerhalb von 3-4 Stunden über den Altiplano in das ökonomische und kulturelle Herz des Landes, nach La Paz. Wenn Sie erstmal die unendlich ausufernde Oberstadt El Alto durchquert haben, fahren Sie hinunter nach La Paz, welches in einem Talkessel unterhalb von El Alto auf einer Höhe zwischen 3.300 - und 3.800 m liegt. In der quirligen Andenmetropole, in welcher sich der höchste Regierungssitz der Welt befindet, treffen Tradition und Moderne aufeinander und verschmelzen in einer unvergleichlichen Synthese. Während auf der einen Seite Schuhputzer, Wahrsager, fliegende Händler und Kräuterfrauen auf dem Hexenmarkt das Stadtbild prägen, finden Sie auf anderen Seite Wolkenkratzer, schicke Boutiquen und hochmoderne Seilbahnen, welche über der Stadt schweben. Auf einem Stadtrundgang wollen Sie die verschiedenen Facetten von La Paz kennenlernen. Auf dem Plaza Murillo bestaunen Sie die Hauptkathedrale der Stadt und den Regierungspalast. Danach schlendern Sie durch die Überbleibsel der Kolonialzeit, welche vor allem schön in der kleinen Gasse Calle Jaén zu sehen sind. In der Umgebung der Calle Sagarnaga gibt es für jeden Besucher ein passendes Mitbringsel und beim Flanieren durch die umliegenden Straßen bekommen Sie das Gefühl, dass die gesamte Stadt aus einem riesigen Markt besteht. Hier befindet sich natürlich auch der berühmte Hexenmarkt, wo Ihnen Ihr Guide den Eindruck vermittelt, dass es scheinbar für jedes Problem ein passendes Mittelchen zu geben scheint. Ebenfalls laufen Sie hinauf zum Killi Killi Aussichtspunkt, wo Sie die gesamte Stadt und den majestätischen Berg Illimani (6.439 m, 2. höchster Berg Boliviens) perfekt überblicken können. Zum Abschluss des Tages schweben Sie mit der Seilbahn einmal hinauf nach El Alto und auf der anderen Seite wieder herunter (mittlerweile gibt es 10 verschiedene Linien, welche die gesamte Stadt miteinander verbinden). Auch hier sind die Ausblicke über das gesamte Stadtbild, das Häusermeer unter Ihnen und auf nun weitere Berge der hinter La Paz liegenden Königskordillere wie z.B. Mururata (5.871 m) und Huayna Potosí (6.088 m) einfach sensationell. Übernachtung im Hotel Rosario o.ä.

Fahrzeit ca. 3-4 Std. 

Tag 16: Titicacasee & Sonneninsel (Isla del Sol)

Verpflegung: F / A
Isla del Sol Bolivien.jpeg

Sie verlassen nochmal den Großstadtdschungel, um zum Titicacasee, einem der größten Seen Südamerikas und höchstes schiffbares Gewässer der Erde (über 3.800 m), zu fahren. Die Straße zum See ist fantastisch, da Sie bei klarem Wetter einen herrlichen Blick auf die vergletscherten Gipfel der parallel zur Straße verlaufenden Königskordillere haben. Und dann wie aus dem Nichts mitten in dem unendlichen Braun des Altiplanos, erscheint die spiegelglatte Oberfläche des riesigen Titicacasees. Sie müssen nur noch die schmale Wasserstraße von Tiquina mit einer kurzen Fährüberfahrt überwinden und dann erreichen Sie auch schon den Ort Copacabana, welcher nichts mit dem berühmten Strand in Brasilien gemein hat und als bekannter Wallfahrtsort bereits deutlich länger exisitiert. Hier besteigen Sie ein kleines Boot und schippern innerhalb von ca. 1,5 Stunden hinüber zur Ortschaft Yumani auf der Sonneninsel. Dann gehen Sie wieder an Land und betreten die Wiege der Inka-Kultur. Denn laut einer Legende soll der Sonnengut Inti seinen beiden Kindern, dem ersten Inka Manco Capac und seiner Schwester Mama Ocllo hier befehligt haben aus dem See zu steigen und die Inka-Dynastie aufzubauen. Über die alten Inka-Treppen und vorbei am Brunnen der ewigen Jugend steigen Sie nach oben in Richtung Ihrer Lodge. Diese liegt wunderschön auf dem Bergkamm gelegen und garantiert die besten Ausblicke auf der Insel. Nach einer kurzen Erholung werden Sie am Nachmittag einen der höchsten Punkte der Insel, namens "Palla Khasa" (4.065 m), hinaufsteigen. Bei Ihrer Wanderung können Sie sehr schön beobachten, wie die lokale Bevölkerung hier noch mit einfachsten Mitteln Landwirtschaft und Viehzucht betreibt. Während sich die Sonne langsam senkt, entwickelt sich ein unbeschreiblich schönes Farbspiel über dem See mit den vergletscherten Eisriesen der Königskordillere im Hintergrund. So kann ein weiterer fantastischer Tag in Bolivien zu Ende gehen. Übernachtung in der Palla Khasa Ecolodge o.ä.

Fahrzeit ca. 2,5 Std. mit dem Auto & 1,5 Std. mit dem Boot | Gehzeit ca. 2-3 Std.

Hinweis: Ihr Hauptgepäck lassen Sie im Hotel in La Paz. Sie unternehmen den Ausflug zur Sonneninseln nur mit einem kleinen Rucksack und den notwendigen Dingen für die 1,5 Tage.

Tag 17: Wallfahrtsort Copacabana & Rückkehr nach La Paz

Verpflegung: F
Copacabana Bolivien.jpeg

Nach einem leckeren Frühstück mit Blick über den Titicacasee wollen Sie eine weitere kleine Wanderung über die Trampelpfade der Insel unternehmen. Es geht fast zum südlichsten Punkt der Insel, um die Inka-Ruinen von Pilkokaina zu besichtigen. Die Szenerie wirkt mediterran - bei den olivgrünen Zypressen und den versteckten Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenen Wasser könnte man glauben in Sizilien, Andalusien oder in Kroatien sein. Doch dann dann weht wieder eine eiskalte Brise und Sie realisieren, dass Sie sich auf der mindestens genauso schönen Isla del Sol befinden. Daraufhin kehren Sie zum Bootsanleger von Yumani zurück und die Fähre bringt Sie retour nach Copacabana. Hier haben Sie nun noch ein wenig Zeit durch kleine gemütliche Stadt zu spazieren und sich die berühmte Basilika anzuschauen. Wer jetzt noch Lust und Kraft hat, steigt die 150 m den schönen Hausberg Cerro Calvario hinauf und genießt den traumhaften Ausblick über Copacabana mit den vielen in der Bucht geankerten Booten und natürlich auf das schimmernde Blau des Titicacasees. Alternativ können Sie sich natürlich auch gerne in einem gemütlichen Café am Seeufer niederlassen oder über den bunten Markt schlendern. Am späten Nachmittag fahren Sie schließlich zurück nach La Paz, wo Sie ihren letzten Abend in Bolivien ausklingen lassen. Übernachtung im Hotel Rosario o.ä.

Fahrzeit ca. 2,5 Std. mit dem Auto & 1,5 Std. mit dem Boot | Gehzeit ca. 2-3 Std.

Tag 18: Rückflug nach Deutschland

Verpflegung: F
Lamas im Auto

Ihre einzigartige Rundreise durch Bolivien geht leider zu Ende. Glücklich über all die vielen Erlebnisse der letzten 2,5 Wochen werden Sie zum Flughafen gebracht und über Santa Cruz und einen weiteren Stopp in Europa fliegen Sie zurück nach Deutschland. Sicher planen Sie gedanklich bereits die nächsten Abenteuer...

Hinweis: Falls Sie Ihre Reise noch um ein paar Tage verlängern möchten, empfehlen wir Ihnen den Besuch des tropischen Tieflandes vom Madidi Nationalpark. Ein kurzer Inlandsflug bringt Sie von La Paz nach Rurrenabaque und hier können Sie ein paar Tage in einer Dschungel-Lodge im Regenwald verbringen und falls Sie möchten auch noch die Pampas-Region, welche dem brasilianischen Pantanal ähnelt, besuchen. Diese Kombination zweier spektakulärer tropischer Tieflandregionen gibt es so nur in Bolivien und in keinem anderen Land Südamerikas. Gerne beraten wir Sie dazu und erstellen Ihnen ein passendes Angebot.

Tag 19: Ankunft in der Heimat

Sie landen zurück in Deutschland.

Inklusive Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt mit Air Europa/Iberia oder anderer gleichwertiger Fluggesellschaft in der Economy Class (Berlin, München, Wien und Zürich auf Anfrage)
  • Inlandsflug von Santa Cruz nach Sucre mit BOA in der Economy Class (20 kg Freigepäck)
  • Komplette Durchführung von Meine Welt Reisen
  • Verpflegung: 16x F, 10x M, 9x A
  • Alle Transfers & Überfahrten im privaten Fahrzeug
  • Übernachtungen auf DZ-Basis im Hotel, Lodges bzw. in Südbolivien in einfachen (Salz)hostals
  • Alle Genehmigungen, Eintritte & Nationalparkgebühren
  • Wechselnde deutschsprachige Reiseleiter
  • Teilweise zusätzliche lokale englisch- und spanischsprachige Guides
  • Sicherungsschein nach deutschem Reiserecht

Exklusive Leistungen

  • Reiseversicherung (gerne über Meine Welt Reisen buchbar)
  • Fehlende Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben
  • Zusätzliche optionale Ausflüge und Besichtigungen
  • Rail and Fly (90,- EUR bei Flugbuchung)

Termine und Preise

Mo, 26.08.2024 - Fr, 13.09.2024
19 Tage
Ausreichende Plätze verfügbar
4.695 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 180 €
Mo, 07.10.2024 - Fr, 25.10.2024
19 Tage
Ausreichende Plätze verfügbar
4.595 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 180 €
So, 04.05.2025 - Do, 22.05.2025
19 Tage
Ausreichende Plätze verfügbar
4.595 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 180 €
Mo, 09.06.2025 - Fr, 27.06.2025
19 Tage
Ausreichende Plätze verfügbar
4.695 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 180 €
Mo, 07.07.2025 - Fr, 25.07.2025
19 Tage
Ausreichende Plätze verfügbar
4.895 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 180 €
So, 17.08.2025 - Do, 04.09.2025
19 Tage
Ausreichende Plätze verfügbar
4.695 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 180 €
So, 21.09.2025 - Do, 09.10.2025
19 Tage
Ausreichende Plätze verfügbar
4.595 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 180 €

Buchung DZ, EZ oder 1/2 DZ. Sollten Sie alleine reisen, können Sie ein Einzelzimmer oder 1/2 Doppelzimmer buchen. Für die Verfügbarkeit eines 1/2 Doppelzimmer kann keine Garantie übernommen werden. Solange kein passender Zimmerpartner/in gefunden wurde, berechnen wir den Einzelzimmerpreis. Der Preis im Doppelzimmer gilt nur bei Buchung von 2 Personen pro Zimmer.

Termine und Preise

Reisezeitraum Dauer p.Person im DZ EZZ
Reisezeitraum
26.08 - 13.09.24
Dauer
19 Tage
p.Person im DZ
4.695 €
EZZ
180 €
Reisezeitraum
07.10 - 25.10.24
Dauer
19 Tage
p.Person im DZ
4.595 €
EZZ
180 €
Reisezeitraum
04.05 - 22.05.25
Dauer
19 Tage
p.Person im DZ
4.595 €
EZZ
180 €
Reisezeitraum
09.06 - 27.06.25
Dauer
19 Tage
p.Person im DZ
4.695 €
EZZ
180 €
Reisezeitraum
07.07 - 25.07.25
Dauer
19 Tage
p.Person im DZ
4.895 €
EZZ
180 €
Reisezeitraum
17.08 - 04.09.25
Dauer
19 Tage
p.Person im DZ
4.695 €
EZZ
180 €
Reisezeitraum
21.09 - 09.10.25
Dauer
19 Tage
p.Person im DZ
4.595 €
EZZ
180 €

Weitere Informationen

Länder und Reiseinformationen

Bolivien

 

Wichtiger Hinweis:

Durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter oder Sonstiges kann es Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen kommen. Bitte haben Sie Verständnis und etwas Geduld sowie Bereitschaft, mit anzupacken oder ggf. auf Komfort zu verzichten. Meine Welt Reisen übernimmt keine Haftung für die Funktionsfähigkeit der persönlichen Ausrüstung der Reiseteilnehmer. Dies gilt auch, soweit dieses Equipment durch die Reiseteilnehmer vor Ort erst geliehen oder gemietet wird.

Sollten Preiserhöhungen seitens der Behörden vor Ort (z.B. Park-, Konzession-, Wildlife-Gebühren) anfallen, behält sich Meine Welt Reisen das Recht einer Reisepreiserhöhung vor.

Bitte beachten Sie, dass bei einem vorzeitigen Abbruch der Rundreise nach eigenem Willen kein Anspruch auf Kostenerstattung besteht. Die zusätzlich anfallenden Kosten sind vom Reisenden selbst zu tragen.

 

Versicherung:

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktritt, Kranken und Abbruchversicherung der Hanse Merkur. Bitte prüfen Sie auch vorab, in welchen Umfang Sie versichert sind und steuern Sie gegebenenfalls nach. Sie können jede unserer Reiseversicherungen bequem online abschließen und sich auf Ihre verdiente Auszeit freuen, ohne sich Gedanken um die eventuellen Kosten für einen Reiserücktritt oder eine Krankheit machen zu müssen. Weitere Infos dazu unter https://www.meinewelt-reisen.de/reiseversicherung-hanse-merkur/

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB): Für diese Reise gelten die AGB von Meine Welt Reisen GmbH. Diese finden Sie auf unserer Internetseite.

Veranstalter: Meine Welt Reisen GmbH, Leipzig

 

Klima: 

Generell herrscht in Bolivien aufgrund der tropischen Lage ein tropisches Klima. Jedoch  herrschen in den unterschiedlichen Landesteilen verschiedene Klimata. Diese verschiedenen Klimazonen und die Temperaturschwankungen im Land entstehen größtenteils aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen. Generell kann man auch sagen, dass die Tagesschwankungen (vor allem Tag und Nacht) der Temperaturen viel ausgeprägter sind als die Jahresschwankungen. In der Cordillera Real und den anderen kleineren Kordilleren herrscht das ganze Jahr über ein Hochgebirgsklima. Niederschläge über 5.000 m fallen hier meist in Form von Schnee. In der Regenzeit (Sommer) von November bis April fällt der meiste Schnee des Jahres und zu dieser Zeit empfiehlt sich das Bergsteigen nur bedingt je nach den aktuellen Bedingungen. 

In der gesamten östlichen Tieflandebene ist es stets feucht und heiß. Jedoch fällt hier in der Regenzeit von November bis April nochmal mehr Regen und es ist noch ein Stück heißer, als sonst schon. Die Temperaturen tagsüber unterschreiten die 25 Grad selten und steigen häufig bis weit über 30 Grad.

Im westlichen Teil von Bolivien befindet sich der Altiplano. Hier bewegen Sie sich stets auf Höhen zwischen 3.000 - 4.500 Metern und es herrsch kühles gemäßigtes Klima. Die Temperaturen tagsüber pegeln sich meist zwischen 5-25 Grad ein - in der Regenzeit (auf dem Altiplano weniger stark ausgeprägt, da die Niederschlagsmenge auch von Norden nach Süden abnimmt) sind die Temperaturen eher höher, während diese in der Trockenzeit (Mai-Oktober) etwas niedriger sind. Im Winter bzw. Trockenzeit kann es auf dem Altiplano mit bis zu -15 Grad schon empfindlich kalt werden.

Die beste Reisezeit für Bolivien ist aufgrund der meist angenehmen Temperaturen und des klaren Klimas von Mai bis Oktober. Hier können Sie mit wenig Niederschlag und viel Sonne rechnen. In La Paz herrscht mit 15-25 Grad meist T-Shirt Wetter. Für Bergbesteigungen und Trekkings eignet sich diese Zeit ideal! Auch in der Regenzeit sind einige Teile des Altiplanos gut bereisbar, jedoch kann es in der Tieflandebene ungemütlich bis zu unmöglich werden (durch extreme Regengüsse können Straßen überspült und unpassierbar werden).

 

Sprache:

Die Amtssprache in Bolivien ist Spanisch. Mit knapp 88 % der Bevölkerung versteht fast jeder im Land die Sprache. Für viele Menschen im Land ist Spanisch jedoch nicht die Muttersprache (ca. 40 %). Die beiden anderen wichtigsten (indigenen) Sprachen in Bolivien sind Quechua (alte Inkasprache, knapp 25 % sprechen es) und Aymara (19 % sprechen die Sprache). Daneben gibt es vor allem im Amazonas-Tiefland eine Reihe weniger häufig gesprochene indigene Sprachen (hervorzuheben ist Guaraní). Insgesamt erkennt die Verfassung von Bolivien 37 offizielle Sprachen an. DIe Mennoniten deutscher Abstammung sprechen sogar bis heute Plattdeutsch. Das Spanisch in Bolivien unterscheidet sich deutlich vom Spanisch aus Spanien - einige Aussprachen und grammatikalische Regelungen. Ebenfalls gibt es viele regionale Besonderheiten und Dialekte. Einige junge Leute in den Städten, sowie Menschen, die im Tourismus arbeiten sprechen immer besser auch Englisch. Die älteren Menschen und vor allem wer auf dem Land lebt, spricht bis heute häufig kein Wort Englisch. Daher ist es von Vorteil und zeigt Ihr Bemühen, wenn Sie vorab der Reise ein paar wichtige Vokabeln Spanisch versuchen zu lernen.

 

Flug & Zeitverschiebung:

Die Anreise nach Bolivien erfolgt meist über Santa Cruz de la Sierra, welche die einwohnerreichste Stadt des Landes ist. Santa Cruz ist mit nur einem Zwischenstopp aus Deutschland erreichbar (meist mit Iberia oder Air Europa über Madrid). Einige Reisen in Bolivien können direkt in Santa Cruz begonnen werden. Oft beginnen die Reisen jedoch auch in La Paz - der höchste Regierungssitz der Welt ist jedoch nur mit zwei Zwischenstopps erreichbar und und dies häufig über Santa Cruz, Lima oder Bogota. Der Grund dafür ist, dass der Flughafen in El Alto (Oberstadt von La Paz) auf fast 4.000 m liegt und die Landebahn auf dieser Höhe für die großen Maschinen zu klein ist und diese deshalb die Stadt nicht direkt aus Europa ansteuern. In Bolivien herrscht in der deutschen Sommerzeit eine Zeitverschiebung von -6 Stunden. Wenn es in Deutschland also 12 Uhr ist, ist es in Bolivien erst 6 Uhr am Morgen. In der deutschen Winterzeit reduziert sich die Zeitverschiebung um 1 Stunde wenig - somit -5 Stunden! 

 

Einreise/Visum:

Für die Einreise nach Bolivien und einen Aufenthalt von max. 90 Tagen benötigen Sie kein Visum. Sie erhalten ganz normal bei der Einreise am Flughafen einen Einreisestempel. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Reisepass noch mindestens 6 Monate über das Ausreisedatum hinaus gültig ist. Bitte achten Sie darauf, dass sich Ihr Reisepass in einem ordentlichen Zustand befindet und Sie genügend freie Seiten zur Verfügung haben. Die Touristenkarte (meist schon im Flieger verteilt), welche Sie bei der Einreise ausfüllen, sollte im Pass gut aufgehoben werden, damit diese bei der Ausreise wieder abgegeben werden kann. Bitte erkundigen Sie sich stets nach den aktuellen Einreisebestimmungen auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

 

Gepäck:

Die Gepäckbestimmungen (Größe, Gewicht, …) richten sich nach den jeweiligen Bestimmungen der Airline. Auf Wunsch teilen wir Ihnen detaillierte Informationen zu Ihrer Reise und Ihren Flugverbindungen mit.

 

Währung:

Der Boliviano (BS) ist die einheimische Währung in Bolivien. 1 Boliviano entspricht 100 Centavos. Zur Zeit gibt es die Geldschein 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Bolivianos. Hinzu kommen die Münzen von 1 und 2 Bolivianos, sowie die Münzen von 10, 20 und 50 Centavos. Es ist nicht notwendig Bolivianos bereits in der Heimat einzutauschen und mit nach Bolivien zu nehmen. Sie können Bargeld in Form von USD in verschiedener Stückelung (1 USD oder 5 USD Noten nur für Trinkgeld) oder EUR mitnehmen. Beide Währungen können Sie in Bolivien in Bolivianos umtauschen. EUR werden mittlerweile fast genauso gut landesweit eingetauscht wie USD. Dies können Sie am besten in lokalen Banken oder kleinen Wechselstuben (Casa de Cambio) erledigen. Der aktuelle Umrechnungkurs  beträgt 1 € = 7,46 BS (Stand 05/2024).

Noch einfacher ist es Bolivianos direkt von den lokalen Geldautomaten mit Ihrer Kreditkarte abzuheben. Bitte achten Sie dabei auf die Abhebegebühren Ihrer heimischen Bank und es soll darauf hingewiesen werden, dass die Geldautomaten nicht immer überall perfekt funktionieren. Mit der Kreditkarte können Sie auch in vielen Hotels, Restaurants und Supermärkten direkt bezahlen. Wir empfehlen Ihnen daher einen Mix aus Bargeld und Abheben/Bezahlen per Kreditkarte.

 

Preise & Essen und Trinken:

Bolivien ist in vielen Bereichen des täglichen Lebens ein weiterhin recht günstiges Reiseland. Es kommt jedoch immer ein wenig darauf an, welche Vorstellungen man von der entsprechenden Leistung hat. Es gibt lokale Restaurants, welche vorwiegend von den Einheimischen genutzt werden und wo ein Gericht nur 2-5 EUR kostet. Diese Speisen sind natürlich nicht hochwertig und sehr einfach gehalten. Wenn Sie in ein Restaurant gehen, welches dem Niveau aus der Heimat sehr nahe kommt, zahlen Sie meist zwischen 10-20 Euro für ein Gericht. Während man sich bei der ersteren Variante unter das Volk mischt und ein authentisches Erlebnis hat, trifft man bei der letzteren Variante vor allem auf andere Touristen. An vielen Tagen unserer Bolivien-Reisen (abseits größerer Städte) und vor allem bei den Trekkings und den Bergbesteigungen sind die Mahlzeiten bereits inklusive. Während Grundnahrungsmittel (Kartoffeln, Reis, Mais, Quinoa, Gemüse und Obst usw) etwas günstiger als bei uns sind, kosten westliche Produkte im Supermarkt ungefähr das gleiche wie in Deutschland. Die Küche Boliviens kann eher als bodenständig bezeichnet werden. Was es gibt, hängt sehr von der Region ab. Fast jedes bolivianisches Essen beginnt mit einer Suppe. Meist gibt es hier eine klare Brühe mit Fleischstücken (Schwein, Rind oder Lama) und Gemüse. Als Snack überall zu haben gibt es Empanadas, Saltenas und Tucumanes  (je nach Rezept mit Gemüse, Huhn, Käse oder Ei gefüllte Maisteigtaschen). Die Hauptgerichte bestehen meist aus einem Stück Fleisch (Lama, Rind oder Hühnchen), Kochbananen, Reis oder Karfoffel und einem kleinen Salat. Internationale Gerichte sind in den großen Städten auch überall erhältlich. Der bekannteste Tee des Land ist natürlich der Koka-Tee (mate de coca). Hier werden getrocknete Kokablätter mit heißem Wasser aufgebrüht. Der Tee bewirkt Wunder gegen Höhensymptome. Gerne sollten Sie auch das säuerlich schmeckende Maisbier chicha probieren (bereits zu Inkazeiten getrunken). Wer eher ein normales Bier bevorzugt, trink wohl ein Pacena oder Huari. Auf dem Märkten werden mit frischen, teils uns unbekannten tropischen Früchten aus dem Amazonas super leckere Säfte angeboten!

Bezüglich Trinkgelder gibt es in Bolivien kein einheitlichen "Regeln". Generell werden alle Dienstleister vor Ort von Meine Welt Reisen ordentlich entlohnt und Trinkgeld dient immer nur als Bonus, wenn die Gäste mit den Leistungen sehr zufrieden waren. Natürlich freuen sich die Guides, Fahrer, Köche, Träger usw. sehr über ein kleines zusätzliches Einkommen. Generell empfehlen wir für Trekking-Guides und Bergführer ca. 2 EUR (umgerechnet in Bolivianos) pro Gast pro Tag einzuplanen. Natürlich kann dies auch mehr sein, wenn es als gerechtfertigt empfinden. Trinkgeld ist immer eine subjektive Entscheidung.

 

Strom & Wasser:

In Bolivien werden die Steckdosen vom Typ A (doppelter Flachstecker) und C (heimische Steckdosen) verwendet. In so gut wie allen Hotels, wo westliche Touristen untergebracht werden, finden Sie unseren heimischen Steckdosen-Typ C vor. Aus diesem Grund ist ein Adapter nicht zwingend notwendig - notfalls können Sie sich diesen sehr günstig vor Ort auf einem Markt erwerben. Die Stromspannung in Bolivien beträgt 230 Volt bei einer Frequenz von 50 Hertz. Das Leitungswasser in den Städten ist nicht zum Trinken geeignet. Verzichten Sie auch besser auf Eiswürfel und nehmen Sie keine mit Leitungswasser zubereiteten Getränke wie Säfte an den Marktständen (falls Sie empfindlich sind) zu sich. Falls Sie empfindlich sein sollten, verwenden Sie auch zum Zähneputzen in den Städten ausschließlich abgepacktes Flaschenwasser.

 

Telefon & Internet:

Bitte setzen Sie sich vorab mit Ihren heimischen Telefon-Anbietern in Verbindung und erfragen Sie die etwaigen Roaming-Kosten. Der Empfang in den Städten und auch vielen ländlichen Gebieten ist in Bolivien außergewöhnlich gut. Nur in ganz abgelegenen Regionen in Südbolivien oder im Dschungel werden Sie definitiv keinen Empfang haben. Die Hotels verfügen meist über ein gut funktionierendes WLAN. Wenn Sie es als notwendig erachten, können Sie sich vor Ort auch recht günstig als Ausländer eine Prepaid-Simkarte (prepago) von einem der drei lokalen Netzanbieter Entel, Tigo oder Viva erwerben. Dies geht z.B. direkt am Flughafen von Santa Cruz oder La Paz.

 

Sicherheit:

Bolivien ist generell ein sehr sicheres Reiseland und das obwohl es das ärmste Land Südamerikas ist. Für viele Einheimische sind Ausländer in deren Augen natürlich unermesslich reich - bitte tragen Sie daher keine Wertgegenstände zur Schau. Unauffälliger Trickdiebstahl kommt vor allem in den großen Städten durchaus vor und daher sollten Sie immer ein Auge auf Ihre Wertgegenstände haben (besonders bei großen Menschenansammlungen). Übergriffe auf Touristen sind sehr selten. Ihre wichtigen Dokumente sollten Sie immer direkt am Körper tragen oder im Hotel deponieren. Um für den Notfall vorgesorgt zu haben, sollten Sie alle Ihre wichtigen Dokumente (Impfpass, Reisepass, Flugtickets) vorab der Reise einscannen oder abfotografieren und per Email an sich selbst senden. Damit haben Sie auf die Dokumente stets Zugriff und mögliche Ersatzdokumente können einfach neu beantragt werden. Im Rahmen einer Gruppenreise müssen Sie sich keine Gedanken um die Sicherheit zu machen. Bei den üblichen Vorkehrungen, wie in anderen Ländern auch, passiert Ihnen rein gar nichts.

 

Gesundheit / Impfungen:

Wie bei jeder Reise sollten Sie vor dem Reiseantritt Ihren Impfpass auf die Akualität Ihrer Impfungen hin überprüfen. Generell empfiehlt es sich auch stets eine Beratung beim Tropen-/Reisemediziner zum entsprechenden Reiseland einzuplanen. Die Standart-Reiseimpfungen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio, Pertussis (Keuchhusten) und Masern sollten immer aktuell sein. Auch die Impfung gegen Hepatitis A (Gelbsucht) + B (bedingt notwendig) sollten aufgefrischt sein. Thyphus kann ebenfalls in Betracht gezogen werden. Tollwut ist ratsam bei einem langen Aufenthalt im Dschungel bzw. als Schutz vor einigen streunenden Hunden in ländlicheren Gebieten. Alle Reisenden, die älter als 12 Monate alt sind und planen gelbfiebergefährdete Gebiete Boliviens zu besuchen, müssen auf Verlangen bei Einreise aus allen Ländern ein Gelbfieber-Zertifikat vorweisen. In der Realität wird dies kaum kontrolliert (nur bei Einreise aus einem Gelbfieeberland). Wenn Sie jedoch in das Amazonas-Tiefland reisen, empfehlen wir Ihnen die Impfung ausdrücklich (und kann vor Ort auch tatsächlich kontrolliert werden). Für Reisen in die Bergregionen und den Altiplano ist eigentlich keine Gelbfieber-Impfung notwendig. Es gibt keine weiteren Pflichtimpfungen für Bolivien. In Bolivien besteht weiterhin ein sehr geringes Malaria-Risiko (in Höhen über 2.500 m ausgeschlossen) - auch dieses vor allem im Amazonas-Tiefland. Falls Ihre Reise diesen Besuch beinhaltet, wägen Sie mit dem Arzt ab, ob eine Prophylaxe notwendig ist oder ein Medikament als Standby-Mittel genügt. Wie immer sollten Sie sich mit langer heller Kleidung, Moskitonetzen und dem Auftragen von Insektenschutzmittel vor Moskitostichen schützen. Das hilft auch gegen das Dengue-Fieber (mittlerweile Impfung verfügbar) und gegen das Zika-Virus (kommt vor allem in Kolumbien und Brasilien in Südamerika vor, bisher keine Impfung vorhanden). In Ihre Reiseapotheke gehören Mittelchen gegen Insektenstiche, Fieber, Durchfall, Schmerzen aller Art und gegen die Höhenkrankheit. Auf den Trekkings empfehlen wir Wasserentkeimungstabletten wie z.B. Micropur.

Ausrüstungsempfehlung

Ausrüstung
  • Reisetasche für das pers. Hauptgepäck
  • Tagesrucksack (ca. 25-40 Liter) inkl. Nässeschutz für die kleinen Wanderungen
  • Wanderschuhe, leichte Schuhe für die Stadtrundgänge, eventuell Sandalen/Crocs o.ä.
  • Wasserdichte Jacke + lange Wanderhosen und Jeans/Freizeithose, für Amboró NP luftige lange, helle Hose (schnell trocknend)
  • Als wärmende Schicht: Pullover oder Fleece-Jacke, Primaloft/Softshell-Jacke oder Daunenjacke (im Hochland nachts bis -10 Grad)
  • Oberbekleidung kurz (T-Shirts fürs Wandern, Hemden/Blusen aus Baumwolle), eine kurze Hose, Unterwäsche (eventuell lang), Trekkingsocken (warm)
  • Mütze und Handschuhe (dünn), Halstuch/Buff/Schal
  • Badebekleidung (heiße Quellen) + Microfaser-Handtuch
  • Waschutensilien für den persönlichen Bedarf
  • gute Sonnenbrille
  • 2x Trinkflasche (je 1,5 Liter, SIGG + Thermosflasche)
  • eventuell Teleskop-Wanderstöcke
  • Stirnlampe

  • Gesundheit
  • Mütze oder Hut gegen die Sonne sowie Sonnencreme (nicht unterschätzen)
  • Ihre Medikamente (falls benötigt)
  • Hand-Desinfektionsmittel (falls gewünscht)
  • Moskito-Spray
  • kleine Reiseapotheke (Durchfall, Erkältung usw.)

  • Individuell
  • Bargeld in Euro oder USD (Geld abheben mit Kreditkarte in den Städten ohne Probleme möglich)
  • Fotoausrüstung mit Ersatzakkus und Speicherkarten
  • alle Ladegeräte
  • Buch zum Lesen
  • Eventuell Fernglas/Taschenmesser
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