Diese Expeditionsreise zum Ojos de Salado ist etwas ganz Besonderes. Der Schichtvulkan Ojos ist nicht nur nach dem Aconcagua der zweithöchste Berg Südamerikas, sondern auch der höchste Vulkan der Erde und natürlich der höchste Berg Chiles. Sein Status als zweithöchster Berg Südamerikas macht ihn vermehrt für Bergsteiger attraktiv, welche die "Seven Second Summits", die zweithöchsten Berge aller Kontinente, als Ziel haben. Ebenfalls ist er das Ziel von Bergsteigern, welche gerne die "Volcanic 7 Summits" erreichen möchten – also die jeweils höchsten Vulkane der 7 Kontinente. Aber auch ohne diese speziellen Bergziele zieht der Ojos in einer traumhaften und noch weitgehend einsamen sowie unerforschten Region viele Bergliebhaber an, denn die Umgebung um den Ojos herum wird als "Dach der Anden" bezeichnet. In keiner anderen Region Südamerikas und außerhalb des Himalayas gibt es eine so große Dichte an hohen Bergen, vorallem 6.000er (ingesamt 15), wie hier! Aufgrund der extremen Trockenheit und des quasi nicht vorhandenen Niederschlags in diesem Gebiet der Atacamawüste besitzen die Berge kaum eine Vergletscherung und deren Gipfel sind technisch relativ unschwierig zu erreichen. So können hier auch Hobbybergsteiger, welche jedoch sehr routinierte und ausdauernde Berggeher sein müssen und bereits genügend Erfahrung in großen Höhen gesammelt haben, die ganz großen Gipfel erreichen. Aber Vorsicht – während die meisten Berge wie "anspruchsvolle Wanderhügel" aussehen, erweisen sie sich bei der Besteigung aufgrund schneidender Winde, extremer Kälte und wegen des geringen Luftdrucks als tückische Herausforderungen.
Dabei ist diese Bergtour bewusst nicht für Bergsteiger konzipiert, welche gerne reinweg "Gipfel abhaken" möchten, sondern sich auch gleichermaßen gerne in unbekanntere Regionen vorwagen und neben den Bergen auch die Menschen sowie die Kultur des Landes kennenlernen möchten. Bei dieser Reise haben wir auf eine sorgsame, verantwortungsbewusste und schrittweise Akklimatisation geachtet. In dieser Akklimatisierungsphase werden Sie eine noch unbekanntere Region, als die des Ojos erleben. Nach Ihrem Stadtrundgang durch Santiago de Chile, als kultures, politisches und wirtschaftliches Herz des Landes, führt Sie die Reise in die Region des Elqui-Tals. In diesem fruchtbaren und sehr spirituell angehauchten Tal erlangen Sie einen guten Einblick in die chilenische Seele – natürlich gehört auch der Weinanbau und der Pisco, als beliebtes Spirituose, ganz eng zur chilenischen Kultur. In dieser Region können Sie gleichermaßen so gut, wie sonst fast nirgendwo in einem Observatorium einen Blick in das unendliche Universium werfen. Im Anschluss haben Sie die schroffe Bergwelt des Doña Ana (5.648 m) mit hoher Wahrscheinlichkeit komplett für sich alleine. Auf traditionelle Art und Weise helfen Ihnen hier Lastentiere beim Aufbau der Lager. Die schrittweise Besteigung dieses wundervollen einsamen Bergs wird Ihnen später im Ojos-Gebiet einen großen Vorteil einbringen. Ähnlich wie auf dem Gipfel des Ojos haben hier die Inkas heilige Rituale durchgeführt und wahrscheinlich auch Opfergaben an den Berg übergeben. Im Vergleich zum Ojos-Gipfel sind hier jedoch sogar noch Überreste eines alten Inka-Kultplatzes zu sehen.
Nach dieser erfolgreichen Bergbegehung ist es schließlich soweit – über Copiapó erreichen Sie den Tres Cruces Nationalpark und das "Dach der Anden". Diese endlosen Weiten der Atacama-Hochwüste zählen zu den rauesten, aber auch schönsten Landschaften unserer Erde. Hier erwarten Sie mit der Laguna Santa Rosa und Laguna Verde farbenfrohe Lagunen, der strahlend-weiße Salzsee Salar de Maricunga und Tiere wie Flamingos, Andenfüchse, Guakanoks oder Vicuñas, welche den harschen Bedinungen strotzen. Aber im Fokus stehen natürlich die Bergriesen. Mit der Lagune Verde als Basislager besteigen zuerst den San Francisco (6.030 m) und bauen dann Ihre beiden Hochlager am Ojos del Salado auf. Nun sind Sie optimal akklimatisiert und der Ojos-Gipfel wird für Sie "nur noch" eine große Frage des Willens und der Kraft. Den Moment auf dem höchsten Punkt Chiles werden Sie Ihr Leben lang nicht mehr vergessen! Danach haben Sie die schönen Strände von Bahía Inglesa und eine kleine Party mehr als verdient! Kommen Sie mit auf das "Dach der Anden"!
Die dicke Expeditionskleidung ist eingepackt? Dann kann es losgehen, zum zweithöchsten Berg Südamerikas, dem höchsten Gipfel Chiles und dem höchsten Vulkan der Erde. Über Nacht fliegen Sie aus der Heimat über den Atlantik und fast ganz Südamerika, bis Sie am Folgetag morgens in Santiago de Chile landen.
Sie landen in Santiago de Chile und werden erstmal zum Hotel gebracht, wo Sie sich nach der langen Anreise etwas frisch machen können. Dann starten Sie zu einem mehrstündigen Stadtrundgang durch die Innenstadt von Santiago. In der Metropolregion leben knapp 7 Mio. Einwohner und damit fast jeder dritte Chilene. Die Stadt ist mit Abstand das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt ist im Osten von den Anden und im Westen von einem Küstengebirge begrenzt und somit umgeben von Bergen. Bei Ihrem Spaziergang kommen Sie unter anderem am Präsidentenpalast "La Moneda", am Hauptplatz der Stadt, dem "Plaza de Armas" und dem Zentralen Markt der Stadt vorbei. In der Markthalle, einem grandiosen Kolonialgebäude, essen Sie ein köstliches landestypisches Mittagessen (viele meinen, dass es hier den besten Fisch des Landes gibt). Zum Abschluss geht es noch hinauf zu einem der beiden Aussichtspunkte Cerro Santa Lucía oder Cerro San Cristóbal, um einen fantastischen Ausblick über die gesamte Stadt und die Berge im Hintergrund zu haben. Übernachtung im Ola Hotel o.ä.
Verpflegung: M
Am Morgen frühstücken Sie in Ruhe und werden dann erneut zum Flughafen gebracht. Ein einstündiger Flug bringt Sie in die Stadt La Serena. Ab hier warten nun die Expeditions-Jeeps und der Expeditionsleiter auf Sie. Sie lassen die Pazifikküste erstmal hinter sich und fahren direkt hinein in die schroffe und schöne Bergwelt der Anden. Das heutige Ziel des Tages ist das kleine Kolonialstädtchen Vicuña. Aufgrund der Schönheit der Umgebung mit den fruchtbaren Tälern und den rauen kargen Andenbergen im Hintergrund werden Sie schnell verstehen, warum sich viele spirituell angehauchte Menschen in dieser Region niedergelassen haben. Genießen Sie den Abend mit dem angenehmen Klima und schlendern Sie durch die Gassen der Ortschaft. Verpassen Sie nicht den sehenswerten Torre Bauer, einen roten Glockenturm, welcher das Stadtbild prägt. Übernachtung im Terral Hotel o.ä.
Verpflegung: F / M
Am heutigen Tag geht es vorbei an vielen Weinbergen und Obstplantagen tiefer hinein in das Elqui-Tal. In einem der vielen Weinberge kehren Sie heute ein, um alles über den Pisco, der Nationalspirituose des Landes, zu erfahren. Sie bekommen eine Führung durch die Weinberge und lernen, wie die Muskatellertrauben richtig angebaut werden. Im Anschluss besichtigen Sie die Produktionshallen und bekommen erklärt, wie nun genau aus den Trauben der fertige Weinbrand entsteht. Natürlich sollten Sie das köstliche Getränk auch einmal probieren. Falls Ihnen der Pisco pur nicht zusagt, sollten Sie auf jeden Fall den leckeren Cocktail Pisco Sour probieren, welcher Ihnen garantiert schmecken wird. Aufgrund der klimatisch einmaligen Bedingungen in der Region mit extrem vielen klaren und wolkenlosen Tagen, sowie der sehr trockenen Luft mit kaum vorhandener Luftfeuchtigkeit, ist die Gegend prädestiniert, um in einem Observatorium einen einmaligen Blick ins Universum zu werfen. Natürlich werden Sie sich diese Gelegenheit am Abend ebenfalls nicht entgehen lassen und bei diesem Besuch sehr viel astrologisches Wissen mit nach Hause nehmen. Übernachtung im Terral Hotel o.ä.
Verpflegung: F / M
Nach den ersten entspannten Tagen, um sich an das neue Land zu gewöhnen, geht es nun richtig hinein in die hohen Berge und der Expeditionscharakter Ihrer Tour beginnt. Zuerst müssen Sie aber noch zur Polizeistation, um sich für die Besteigung des Doña Ana zu registrieren. Anschließend fahren Sie immer entlang des Flusses Turbio, bis Sie schließlich die Hauptstraße verlassen und vorbei an den sehr kleinen Dörfern La Troya und Posesión an einer alten stillgelegten Kupfermine angelangen. Ab hier wird der Fahrweg immer schlechter, dafür jedoch die Landschaft immer spektakulärer. Sehr häufig treffen Sie in diesem Teil der Anden auf Guanacos, eine typische Wildkamelart der Region. Eine Stunde bevor Sie das Basislager erreichen, macht es Sinn auszusteigen und den restlichen Weg zu Fuß zurückzulegen, um sich aktiv an die neue Höhe zu gewöhnen. Hier inmitten der Berge und fernab der Zivilisation richten Sie Ihr Lager ein, machen es sich gemütlich, genießen die Stille und die reine Bergluft. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 1-2 Std.
Verpflegung: F / M / A
Ab heute helfen Ihnen Maultiere dabei, das gesamte Equipment in die höheren Lager zu transportieren. Nach dem Frühstück bauen Sie das Camp ab und arbeiten sich in dem Bergtal immer weiter nach oben. Nach ca. 3-4 Stunden erreichen Sie Ihr Lager 1 und können zum 1. Mal Ihr großes erstes Bergziel, den Gipfel des majestätischen Doña Ana, erkennen. Nun wird Ihnen schnell bewusst, warum das Volk der Inkas diesen Berg vor mehr als 500 Jahren ausgewählt hat, um am Gipfel heilige Rituale zu praktizieren. Diese Reise dient also nicht nur dazu, die hohen Gipfel der chilenischen Anden zu erklimmen, sondern auch um etwas über die alten Kulturen der Region zu erfahren. Ihr Lager bauen Sie an einer wichtigen Trinkwasserquelle auf. Der restliche Tag dient dazu, sich weiter zu akklimatisieren und die schöne Bergwelt aufzusaugen. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 3-4 Std.
Verpflegung: F / M / A
Nichts in den hohen Bergen ist so wichtig, wie eine schrittweise Akklimatisierung. Da man von der chilensichen Küste auf dem Weg in die Anden innerhalb von kürzerster Zeit sehr schnell an Höhe gewinnt, ist es umso wichtiger Ihrem Körper genügend Zeit für eine gute Anpassung zu gewähren. Sie unternehmen eine Wanderung in der Umgebung des Lagers 1 und werden ca. 500 m an Höhe gewinnen, um dann aber wieder auf der niedrigeren Höhe zu schlafen. Die Schönheit und Einsamkeit der Region wird Sie verzaubern! Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 6 Std.
Verpflegung: F / M / A
Erneut bauen Sie Ihr Camp ab und steigen über recht steile Geröllhänge weiter hinauf. Die Höhe und der Untergrund machen das Unterfangen nicht leicht, aber durch den Blick auf Ihr Gipfelziel sind Sie topmotiviert. Da ab heute sehr wahrscheinlich der Wind und die Kälte deutlich zunehmen werden, ist es wichtig, den Standort des Camps sorgsam auszusuchen. Nach dem frühen Abendessen legen Sie sich hin, um morgen für den frühen Start zum Gipfel ausgeruht zu sein. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 4-5 Std.
Verpflegung: F / M / A
Noch vor dem Sonnenaufgang machen Sie sich nach einem kleinen Frühstück abmarschbereit und folgen den Lichtkegeln Ihrer Stirnlampen. Direkt neben dem Lager 2 führt Sie ein Schotterhang langsam, aber stetig nach oben. Große Felsen bieten Ihnen immer wieder Schutz vor dem kalten Wind und eignen sich als Rastplätze. Je nach Bedingungen gilt es das eine oder andere Schneefeld zu queren, Steigeisen werden aber in der Regel nicht gebraucht. Nach ca. 6 Stunden Aufstieg führt Sie ein breiter Gipfelgrat, vorbei an Büßereisfeldern, zum höchsten Punkt des Bergs. Hier finden Sie die Überreste eines alten Inka-Kultplatzes und werden somit Zeuge dieser sagenumwobenen und faszinierenden Kultur. Der Blick über das Gipfelmeer der Anden ist natürlich ebenfalls atemberaubend. Nach den wohlverdienten Gipfelbildern steigen Sie zurück zum Lager 2 und fallen erschöpft in Ihre Zelte. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit: 8-10 Std.
Verpflegung: F / M / A
Mit neuer Kraft starten Sie in den Tag und bauen das Camp ab. Daraufhin steigen Sie hinunter zum Basislager und genießen das erneut wärmere Klima und die nicht mehr ganz so dünne Luft. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 5-6 Std.
Verpflegung: F / M / A
Sie lassen den Doña Ana und diesen Teil der chilenischen Anden hier sich und verabschieden sich von Ihren fleißigen Maultiertreibern mit ihren Tieren. Zurück auf der geteerten Straße und erneut druch das Elqui-Tal kehren Sie nach La Serena zurück. Hier haben Sie heute ein Hotel unweit vom Strand und genießen die vorübergehend zurückerlangte Zivilisation – eine heiße Dusche, die Vielfalt an Essensmöglichkeiten für den Abend und ein bequemes Bett sind eine willkommende Abwechslung. Die Mutigen unter Ihnen können einen Sprung ins kalte Nass des Pazifiks wagen. Übernachtung im Hotel Campanario o.ä.
Verpflegung: F / M
Sie haben mit 340 km eine längere Fahrt vor sich, welche aber alles andere als langweilig wird. Am Morgen fahren Sie noch entlang der Pazifikküste und immer weiter auf der berühmten Panamericana Richtung Norden. Auf der Fahrt können Sie die bizarre Schönheit der hiesigen Atacamawüste, der trockensten Wüste unseres Planeten, bestaunen. In der Stadt Copiapó angelangt, stocken Sie die Vorräte für die kommenden Tag auf. Jetzt geht es endlich hinein in diese zauberhafte Region Chiles, welches auch als "Dach der Anden" bezeichnet wird. Sobald Sie die Stadt verlassen, gewinnen Sie direkt wieder an Höhe und fahren schließlich hinein in den Tres Cruces Nationalpark. Schnell erahnen Sie, dass der Park seinen Namen aufgrund der drei prägnanten Gipfel erhalten hat, welche direkt vor Ihnen in die Höhe emporragen. Auch können Sie unmittelbar die wunderschöne einsame Lagune Santa Rosa sehen, an deren Ufer Sie für heute Nacht in unmittelbarer Nachbarschaft von kreischenden Flamingos und anderen Wasservögeln Ihre Zelte aufschlagen. Nicht selten ziehen auch Herden von Guanakos oder Vicuñas vorbei. Übernachtung im Zelt.
Verpflegung: F / M / A
Heute fahren Sie endgültig hinein in das "Dach der Anden". Auf einer traumhaften Piste fahren Sie erst vorbei an den drei Gipfeln des Bergmassivs Tres Cruces (6.748 m). Danach stehen die vulkanischen Bergriesigen wie bei einer Perlenkette rechts und links der Straße in einer wilden Hochwüstenlandschaft aneinander aufgereiht. Einige der hervorstechenden 6.000er Gipfel sind der El Muerto (6.542 m), Incahuasi (6.621 m), Barrancas Blancas (6.119 m), San Francisco (6.030 m) und neben vielen weiteren natürlich Ihr großes Ziel der Reise – der Ojos del Salado! Einige Gipfel haben noch ein wenig Gletscher, andere sind oft von einer dünnen Schneeschicht angezuckert. Wie aus dem Nichts reiht sich in das Farbspektakel aus Ocker, Gelb und Braun der Berge mit den weißen Gipfeln und dem strahlenden Blau des Himmels ein surreal schönes Türkis der Laguna Verde ein, welche nun zum Vorschein kommt. Diese traumhafte Lagune ist der ideale Ausgangspunkt für alle Bergtouren in der Region. Hier bauen Sie Ihr Lager auf, gehen erstmal in den heißen vulkanischen Naturpools neben der Lagune baden und genießen diese einmalige Szenerie. Übernachtung im Zelt.
Verpflegung: F / M / A
Es steht der erste 6.000er Berg Ihrer Expedition auf dem Programm. Noch in der Dämmerung fahren Sie von der Laguna Verde ca. 1 Stunde Richtung des San Francisco und an dessen Hänge ein wenig hinauf. Auf ca. 4.700 m Höhe ist dann Schluss und es geht nur noch zu Fuß weiter. Der Weg führt meist über Schutt- und Geröllhänge und einzelne Passagen auch einmal über gröberes Blockgestein. Je nach Bedingungen in der Gipfelregion kann es sein, dass Steigeisen zum Einsatz kommen. Nach ca. 6-7 Stunden Aufstieg ist es dann soweit und Sie stehen auf dem ersten 6.000er Gipfel dieser Expedition. Die Gipfelfreude ist natürlich riesig und diesen einmaligen Moment muss fotografisch festgehalten werden. Die Fernsicht über das "Dach der Anden" ist spektakulär! Na klar haben Sie den Ojos nun genau vor Ihren Augen und Sie wissen, dass dessen Besteigung nun immer näher rückt. Neben den vielen Gipfel erkennen Sie auch die Lagune Verde, wohin Sie nun wieder absteigen (ca. 3-4 Stunden) und es sich den restlichen Tag an den heißen Quellen gutgehen lassen. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 9-11 Std.
Verpflegung: F / M / A
Sie bauen Ihr Camp an der paradiesischen Laguna Verde ab, denn es ist so weit – Sie fahren zum Ojos del Salado und wollen Ihre Reise zum krönenden Abschluss bringen. Auf einer abenteuerlichen Sandpiste werden die gesamten Fahrkünste der Fahrer mit den allradbetriebenen Geländefahrzeugen benötigt. Nach einer ca. 3-stündigen staubigen Fahrt erreichen Sie das Atacama-Camp auf ca. 5.280 m. Der Ojos steht nun genau vor Ihnen und bei klarem Wetter können Sie die Aufstiegsroute gut erkennen. Sie ruhen sich aus und akklimatisieren sich in Ruhe. Übernachtung im Zelt.
Verpflegung: F / M / A
Der heutige Aufstieg zur höhergelegenen Schutzhütte Tejos (5.825 m) dient vor allem dem Materialtransport, aber auch der Akklimatisation. Nach dem Frühstück packen Sie Kocher, Gas, Lebensmittel, Wasser und Equipment für die Besteigung zusammen und tragen gemeinsam die Last hinauf zur Hütte. Die Bergszenerie ist atemberaubend und für passionierte Fotografen bleibt genügend Zeit diese faszinierende Landschaft bildlich festzuhalten. In einem ruhigen und gleichmäßigen Temp erreichen Sie die Schutzhütte, welche eigentlich nur ein Container ist. Hier richten Sie sich ein wenig ein, machen eine ausgiebige Pause und steigen erneut zum Camp Atacama ab (ca. 2 Stunden). Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 6 Std.
Verpflegung: F / M / A
Auf bereits bekannten Pfaden geht es erneut hinauf zur Schutzhütte Tejos. Dabei sind Sie froh, dass Sie bereits gestern die schweren Lasten hinaufbefördert haben. Somit können Sie heute mit einem recht leichten Rucksack aufsteigen und Ihre Kraft für den morgigen Gipfelaufstieg sparen. In der Tejos-Hütte machen Sie es sich gemütlich, soweit das unter diesen einfachen Bedingungen und in dieser großen Höhe möglich ist. Wichtig ist, dass Sie heute nochmal gut essen und sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Dann heißt es ausruhen, um noch in der Nacht den Gipfelaufstieg zu beginnen. Übernachtung in der Schutzhütte.
Gehzeit ca. 3 Std.
Verpflegung: F / M / A
Im Lichtkegel der Stirnlampen verlassen Sie den Container, welcher Ihnen in den vergangenen Stunden Schutz und Unterkunft geboten hat. Nach ca. 2-3 Stunden Anstieg nimmt die Steigung des Geländes stark zu. Gerade in diesen ersten Stunden der Dunkelheit und großen Kälte ist mentale Stärke unabdinglich. Im Zickzack passieren Sie den Gletscher des Vulkans und queren diesen in einer Höhe von ca. 6.450 m. Es kann sein, dass Sie die Steigeisen anlegen müssen (jedoch keine Seilschaft). Körperlich sind Sie nun stark gefordert. Nicht nur die Höhe, auch die zum Teil tiefe Vulkanasche machen ein Vorankommen sehr anstrengend und kräftezehrend. Doch schon bald werden Sie dafür belohnt – am Kraterrand erblicken Sie zum ersten Mal den Gipfel und die aufgehende Sonne verleiht Ihnen neue Kräfte und Motivation. Der Gipfel erscheint zum Greifen nah, doch Sie sind sich bewusst, dass Sie noch etwa 1,5 Stunden benötigen werden, um den höchsten Punkt letzten Endes zu betreten. Von hier geht es auf dem Kraterrand weiter, welcher letztendlich in eine Rinne mit Blockgelände führt. Die Schritte werden nun immer kürzer und die Atempausen häufiger. Eine leichte Kletterpartie am Fixseil führt Sie schließlich auf den höchsten Punkt. Sie haben es tatsächlich geschafft – Sie stehen auf dem höchsten Vulkan der Erde und dem höchsten Punkt Chiles! Erschöpft, aber überglücklich tragen Sie sich ins Gipfelbuch ein. Der Ausblick über die Hochebenen von Chile und Argentinien und die benachbarten Berggiganten, welche nun alles unterhalb von Ihnen liegen, ist schlicht atemberaubend und wird für immer in Ihrem Gedächtnis bleiben. Anschließend machen Sie sich auf den Abstieg zurück bis ins Basislager Atacama. Übernachtung im Zelt.
Gehzeit ca. 10-12 Std.
Verpflegung: F / LB / A
Falls der Gipfel aus klimatischen Gründen gestern nicht möglich war, haben Sie den heutigen Tag als Reservetag für einen 2. Versuch. Übernachtung im Zelt
Verpflegung: F / M / A
Was für ein Bergabenteuer haben Sie hinter sich! Jetzt freuen Sie sich auf warme Temperaturen und die Annehmlichkeiten der Zivilisation. Sie packen alles vom Camp Atacama zusammen und verlassen die höchste Region Südamerikas. Ihr Ziel ist der kleine, aber wohl schönste Badeort Chiles – Bahía Inglesa (ca. 7 Std. Fahrt). Bei sommerlichen Temperaturen freuen Sie sich auf den kalten Pazifik, auf ein kühles Getränk und ein schönes Bett. Sicherlich wird es heute Abend eine kleine Party geben, um auf die Erfolge der letzten 3 Wochen anzustoßen. Lassen Sie den letzten Abend einer wundervollen Bergreise ausklingen. Übernachtung im Hotel Rocas de Bahía o.ä.
Verpflegung: F / M
Nach dem Frühstück werden Sie zum Flughafen von Copiapó gebracht und treten den kurzen Inlandsflug nach Santiago an. Hier verbleiben Sie gleich am Flughafen und steigen in den Flieger zurück in die Heimat.
Verpflegung: F
Mit unvergleichlichen Erinnerungen von den Gipfeln der Anden im Gepäck landen Sie zurück in der Heimat. Sicherlich gehen Ihnen bereits Gedanken an ein neues Bergziel in der Zukunft durch den Kopf, denn bekanntlich ist nach dem Berg, vor dem Berg.
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 360 €
Zuschläge / Ermäßigungen
* basierend auf dem Basispreis (1 Erwachsener im Doppelzimmer)
Einzelzimmer: 360 €
Der Ojos del Salado stellt für den einen oder anderen Teilnehmer die erste Berührung mit dem Höhenbergsteigen auf diesen extremen Höhen dar. Obwohl der höchste Vulkan der Erde technisch recht unschwierig ist (lediglich die letzten 80 m zum Gipfel erfordern Kletterei im Blockgelände 2. Grades – kann mit Fixseil gesichert werden), ist eine gewisse bergsteigerische Vorerfahrung unerlässlich. Auch sollten Sie im besten Fall bereits Höhen von über 5.000 m und noch besser über 6.000 m auf anderen Touren erreicht haben. Es muss Ihnen möglich sein, im kombinierten Gelände mit Geröllhängen, Schnee- und Eisflanken mit bis zu 35° Steilheit problemlos selbstständig seilfrei zu begehen. Ebenso gehört es zu den Grundlagen, dass Sie das Gehen mit Steigeisen bestens beherrschen.
Der Aufstieg auf den Gipfel auf fas 7.000 m Höhe stellt sehr hohe Ansprüche an Körper und Geist. Eine exzellente körperliche Fitness, zusammen mit einem starken Willen (mentale Stärke) und eine gewisse Leidensfähigkeit, bilden die Basis einer erfolgreichen Besteigung des Ojos. Eine Gehzeit von bis zu 12 Stunden am Gipfeltag sind nicht unüblich und genauso darf es für Sie nichts Neues sein ein persönliches Rucksackgewicht bis zu 15-20 kg zu schultern (Tragen der Ausrüstung ins Hochlager). Bitte beachten Sie auch, dass bei der Ojos-Besteigung in diesen extremen Höhen Temperaturen von bis zu -30 ° C und orkanartige Winde aufkommen können. Diese Wettereinflüsse haben einen starken Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Dass Sie bei dieser Reise weitere Attribute wie eine ausgeprägte Teamfähigkeit und Bereitschaft auf Komfortverzicht mitbringen sollten, ist selbstredend.
Buchung DZ, EZ oder 1/2 DZ. Sollten Sie alleine reisen, können Sie ein Einzelzimmer oder 1/2 Doppelzimmer buchen. Für die Verfügbarkeit eines 1/2 Doppelzimmer kann keine Garantie übernommen werden. Solange kein passender Zimmerpartner/in gefunden wurde, berechnen wir den Einzelzimmerpreis. Der Preis im Doppelzimmer gilt nur bei Buchung von 2 Personen pro Zimmer.
Ausrüstung
Gesundheit
Individuell
Für die Besteigung vom Ojos
Diese Bergreise ist im Ablauf so gestaltet, dass der durchschnittliche Bergsteiger genügend Zeit hat sich an die großen Höhen anzupassen. Die stetige Gefahr einer Höhenkrankheit in diesen extremen Höhen darf jedoch nie unterschätzt werden. Wir empfehlen Ihnen vorab der Reise Ihren Hausarzt zu konsultieren und diesem Ihr Vorhaben zu erläutern. Der Arzt sollte Ihnen ein gesundes Herz und einen guten Kreislauf bestätigen. Ebenso sollten Sie sich vorab der Reise, eventuell gemeinsam mit einem Arzt, intensiv mit dem Thema Höhenkrankheit auseinandersetzen. Optional gibt es auch Institute für Höhentrainings, um einmal im Vorfeld der Reise Ihre Höhenverträglichkeit zu testen. So können Sie ohne Sorge an der Reise teilnehmen.